Woraus habe ich mein Selbstwertgefühl oder womit identifiziere ich mich, das heisst, womit mache ich eine Wesenseinheit?

Das ist eine entscheidende Frage im Leben! Und im Wechsel vom Status ‘Kind’ zum Status ‘Erwachsener’ stehen dazu – innere und äussere – Entscheidungen an.

Habe ich mein Selbstwertgefühl mehr aus einer Abgrenzung oder daraus mit dem andern eine Einheit zu machen? Mitgefühl und das Gefühl der Verbundenheit mit dem ganzen Sein weisen mich zur Einheit. Aber das erfordert Kraft und Rückgrat – aber es gibt auch Kraft und es gibt Inhalt: Das was heute den Geist und die Gefühle gefangen nimmt, morgen schon wegzuwerfen, Wegwerffetische sozusagen, die zudem noch die Bestätigung der andern erfordern, geben keinen geistigen Boden.

Man will natürlich dazugehören – das ist eine Konstante bei Kindern, Pubertierenden und Erwachsenen – aber wenn es dazu nötig ist, in einer eingeschränkten Welt zu leben, in einer Welt der Oberfläche und des Scheins, dann befriedigt das niemanden.

Die Lüge, die Lügner und die Falschheit sind letztlich langweilig – aber warum sollten zu einer Welt der Oberfläche und des Scheins die Lüge, Lügner und Falschheit gehören? Weil die Echtheit fehlt?

PS: Diesen Text habe ich unter: ‘Staat, geistiger Zustand, Geschlechter’ abgelegt.

https://de.rt.com/meinung/124322-psychische-probleme-und-suizidgedanken-facebook-schaedliche-wirkung/

Lebensinhalt, der aus Herabwürdigung besteht,

schränkt das Sein ein oder spaltet es auf: Das Wertvolle und der Sinn ist nicht die Einheit des Seins – des Kosmos, der Menschen und des Geistes – und ihr Erfassen, sondern etwas davon Abgespaltenes oder etwas, über das man Macht hat. Wenn ich das andere herabwürdige oder darauf aus bin, Herr über andere Menschen zu sein oder über ihnen zu stehen, woraus besteht dann mein eigenes – geistige, emotionale – Sein? Woraus hat jemand den Lebensinhalt, wenn andere Menschen nur Gegenstand der Macht oder Herabwürdigung sind? Natürlich kann man sagen, sein Lebensinhalt sei seine Familie, seine Geliebte, sein Eigenheim, seine Gruppierung, oder ein Gott, der ihn über die anderen Menschen gestellt hat – aber er hat ein Problem: In der einen Zeit und in dem einen Raum würdigt er Menschen herab und zerstört ihr Leben und in der anderen Zeit und im anderen Raum ist er der liebende Familienvater. Den niederträchtigen und hinterhältigen Teil seines Lebens kann er vor der Welt und seiner Familie verstecken, indem er sie über seine Tätigkeit täuscht oder sie in den Glauben versetzt, er bekämpfe Feinde. Seine Position, Ansehen, Prestige, Einkommen, Macht hat er aufgrund einer Aufspaltung: in sich selber, bzw. seine Gruppierung, und Staaten und Völker, die er der Welt als Feinde verkaufen will. Menschen mit der Weltanschauung, sie würden über den anderen stehen, haben kaum das Ziel von Kooperation auf gleichberechtigter Basis.

Anschlussfrage:

Wer will den andern Menschen ein eingeschränktes Sein verkaufen?

Woran orientiert sich jemand, der das Sein der anderen Menschen bestimmen will durch falsche Informationen, Lügen, Illusionen und Widersprüche – oder geistigen Nonsens, der als Gescheitheit daherkommt oder durch Aufspaltung, die als ethischer Fortschritt erscheinen will? Wer verfolgt die Agenda, was bis anhin selbstverständlich war, zum Problem zu machen? Die anderen Menschen nicht zu dem kommen zu lassen, was sie sein können.

Der geistig reichste Mann der Welt (1. August 2021)

Wenn Sie zum Beispiel das Ziel haben, einer der geistig reichsten Männer der Welt zu werden, werden Sie sich nicht auf den Weg Satans begeben, denn dieser erstrebt den Zusammenschluss der Menschen in der Lüge – nur so kann er Macht über sie haben. Wenn Sie das Ziel haben, einer der geistig reichsten Männer der Welt zu werden, was wollen Sie den Menschen wegnehmen?

