Wem, oder was, bin ich untergeordnet?

Wie ich den Zusammenhang mit dem sehe, was mir übergeordnet ist, oder dem ich untergeordnet bin – dem Göttlichen – das bestimmt auch, wie ich meinen Zusammenhang mit der Welt, und den andern Menschen sehe.

Wie nimmt ein Staat einen andern wahr, oder ein Mensch einen anderen? Wie behandelt er ihn? Wem, oder was, fühlt sich ein Staat, oder ein Mensch, untergeordnet, oder verantwortlich, das heisst, womit fühlen sie sich zusammenhängend?

Wie nehmen die USA Russland wahr? Wem fühlen sich die USA untergeordnet, oder womit verbunden? Dem moralischen Gesetz in ihnen, und dem bestirnten Himmel über ihnen? Das würde heissen, dass Russland sich dem Gleichen untergeordnet fühlen, und mit dem Gleichen verbunden fühlen könnte wie die USA.

Je nachdem, wessen sich die USA oder Russland untergeordnet, oder verbunden fühlen, wird ihr Verständnis von Wahrheit und Freiheit sein.

Ein Staat tritt öffentlich in Erscheinung. Wenn etwas öffentlich in Erscheinung tritt, kann man sich fragen: was ist sein Hintergrund? Ist er willkürlich, oder anerkennt er als seinen Zusammenhang das, worin alle sind, das heisst, den Geist, den Verstand, die Natur, und ihre Zusammenhänge. Oder ist es etwas anderes, das diesem Staat, oder diesen Menschen seine Befehle gibt? Etwas, das sie über alle anderen stellt?

Wer lässt sich von solchen Leuten bescheissen?

Wenn die Amerikaner behaupten, es seien die Iraner gewesen, die die saudi-arabischen Ölanlagen beschädigt hätten, wollen sie damit sagen, dass es iranische Soldaten gewesen seien, die die Drohnen gesteuert hätten?!

Wenn die jemenitische Bevölkerung von Raketen und Bomben aus Flugzeugen getötet wird, behauptet dann jemand, es seien die Amerikaner gewesen, die die Jemeniten getötet hätten?! Weil es amerikanische Flugzeuge, Raketen, Bomben, und Radardaten waren! – Wobei – wohlverstanden – es noch unklar ist, wer die Drohnen produziert hat, die die saudi-arabischen Ölförderanlagen beschädigt haben.

Satan, oder nur menschliche Schwäche in der sexuellen Situation?

Unter Satan kann man einen Menschen von vollendeter Verstellung, und unvorstellbarer Gemeinheit verstehen, in der Sexualität läuft das auf hinterhältige Obszönität hinaus, die einen – übergestülpten – Rahmen der Schamhaftigkeit haben kann.

Durch Selbstbefriedigung allein mit mir selber zum Orgasmus zu kommen, bietet im Allgemeinen – wenn noch geeignete Hilfsmittel wie Fetische oder Videos zur Verfügung stehen – kein Problem. Die Situation des Zusammenseins mit einem realen Partner ist allerdings eine andere – dann ist diese Person wirksam, nicht bloss die Fantasie: Dieser Mensch würde es schätzen wahrgenommen zu werden, und die Übereinstimmung mit ihm kann nicht durch seine Reduktion zu einem stimulierenden Fantasieprodukt erfolgen, sondern muss über dessen Persönlichkeit geschehen – immerhin könnte die Situation der Sexualität ein Gipfelpunkt der Verbindung zweier Menschen sein, die sich sympathisch finden. Wenn z.B. der Mann mental so strukturiert ist, dass seine Lust durch das Erfassen seines Gegenübers nicht angestachelt wird, sondern er es auf ein Fantasieobjekt reduzieren muss, um zum Höhepunkt zu kommen, dann kann es zwar sein, dass er sich sehr zu ihm hingezogen fühlt (es liebt), aber letztlich nur wie ein Fremder auf diesem Planeten ist.  

