Die grösste Lachnummer seit drei Jahrtausenden

Es handelt sich um die Ansicht, der Westen (USA, NATO, EU) sei das Gute und der Nicht-Westen (Russland, China, Iran) das Böse; aber zugegeben: eine hoch emotionale Lachnummer! Hoch emotional insbesondere dann, wenn man noch den Ursprung der abendländischen Religion (Ideologie, Weltanschauung) berücksichtigt.

Unter ‘Gut’ können wir verstehen: Anderen Staaten und Bevölkerungen keinen Schaden zufügen. Aber ich nehme an, jene Gruppierung, die die staatlichen Objekte festlegt, die Opfer von Regimechange, Unterwanderung, Terrorismus, Sanktionen oder Krieg werden sollen, betrachtet sich selber als die ‘Guten’, das heisst, ‘Besseren’ aus einem anderen Grund: Der Bessere oder Überlegene bin ich zum Beispiel dadurch, dass ich Macht über andere habe – dieses Verhältnis zu Bevölkerungen und Staaten bedeutet allerdings eine rigorose Aufspaltung ‘wir gegen sie’. Natürlich kann man einfach sagen, der Antrieb dieser Gruppierung sei, Geld zu machen und indem sie das in allergrösstem Stil und übernational machen – das heisst, Gegenstand des Geldmachens sind ganze Bevölkerungen und Staaten – kann sie nicht nur immer fliessende Geldquellen erschliessen, sondern auch noch Macht über Territorien samt Bevölkerung erlangen.

Der Antrieb, Geld zu machen, ist das eine, die Methode dazu das andere. Der gewöhnliche Kriminelle ist parasitär und betrügerisch oder gewalttätig, aber er ist nicht unbedingt rassistisch oder weniger stark ausgedrückt: Der Gegenstand seines Betruges und seiner Gewalt sind nicht ganze Bevölkerungen und Staaten und eine rigorose ‘wir gegen sie-Mentalität’. Welcher gewöhnliche Mensch bringt diese Mentalität auf, wenn er nicht in einer Gruppierung mit einer entsprechenden Ideologie zusammengeschlossen ist?! Klar ist, dass es immer halbseidene Typen gibt, die auf einen fahrenden, erfolgreichen Zug aufspringen, auch wenn dieser mit Lügen und Betrug arbeitet.

Aus dem Gesagten ergibt sich, dass es zwei Gruppierungen auf der Welt gibt: Eine Gruppierung mit strikter ‘wir gegen sie-Mentalität’, die auf der Welt die Guten markiert und deren Ziel es ist, ihren Machtbereich um Russland (China, Iran) zu erweitern und auf der anderen Seite eine Gruppierung, die Kooperation auf gleichberechtigter Basis anstrebt.

Die Zeit seit 1945 könnte als Fortsetzung der beiden Weltkriege ohne Waffen betrachtet werden – seit 2022 hat die Hegemonie jedoch mit Gegenwind zu kämpfen; die USA konnten ihre Macht von 1945 bis 2015 (Russlands Intervention in Syrien) routinemäßig ausbauen, aber jetzt ist ihr Machtausbau ins Stocken geraten.

Zwei Definitionen von Recht:

– Das Recht sind derjenige Wille, diejenigen Ansprüche, oder dasjenige Verhalten, die Bestätigung erfahren.

– Das Recht ist der die Menschen verbindende Wille, nicht durch Betrug oder Gewalt Schaden zu erleiden.

Können sich diese Definitionen widersprechen?

Das ist ohne weiteres möglich, insofern es eine Gruppierung gibt, die Bestätigung erfährt, deren Ziel es aber ist, Macht über andere zu haben und sie dieses Ziel mit Betrug und Gewalt verfolgt.

Sind gesteuerte Menschen, verwirrte Menschen?

