Neues von der Regierung der Regierung

Sie (zum Beispiel Söder) glauben immer noch an die ewig andauernde Macht ihrer Mentoren, die sie auf der Karriereleiter (Machtleiter) eine Stufe höher bringen werden – darum sind sie so beflissen darin, die Meinungen zu vertreten, die auch die von derselben Macht gesteuerten Medien vertreten.

Sie stellen eine Papptafel auf und sagen: Vor dem müsst ihr Angst haben, das ist der Feind – vor der Natur hingegen müsst ihr keinen Respekt oder Ehrfurcht haben, denn wir sind es, die eure Realität bestimmen und daraus sollt ihr eure Identität haben. Denn sehet, unser Wille ist regelbasiert. https://de.rt.com/inland/120973-stiko-schlagt-zuruck-arbeiten-unabhangig/

Für was oder für wen bedeutet Russland eine Gefahr?

Für die Sozialversicherungen der Bürger Europas und der USA oder die Währungsstabilität von EZB und Fed? Für die mittleren und kleinen Betriebe Europas und der USA, die sich Übernahmebegierden der Konzerne ausgesetzt sehen? Bildet Russland eine Bedrohung für den Mittelstand Europas und der USA, der ausgehöhlt werden soll, weil er eine politische Kraft bildet, die den Bürger vertritt? Ist Russland eine Gefahr für die Steuerzahler Europas und der USA, die gezwungen werden, einen grossen Teil ihres Einkommens für Aufrüstung und Regimechange-Bemühungen ihrer Regierungen hergeben zu müssen? Oder sind die wirkliche Bedrohung übernationale elitäre Kreise, die ein Interesse daran haben, Russland als Feind darzustellen, weil sie ihre finanzielle, wirtschaftliche und politische Macht über die ganze Welt ausdehnen wollen und sie das nicht tun können, wenn mit Russland eine Kooperation auf gleichberechtigter Basis stattfindet?

Wer die Gefahr oder Bedrohung – den Feind – bestimmt, bestimmt die Politik

Wenn einflussreiche, gut vernetzte, übernationale Kreise ihre finanzielle, wirtschaftliche, politische Macht ausweiten wollen, besteht eine Strategie darin, gezielt ein Problem oder einen Feind (Bedrohung, Gefahr) zu schaffen, um mittels dieses kreierten Problems oder Feindes den Gang der Dinge in eine von ihnen gewünschte Richtung zu lenken. Dazu muss im Allgemeinen ein Klima der Bedrohung und Angst geschaffen werden mit Hilfe entsprechender Berichterstattung in den Medien, dann kann die Beschneidung von Bürgerrechten erfolgen und abweichende Meinungen können als unsozial und gegen die Gemeinschaft gerichtet diskriminiert werden.

Kann ein Feind Lebensinhalt sein?

Lebensinhalt bedeutet Interesse, dauernde Beschäftigung mit ihm, innere Leere, wenn er nicht mehr da ist.

Feind heisst eigentlich: Bedrohung oder Gefahr – das kann nicht nur Leben, ein eigenständiges Leben und Besitz betreffen, sondern auch Selbstwertgefühl oder Illusionen. Warum sollte jemand – oder eine Gruppierung – darauf aus sein, als Lebensinhalt eine Bedrohung oder Gefahr zu haben?

– man kann sich als Opfer fühlen

– ermöglicht Schuldzuweisung

– ermöglicht das Gefühl ethischer Überlegenheit, denn der Feind ist immer böse

– der Status «Feind» ermöglicht, gegen diese Menschen oder diesen Staat vorzugehen

– wer andere von einem «Feind» überzeugen kann, hat in ihnen Mitstreiter zur Beseitigung eines Gegners

– die Orientierung auf einen «Feind» gibt Identität, ein Ziel und eine Aufgabe – man muss sich nicht mit eigenen Problemen beschäftigen

– eine Gruppierung kann durch einen «Feind» geeint werden

– ein «Feind» ermöglicht, für das Verfolgen von Machtpolitik einen ethischen Zweck anzugeben

Feind als Lebensinhalt bedeutet Orientierung auf die anderen in negativer Absicht

Es werden Menschen oder Menschengruppen von sich selber oder der eigenen Gruppierung abgegrenzt und unter sich eingeordnet, als Objekt der Häme oder der Macht, das heisst, sie sollen dazu gebracht werden, das zu tun, was man will. Wenn es Kreise gibt, die eine Beziehung zu mir haben, bei der ich nur verlieren kann, ist es klar, dass ich sie in gewisser Weise als Feind betrachte. Und wenn ich mich gegen diese Kreise erfolgreich wehre, deklarieren sie sich vor aller Welt als Opfer von bösen Menschen.