Natürlich, wenn das Ziel ist, vom anderen geistig zu profitieren, sind Widersprüche, Illusionen, Irrtümer, Lügen diesem Ziel hinderlich. Aber das Ziel könnte ja sein, vom anderen materiell zu profitieren, indem man etwas von ihrem materiellen Sein wegnimmt und es seinem Eigentum hinzufügt – und diesem Zweck ist es dienlich, sie in Widersprüche, Illusionen, Irrtümer und Lügen zu stürzen und sie darin leben zu lassen.

Womit macht derjenige, der der geistig reichste Mann der Welt werden möchte eine Wesenseinheit (Identifikation) und womit derjenige, der der materiell reichste Mann der Welt werden möchte? Unterscheidet sich ihre Idee des Gegenstandes, bzw. wodurch wird sie bestimmt? Wenn mein Ziel ist, von den anderen materiell zu profitieren, indem ich ihnen etwas von ihrem materiellen Sein wegnehme, um es zu meinem Eigentum hinzuzufügen, kann ich nicht mehr die volle Realität des Geistes erreichen, weil ich zu diesem Zweck den Geist der Menschen einschränken muss. Ich habe insofern kein eigenes – geistiges – Sein als ich das Sein der Natur und der anderen Menschen einschränke, was eigentlich bedeutet, ihnen ihr Sein zu stehlen.

Vielleicht ist derjenige, der der geistig reichste Mann der Welt werden möchte ‘böse’, weil es Kreise gibt, die die Menschen glauben machen wollen, er wolle ihnen etwas wegnehmen – Illusionen, Widersprüche, Irrtümer und Lügen.

Persönliche Probleme zu Problemen der anderen machen

Finden wir das in der Weltgeschichte? Es würde sich um das Phänomen handeln, dass das Private das Öffentliche tangiert.

Nicht befriedigt oder unglücklich sein, strebt jedenfalls nach Auflösung und dazu gibt es konstruktive oder destruktive Wege. Tragisch ist, wenn jemand zu seiner Befriedigung das Eingreifen in das Leben anderer Menschen braucht, genauer gesagt: ihren erfolgreichen Betrug. Noch verhängnisvoller ist, wenn es sich um eine Gruppierung handelt, die durch diese Eigenschaft zusammengehalten wird.

Wenn die eigene Existenz ‘nicht realisiertes Wollen’ ist, was ist dann das eigene Sein?

Wollen ist nicht – realisiertes – Sein. Ist zum Beispiel das Streben nach Macht – realisiertes – Sein? und selbst wenn der Erfolg eingetreten ist – hat dann auch das Wollen aufgehört? oder besteht mein Sein weiterhin nur aus Unbefriedigtheit, und daraus, auf jemanden oder etwas scheel hinzublicken? Aufnehmen, empfangen, einsehen, wahrnehmen, auf mich wirken lassen würde eigene Realität bedeuten.

Wenn das Wollen auf Macht gerichtet ist, welches Sein kann dann aus seiner Befriedigung resultieren? ist es Übereinstimmung mit dem andern? Ist das Resultat des Willens Destruktion, oder etwas Konstruktives, ist es eine Vermehrung des Toten, oder des Lebendigen? Ist die Folge der Befriedigung des Wollens nur weiteres Wollen?

Welche Befriedigung gibt die Realisierung eines Wollens, das mit Herabwürdigung verbunden ist, das heisst, dem Einschränken des Seins der anderen Menschen? Es gibt zum Beispiel die Befriedigung mehr Land, oder Geld zu haben, oder die Befriedigung, dass sich die andern meinen Vorstellungen unterordnen, nach meiner Anleitung leben, und machen, was ich sage. Man könnte es als die Befriedigung bezeichnen, selber Ursache zu sein. Allerdings bedeutet die Herabwürdigung, bzw. das Einschränken des Seins der andern eine Aufspaltung – und nicht Übereinstimmung, Einheit, oder Harmonie.

Als was betrachte ich die Natur und den Menschen, wenn ich sie herabwürdige, und ihre Realität einschränke, und wie betrachte ich meinen Zusammenhang mit ihnen? Als was ich etwas, oder jemanden betrachte, und wie ich sie behandle, bestimmt mein Sein – es ist mein Fühlen und Denken. Allerdings kann dieses Fühlen und Denken gespalten sein – wenn ich zum Beispiel neidisch bin, erkenne ich zwar den Wert des andern, aber ich bin innerlich versucht, ihn herabzusetzen.

