Die Übereinstimmung von Idee und Gegenstand

Was ist der Gegenstand der Idee, wenn ich zum Beispiel sage: Meine Idee von mir selber ist, dass ich das willkürliche Produkt einer Gottperson bin oder wenn ich sage: Meine Idee von mir selber ist, dass ich ein Teil des unendlichen Seins bin? Man würde meinen, dass die Idee von mir selber auf jeden Fall eine Übereinstimmung der Idee mit ihrem Gegenstand bedeutet?! Da doch die Idee mein eigenes Sein bedeutet.

Wie könnte die Idee, die ich von mir selber habe, falsch sein, wenn doch erst durch diese Idee festgelegt wird, was der Gegenstand, das heisst, ich selber, bin? Bedeutet das, dass eine völlige Freiheit darin herrscht, selber zu bestimmen, was ich bin und keine Massstäbe von wahr und falsch vorhanden sind? Hier müssen wir beachten, dass die Vorstellung, die ich von mir selber habe, bestimmt, was der andere Mensch und der Kosmos für mich sind; oder umgekehrt: durch das, was der andere Mensch und der Kosmos für mich sind, bestimme ich, was ich selber bin!

Das Ziel des Wollens, das heisst, des Strebens nach einem Realisierungsakt, ist, dass die Realität mit meinem Willen übereinstimmt – aber bedeutet das: Übereinstimmung von Idee und Gegenstand? Eine Lüge zum Beispiel bedeutet einen Widerspruch zwischen Idee und Gegenstand, aber keinen Widerspruch zwischen Willen und Gegenstand.

Die Übereinstimmung von Idee und Gegenstand hat für Victoria Nuland (Exponentin der US-Neokonservativen) dann stattgefunden, wenn die USA die ganze Welt wirtschaftlich und finanziell beherrschen. Was für eine Vorstellung hat Frau Nuland von den Menschen, Völkern und Staaten dieser Erde bzw. was für eine Vorstellung hat sie von sich selber? Dass die Menschen anderer Völker potentielle Dollars sind, die in die Taschen einer bestimmten Gruppierung fliessen sollen oder Ungeziefer, das sich auf Land aufhält, das die Rassenreinen beanspruchen? Und ihr Bild (Vorstellung, Idee) von sich selber besteht darin, Teil der Gruppierung zu sein, die die Welt in diesem Sinne lenkt. Klar ist, dass Victoria Nuland durch ihre Idee, die sie von anderen Menschen, Völkern und Staaten hat, deren eigenständiges Sein nicht anerkennt, da sie dieses untergraben will. Wenn jemand das eigenständige Sein von jemandem oder etwas nicht anerkennt, kann dann seine Idee mit diesem Sein übereinstimmen?

Die Übereinstimmung von Idee und Gegenstand kann auf zwei Weisen geschehen: Entweder wird durch den eigenen Willen, die Realität so zurechtgebogen, dass Idee und Gegenstand übereinstimmen und die eigenständige Wirklichkeit des Gegenstandes missachtet; oder das Massgebende und Ausgangspunkt ist der Gegenstand selber, der durch Aufnehmen, Empfangen, Einsehen, Auf-sich-wirken-lassen erfasst wird.

Wenn der eigene Wille über die Übereinstimmung von Idee und Gegenstand entscheidet, dann bedeutet das die Loslösung des Willens vom Sein oder die Aufspaltung des Seins und bekommt eine politische Dimension, je mehr es sich bei diesem Willen um den Willen einer Gruppierung handelt!

Die Idee (Auffassung), die ein Mensch von sich selber hat, kann also zwei Grundlagen haben: Entweder die Aufspaltung oder die Einheit des Seins; oder anders ausgedrückt: entweder das Anerkennen des eigenständigen Seins des andern oder seine Missachtung.