Aus dem Willen zur Macht ergeben sich Feinde

Was sind gemäss der israelischen und US-amerikanischen Weltanschauung die anderen Staaten? Eigenständige, gleichberechtigte Wesenheiten oder Realitäten, die USA & Israel nachgeordnet sind? Jedenfalls pflegen Israel und die USA die Ideologie des Exzeptionalismus – in dem Sinne, dass sie sich selber für das Zentrum eines weltumspannenden Machtgefüges halten. Diese Ideologie verlangt von den Staaten dieser Erde Unterordnung – und diejenigen, die sich nicht unterordnen wollen, werden als Feinde betrachtet.

Wie kann man den Staaten dieser Welt, bzw. ihren Bevölkerungen, eine solche Weltordnung schmackhaft machen oder sie dazu bringen, sie zu akzeptieren? Man musste ihnen beibringen, dass diejenigen, die sich Israel & USA nicht unterordnen wollen, böse sind – und dass auf sie losgegangen werden muss.

Jemand, der macht, was man will, ist kein Feind – Feind ist jemand, der nicht macht, was man will. Wenn Russland, Iran, China das machen würden, was die USA von ihnen wollen, wären sie keine Feinde mehr – aber sie hätten aufgehört als eigenständige, selbstbestimmte Staaten zu existieren.

Erstrecken sich die Forderungen von USA & Israel nur auf das äussere Handeln der anderen Staaten oder auch auf deren geistig-charakterlichen Zustand (inklusive Geschlechterverhältnis)? Solange ein eigenständiger Geist besteht, besteht auch der Wunsch nach eigenständigem Handeln – daraus ergibt sich, dass USA & Israel einen eigenständigen Geist grundsätzlich als Gefahr betrachten.

Was aber, wenn USA & Israel ihr Ziel erreicht haben: Die Staaten dieser Welt haben sich ihrem finanziellen, wirtschaftlichen, politischen Diktat unterworfen – ist dann die Befriedigung der Menschen erreicht, die diese Politik verfolgen? immerhin haben sie dadurch ihre Beschäftigung und Aufgabe – ihren Lebensinhalt – verloren!

Abschlussfrage: Was für ein geistiger Inhalt ist damit verbunden, wenn Menschen oder Länder nur als Gegenstand der Macht – das heisst, des Wollens – existieren? Ich würde sagen, keiner, denn was soll es mit Geist zu tun haben, andere nur als Gegenstand des eigenen Willens zu betrachten und sich selber als Ursache dieses Willens?

Die israelische und die US-amerikanische Rhetorik – eine Verwandtschaft, die tief geht

Wenn der israelische Ex-Präsident Netanjahu den Bau neuer Siedlungen im Westjordanland als „Erweiterung der israelischen Souveränität“ bezeichnete, dann können auch die USA ihr gewalttätiges Eingreifen in das Leben anderer Staaten als «Erweiterung ihrer Souveränität» bezeichnen! Und wenn die US-amerikanischen bzw. israelischen Militär- oder Polizeikräfte auf den Territorien, die sie widerrechtlich in Besitz genommen haben, angegriffen werden, dann handelt es sich um ihre Selbstverteidigung.

Diese Art von Rechtsverständnis – wenn man es so nennen will – bedeutet, dass Israel oder die USA, was immer sie auch tun, im Recht sind – denn ihr Wille bedeutet das Recht! das ist doch eine coole Sache, die aber nur funktioniert, wenn die westlichen Medien diesem Rechtsverständnis folgen, was wiederum bedeutet, dass Recht nicht etwas ist, das alle Menschen verbindet, weil nicht alle Staaten gleichberechtigt sind und somit Ausgangspunkt des Rechtsverständnisses eine Ausgrenzung ist, das heisst, eine Clan-Ethik. Das Raffinierte an ihr ist, dass der Clan Inhaber der ethischen Überlegenheit ist, was zugleich bedeutet, dass sich die Menschen nicht mehr an den Zusammenhängen des Verstandes und der Natur zu orientieren hätten, sondern an denen, die über den anderen Völkern und Staaten stehen.