Woher soll der innere Frieden, der Zustand der Erfülltheit – das Aufhören des Wollens – kommen, wenn Natur und Mensch für mich nur als Gegenstand des Wollens existieren, und dieses zudem herabwürdigend ist?

Es gibt grundsätzlich zwei Möglichkeiten, Unbefriedigtheit loszuwerden: entweder setze ich mich selber als das Absolute, und unterstelle die Zusammenhänge zwischen mir und der Realität quasi meinem Willen (durch Illusion, Lüge, Unterwerfung, oder Macht) – oder ich suche die Übereinstimmung mit mir und der Realität nicht dadurch, dass ich versuche, sie meinem Willen unterzuordnen, sondern durch die Vergrösserung meiner Fähigkeit, die Natur und den Menschen aufzunehmen, zu empfangen, einzusehen, wahrzunehmen – dadurch wird die Befriedigung grösser, und das Wollen kleiner, denn es stellt sich eine Einheit, Übereinstimmung, und Harmonie zwischen mir selber und dem Sein (dem Göttlichen) ein.

Das Streben, Unbefriedigtheit – unangenehme Gefühle – loszuwerden, kann mehr privater Natur sein, aber es kann auch eine politische Seite haben! Zeugen skrupelloser Ehrgeiz, oder Machtstreben von innerer Befriedigung? jedenfalls haben sie eine enorme politische Dimension, denn es handelt sich um Eingreifen in das Leben anderer Menschen, dessen Merkmal es ist, die Zusammenhänge der Wirklichkeit willkürlich zu machen: denn sie erlangen die Macht über die andern dadurch, dass sie – durch Täuschung und Betrug – es durchsetzen, dass sich die Menschen nicht mehr an den Zusammenhängen der Natur und des Verstandes orientieren, sondern an ihnen, bzw., ihrer Gruppierung. Was darin gipfeln kann, dass die Menschen in einer von einer übernationalen Gruppierung entworfenen – willkürlichen Welt – leben.

Wenn du zu den Cleversten, Skrupellosesten, Hinterhältigsten, Niederträchtigsten, und Falschesten dieser Welt gehören willst, musst du – und deine Gruppierung – in den Menschen ein Bild der Wirklichkeit erzeugen, das ihr in raffinierter Berechnung entworfen habt: das heisst, die Menschen in den Glauben versetzen, sie würden das Heil erlangen, einer Bedrohung entgehen, oder eine höhere Realität erreichen, wenn sie ihr Sein einschränken würden – natürlich zu Gunsten von dir und deiner Gruppierung. Eure Forderung an die anderen Menschen ist klar: sie hätten sich nicht mehr an den Zusammenhängen der Natur und des Verstandes zu orientieren, sondern an eurer Gruppierung.

Selbstwertgefühl aus der Idee der Überlegenheit

Jemand, der das Selbstwertgefühl aus der Idee bezieht, er sei andern überlegen, bringt dessen Existenz auf einen Punkt, in dem er ihm überlegen ist. Wenn seine Vorstellung der Überlegenheit ins Wanken gerät, kann er garstig werden.

Beim Prinzip der Überlegenheit handelt es sich eigentlich um eine Illusion, bzw. eine Reduktion: denn es wird kaum einen Menschen geben, der einem selber nicht in irgendetwas überlegen ist! Kommt hinzu, dass man um diese Überlegenheit – das heisst, dass der andere etwas kann, was man selber nicht kann – froh sein muss, zum Beispiel bei einem Fachmann, oder allgemein einer scharfsinnigen Persönlichkeit, würde man meinen.

Selbstwertgefühl aus dem Gefühl der Überlegenheit kann auch eine Gruppierung betreffen, dann ist es meistens mit einer Ideologie oder Religion verbunden, die die Überlegenheit geistig-mental absichert.

Natürlich bedeutet das Gefühl der Überlegenheit eine Trennung, und nicht das Fühlen einer Einheit mit den andern. Die Verbundenheit kann dann im besten Fall aus gnädiger Herablassung bestehen, im schlechten Fall aus dem Geniessen der Abhängigkeit des andern, und deren Ausnützung.

So etwas Existentielles wie ein gutes Selbstwertgefühl möchte man nicht verlieren, auch wenn dazu nötig ist, der Wahrheit, oder der Realität Gewalt anzutun: Alles, was die Idee der eigenen Überlegenheit ankratzt, muss verdrängt werden. Wer sein Selbstwertgefühl aus der Idee der Überlegenheit hat, ist nicht dazu disponiert, die Qualitäten, die andere haben, zu schätzen, oder zu erkennen – es könnte das eigene Selbstwertgefühl in Gefahr bringen.