Ein Wille, der dem Kosmos und seinen Zusammenhängen ein eigenständiges Sein abspricht als auch den anderen Menschen und Völkern, das heisst, ein Wille, der keine Einheit mit ihnen macht oder sich als ihre Ursache fühlt, spaltet die Welt oder das Sein auf. Natürlich könnte jemand sagen, dieser Wille bezeichne doch genau die rein geistige, wollende, allmächtige Person, die eine Schöpfung der jüdischen Religion sei. Durch diese Gottperson sei die Einheit des Seins zerstört worden, indem über die natürlichen Zusammenhänge des Seins ein abstrakter allmächtiger Wille gesetzt worden sei, der eigenmächtig über die Übereinstimmung von Idee und Gegenstand entscheide. Der Wille dieser Gottperson, die jüdische Abstammungsgemeinschaft über die anderen Menschen zu erheben, habe nicht nur eine religiöse, sondern auch eine politische Dimension.

Wahrheit ist die Übereinstimmung von Idee und Gegenstand

Wenn meine Vorstellung von mir selber nicht mit der Realität zusammenpasst, das heisst, die Gegebenheiten meiner Idee von mir selber widersprechen, habe ich entweder die Möglichkeit meine Vorstellungen von mir selber, gemäss der Realität zu revidieren oder eine Realität zu schaffen, die mit meinen Vorstellungen zusammenpasst – die Anstrengungen dazu können unter dem Titel ‘Macht über andere haben’ zusammengefasst werden, sodass zum Beispiel das, was die Medien bringen, meine Beschränktheit und meinen Wahnsinn widerspiegeln oder Menschen und ganzen Staaten durch meine Macht ihr eigenständiges Sein weggenommen wird.

Die Wirklichkeit meinem Willen unterwerfen, kann ideologisch bzw. religiös abgestützt werden und insofern erfolgt die Bestätigung von mir selber durch eine Gruppierung: Die Politik Israels und der US-amerikanischen Neocons wird durch eine rein geistige, wollende, allmächtige Gottperson gerechtfertigt, deren Wille es ist, eine bestimmte Abstammungsgemeinschaft über die anderen Menschen zu stellen.

Die ultimative Macht einer Gruppierung, die das eigenständige Sein von Völkern, Menschen und Staaten missachtet, zeigt sich in der Macht, die personelle Besetzung der Regierungen auf der ganzen Welt (oder immerhin im Westen) zu bestimmen – damit ist ein weiteres Vermögen angesprochen, ohne die ersteres nicht möglich wäre, nämlich die Schöpfung von finanziellen und wirtschaftlichen Abhängigkeiten. Wenn es um Polit-Casting geht, haben die Neocons – und ihre Vorgänger – das goldene Händchen, will sagen, sie können abschätzen, wie ihre Figuren sich politisch verhalten werden, wenn die Umstände eintreten, die sie herbeiführen – ein etwas gewagtes Beispiel dazu, wäre Adolf Hitler, aber man könnte auch Selensky erwähnen.

Zum Abschluss noch die Frage: Lieben diese Menschen das Sein, die ihre Übereinstimmung von Idee und Gegenstand oder anders gesagt, ihre Übereinstimmung mit dem Sein, durch die Untergrabung des eigenständigen Seins der anderen Menschen, Völker, Staaten und des Kosmos zu erreichen suchen?!

Überlegungen zu Macht

Grundsätzlich bedeutet Macht, Eingreifen in das Leben anderer Menschen und Missachtung ihres eigenständigen Willens. Es wird versucht, Herr über ihr Tun und Lassen oder auch ihre Gedanken, Vorstellungen und Antriebe zu werden, sei es durch Gewalt, Druckmittel, Vorenthalten von Information oder Medieninhalte, die ihren Verstand zum Erliegen bringen. Grundsätzlich bedeutet das Verhältnis der Macht zu anderen Menschen, die Forderung ihrer Unterwerfung. Aber was hat Machtstreben mit Genussstreben zu tun, beziehungsweise mit dem Streben, mit sich selber übereinzustimmen?

Eine Vorstellung oder Idee bestimmt nicht nur, was ich selber bin, sondern auch, was das andere (Menschen, Natur, Dinge) für mich ist. Deshalb, weil die Vorstellung oder Idee eine bestimmte Auffassung eines Menschen, der Natur oder eines Dinges bedeutet: Die Idee ist eine, aber das, was sie betrifft, sind zwei: die beiden physischen Sachen, ich selber und das, was ich auffasse.