Haben die USA und Israel die gleiche Ideologie oder Weltanschauung? Beide handeln aus der Idee des Exzeptionalismus! Im Falle Israels stützt sich diese Idee auf die Abstammung des Volkes – worauf aber im Fall der USA? Ich nehme an, auf eine Ideologie, die sich als göttlich ausgibt und die es erlaubt, den Menschen (die Aussenstehenden) und die Natur zum Gegenstand der Macht oder zur Ware zu reduzieren (Ausblick: vielleicht sind sie deshalb mit den Deutschen in zwei Weltkriegen aneinandergeraten oder anders gesagt: vielleicht war das der Grund der Organisation zweier Weltkriege …).

https://de.rt.com/der-nahe-osten/119841-palastinensische-regierung-fordert-staatengemeinschaft-zu/

https://de.rt.com/der-nahe-osten/119851-auf-weisung-von-biden-usa-greifen-ziele-in-syrien-an/

Hat das Wollen der USA mit ihrem Verstand zu tun?

Das Wollen der USA ist darauf gerichtet, die militärische, finanzielle, wirtschaftliche Vorherrschaft über die Welt zu erlangen, bzw. beizubehalten. Inwiefern kann diese Zielsetzung aus dem Verstand hergeleitet werden?

Die USA betrachten es als Eigenschaft anderer Staaten, dass sie ihnen unterworfen sind oder anders gesagt: sie betrachten als ihr Wesen, über den anderen zu stehen. Das bedeutet, die anderen Staaten

– sind nicht eigene, selbstbestimmte Wesen

– eingreifen in ihr Leben ist selbstverständlich

– die USA sind der Massstab für Gut und Böse, Recht und Unrecht (und seit neuem für ökologisch und unökologisch)

Hat diese Selbsteinschätzung der USA eine Grundlage im Verstand? Wie kann aus dem Verstand hergeleitet werden, über den anderen Staaten und ihren Bevölkerungen zu stehen? Der Grund, den die USA anführen, ist, ihre ethische Überlegenheit gegenüber den anderen Staaten und Bevölkerungen.

Überlegenheit in der Anwendung des Verstandes

Diesen Anspruch vertritt Chatham House, das heisst, den Anspruch auf Darlegungen von höchster geistiger Klarheit. Aus diesem Anliegen ergibt sich ganz offensichtlich der Feind, nämlich diejenigen, die gegen die Anwendung des Verstandes sind und darum ist Russland der Feind dieses einflussreichen britischen Thinktanks.

Wie steht die Anwendung des Verstandes zum Auswählen von Zielen? Mit viel Aufwand an Verstand widersprüchliche Ziele zu verfolgen, deutet meiner Meinung nach nicht auf Überlegenheit des Verstandes hin oder auf eine souveräne Persönlichkeit.

Was sind die Ziele von Chatham House? Dominanz von gewissen Staaten über andere Staaten oder Kooperation der Staaten auf gleichberechtigter Basis? Wenn das Ziel von Chatham House in der Vorherrschaft des Westens über den Nicht-Westen besteht, ergibt sich daraus, dass es alle Staaten, die sich nicht unterwerfen als Feinde betrachtet. Was könnte das Ergebnis sein, wenn Chatham House es unternimmt Staaten wie Russland, China oder den Iran zu beschreiben, um dem Westen Ratschläge für den Umgang mit ihnen zu erteilen?

Als was existiert ein anderer Staat für Chatham House? Es ist anzunehmen als dasselbe wie für die USA, nämlich als ein zu unterwerfendes Objekt. Können den Staaten Russland, China, Iran irgendwelche positive Eigenschaften beigelegt werden, wenn es das Ziel von Chatham House & den USA ist, ihnen ihre Vorherrschaft aufzuzwingen? Die USA können nicht auftreten und zu Russland, China und Iran vor aller Welt sagen: Entweder unterwerft ihr euch und hört auf eine eigenständige Finanz-, Wirtschafts- und Außenpolitik zu betreiben oder wir bringen Regime-change, Sanktionen und Krieg über euch – denn dadurch würden sich die USA als diktatorischer Verbrecherstaat zu erkennen geben. Das heisst, diese Staaten müssen zuerst schlecht gemacht werden – was zu den Aufgaben von Chatham House gehört – und dann kann gegen diese von Chatham House und den Medien zu Bösen erklärten Staaten mit gewaltsamer Unterwanderung, Sanktionen, Regime-change und eventuell Krieg vorgegangen werden.