Ohne die gütige Beihilfe der Frau, die den Mann in seiner Einschränkung des Auffassens ihrer eigenen Person „sextechnisch“ – grimassierend, stöhnend, stellungsmässig, Illusion gebend – unterstützt, das heisst, sich selber zum gewünschten Fetisch reduziert, wird es diesem allerdings nicht unbedingt zum Höhepunkt reichen. Durch einen eventuellen Kinderwunsch, oder Liebe, ist sie im Allgemeinen bereit, sich in diese abartige Situation zu schicken.

Sexualität – wenn die beidseitige Erfüllung stattfindet – ist die Situation, in der sich das Sein in seiner Totalität, Ganzheit, oder Unendlichkeit zeigt. Sexualität ist dann die Situation, in der die räumliche Trennung der Körper aufgehoben ist, und eine Vermischung des Geistes der einen Person mit dem der andern stattfindet, oder ihre Einheit. Das bedeutet die – momentane – Aufhebung der Kontrolle in der räumlichen Distanz, das heisst, von etwas, das der am individuellen Wollen festgemachte Mensch nicht zulassen kann. Dass es auf der Welt unermesslich viele Körper gibt, aber nur einen Geist, entspricht nicht der Mentalität Satans!

Um den Partner in der Sexualität nicht in seinem ganzen Sein wahrzunehmen, könnte auch die Rolle eines Gläubigen geeignet sein. Das Göttliche jedenfalls wird der Gläubige in seiner Sexualpartnerin nicht finden können, da das, was er als Göttliches verehrt, eine rein geistige, wollende, allmächtige Person ist, deren Eigenschaft es ist, über alles Macht zu haben, und dessen Ursache zu sein. Darauf bezieht sich die Gottesfurcht des Gläubigen, nicht auf die unendlichen Zusammenhänge des Seins der Natur und des Menschen, die in seinem Gegenüber zu finden wären.

Satan hat zum Gegenstand der Lust das Verhältnis der Macht, Unterhaltung, Herabwürdigung, oder Gier, aber nicht das des Fühlens einer Einheit. Wenn ich in seinen Willen einwillige, begebe ich mich in die unergründlichen Zusammenhänge von jemandem, der nur Herr oder Knecht sein kann!

Im Zustand des Orgasmus bin ich ganz bei mir selber; in gewisser Weise entspricht das mehr dem Gefühlszustand der Unterwerfung als der willensmässigen Gerichtetheit in der Position der Macht: Möglicherweise wechselt deshalb der Machtorientierte in der sexuellen Situation in die Rolle des Unterwürfigen (Masochisten) – eine Rolle, die der Gläubige schon von seiner Religion her kennt.

Möglicherweise gibt es im Charakter eines Menschen Entscheidendes, das sich nur im sexuellen Beisammensein zeigt (und vielleicht nur für einen unsichtbaren Dritten, der die Vorgänge beobachten könnte, und seine Schlüsse daraus ziehen).

Staat und Kapitalismus

Unter Kapitalismus wird im Allgemeinen der Gegenbegriff zu Kommunismus verstanden, das heisst, eine gesetzliche Ordnung, die Privateigentum an Immobilien und Produktionsmitteln zulässt. Unter Kapitalismus kann aber auch eine Mentalität verstanden werden, die Dinge, Pflanzen, Tiere, und Menschen zu blossen Mitteln reduziert, die Kapital (Geld) abwerfen sollen – was eine Ideologie (Mentalität) wäre, die dem Kommunismus grundsätzlich entgegengesetzt ist.

In kapitalistischen Staaten ist es grundsätzlich möglich, dass mittels Kapital die Politik bestimmt wird, sei es durch inländisches, oder ausländisches – was im Kommunismus grundsätzlich nicht möglich ist: In kommunistischen – oder sozialistischen – Staaten ist das Geldwesen (Geldverleih, Geldhandel) unter staatlicher Kontrolle, wie das auch allgemein in einem autoritär geführten Staatswesen der Fall sein kann (z.B. im Nationalsozialismus). Bei Kapital kann es sich um Geldmittel, und die entsprechenden Institute, oder Produktionsbetriebe handeln.