Das Gegenteil eines verwirrten Menschen wäre ein Mensch mit einem Weltbild, das die Realität erfasst. Ein gesteuerter Mensch hat ein Weltbild, das andere ihm vorgegeben haben mit dem Ziel, entweder ihn auszubeuten oder durch ihn andere auszubeuten. Das Resultat davon, die Menschen zu betrügen, ist, dass sie eine Einheit mit Widersprüchen, Illusionen und Lügen machen. Solche Menschen sind insofern Automaten als sie ausspucken, was ihnen bestimmte Kreise durch ihre Medien eingegeben haben. Verwirrt werden sie sich allerdings erst dann vorkommen, wenn es Ursachen gibt, die ihre Vorstellungen ins Wanken bringen.

Worin besteht der Betrug:

– in der Darstellung des territorial grössten Staates und des volkreichsten Staates der Erde, sowie von einem der grössten islamischen Staaten als ‘böse’

– in einer Großmacht, die als Grund für das Eingreifen in das Leben anderer Staaten angibt, sie bringe ihnen das Gute und befreie sie vom Bösen – aber nur ihre Macht ausweiten will

– darin, dass das, was der Westbürger für ethisches Bestreben hält, reines machtpolitisches Kalkül ist

– in den Staaten der Organisationen NATO und EU, die sich als Gruppe unabhängiger Staaten ausgeben, die die Ziele Demokratie, Freiheit und Menschenrecht verfolgen würden, aber von den Wünschen der USA, das heisst, den Neocons dirigiert werden

– der Betrug besteht darin, dass der West-Bürger seine Regierungen als die Vertreter des Guten verehrt, es sich bei ihnen aber nur um staatliche Abhängige eines übernationalen Finanz-, Geschäfts- und Beziehungssystems handelt, die keine andere Wahl haben als die aussenpolitischen Vorgaben der US-Neocons zu übernehmen

– in einem Hegemon der die Justiz anderer Staaten in Anspruch nehmen kann, um sich von ihnen seine Lügen und verbrecherischen Handlungen schützen zu lassen; Beispiele: MH-17, Skripal, Nawalny, Ost-Ghouta, Butscha, Kramatorsk

– in der Verhinderung der freien Informationsbeschaffung mit dem Zweck der Vertuschung von verbrecherischen Handlungen (jüngstes Beispiel: die Sabotage von Nordstream2)

– in einer Organisation, die sich «Verteidigungsbündnis» (NATO) nennt, aber seit der Auflösung der UdSSR nur noch den hegemonialen Interessen der USA dient

Einige Fragen:

– Wer auf der Welt hat die Macht, ‘Böse’ zu bestimmen, deren Staaten die «internationale Gemeinschaft» zerstören darf?

– Wer auf der Welt hat die Macht, zu bestimmen, wer am ‘freien’ finanziellen und wirtschaftlichen Austausch teilnehmen darf und wer nicht?

– Wie geeignet sind Menschen, die die Fähigkeit haben, ein übernationales Finanz-Kartell aufzubauen dazu, die politische Führung der Welt zu übernehmen?

– Wer hat die Macht, die Öffentlichkeit so zu beeinflussen, dass sie die USA für den Staat halten, der auf der Welt das Gute verbreite und die ‘Bösen’ zur Rechenschaft ziehe?!

Das Böse ist die Gefahr, nicht das Gute

Unter ‘Böse’ können wir verstehen: ‘Eingreifen in das Leben anderer Menschen und Falschheit’. Das Problem besteht darin, dass eine Person, Gruppierung oder Staat, die in das Leben anderer Menschen eingreift als Grund dafür nicht Machtstreben angeben wird!

Konkretisierung des Gesagten anhand einer fiktiven Rede der US-Neokonservativen V.N.:

«Die Bösen wollen Macht über euch haben. Wir aber wollen nicht Macht über euch haben, sondern euch vor der Gefahr des Bösen beschützen. Wir sind eure Beschützer vor dem Bösen, deshalb müsst ihr tun, was wir euch sagen. Wenn ihr unsere Anweisungen befolgt, werden wir die Bösen besiegen. Wir wollen nicht Macht über euch haben, wir wollen euch nur vor der Gefahr beschützen.»