Wenn ich zum Beispiel von mir die Idee habe, ich sei durch meine Gruppierung den anderen Menschen überlegen und deren Bestimmung sei es, sich mir zu unterwerfen, dann bestimmt das in einem, was ich selber bin und was das andere für mich ist. Ebenso verhält es sich mit der Idee von mir selber als einem gleichberechtigten, eigenständigen Wesen.

Die Frage ist: auf welchem Weg suche ich die Übereinstimmung mit mir selber, das heisst, den Frieden mit mir selber, Zufriedenheit mit mir selber (Freude, Lust, Befriedigung Glück)? Wenn es Ideen sind, durch die der andere Mensch – bzw. Staaten – kein gleichberechtigtes, eigenständiges Wesen ist, werde ich quasi zum Geisterfahrer der Wirklichkeit, zum solitären Machthaber einer Parallelwelt. Wir können die Frage stellen: Zu was werden die Menschen und anderen Staaten durch die Selbstverwirklichung der USA & Israels? Oder wir können uns fragen: Ist es die Bestimmung der Welt, das zu tun und zu lassen und diejenigen Gedanken, Vorstellungen und Antriebe zu haben, die die USA & Israel wünschen?

Opfer von physischer Gewalt werden

Eine Gruppierung kann dadurch versuchen, sicherzustellen, dass kein physischer Angriff auf sie erfolgt, indem sie sich vergrössert und mächtiger wird. Dieser Vorgang schliesst allerdings die Anwendung von physischer Gewalt dieser Gruppierung selber nicht aus, zum Beispiel gegen jene, die kein Interesse daran haben, Mitglied dieser Gruppierung zu werden oder jene, die man nicht als Mitglied möchte, weil sie in der Gruppierung dominant werden könnten.

Klar müssen wir uns darüber sein, dass eine Gruppierung, die sich ständig vergrössern, bzw. mächtiger werden will, den Argwohn und schliesslich die Feindschaft jener zuziehen muss, die sich nicht über kurz oder lang ihr Leben von dieser Gruppierung diktieren lassen wollen, deren Ziele keine Grenzen der Macht anerkennt. Selbst, wenn sich das militärische Bündnis dieser Gruppierung ‘Verteidigungsbündnis’ nennt.

Kann das Ziel einer Gruppierung, die ihre Macht ständig vergrössern will, Sicherheit sein?

Sicherheit ist die Zuversicht, nicht eine Beeinträchtigung des eigenen Lebens zu erfahren. In Sicherheit, Gewissheit und Angstfreiheit leben zu wollen, dadurch, dass man über andere Macht hat, ist allerdings ein widersprüchliches, zwiespältiges Konzept. Die andere Möglichkeit wäre, sich andere in Freundschaft zu verbinden und miteinander, statt gegeneinander zu arbeiten – das würde allerdings bedingen, den eigenen Exzeptionalismus und die Vorstellung eigener Superiorität aufzugeben.

Eine Gruppierung unterstützen, die das eigene Leben beeinträchtigt

Unterstützer einer Gruppierung sein, die das eigene Leben beeinträchtigt, ist nicht das Schlauste, das Menschen tun können – aber warum tun sie’s dann? Diese Gruppierung (USA, NATO, EU) wird ihre Karten nicht offen auf den Tisch legen und zur Bevölkerung sagen: Wir brauchen eure Zustimmung (Unterstützung), damit wir Drittstaaten nach unseren Wünschen dirigieren können, das heisst, ihr müsst euer Leben einschränken, damit wir unser Machtstreben befriedigen können – als Belohnung dürft ihr euch dafür als zu den Guten gehörig fühlen.

PS:

– Das Untertauchen in der Masse bringt nicht nur Vorteile.

– Den anderen ein gutes Gefühl geben oder den Frieden bewahren, indem man sich selber verarschen lässt, kann zum tödlichen Krebsgeschwür werden.

