Was heisst Herabwürdigen?

schlecht machen, im Wert, in der Bedeutung herabsetzen, verleumden, schädigen, täuschen, belügen, betrügen, absprechen des Lebensrechts, vertreiben, unterdrücken, ausbeuten.

Anders ausgedrückt: mich über den andern stellen, ihn zum Mittel reduzieren: zum Beispiel als Objekt der Macht, Zeitvertreibs, Herablassung, Amüsements, oder Ausbeutung; sich selber bejahen, ohne den andern zu bejahen.

Was heisst würdigen?

Würdigen im allgemeinen Sinn, heißt, etwas Aufmerksamkeit, Beachtung schenken – in einem tieferen Sinn ist es die Bewusstwerdung dessen, womit ich zusammenhänge.

Man könnte unter Würdigen auch Wertschätzung verstehen, und wertschätzen wird man das, was einem angenehme Gefühle gibt. Was aber, wenn es einem angenehme Gefühle gibt, andere schlecht zu machen, im Wert, in der Bedeutung herabsetzen, verleumden, schädigen, täuschen, belügen, betrügen – was wird dann wertgeschätzt, oder gewürdigt?! Es wird die eigene Person – oder Gruppierung – zu Lasten anderer bevorzugt. Das heisst, die andern werden eigentlich vom eigenen Zusammenhang ausgeschlossen.

Gibt es Glück, im Sinne von Seelenruhe, ohne Würdigung der Natur, und des Menschen? Kann ich mir meiner selbst bewusst werden ohne ihre Würdigung? das heisst, indem ich willkürlich sage: ihr bildet nicht meinen Zusammenhang.

Wer die Fähigkeit besitzt, die Natur und andern Menschen genauso zu bejahen wie sich selber, würdigt sie. Würdigen verbindet die Menschen und die Natur, Herabwürdigen hingegen, trennt sie. Ich würde bei würdigen von einer Fähigkeit der Auffassung sprechen, nicht von der Fähigkeit, Werturteile zu äussern.

Tragisch ist es, wenn das, was als wertvoll gewürdigt wird, geistzersetzend, oder ausschliessend ist, das heisst, wenn zum Beispiel das, was in der Religion verehrt wird, eine aufgeblasene Vogelscheuche ist, die die Zugehörigkeit von der Abstammung abhängig macht. Das Wertvolle kann nicht in Illusionen, Lügen, Widersprüchen, Beiseiteschieben, und Ignorieren bestehen.

Wenn Würdigung im Innewerden des eigenen Zusammenhangs besteht, dann würde demnach der Kern der Herabwürdigung darin bestehen, die Bewusstwerdung des Menschen von sich selber und der Natur zu verhindern, indem versucht wird, eine Scheinwelt zu entwerfen, an der ich mich selber orientiere, oder an der sich die andern Menschen orientieren. Auf diese Weise muss ich mich nicht an der Wirklichkeit, der Wahrheit und ihren Ansprüchen messen, und auch der Wille zur Herrschaft kann Befriedigung erfahren: denn ich bestimme doch die andern Menschen, wenn ich sie an einer Scheinwelt orientiere.

Was würdigt derjenige, der nach Überlegenheit strebt?

Überlegenheit als Lebensinhalt heisst doch: mein Lebensinhalt besteht aus dem andern, aber nicht insofern wir im Gleichen sind, und das Gleiche sind, oder wir uns etwas geben können, sondern der andere besteht für mich als Lebensinhalt nur insofern als ich mein Verhältnis zu ihm auf bestimmte Gesichtspunkte eingeschränkt habe. Das heisst, der andere besteht für mich nicht als Aufnehmen, Empfangen, Einsehen, Wahrnehmen, auf-mich-wirken-Lassen, sondern als Wollen (Wille). Selektive Wahrnehmung, und zielgerichtetes Denken, das den andern unter sich einordnet, oder sich ihn sonstwie zurechtstutzt, ist eine höchst verbreitete Erscheinung! die auch ideologisch unterstützt sein kann: zum Beispiel bei Bürgern eines Staates, die die Menschen einer andern Abstammung als der eigenen für minderwertig halten.

Vergrössert es den eigenen Genuss, wenn ich weiss, dass der andere einen kleineren hat? ich nehme an, demjenigen, der Wert auf Überlegenheit legt, wird es wichtig sein, den grösseren Genuss zu haben als der andere. Wenn er das nicht erreicht, ist er am Ende nur ein Neidischer, und Lebensunfähiger, der dem andern den Genuss vermasseln will, indem er die Herrschaft über ihn anstrebt!

Mein Wille ist die Wahrheit und das Gesetz

Frau X, Herr Y, wir bestimmen Ihre Informationsgrundlagen

und Sie wissen, das, was wir Ihnen als Information geben, hat mit Werten zu tun – mit den Werten der westlichen Wertegemeinschaft. Ist Ihnen das klar?!

Und wenn es Ihnen nicht klar ist, möchte ich Ihnen sagen, dass wir auch die Befugnisse haben, Ereignisse, die noch gar nicht existieren, Wirklichkeit werden zu lassen – Sie verstehen?! Sie wollen sich doch nicht strafbar machen?! Wir haben Ihnen diesbezüglich klare Angaben gemacht.

Tja, zum Beispiel das Buch von Lenni Brenner „Zionismus und Faschismus“ hätte ich gerne gelesen. Aber es scheint, dass es Leute gibt, die finden, dass ich nicht das Recht habe, mich dafür zu interessieren!