Die Angst des Hegemons vor der Gegendarstellung

Nehmen wir an, die USA stellen ein Sündenregister von Russland auf und Russland eines der USA. So wie es ein verheiratetes Paar tun könnte, das die Scheidung vorbereitet und dem Scheidungsrichter den eigenen Standpunkt klarmachen will – was eigentlich heisst, den Richter von der Schuld und dem Fehlverhalten des anderen überzeugen. Stellen wir uns den Scheidungsrichter vor: Er hört – getrennt – die eine Partei an und dann die andere; von beiden Personen hat er den Eindruck freundlicher, verständiger Menschen – was er aber fast nicht glauben kann, ist, dass die andere Person die ist, über die die eine gesprochen hat: Wenn er mit der einen Person redet, ist sie das Opfer und die andere der Täter und wenn er mit der anderen Person redet, ist es umgekehrt: Eine unschuldige, wohlmeinende Person, die nur das Gute für die andere wollte, wurde von ihr mit den grässlichsten Gemeinheiten und Lügen bedacht – das ist die Erzählung beider Personen.

Mit dieser Analogie will ich nur eines sagen: Sie sollten sehr vorsichtig sein, wenn eine Person, Regierung oder Staat als Satan in Menschengestalt dargestellt wird und Sie die Gegendarstellung nicht haben. Das Bild, das in USA-NATO-EU-Land von Russland, China, Iran gezeichnet wird, kennen Sie – aber was wäre, wenn in ihren Medien die Handlungen von USA, NATO, EU aus der Sicht Russlands, Chinas, Irans geschildert würden? Wir sind uns klar darüber: Beide Seiten zu hören wäre echte Berichterstattung, keine Propaganda! Ich selber habe absolut kein Interesse daran, dass die EU bzw. USA für mich entscheiden, für wen oder was ich andere Staatsoberhäupter und Staaten zu halten habe – ich möchte mir selber ein Bild machen, aufgrund von Darstellung und Gegendarstellung. Politiker, die behaupten, sie würden die Freiheit verteidigen, aber den freien Informationsfluss unterbinden, halte ich für Betrüger: Sie haben Angst, dass durch die Darstellung der Gegenpartei Dinge ans Tageslicht kämen, die sie sehr schlecht aussehen lassen könnten.

Aus der Sicht von USA & NATO war die Ukraine gedacht als Instrument, Russland zu zerstören  

Jetzt ist sie zu einem Sumpf geworden, der nicht nur Milliarden von Dollars und Euros verschlingt, sondern auch noch die Wirtschaft der eigenen Staaten empfindlich beschädigt – eine magere Ausbeute.

Immerhin sollte der westliche Medien-Konsument bedenken, dass das Verschwinden von Milliarden von Dollars und Euros in der Ukraine, sowie das empfindliche Beschädigen der eigenen Wirtschaft nicht unter dem Ziel der Zerstörung Russlands läuft, sondern unter dem Slogan, einem angegriffenen Land beizustehen und dessen Souveränität zu bewahren. Wann werden die europäischen Staaten merken, dass die Zerstörung Russlands nicht ihr Ziel ist, sondern das Ziel der US-Neocons (und somit Israels). Wie kann es erklärt werden, wenn Staaten Ziele anderer übernehmen, die für sie selber schädlich bis ruinös sind? Wenn es einen Hegemon gibt, der die Ziele vorgibt, ist der Fall klar.

An die Adresse von der Leyen, Borell, Baerbock, Habeck etc. möchte ich die Bemerkung machen, dass das Ziel, Bestätigung zu erfahren, sich nicht unbedingt mit dem Ziel deckt, eine Sache zu erfassen, aber die Gefahr in sich birgt, in einem Kokon zu leben, auch wenn dieser Kokon hegemoniale Ausmasse hat.