Der Gipfelpunkt der Entartung von politisch eingesetztem Kapital ist es, durch das Inszenieren von Ereignissen (Umstürze in anderen Staaten, künstliches Bestimmen von Angebot und Nachfrage, terroristische Anschläge, Anstossen von Kriegen) nicht nur politische Ziele durchzusetzen, sondern zugleich das eigene Kapital zu vermehren  – der Staat würde in diesem Fall aus einer Oligarchie bestehen; wobei diese Oligarchie über grosse Weltregionen vernetzt sein muss. Da selbstverständlich die Bevölkerungen der entsprechenden Staaten ein solches Vorgehen ihrer politischen Führungen nicht goutieren würden, sind es unbekannte Hintermänner, die die Weltpolitik machen, insofern der Westen sie macht!!

Im autoritär – oder kommunistisch – geführten Staat ist Gesetzgeber (Legislative) und Regierung (Exekutive) identisch, im kapitalistisch-demokratischen hingegen ist das Parlament der Gesetzgeber: das heisst, es gibt eine offizielle Gewaltentrennung. Wie steht es mit dem dritten Teil der Gewaltentrennung, der Rechtsprechung (Justiz)? Rechtsprechung besteht darin, festzustellen, was Unrecht ist, zum Beispiel Kriminalität, Lüge und Falschheit im Staat. Der wahrhafte Demokrat, Menschenfreund, und Antirassist wird hier die dem Ausland gegenüber begangene Kriminalität miteinbeziehen!!

Ist der Staat ohne Gewaltenteilung, das heisst, ein autoritär geführter Staat – sei es unter dem Namen Kommunismus, Sozialismus, oder Nationalsozialismus – der bessere Weg ein prosperierendes Zusammenleben der Menschen auf der Welt und im eigenen Staat zu gewährleisten, oder ist es der kapitalistisch-demokratische Staat mit Gewaltenteilung?! Konkret gefragt: ist der Weg von USA, GB, F dazu geeigneter oder der Weg Chinas und Russlands?!

Wie verhält sich Kapital zu Demokratie? Demokratie ist eine Rechtsordnung in der niemand über jemand anderem steht. Der Milliardär, oder Multimilliardär, steht über den andern bezüglich Macht, Prestige, Verbindungen, und sein Einfluss auf das Staatswesen kann beträchtlich sein, insbesondere wenn er mit bedeutenden Leuten aus dem Ausland vernetzt ist.

Wenn es eine Kontrolle politischer Macht, Instanzen, und Personen gäbe, was müsste kontrolliert werden: ob diese mit dem Allgemeinwohl einhergehen, konform mit der eigenen Verfassung sind, kriminell sind, oder lügen?

Wenn im eigenen Staat gewaltsame Unruhen ausbrechen, der Wechselkurs der eigenen Währung ins Bodenlose fällt, oder die Wirtschaft nicht mehr läuft, weil andere Staaten den eigenen boykottieren, dann ist der Grund davon nicht zwangsläufig die Kriminalität der eigenen Regierung, sondern es kann auch die ausländischer Regierungen sein, die unter dem Einfluss einer übernationalen Gruppierung stehen: einer Gruppierung, die ihren Einfluss nicht aus nationalen, oder sozialen Gründen geltend macht, sondern weil sie etwas über das prosperierende Zusammenleben von Menschen stellt: sei es einen Zuwachs an Kapital, oder einen Staat, der über allen anderen steht. Was sonst, könnte der Grund sein, in einem zerstörerischen Sinne in das Leben anderer Staaten einzugreifen?

Kann ein kommunistischer – oder autoritär – geführter Staat mit andern durch ein Finanzsystem verbunden sein, das auf privater Basis existiert? Das ist schwerlich möglich, weil in dieser Art Regierungssystem das Geldwesen (Geldverleih, Geldwechsel) unter staatlicher Kontrolle steht. Die Zentralbank der USA (Fed) hingegen befindet sich in privaten Händen – und somit auch die Weltwährung Dollar. Daraus kann geschlossen werden, dass sich das westliche Finanzsystem in privaten Händen befindet – und somit auch die entsprechenden Druckmittel, die auf Staaten angewendet werden können.