Begegnung

Wenn ich bei einer Begegnung Gegenstand der Geringschätzung bin – vielleicht nicht einmal aufgrund des konkreten Eindrucks, sondern aufgrund dessen, was der andere von mir gehört hat – dann bedeutet das, dass er mir gegenüber den Standpunkt der Überlegenheit einnimmt, was ausserdem heisst, dass mein Sein keine Relevanz für ihn habe. Respekt würde heissen, jemanden als Wirkfaktor wahrnehmen, der die eigene Wirkkraft relativiert: Es wäre das Anerkennen, dass der andere Relevanz hat für einen.

Wer kommt auf die Frage: stehe ich unter, oder über dir? Vor allem derjenige, für den diese Frage Wichtigkeit für sein Selbstwertgefühl hat.

Ich kann zu allem die Beziehung der Überlegenheit herstellen – das heisst, über dem andern zu stehen – ausser eventuell dann nicht, wenn gerade ein Mensch, oder ein Löwe mich packen will.

Je uniformer, maschineller, gesichtsloser etwas daherkommt, desto mehr fällt wohl der Focus auf den Punkt der Über-/Unterlegenheit – weil sich den Sinnen nichts von Interesse darbietet.

Vergrössert es den eigenen Genuss, wenn ich weiss, dass der andere einen kleineren hat? ich nehme an, demjenigen, der Wert auf Überlegenheit legt, wird es wichtig sein, den grösseren Genuss zu haben als der andere. Wenn er das nicht erreicht, ist er am Ende nur ein Neidischer, und Lebensunfähiger, der dem andern den Genuss vermasseln will, indem er die Herrschaft über ihn anstrebt!

Kann ich auf den herabsehen, gegenüber dem ich neidisch bin?

Mein Wille ist die Wahrheit und das Gesetz

Frau X, Herr Y, wir bestimmen Ihre Informationsgrundlagen

und Sie wissen, das, was wir Ihnen als Information geben, hat mit Werten zu tun – mit den Werten der westlichen Wertegemeinschaft. Ist Ihnen das klar?!

Und wenn es Ihnen nicht klar ist, möchte ich Ihnen sagen, dass wir auch die Befugnisse haben, Ereignisse, die noch gar nicht existieren, Wirklichkeit werden zu lassen – Sie verstehen?! Sie wollen sich doch nicht strafbar machen?! Wir haben Ihnen diesbezüglich klare Angaben gemacht.

Tja, zum Beispiel das Buch von Lenni Brenner „Zionismus und Faschismus“ hätte ich gerne gelesen. Aber es scheint, dass es Leute gibt, die finden, dass ich nicht das Recht habe, mich dafür zu interessieren!

Ich hätte auch gerne das Buch „Hess, Hitler & Churchill“ von Peter Padfield (2014) gelesen, aber es gibt es leider nur auf englisch – obwohl es sicher deutsche Verleger gibt, die scharf darauf wären, es auf deutsch herauszubringen! Nun ja, es scheint Leute zu geben, die die Macht haben, unsere Informationsgrundlagen zu bestimmen – und somit, was Wahrheit ist!

Die Grundlage einer Freiheit des Wollens

Mit einem bestimmten Wollen ist meistens auch ein Gegenantrieb, eine Gegenidee, ein Zweifel, oder ein Hinderungsgrund verbunden, dessen ich mir mehr oder weniger bewusst bin, und der mehr oder weniger wirksam ist. Ob ich dem einen, oder dem andern nachgebe, darin besteht meine Freiheit.

Wir müssen uns bewusst sein, das Motiv des Wollens besteht darin, zu angenehmen Gefühlen zu kommen, oder unangenehme zu vermeiden. Insofern könnte man das Wollen mit dem Verstand gleichsetzen – denn der Verstand verfolgt doch genau dieses Ziel.

Allerdings kann der Verstand eingeschränkter, oder ausgeweiteter sein, er kann zum Beispiel kurzfristig, oder langfristig denken, und gründlich, oder weniger gründlich.