Russland ist eine Bedrohung für diejenigen, die eine unipolare Welt vertreten oder davon profitieren

Gibt es Menschen, die der Ansicht sind, eine unipolare Welt hänge nicht mit einem bestimmten Finanzsystem zusammen? Natürlich kann man sich fragen: Warum soll ein Finanzsystem unipolar sein? Ein möglicher Grund ist, dass es betrügerisch ist, das heisst, dazu dient, diejenigen, die es betreiben zu Lasten der anderen in den Vorteil setzen. Natürlich ist der Betrüger darauf angewiesen, Bestätigung zu erfahren! Wenn er keine Bestätigung erfährt, ist er aufgeschmissen oder aufgeflogen.

Geht es mit der Welt aufwärts oder abwärts, wenn die Betrüger Bestätigung erfahren? Die EU tut so, wie wenn es mit ihr selber und der Welt aufwärts ginge, wenn sie die USA/NATO unterstützen – das lässt darauf schliessen, dass sie sich von Lügen mehr erhofft als der Wahrheit bzw., dass die Gemeinsamkeiten mit den Betrügern gross sind. Oder dürfen wir sogar sagen, dass das Selbstverständnis der EU im Wesentlichen das Gleiche wie das der USA (-Neocons) ist – das ist eigentlich anzunehmen, dürfen wir doch ohne weiteres annehmen, dass sich die USA und die EU den Spiritus Rector Israel teilen?!

Der Betrüger – Täuscher – muss eine Welt kreieren, in der er Erfolg hat, das heisst, er muss – je nach dem Umfange des Betruges – die halbe Welt auf den Kopf stellen: Ansichten, Umgangsformen und Gesetze, die bisher galten, dürfen plötzlich nicht mehr massgebend sein.

Strategien der Machtausweitung

Um Machtpolitik zu betreiben, das heisst, seine Macht auszuweiten, besteht eine Strategie darin, das Feld der Politik als einen Kampf zwischen Gut und Böse darzustellen und sich selber als das Gute: Der glaubhaft als ‘böse’ Dargestellte ist zum vornherein diskreditiert, im Unrecht und sanktionswürdig, das heisst, wert, aus dem Weg geräumt zu werden – dessen Macht kann dann durch die eigene ersetzt werden.

Verschwörungstheorien ranken sich um Gruppierungen (Staaten), die ihre Macht ausweiten wollen – nicht um Mauerblümchen. Man müsste sich also zuerst einmal klar darüber werden, ob es solche Gruppierungen – übernational gesehen! – gibt, das heisst, ihre Identität feststellen (sei sie mehr finanzieller, wirtschaftlicher, politischer, beziehungsmässiger oder medialer Natur). Enorm interessant für das Ziel der Machtausweitung (auf einer übernationalen Ebene) wäre natürlich das Zusammenwirken von finanziellen, wirtschaftlichen, politischen und medialen Akteuren – es würde zu einem globalen Spiel mit enormen Gewinnern und enormen Verlierern (ganze Staaten und Bevölkerungen oder Bevölkerungsschichten und Industrien).

Verschwörungstheoretiker ist jemand, der behauptet, die stattfindenden Ereignisse würden nicht auf die Ursachen zurückgehen, die uns von den Medien präsentiert werden – sondern, sie würden auf eigentlichen Plänen bzw. Absprache beruhen: Die offiziellen – westlichen – Regierungen seien quasi nur pro forma, ihre Funktion bestehe mehr oder weniger darin, Handlungen auszuführen und auf Ereignisse zu regieren, die an anderen Orten entschieden worden seien. Diese Behauptungen der Verschwörungstheoretiker passen zu den Äusserungen Klaus Schwabs (WEF-Chef): «Schwab gab zu Protokoll, dass „der souveräne Staat obsolet geworden ist“ und dass, um diese Machtlücke zu füllen, eine „Allianz für globale Themen“ entstehen muss […].»