Dass Russland, China, der Iran, und viele weitere Staaten kein Interesse daran haben sich unter ein Finanzsystem zu begeben, das sich in privaten Händen befindet, leuchtet ein – dies umso mehr als die entsprechende Gruppierung mit einem Staat verbunden ist, der über allen anderen steht.

Dass Kapital, das international verbunden ist, und nicht unter staatlicher Kontrolle steht, politisch missbraucht werden kann, liegt auf der Hand, zum Beispiel, um – via staatliche Geheimdienste – Ereignisse zu inszenieren: Umstürze in anderen Staaten, terroristische Anschläge, Anstossen von Kriegen, künstliches Bestimmen von Angebot und Nachfrage. Das politische Ziel dieser Nicht-Regierungs-Organisation besteht nur mehr darin, das Kapital der eigenen Gruppierung zu vermehren, und das als Recht zu installieren, was den zu dieser Gruppierung gehörenden Staat über die andern stellt. Zu sagen, eine private Gruppierung (Nicht-Regierungs-Organisation) habe einen eigenen Staat, ist nicht unbedingt ein Widerspruch, wenn dieser ihr seine Existenz zu verdanken hat. Im Gegensatz dazu weiss man bei einem kommunistisch – oder autoritär – geführten Staat, wer für das verantwortlich ist, was im Staat selber vor sich geht, und wofür er aussenpolitisch verantwortlich ist. Von wem die Regierenden (Exekutive) und Parlamentarier (Legislative) der westlichen Demokratien regiert werden, ist weniger klar!

Was erwartet die Bevölkerung von einer Führungsperson?

Eigentlich dasselbe wie eine Frau, oder ein Mann vom Partner: Die Befriedigung der eigenen Wünsche, dass man sich dem andern anvertrauen darf, aber auch, dass es sich um einen Menschen handelt, zu dem man aufblicken kann, weil er Geist und Charakter hat.

Die Frau – oder der Mann – erwartet vom andern, dass er ihr zu dem verhilft, was sie eigentlich möchte – und dasselbe erwartet die Bevölkerung von der Führungsperson: dass sie quasi ihr Geburtshelfer ist.

Alle – sowohl die Frau vom Mann, der Mann von der Frau, als auch die Bevölkerung von der Führungsperson – erwarten, dass der andere die richtigen Entscheidungen trifft, das heisst jene, die den eigenen Interessen dienen – und sie wollen Vollbeschäftigung, keine zerstörte Natur, keine Autobahnen, die verstopft sind, fortschreitende Technisierung, aber kein Ersetzen des Lebendigen durch Totes.

Von einer Führungsperson erwarte ich:

– dass sie mich mit Respekt behandelt, ernst nimmt, sich nicht über mich stellt

– dass ich durch sie Gedanken und Zusammenhänge erfahre, die meinen Geist bereichern

– sie mir dazu verhilft, meine Souveränität und Würde zu bewahren

– Gefahren erkennt

– die Lösung aus einer problematischen Situation weiss

– Falschheit entlarvt

Welches sind die Eigenschaften einer Führungsperson?

– an der Sache orientiert sein, nicht an selbstherrlichen Entscheidungen

– die Fähigkeit zur Identifikation mit dem Ganzen

– sie kennt in erster Linie das Gefühl der Verantwortung, nicht das der Macht: sie sieht in ihren Mitbürgerinnen, Mitbürgern, Mitarbeitern nicht Instrumente durch die sie zu Macht (über sie) gelangen kann, indem sie in ihr Leben eingreift

– die Fähigkeit, nicht nur für die andern zu leben, sondern auch für sich selber; meiner Meinung nach sind Aufopferungstypen nicht für höhere und höchste Führungsaufgaben geeignet, der Idealfall ist, wenn die Führungsperson zugleich der allergewöhnlichste Mensch ist, und der aussergewöhnlichste