Erfreuliche soziale Beziehungen, Geltung, Sinnenlust, Besitz, und Gesundheit sind im Allgemeinen die Ziele menschlichen Strebens. Ich kann zum Beispiel Geltung durch Lüge erreichen, Lust durch Ruinieren meines Körpers, und Neutralisierung meines Neides durch die Herabwürdigung des andern – all dies kann sogar unter Aufwendung von viel Verstand geschehen. Allerdings werden mich Lüge, Ruinieren meines Körpers, und Herabwürdigung nicht freier machen, denn sie bedeuten Widersprüche, beziehungsweise den Verlust meiner Übereinstimmung mit der Natur, meinem eigenen Geist, und den andern Menschen.

Angenehme Gefühle bedeuten Übereinstimmung mit mir selber – wenn ich allerdings diese Übereinstimmung durch Herabwürdigung, Widersprüche, und Illusion erreiche, ist es eine Ablösung des Denkens vom Sein: denn in diesem Fall kommen Freude, Lust, Befriedigung nicht aus dem Gegenstand (z.B. Person) selber, sondern bloss aus meiner willkürlichen Beziehung, die ich zu ihm herstelle: zum Beispiel Macht, Überlegenheit, Herablassung, Schadenfreude, Freude an seiner Zerstörung. Auf diese Weise bestehen Denken und Wollen nicht darin, das Sein zu erfassen, sondern sich über es zu erheben.

Wir könnten unterscheiden zwischen dem, was wir durch unser Wollen sind und dem, was wir nicht durch unser Wollen sind. Derjenige, dessen Sein vornehmlich auf Wollen beruht – das heisst, von sich selber als Ursache – neigt dazu, sich von allem bedroht zu fühlen, über das er nicht Macht hat.

Wie hängt das Denken mit dem Wollen zusammen?

Wenn das Denken zusammenhangslos ist, ist es auch das Wollen.

Der springende Punkt beim wollen ist eine Realisierung, der springende Punkt beim Denken ist der Zusammenhang. Beim Wollen bestimme ich durch meinen Willen, was das andere ist. Beim Denken hingegen durch die Zusammenhänge, die beim Nachdenken und Nachforschen auftauchen. Natürlich gibt es auch zielgerichtetes Denken, das aber eher Wollen zu nennen wäre, insbesondere dann, wenn als Resultat des „Denkens“ das herausspringen soll, was zum vornherein die Absicht war.

Was ist Freiheit?

– Abwesenheit von Zwang, das heisst, die Möglichkeit, selber über sein Denken und Handeln entscheiden zu können

– Loslösung von Befindlichkeiten, Zuständen, Einwirkungen, und Einflüssen, die man als einengend und unangenehm empfindet

– Aufhebung des Ausgeliefertseins an etwas, das man nicht möchte, zum Beispiel Schmerz, Angst, Gefühlen des Minderwerts oder der Sinnlosigkeit

Anschlussfragen

Kann ich frei (willkürlich) entscheiden über:

– das, was ich will?

– meine Gefühle?

– Bejahung und Verneinung von etwas, oder jemandem?

– meine Werturteile?

– das, was mir Lust gibt, und Unlust?

Wenn wir etwas Bestimmtes wollen, sind wir der Meinung, wir seien frei darin – weil wir uns selber als Ursache fühlen. Und das erreicht zu haben, was wir wollen, bedeutet doch, uns freier zu fühlen als vorher? Oder kann es auch bedeuten, uns noch mehr verstrickt zu haben?

Insofern in mir unangenehme Gefühle sind, d.h. Gefühle, die ich nicht will (zum Beispiel Minderwertigkeitsgefühle, Sinnlosigkeit, Angst, Schmerz, Langeweile, Neid, Einsamkeit) muss ich mich notgedrungen unfrei fühlen.

Was ist Wollen?

Wollen ist Lust oder Unlust, die den Wunsch nach Veränderung der momentanen Situation enthält: das Streben nach einem Realisierungsakt.

Zielgerichtetes Denken ist ebenfalls ein Wollen.

Wollen kann mehr unter dem Gesichtspunkt eines körperlichen, oder mehr eines verstandesmässigen Antriebes begriffen werden.

Lust, Freude, oder Behagen muss nicht Wollen enthalten, Unlust hingegen notgedrungen. Mit den unangenehmen Gefühlen (zum Beispiel Schmerz, Angst, Minder­wertigkeitsgefühlen, Sinnlosigkeit, Langeweile, Neid, Einsamkeit) ist abwehrendes Wollen verbunden.

Ist Wollen eine Freude? insofern es Unternehmungslust und Appetit ist, sicher – ausserdem hat es mit Selbsterhaltung und bewusst sein zu tun.

Ist Lust ein Wollen? sie ist, sich realisierendes Wollen.