Wer Klaus Schwab ist, hängt von den Ideen ab, die er von sich selber hat

Und aus seinen Ideen ergibt sich das, was er will. Klar ist: Auch Klaus Schwab möchte etwas sein und darstellen. Er sieht seinen Weg dazu folgendermassen:

«Immer mehr Menschen haben ein Implantat in ihrem Gehirn, das sie intelligenter macht als Menschen. Die Bildung, wie wir sie in den vergangenen Generationen kannten, muss völlig umgestaltet werden, wenn sie relevant bleiben soll. Kinder und Erwachsene müssen darin geschult werden, wie sie ihre Gehirnimplantate nutzen können. Auch in diesem Zeitalter blühen die ‹Künste› auf.»

Was für eine Idee haben diese Menschen mit Gehirnimplantat von sich selber: Ist es die Idee, ihr geistiger Zusammenhang seien beherrschbare Objekte?

Welche Ausweitung seines geistigen Seins soll ein Mensch von Gentechnologie, Robotik, Künstlicher Intelligenz, Computertechnologie und Nanotechnologie erwarten, wenn das, wie er sich selber versteht, verbunden ist mit dem Erfassen eines unendlichen Seins, das es schon vor dem 21. Jahrhundert gegeben hat?

Klaus Schwab: „Früher konnten wir ändern, was wir tun – jetzt können wir ändern, was wir sind.“ Der Chef des Weltwirtschaftsforum meint das allerdings nicht in dem Sinne, dass ein Mensch durch Nachdenken seinen Geist und seinen Charakter verbessern könne, sondern im Sinne eines Transhumanismus: Das bisherig bekannte Menschsein verlassen und quasi ein Wesen neuer Qualität werden durch Gentechnik und Verschmelzung mit einer Maschine.

Wie ist die politische Ausrichtung dieser transhumanistischen Wesen? Sie sind jedenfalls LGBT- ausgerichtet, da sie der Meinung sind, ihr Geschlecht nach Belieben wechseln zu können, bzw. eine geschlechtslose Identität haben zu können. Dadurch sind sie automatisch USA-, NATO-, EU-ausgerichtet, denn diese vertreten diese Ideologie; ferner ist klar, dass die transhumanistischen Wesen auf der Seite des ethisch Wertvollen stehen und somit gegen alle bösen Diktatoren sind, die ihnen die westlichen Medien vorgeben. Der Gedanke hingegen, dass sie indoktrinierte Wesen einer konstruierten Beherrschungsideologie sind, ist den transhumanistischen Wesen völlig fremd.

https://test.rtde.tech/inland/141673-transhumanismus-als-anti-menschliche-neoliberale/

https://transition-news.org/weltregierung-und-zukunftsvisionen

Handelt im eigenen Interesse, wer den Menschen und die Natur herabwürdigt?

Warum sollte jemand, der anderen Menschen ihre Eigenständigkeit wegnimmt, sich selber zu ihren Lasten bereichert oder sie betrügt – das heisst, sie erniedrigt – gegen sein eigenes Interesse handeln?

Ist ‘Erfüllung des eigenen Willens’ und ‘in seinem Interesse handeln’ das Gleiche? Stellen wir uns die Erfüllung des Willens eines Kleinkindes vor oder die Erfüllung des Willens von USA oder Israel: Was würde das für die Welt bedeuten und was für sie selber?

Die Unfähigkeit, die Welt aus einem anderen Blickwinkel als dem eigenen, wahrzunehmen, kann auf eine Phase der geistigen Entwicklung, die Beeinflussung durch eine entsprechende Ideologie oder einen entsprechenden Charakter (Eingenommenheit von sich selber, Hochmut, Arroganz) zurückgeführt werden. Entsprechend werden die Inhalte sein, die diesen Menschen oder diese Gruppierung, beherrschen, beziehungsweise das, worauf ihr Wollen gerichtet ist. Beunruhigend ist, dass diese Geistesart nach Macht strebt, aber für Führung völlig ungeeignet ist.