Was verteidigt Deutschland?

Verteidigt Deutschland, ein eigenständiges Volk zu sein oder den Willen des Volkes, ein Knecht-Staat eines anderen Volkes, einer anderen Regierung oder eines anderen Staates zu werden oder – oh, weh! – der Knecht-Staat einer übernationalen Gruppierung?

Sich unabhängig und frei fühlen ist einfach, solange man zu den Wohlhabenden, Satten, Nicht-frierenden, Mächtigen oder den Siegern gehört – und dabei noch im Zustand der ethischen Überlegenheit über 80% der Menschheit mit der Aussicht, dass diese 80% mit der eigenen Beihilfe auch noch von ihren bösen Diktatoren befreit werden, so dass der Wohlstand gleich weitergehen kann.

Gibt es Menschen, die sich wohler fühlen als fremdbestimmte Knechte, denn als eigenständige Wesen? Gibt es schon, aber auch der fremdbestimmte Knecht verlangt gewisse Rahmenbedingungen und zu diesen gehört, dass er nicht zu offensichtlich das Gefühl bekommen darf, er werde betrogen – er könnte sich dann nicht mehr wirklich als der heimliche Tausendsassa fühlen, sondern würde offensichtlich zu einer Existenz Satans herabsinken: denn er wäre gezwungen, in die hämischen – spöttischen und schadenfreudigen – Augen seines Herrn zu blicken.

Was soll sich ein Staat davon versprechen, sich von einem anderen Staat vorschreiben zu lassen, was er zu tun und zu lassen habe? Was sich eine Regierung davon versprechen kann, ist schon klar: Eingebundenheit in ein Umfeld, das geprägt ist von einer absoluten Winner-Mentalität: dem Resultat von zwei gewonnenen Weltkriegen; es bedeutet zugleich Eingebundenheit in das Finanzsystem, das die beiden Weltkriege organisiert hat oder abgeschwächt formuliert, ihr Nutzniesser war.

Die Regierungs-Männlein und Regierungs-Weiblein der NATO- und EU-Staaten zappeln mehr oder weniger an der Währung Dollar und stossen fortwährend Worte wie Demokratie, Freiheit und Menschenrecht aus. An dieser Stelle müssen wir klar festhalten, dass das Interesse von Hitler und Mussolini dem Interesse an den Fäden eines ausländischen Finanzsystems zu zappeln, gerade entgegengesetzt war – was ihren Sturz früher oder später unumgänglich machte; ausführlicher gesagt, waren die beiden wohl mehr oder weniger Produkte des brillanten Polit-Casting der Welt-Herren-Finanz-Clique, das heisst dazu da, bestimmte Gegebenheiten in die Wege zu leiten und dann durch ihre – voraussehbaren – Fehler, samt ihren Gemeinwesen (eigenständigen Staaten) abgebaut zu werden.

In gewisser Weise befinden wir uns 2022 in der gleichen Situation wie 1914 und 1939: denn es gibt noch einige Staaten (und sogar Grossmächte). die sich noch nicht dem westlichen Finanzkapitalismus unterworfen haben und auch nicht vorhaben das zu tun und noch schlimmer: bei den Führern dieser Staaten handelt es sich nicht um Produkte des westlichen Polit-Casting! Jetzt kann man sich ganz einfach rein theoretisch die Frage stellen: Als was sollen Russland, China, Iran und ihre Führer von der Welt-Herren-Finanz-Clique (abgeschwächt formuliert: USA & NATO & EU) in ihren Medien dargestellt werden: sie sind böse, denn sie wollen sich nicht unterwerfen, nicht demokratisch, nicht freiheitlich, ausserhalb des Menschenrechts, autoritär – sie geradezu als ‘faschistisch’ (Hitler und Mussolini) zu bezeichnen, ist aufgrund des geschichtlichen Hintergrundes dieser Staaten sehr heikel. Jetzt könnten wir uns einige Formulierungen überlegen für die Charakterisierung der Welt-Herren-Finanz-Clique (abgeschwächt formuliert: USA & NATO & EU). Ich möchte Sie bitten, mir einige Vorschläge zuzusenden – der originellste wird mit dem Aufkleber ‘Nuke their ass, take their gas’ belohnt!