– geistiges Format, Charakter, und Fähigkeiten, sowie mit allen Wassern gewaschen sein, was insbesondere heisst, sich von andern (z.B. Staaten, oder Gruppierungen) nicht reinlegen zu lassen

– Höflichkeit und Anstand sind unentbehrlich für eine Führungsperson

Ziel der staatlichen (oder betrieblichen) Führungsperson ist, dass die Bürgerinnen und Bürger aus eigenem Antrieb das tun, was dem Gemeinwesen förderlich ist. Auf diese Weise würde die wahrhafte Führungs- und Staatskunst gar nicht in Befehlen und Gesetzen liegen. Im allgemeinsten Sinne ist Führer jemand, der dem Ganzen die Richtung gibt.

Wenn es im eigenen Staat – oder auf der Welt – Leute (Gruppierung) gibt, die die Richtung bestimmen, aber man weiß gar nicht, wer sie sind, dann wäre das beunruhigend, vor allem dann, wenn diese Richtung oder diese Leute die Bevölkerung auf der Erde nicht einen, sondern sie auseinanderdriften lassen, in Zwist und Sinnlosigkeit versinken lassen, das heißt, diese „Führer“ wirken zerstörerisch, im Sinne von divide et impera.

Inwiefern ist ein staatlicher Führer ein geistiger?

Die Identifikation mit dem Ganzen enthält notwendig eine geistige Dimension. Eine Führungsperson muss das sichtbar machen, womit sich die Menschen identifizieren können, und was sie eigentlich erstreben: den Frieden mit sich selber, den andern, und mit der Natur. Und in diesem Sinne muss der Führer dem Volk Sinn und Bedeutung geben.

Ergebnis der Führung müsste doch sein, die Menschen in etwas vereinigt zu haben! oder soll das Ergebnis, der Sieg einer Partei sein, die übernational ist, und über dem Volk steht? Soll die Bevölkerung im Inhalt vereinigt sein, mit den einen Staaten zusammenzuarbeiten, um andere zu zerstören?

Die Vereinigung wird nur im Geiste der Menschen stattfinden können; was den Verstand und die Natur einschliesst, als auch das Streben nach den höchsten Genüssen.

Wie investiert ein Staatsoberhaupt das Geld seiner Bürger (Steuergeld)? das ist eines der besten Kriterien, um seine Qualität, bzw. Nützlichkeit für das Volk, beurteilen zu können. Wenn eine Regierung zum Nachteil der Bevölkerung investiert – oder Gesetze macht – sind meistens ausländische Interessen im Spiel, was heisst, die einer übernationalen Gruppierung.

Worte des Generalhaushaltsführers

Wenn der geistige Haushalt auseinanderfällt, fällt auch der materielle auseinander.

Das Recht

sind derjenige Wille, diejenigen Ansprüche, oder dasjenige Verhalten, die Bestätigung erfahren.

Im Gegensatz dazu gelten ein Wille, Anspruch, oder Verhalten, die als illegitim, unberechtigt, oder böse beurteilt werden, nicht als Recht.

Das Recht betrifft das Verhalten der Menschen untereinander; sowie gegenüber Tieren und Sachen, es kann auch das Verhalten gegenüber einer Gottperson oder Göttern betreffen. Von Recht kann nur die Rede sein, wenn es ein Verhalten gibt, das als illegitim, unrecht oder „böse“ beurteilt wird.

Das Recht regelt die Ansprüche der Teilnehmer eines Staates, das heisst, der Bürger und der Regierung. – Anstatt Ansprüche kann man auch Forderungen sagen.

Wir können unter Recht auch die Summe der Vorschriften (Gesetze) eines Landes verstehen.

Das Recht regelt aber auch die Ansprüche der Staaten untereinander; das heisst, es gibt nicht nur ein innerstaatliches, sondern auch ein zwischenstaatliches Recht.