Ich hätte auch gerne das Buch „Hess, Hitler & Churchill“ von Peter Padfield (2014) gelesen, aber es gibt es leider nur auf englisch – obwohl es sicher deutsche Verleger gibt, die scharf darauf wären, es auf deutsch herauszubringen! Nun ja, es scheint Leute zu geben, die die Macht haben, unsere Informationsgrundlagen zu bestimmen – und somit, was Wahrheit ist!

Die Grundlage einer Freiheit des Wollens

Mit einem bestimmten Wollen ist meistens auch ein Gegenantrieb, eine Gegenidee, ein Zweifel, oder ein Hinderungsgrund verbunden, dessen ich mir mehr oder weniger bewusst bin, und der mehr oder weniger wirksam ist. Ob ich dem einen, oder dem andern nachgebe, darin besteht meine Freiheit.

Wir müssen uns bewusst sein, das Motiv des Wollens besteht darin, zu angenehmen Gefühlen zu kommen, oder unangenehme zu vermeiden. Insofern könnte man das Wollen mit dem Verstand gleichsetzen – denn der Verstand verfolgt doch genau dieses Ziel.

Allerdings kann der Verstand eingeschränkter, oder ausgeweiteter sein, er kann zum Beispiel kurzfristig, oder langfristig denken, und gründlich, oder weniger gründlich.

Erfreuliche soziale Beziehungen, Geltung, Sinnenlust, Besitz, und Gesundheit sind im Allgemeinen die Ziele menschlichen Strebens. Ich kann zum Beispiel Geltung durch Lüge erreichen, Lust durch Ruinieren meines Körpers, und Neutralisierung meines Neides durch die Herabwürdigung des andern – all dies kann sogar unter Aufwendung von viel Verstand geschehen. Allerdings werden mich Lüge, Ruinieren meines Körpers, und Herabwürdigung nicht freier machen, denn sie bedeuten Widersprüche, beziehungsweise den Verlust meiner Übereinstimmung mit der Natur, meinem eigenen Geist, und den andern Menschen.

Angenehme Gefühle bedeuten Übereinstimmung mit mir selber – wenn ich allerdings diese Übereinstimmung durch Herabwürdigung, Widersprüche, und Illusion erreiche, ist es eine Ablösung des Denkens vom Sein: denn in diesem Fall kommen Freude, Lust, Befriedigung nicht aus dem Gegenstand (z.B. Person) selber, sondern bloss aus meiner willkürlichen Beziehung, die ich zu ihm herstelle: zum Beispiel Macht, Überlegenheit, Herablassung, Schadenfreude, Freude an seiner Zerstörung. Auf diese Weise bestehen Denken und Wollen nicht darin, das Sein zu erfassen, sondern sich über es zu erheben.

Wir könnten unterscheiden zwischen dem, was wir durch unser Wollen sind und dem, was wir nicht durch unser Wollen sind. Derjenige, dessen Sein vornehmlich auf Wollen beruht – das heisst, von sich selber als Ursache – neigt dazu, sich von allem bedroht zu fühlen, über das er nicht Macht hat.

Wie hängt das Denken mit dem Wollen zusammen?

Wenn das Denken zusammenhangslos ist, ist es auch das Wollen.

Der springende Punkt beim wollen ist eine Realisierung, der springende Punkt beim Denken ist der Zusammenhang. Beim Wollen bestimme ich durch meinen Willen, was das andere ist. Beim Denken hingegen durch die Zusammenhänge, die beim Nachdenken und Nachforschen auftauchen. Natürlich gibt es auch zielgerichtetes Denken, das aber eher Wollen zu nennen wäre, insbesondere dann, wenn als Resultat des „Denkens“ das herausspringen soll, was zum vornherein die Absicht war.

Was ist Freiheit?

– Abwesenheit von Zwang, das heisst, die Möglichkeit, selber über sein Denken und Handeln entscheiden zu können

– Loslösung von Befindlichkeiten, Zuständen, Einwirkungen, und Einflüssen, die man als einengend und unangenehm empfindet

– Aufhebung des Ausgeliefertseins an etwas, das man nicht möchte, zum Beispiel Schmerz, Angst, Gefühlen des Minderwerts oder der Sinnlosigkeit

Anschlussfragen

Kann ich frei (willkürlich) entscheiden über:

– das, was ich will?

– meine Gefühle?

– Bejahung und Verneinung von etwas, oder jemandem?

– meine Werturteile?

– das, was mir Lust gibt, und Unlust?

Wenn wir etwas Bestimmtes wollen, sind wir der Meinung, wir seien frei darin – weil wir uns selber als Ursache fühlen. Und das erreicht zu haben, was wir wollen, bedeutet doch, uns freier zu fühlen als vorher? Oder kann es auch bedeuten, uns noch mehr verstrickt zu haben?

Was ist Wollen?

Wollen ist Lust oder Unlust, die den Wunsch nach Veränderung der momentanen Situation enthält: das Streben nach einem Realisierungsakt.

Zielgerichtetes Denken ist ebenfalls ein Wollen.

Wollen kann mehr unter dem Gesichtspunkt eines körperlichen, oder mehr eines verstandesmässigen Antriebes begriffen werden.

Lust, Freude, oder Behagen muss nicht Wollen enthalten, Unlust hingegen notgedrungen. Mit den unangenehmen Gefühlen (zum Beispiel Schmerz, Angst, Minder­wertigkeitsgefühlen, Sinnlosigkeit, Langeweile, Neid, Einsamkeit) ist abwehrendes Wollen verbunden.

Ist Wollen eine Freude? es ist immerhin eine Beschäftigung. Aber hat natürlich auch mit Selbsterhaltung und Bewusstsein zu tun.

Ist Lust ein Wollen? sie ist, sich realisierendes Wollen.