Alternativer Titel dieses Beitrages: Europäische Staaten an ausländisches Finanzsystem verkauft.

«Die Welt darf nicht ohne US-Führung bleiben»

„Die Welt organisiere sich nicht von selbst“, meint der US-Aussenminister – wie kommt er zu dieser Meinung? Wenn er unter ‘Organisation’ ‘zentrale Machtausübung’ versteht, trifft seine Meinung durchaus zu – aber kann diese Organisationsform für die Gemeinschaft der Staaten auf der Welt gelten? Der US-Aussenminister meint ja, weil er die USA nicht als gleichberechtigten Teil der internationalen Staatenwelt betrachtet, sondern als ihren Beherrscher.

Daran anknüpfend, lässt sich der Frage nachgehen, was der Unterschied zwischen simpler Machtausübung und Führung sei:

Unter Führungsstaat verstehe ich einen Staat, der grundsätzlich eine Einheit mit den anderen Staaten macht und ihrem geistigen und materiellen Sein förderlich ist, unter Machtstaat hingegen einen Staat, der die anderen Staaten nur als Instrumente für seine beschränkten Zwecke benutzt.

Ergebnis von Führung müsste sein, die Menschen in etwas vereinigt zu haben! Das Ergebnis von Machtausübung ist bloss Aufspaltung.

https://test.rtde.tech/meinung/152113-welt-darf-nicht-ohne-us/

Ich beschütze dich, dafür beherrsche ich dich

Hat der Satz: «Wir werden euch keine Schwierigkeiten machen, aber ihr müsst tun, was wir euch sagen» den gleichen Inhalt wie der Satz: «Wir beschützen euch, dafür sind wir eure Herrscher»? Wir können diese Frage konkret anhand des Verhältnisses USA zu Saudi-Arabien studieren:

Bekanntlich haben Saudi-Arabien und die Opec+-Organisation beschlossen, die Öl-Produktion um 2 Millionen Barrel pro Tag zu kürzen – eine Entscheidung, die den Wünschen der USA entgegengesetzt ist. Wie wird der Präsident der USA auf die Nicht-Erfüllung seiner Wünsche reagieren? In folgendem Artikel können Sie darüber lesen:

http://antikrieg.com/aktuell/2022_10_16_fuenfmoeglichkeiten.htm

Biden könne zum Beispiel Saudi-Arabien seinen Schutz entziehen, indem es ihm keine Waffen mehr liefere und mit dem Krieg gegen den Jemen werde es dann auch schwieriger, weil diese Waffen auch gegen den Jemen eingesetzt werden.

Vermutlich sind die USA der Meinung, Saudi-Arabien habe (zusammen mit den Opec+-Staaten) seine Entscheidung getroffen, ohne vorher seinen Verstand zu gebrauchen, will sagen, ohne in Betracht zu ziehen, auf den «Schutz durch die USA» eventuell verzichten zu müssen, was heisst, es habe nicht mit dem Iran eine Verständigung gegeben – Schutz braucht man bekanntlich gegen Feinde nicht gegen Freunde oder kooperative Staaten. Waffen sind für die USA ein wichtiger Exportartikel – das Wegfallen von Milliarden von Dollars für diesen Export-Artikel würde die «Produktivkräfte» der USA treffen.