Wir sollten „Recht“ als „Anspruch“ verstehen, es würden sehr viele Dinge sehr viel klarer:

Wenn zum Beispiel D. sagt, ich möchte in der Stube rauchen, und seine Freundin sagt, ich mag das nicht, dann stehen sich zwei Ansprüche gegenüber – und man kann es so sehen, dass dasjenige, das sich als Anspruch durchsetzt, fortan das Recht ist. Wenn allerdings dieses „Recht“ die Spaltung der Gemeinschaft zur Folge hat, dann ist vermutlich weder dem einen noch dem andern Teil der Gemeinschaft gedient.

Hinter einem Anspruch steckt ein Wollen – das einem anderen Wollen gegenübersteht. Natürlich kann sich jemand durch sein Wollen über den andern stellen.

Die Arten von Ansprüchen (Rechten):

Der Anspruch kann sein:

1) dass der andere etwas an mir unterlässt; z.B. Mord, Raub, Vergewaltigung, Diebstahl, Beleidigungen, …

2) dass der andere mir etwas gibt, z.B. Nahrung, Wohnung, Arbeit, gesundheitliche Versorgung, …

3) dass der andere mir nicht etwas vorschreibt, z.B., wie ich mich zu verhalten, und zu handeln habe, oder was ich zu denken, zu sagen oder zu schreiben habe

Welche Ansprüche könnten diesen entgegenstehen?

zu 1): Ich habe jemanden schändlich hintergangen, es reicht ihm, er will mir ans Leben, oder jemand ist derart in Not, dass er aufs Stehlen verfällt

zu 2): ich möchte nicht Leute unterstützen, die für sich selber sorgen könnten, die Möglichkeit dazu hätten, es aber nicht tun

zu 3): das Verhalten, oder die Handlungen des andern schädigen mich, oder die Allgemeinheit, sie würdigen den Menschen herab, oder stören mich

Politik heisst, den Gang der Dinge so beeinflussen, dass es meinen Interessen dient

meine Interessen können entweder mit dem Allgemeinwohl einhergehen oder ihm abträglich sein.

Offiziell den Gang der Dinge bestimmen tun die Politiker, denn sie sind es, die befugt sind, Gesetze zu beschliessen, das heisst, Vorschriften zu erlassen.

Warum werden Vorschriften erlassen?

– es muss auf eine veränderte Situation reagiert werden

– ein Missstand soll bekämpft, oder eine Situation verbessert werden

– eine Interessengruppe (Partei) will ihre Ansprüche ausbauen, oder ins Spiel bringen

Im Allgemeinen setzt ein Gesetz (eine Vorschrift) den einen ins Recht, den andern ins Unrecht, d.h. für den einen bedeutet es einen Zwang für den andern einen Triumph.

Wenn es in einem Staat Interessengruppen gibt, die dominant sind, deren Interessen aber zu Lasten der Allgemeinheit gehen, dann kann dies das Florieren des Gemeinwesens (Staates) beeinträchtigen und zu Spannungen führen.

Ebenso kann das Zusammengehörigkeitsgefühl in einem Staat darunter leiden, dass es Gruppierungen gibt, die ihre Vorstellungen von einem gesunden, guten, oder moralischen Leben gesetzlich verankert wissen wollen. Die Masche ist: die eigenen Interessen geschickt für die der Allgemeinheit ausgeben. Gesetze beschliessen heisst Ansprüche durchsetzen.

Was gibt der Anwendung von militärischer Gewalt in einem anderen Land die Legitimation?

Denkbar ist der Fall, dass ein Land ein anderes zu Hilfe ruft, wenn es von terroristischen Aktivitäten bedroht wird (wie z.B. in Syrien). – Terrorismus ist politisch motivierte Gewalt! – Dieser Fall könnte zum Beispiel dann eintreten, wenn Saudi-Arabien Deutschland zu Hilfe ruft, weil es von terroristischen Organisationen bedroht wird, die gewaltsam Frauenrechte verwirklichen wollen. Deutschland wäre als Freund Saudi-Arabiens prädestiniert, weil die Verbindung sehr eng ist, und sich schon militärische Ausbilder im Land befinden.