Wer andere herabwürdigt, begibt sich in Widersprüche

Eigentlich heisst Herabwürdigung, der Realität eine willkürliche Realität überstülpen: Der Herabwürdigende legt den Zusammenhang zwischen ihm und dem anderen Menschen willkürlich fest, indem der andere zu einem zielgerichteten, selektiven, kontrollierbaren Produkt des eigenen Willens gemacht wird. Womit macht der Herabwürdigende eine Einheit, wenn sein geistiger Inhalt nicht aus dem Aufnehmen, Empfangen, Einsehen, Wahrnehmen der Wirklichkeit kommt? Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten:

– mit einer Gruppierung, mit der er im selben Geiste verbunden ist

– mit einer Person, die er liebt und über die er Macht hat

– mit einer rein geistigen, allmächtigen Person, die ihn über die anderen Menschen gestellt hat

Dieser Mensch zieht eine Grenze auf zwischen sich und den anderen, seine Füsse stehen auf der einen Seite der Grenze und der Kopf hat seinen Inhalt von der anderen Seite der Grenze.

Herabwürdigung bedeutet gezieltes reduziertes Wahrnehmen oder Auffassen des Menschen. Wie könnte jemand geistig auf eigenen Füssen stehen, wenn er sein geistiges Sein einschränkt, bzw. die Realität nicht zulässt?! 

Herabwürdigung ist grundsätzliches Machtverhalten, denn es wird der eigene Wille an den anderen Menschen angelegt, in einer für diesen unvorteilhaften Weise. Welcher geistige Inhalt soll mit einer solchen Mentalität verbunden sein? Er kann nicht aus sich selber kommen, weil dadurch, dass ein Mensch den Inhalt des andern verneint, er den Inhalt überhaupt verneint. Sein «Inhalt» kommt tatsächlich aus dem anderen Menschen – aber als gezielter, selektiver, reduzierter, willkürlicher, kontrollierter.

Woraus habe ich mein Selbstwertgefühl oder womit identifiziere ich mich, das heisst, womit mache ich eine Wesenseinheit?

Das ist eine entscheidende Frage im Leben! Und im Wechsel vom Status ‘Kind’ zum Status ‘Erwachsener’ stehen dazu – innere und äussere – Entscheidungen an.

Habe ich mein Selbstwertgefühl mehr aus einer Abgrenzung oder daraus mit dem andern eine Einheit zu machen? Mitgefühl und das Gefühl der Verbundenheit mit dem ganzen Sein weisen mich zur Einheit. Aber das erfordert Kraft und Rückgrat – aber es gibt auch Kraft und es gibt Inhalt: Das was heute den Geist und die Gefühle gefangen nimmt, morgen schon wegzuwerfen, Wegwerffetische sozusagen, die zudem noch die Bestätigung der andern erfordern, geben keinen geistigen Boden.

Man will natürlich dazugehören – das ist eine Konstante bei Kindern, Pubertierenden und Erwachsenen – aber wenn es dazu nötig ist, in einer eingeschränkten Welt zu leben, in einer Welt der Oberfläche und des Scheins, dann befriedigt das niemanden.

Die Lüge, die Lügner und die Falschheit sind letztlich langweilig – aber warum sollten zu einer Welt der Oberfläche und des Scheins die Lüge, Lügner und Falschheit gehören? Weil die Echtheit fehlt?

PS: Diesen Text habe ich unter: ‘Staat, geistiger Zustand, Geschlechter’ abgelegt.

https://de.rt.com/meinung/124322-psychische-probleme-und-suizidgedanken-facebook-schaedliche-wirkung/