Wenn die USA von Schutz für ein anderes Land reden, ist damit mehr oder weniger Militärpräsenz verbunden. Wenn diese aus Saudi-Arabien – und auch noch den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) – verschwindet, schwindet parallel dazu der Einfluss der USA im Nahen Osten – was die USA doch eigentlich auch nicht wollen.

Nicht jeder schätzt einen Beschützer, der von ihm fordert, zu seinem Nachteil zu handeln. Das Problem mit den USA bzw. für die USA ist, dass sie die Mentalität haben, ihr Verhältnis zu anderen Staaten nur über Macht zu regeln und aus den anderen Staaten zu ihrem Vorteil alles herausholen, was möglich ist (mittels militärischer Gewalt, finanziellem Druck, medialer Denunziation, Intrigen, Infiltration der Regierungen anderer Staaten mit «eigenen» Leuten). Ein solches Verhalten hätte zu der Zeit der archaischen Stammesgesellschaften nicht zu Widersprüchen geführt – aber spätestens seit der Ausrufung von Menschenrechten und Gleichberechtigung der Staaten kann von anderen Ländern nicht mehr gefordert werden, sie hätten ein Sklavenstaat des Herrenstaates zu sein. Von daher die Frage: Sind die USA ein moderner, zeitgemässer Staat? Und die weitere Frage: Warum verarmt der grösste Teil der Bevölkerung der USA zusehends, wenn doch ihre Regierung auf der Welt alles ausbeutet, was es auszubeuten gibt?!

Die Gesetze des Staates sollen verhindern, dass ein Bürger durch Betrug einen Nachteil erfährt

Zur Hauptaufgabe der Regierung eines Staates gehört es, zu verhindern, dass seine Bürger durch Betrug einen Nachteil erfahren. Betrifft die Politik der US-Neocons (Koryphäe Victoria Nuland) zum Beispiel die Schweiz? Da das politische Ziel dieser Gruppierung die Macht über andere Staaten ist, werden diese nicht gleichberechtigt behandelt – es bleibt ihnen nur die Rolle von Untertanen oder Feinden, aber nicht die Rolle eines souveränen Staates.

Profitieren die Bürger der Schweiz, wenn die US-Neocons ihre Politik durchsetzen können oder besser gefragt: gibt es Kreise in der Schweiz, die von der Politik, die Victoria Nuland (US-Neocons) vertritt, profitieren? Da die Profiteure jener Politik – zur Zeit vehement von den US-Democrats vertreten – gewisse riesige Konzerne der US-Wirtschaft sind, werden zum Beispiel in der Schweiz jene Kreise profitieren, die an diese angehängt sind; inwiefern sie dann noch schweizerisch sind, ist eine andere Frage. Kommt hinzu, dass Machtpolitik nicht nur ein Aufspaltungsprozess ist, sondern in gewisser Weise ein Konzentrationsprozess! Ohne die Organisation EU zum Beispiel wäre es für die USA viel schwieriger Europa unter seiner Knute zu halten und je weniger selbständige kleine und mittlere Unternehmen es gibt, desto leichter fällt es, die ganze Wirtschaft zentral – und informell natürlich! – zu steuern. Wenn die Schweizer-Bürger ihre Medienwelt studieren, werden Sie natürlich nicht auf solche Aspekte aufmerksam gemacht, die zunehmend ihr materielles Leben bestimmen: denn die Gefahr und das Böse sollen nicht diejenigen sein, die den eigenen Staat der Souveränität berauben, sondern jene, die sich dieser Macht noch nicht unterworfen haben, namentlich Russland, China, Iran. Zurzeit glauben die westlichen Regierungen noch, es sei opportuner, Mitläufer des Betruges zu sein, anstatt sich gegen ihn zu stellen. Der Betrug besteht im Eingreifen der USA in das Leben anderer Staaten und der Behauptung, es geschehe zum Vorteil ihrer Bevölkerung.