In Afghanistan verhält sich der Fall etwas komplexer, weil sich die dortige momentane Regierung nur mit Hilfe des Auslandes am Leben erhalten kann. Macht das für die deutsche Verteidigungsministerin einen Unterschied zu Saudi-Arabien?! Das ist nicht anzunehmen, erstens, weil es die CDU ist, die bestimmt, was für die Menschen in einem anderen Land wünschenswert ist, und zweitens, das atlantische Bündnis das definiert, was die CDU für wünschenswert erachtet.

Für die Invasion des Irak (2003) durch die USA wurden als Grund zwar nicht Frauenrechte angegeben, aber Frau Merkel war trotzdem dafür. Obwohl Krieg sicher nicht etwas ist, das Frauen wünschen, weil es nur Angst, Tod, Gewalt, und Zerstörung ist. Im eigenen Land will man keinen Krieg, das ist klar – weil es nur Angst, Tod, Gewalt, und Zerstörung bedeutet, aber Frieden wollen die europäisch-amerikanischen Soldaten Afghanistan auch nicht bringen, sondern nur Frauenrechte mitsamt Demokratie. Frieden würde es dort schon geben, aber dann würde es heissen: europäisch-amerikanische Soldaten raus aus Afghanistan!!

https://de.sputniknews.com/politik/20190914325733120-akk-warnt-vor-abzug-aus-afghanistan-und-irak/

Menschen als Manövriermasse von Washington/Tel Aviv

,, Die „Administration“ des Flüchtlingslagers Rukban in der vom US-Militär besetzten Zone At-Tanf in Syrien hat Busse der Uno zur Evakuierung von Flüchtlingen nicht zugelassen. Das teilte der Leiter des russischen Versöhnungszentrums in Syrien, Generalmajor Alexej Bakin, am Freitag gegenüber Journalisten mit. ,,

Klar ist, dass die „Administration“ dieses Flüchtlingslagers die Evakuierung von Flüchtlingen durch die UNO nur ablehnen kann, weil sie das Einverständnis der Regierung der USA hat. Was aber sind die Gründe dieser Regierung den Flüchtlingen die freie Entscheidung darüber zu verwehren, nach Syrien zurückzukehren?

AT-Tanf – in dessen Umkreis das Flüchtlingslager Rubkan liegt – ist ein wichtiger Grenzübergang zwischen Irak und Syrien, den Washington/Tel Aviv unbedingt unter ihrer militärischen Kontrolle behalten wollen – dafür aber müssen sie einen Grund angeben, und als diesen Grund geben sie das Flüchtlingslager an (sie haben so diese Menschen effektiv als ihre Geiseln genommen). Diese Masche zieht natürlich nur so lange als die „westliche Wertegemeinschaft“ dieses verbrecherische Spiel nicht durchschaut – dafür sind die westlichen Medien zuständig! Und man kann daraus einmal mehr ersehen, wer die Kontrolle über diese Medien hat!

Dass Israel die treibende Kraft für diese Politik ist, kann man daraus ersehen, dass es sich nicht scheut, den Irak, Syrien, und den Libanon zu bombardieren in der Absicht den freien Austausch – natürlich auch von Waffen – nicht zuzulassen. Dass es auch Israel war, das alle Hebel in Bewegung setzte, um Syrien als integralem Staat ein Ende zu setzen, scheint mir offensichtlich!

Darf ein souveräner Staat seine Freunde frei wählen? Israel ist nicht dieser Ansicht! Warum ist ein westlicher Staat im arabischen Raum, der den Platz der indigenen Bevölkerung beansprucht, und diese vertreibt, nicht erwünscht? Dieser Frage sollte sich Israel – aber auch diejenigen, die dessen Politik unterstützen – stellen! Und jeder sollte sich bewusst sein: jemand, der ein Volk über ein anderes stellt, denkt, bzw. handelt, rassistisch!!

https://de.sputniknews.com/panorama/20190913325730422-syrien-uno-evakuierungsbusse-zum-fluechtlingscamp-rukban-nicht-zugelassen/