Lebensinhalt, der aus Herabwürdigung besteht,

schränkt das Sein ein oder spaltet es auf: Das Wertvolle und der Sinn ist nicht die Einheit des Seins – des Kosmos, der Menschen und des Geistes – und ihr Erfassen, sondern etwas davon Abgespaltenes oder etwas, über das man Macht hat. Wenn ich das andere herabwürdige oder darauf aus bin, Herr über andere Menschen zu sein oder über ihnen zu stehen, woraus besteht dann mein eigenes – geistige, emotionale – Sein? Woraus hat jemand den Lebensinhalt, wenn andere Menschen nur Gegenstand der Macht oder Herabwürdigung sind? Natürlich kann man sagen, sein Lebensinhalt sei seine Familie, seine Geliebte, sein Eigenheim, seine Gruppierung, oder ein Gott, der ihn über die anderen Menschen gestellt hat – aber er hat ein Problem: In der einen Zeit und in dem einen Raum würdigt er Menschen herab und zerstört ihr Leben und in der anderen Zeit und im anderen Raum ist er der liebende Familienvater. Den niederträchtigen und hinterhältigen Teil seines Lebens kann er vor der Welt und seiner Familie verstecken, indem er sie über seine Tätigkeit täuscht oder sie in den Glauben versetzt, er bekämpfe Feinde. Seine Position, Ansehen, Prestige, Einkommen, Macht hat er aufgrund einer Aufspaltung: in sich selber, bzw. seine Gruppierung, und Staaten und Völker, die er der Welt als Feinde verkaufen will. Menschen mit der Weltanschauung, sie würden über den anderen stehen, haben kaum das Ziel von Kooperation auf gleichberechtigter Basis.

Anschlussfrage:

Wer will den andern Menschen ein eingeschränktes Sein verkaufen?

Woran orientiert sich jemand, der das Sein der anderen Menschen bestimmen will durch falsche Informationen, Lügen, Illusionen und Widersprüche – oder geistigen Nonsens, der als Gescheitheit daherkommt oder durch Aufspaltung, die als ethischer Fortschritt erscheinen will? Wer verfolgt die Agenda, was bis anhin selbstverständlich war, zum Problem zu machen? Die anderen Menschen nicht zu dem kommen zu lassen, was sie sein können.

Der geistig reichste Mann der Welt (1. August 2021)

Wenn Sie zum Beispiel das Ziel haben, einer der geistig reichsten Männer der Welt zu werden, werden Sie sich nicht auf den Weg Satans begeben, denn dieser erstrebt den Zusammenschluss der Menschen in der Lüge – nur so kann er Macht über sie haben. Wenn Sie das Ziel haben, einer der geistig reichsten Männer der Welt zu werden, was wollen Sie den Menschen wegnehmen?

Natürlich, wenn das Ziel ist, vom anderen geistig zu profitieren, sind Widersprüche, Illusionen, Irrtümer, Lügen diesem Ziel hinderlich. Aber das Ziel könnte ja sein, vom anderen materiell zu profitieren, indem man etwas von ihrem materiellen Sein wegnimmt und es seinem Eigentum hinzufügt – und diesem Zweck ist es dienlich, sie in Widersprüche, Illusionen, Irrtümer und Lügen zu stürzen und sie darin leben zu lassen.

Womit macht derjenige, der der geistig reichste Mann der Welt werden möchte eine Wesenseinheit (Identifikation) und womit derjenige, der der materiell reichste Mann der Welt werden möchte? Unterscheidet sich ihre Idee des Gegenstandes, bzw. wodurch wird sie bestimmt? Wenn mein Ziel ist, von den anderen materiell zu profitieren, indem ich ihnen etwas von ihrem materiellen Sein wegnehme, um es zu meinem Eigentum hinzuzufügen, kann ich nicht mehr die volle Realität des Geistes erreichen, weil ich zu diesem Zweck den Geist der Menschen einschränken muss. Ich habe insofern kein eigenes – geistiges – Sein als ich das Sein der Natur und der anderen Menschen einschränke, was eigentlich bedeutet, ihnen ihr Sein zu stehlen.

Vielleicht ist derjenige, der der geistig reichste Mann der Welt werden möchte ‘böse’, weil es Kreise gibt, die die Menschen glauben machen wollen, er wolle ihnen etwas wegnehmen – Illusionen, Widersprüche, Irrtümer und Lügen.

Persönliche Probleme zu Problemen der anderen machen

Finden wir das in der Weltgeschichte? Es würde sich um das Phänomen handeln, dass das Private das Öffentliche tangiert.