Gibt es etwas dem Staat Übergeordnetes? Gibt es: Eine Regierung, die die Anweisungen eines anderen Staates befolgt. Aber der Bundesrat würde sagen: Wir sind gezwungen, die Vorgaben einer ausserkontinentalen Grossmacht zu übernehmen. Und er kann hinzufügen: So wie die Presse und Sendeanstalten einen übernationalen gleichstimmigen westlichen Chor bilden, so ist auch die schweizerische Regierung übernational geworden.

Zur Hauptaufgabe der Regierung eines Staates gehört es, zu verhindern, dass seine Bürger durch Betrug einen Nachteil erfahren – selbstverständlich gilt das auch, wenn eine ausserkontinentale Grossmacht den eigenen Staat betrügt!

Was unterscheidet den Westen vom Nicht-Westen?

Unter anderem der Umstand, dass die nicht-westlichen Regierungsmitglieder nicht die Approbation Israels brauchen, um ins Amt zu gelangen. Kaum sind westliche Minister und Staatsoberhäupter ins Amt gelangt, versäumen sie es in der Regel nicht, ihre Loyalität zu Israel zu bekräftigen, zum Beispiel mit den Worten: Ich bin Zionist, die Verteidigung Israels gehöre zur Staatsräson oder Israel sei unverzichtbar für die Welt. Was ist die Motivation für diese Demonstration von Unterwürfigkeit gegenüber einem westlichen Kleinstaat im arabischen Raum? Man würde meinen, dass höchstens weltpolitische Schwergewichte, zu denen ein Verhältnis der Abhängigkeit besteht, in den Genuss solcher Sonderbezeugung von Zusicherungen kommen. Oder handelt es sich bei den Ergebenheitsbekundungen der westlichen Staatsoberhäupter mehr um Gesuche zur Erteilung des Segens – in diesem Fall allerdings wäre für westliche Potentaten doch eher der Heilige Vater in Rom zuständig. Aber vielleicht lebt das Abendland nicht mehr im christlichen Zeitalter, sondern im jüdischen?! Eine weitere Möglichkeit, die Verbeugung westlicher Staatsoberhäupter vor einem westlichen Kleinstaat im arabischen Raum zu erklären, könnten Machtaspekte sein: Denn finanzielle, wirtschaftliche, beziehungsmäßige, mediale Abhängigkeit ist nicht unbedingt an einen Staat gebunden, es kann auch eine übernationale Gruppierung sein, zum Beispiel ein übernationales Finanzkartell. Die Spezifikation des Staates Israels besteht gerade darin, dass der Grund seines Bestehens die Abgrenzung gegen andere Religionen ist, die nicht die Abstammung zur Bedingung der vollen Staatszugehörigkeit machen.

Chef des internationalen Politcasting zu sein, geht nicht, ohne seine Absichten und Ziele durchblicken zu lassen. Mit Liz Truss als Premierminister von GB scheint das Ziel klar zu sein: Ein wirtschaftlich am Boden liegendes, zerrüttetes Land samt seiner Währung. Der Hintergedanke könnte sein: Für den Dollar ein Währungskonkurrent weniger und wenn dasselbe mit der EU geschieht, ist der Dollar wieder einzigartig – im Westen; es sei denn, es gebe eine Weltwirtschaft und eine Weltfinanz, in der der Yuan und der Rubel – als Investitionsmöglichkeit – auch noch vorhanden ist.

Nun die grosse Frage: Wie lässt sich die Politik des Westens mit seinem politischen Programm vereinbaren, das heisst: Verbreitung von Demokratie, Freiheit und Menschenrecht? Dazu ein kluger Spruch: Der Betrogene hat sich von seinem Betrüger abhängig gemacht.

https://www.rt.com/news/564051-liz-truss-huge-zionist/

https://test.rtde.tech/meinung/150791-liz-truss-offenbart-gegenwartige-instabilitat/