Nicht befriedigt oder unglücklich sein, strebt jedenfalls nach Auflösung und dazu gibt es konstruktive oder destruktive Wege. Tragisch ist, wenn jemand zu seiner Befriedigung das Eingreifen in das Leben anderer Menschen braucht, genauer gesagt: ihren erfolgreichen Betrug. Noch verhängnisvoller ist, wenn es sich um eine Gruppierung handelt, die durch diese Eigenschaft zusammengehalten wird.

Selbstwertgefühl aus der Idee der Überlegenheit

Jemand, der das Selbstwertgefühl aus der Idee bezieht, er sei andern überlegen, bringt dessen Existenz auf einen Punkt, in dem er ihm überlegen ist. Wenn seine Vorstellung der Überlegenheit ins Wanken gerät, kann er garstig werden.

Beim Prinzip der Überlegenheit handelt es sich eigentlich um eine Illusion, bzw. eine Reduktion: denn es wird kaum einen Menschen geben, der einem selber nicht in irgendetwas überlegen ist! Kommt hinzu, dass man um diese Überlegenheit – das heisst, dass der andere etwas kann, was man selber nicht kann – froh sein muss, zum Beispiel bei einem Fachmann, oder allgemein einer scharfsinnigen Persönlichkeit, würde man meinen.

Selbstwertgefühl aus dem Gefühl der Überlegenheit kann auch eine Gruppierung betreffen, dann ist es meistens mit einer Ideologie oder Religion verbunden, die die Überlegenheit geistig-mental absichert.

Natürlich bedeutet das Gefühl der Überlegenheit eine Trennung, und nicht das Fühlen einer Einheit mit den andern. Die Verbundenheit kann dann im besten Fall aus gnädiger Herablassung bestehen, im schlechten Fall aus dem Geniessen der Abhängigkeit des andern, und deren Ausnützung.

So etwas Existentielles wie ein gutes Selbstwertgefühl möchte man nicht verlieren, auch wenn dazu nötig ist, der Wahrheit, oder der Realität Gewalt anzutun: Alles, was die Idee der eigenen Überlegenheit ankratzt, muss verdrängt werden. Wer sein Selbstwertgefühl aus der Idee der Überlegenheit hat, ist nicht dazu disponiert, die Qualitäten, die andere haben, zu schätzen, oder zu erkennen – es könnte das eigene Selbstwertgefühl in Gefahr bringen.

Begegnung

Wenn ich bei einer Begegnung Gegenstand der Geringschätzung bin – vielleicht nicht einmal aufgrund des konkreten Eindrucks, sondern aufgrund dessen, was der andere von mir gehört hat – dann bedeutet das, dass er mir gegenüber den Standpunkt der Überlegenheit einnimmt, was ausserdem heisst, dass mein Sein keine Relevanz für ihn habe. Respekt würde heissen, jemanden als Wirkfaktor wahrnehmen, der die eigene Wirkkraft relativiert: Es wäre das Anerkennen, dass der andere Relevanz hat für einen.

Wer kommt auf die Frage: stehe ich unter, oder über dir? Vor allem derjenige, für den diese Frage Wichtigkeit für sein Selbstwertgefühl hat.

Ich kann zu allem die Beziehung der Überlegenheit herstellen – das heisst, über dem andern zu stehen – ausser eventuell dann nicht, wenn gerade ein Mensch, oder ein Löwe mich packen will.

Je uniformer, maschineller, gesichtsloser etwas daherkommt, desto mehr fällt wohl der Focus auf den Punkt der Über-/Unterlegenheit – weil sich den Sinnen nichts von Interesse darbietet.

Vergrössert es den eigenen Genuss, wenn ich weiss, dass der andere einen kleineren hat? ich nehme an, demjenigen, der Wert auf Überlegenheit legt, wird es wichtig sein, den grösseren Genuss zu haben als der andere. Wenn er das nicht erreicht, ist er am Ende nur ein Neidischer, und Lebensunfähiger, der dem andern den Genuss vermasseln will, indem er die Herrschaft über ihn anstrebt!

Kann ich auf den herabsehen, gegenüber dem ich neidisch bin?