Menschen und Dinge werden als zu beherrschende Objekte betrachtet: das heisst, der andere Mensch, Staat oder die Natur sind nicht Teil meines Seins durch Wahrnehmung (Aufnehmen, Einsehen, Auf-mich-wirken-lassen), sondern durch meinen Willen. Und die Befriedigung besteht darin, dass der andere Mensch oder Staat das ist und das tut, was ich will. Für den Triumph über einen anderen Menschen oder Staat ist Betrug ein geeignetes Mittel, aber der Betrug an ihnen besteht schon darin, sie nicht als eigene, selbstbestimmte Wesen aufzufassen. Kann derjenige, dessen Wollen nicht auf das gerichtet ist, in dem alle verbunden sind, ein eigenständiges, souveränes Wesen sein? Was sollte er unter Verstand und Geist verstehen?

Die Lüge, die als gescheit erscheinen möchte, ist gekennzeichnet durch einen gewissen Stil, eine gewisse Rhetorik – ihr Problem besteht darin, dass Klugheit nicht eine Affinität zur Lüge, sondern zur Wahrheit hat und dass Wahrheit nicht eine Frage der Parteizugehörigkeit ist.

https://www.chathamhouse.org/2021/05/myths-and-misconceptions-debate-russia/summary

Ich denke, Chatham House ist ganz in der Ideologie des Alten Testaments befangen, will sagen, den Mitmenschen – und überhaupt alles – als Gegenstand des Wollens zu betrachten (der Gegensatz davon wäre: wahrnehmen, aufnehmen, einsehen, auf-sich-wirken-lassen). Die Ideologie, der Mensch lebe nur vom Brot, nicht aber auch vom Geist, reduziert den Mitmenschen zum Konkurrenten, denn Geist würde gerade darin bestehen, mit den Mitmenschen eine Einheit zu bilden. Natürlich kann auch der Spruch «der Mensch lebt nicht nur vom Brot allein» (5. Buch Mose, Kap. 8, Vers 3) zu einer Aufspaltung führen: indem unter Geist ein Gott verstanden wird, der nur das eigene Volk speist, das über den anderen steht. In diesem Fall wäre die Fragestellung nicht: wie kann ich vom anderen geistig profitieren, sondern, wie kann ich den anderen geistig besiegen? Vielleicht schlussendlich, fast ganz am Ende durch Gender- und Woken-Ideologie plus Political Correctness?

Chatham House: «Das 1920 gegründete Chatham House, bis 2004 auch als Royal Institute of International Affairs bekannt, ist eine private weltweit führende britische Denkfabrik mit Sitz in London.» «Einzelne Schlüsselprojekte werden von der Rockefeller-Stiftung, der Bill & Melinda Gates Foundation, der Konrad-Adenauer-Stiftung, der NATO oder der EU finanziert und gesponsert.»

«Neben den Corporate Members, bestehend aus 75 Großkonzernen, Investmentbanken, Energiekonzernen und 263 weiteren Firmen, zählt das Chatham House derzeit 2.770 international tätige Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Diplomatie, Wissenschaft, Politik und Medien aus 75 Ländern zu seinen Mitgliedern und verfügte im Jahre 2012 über ein aus Wirtschaft, Stiftungen und Mitgliederbeiträgen generiertes Budget von 12 Mio. Euro.»

https://de.rt.com/international/117902-geist-ist-schlachtfeld-nato-bereitet-nato-bereitet-sich-kognitive-kriege/

Herr Berset, sind Sie ein Betrüger?

Die Art von – politischen – Betrügern ist es, durch Gesetze festzulegen, was die wissenschaftliche Wahrheit ist – und nicht umgekehrt: aufgrund wissenschaftlicher Tatsachen die Gesetze festzulegen.

Bei Glauben kann es sich um beliebige, willkürliche Vorstellungen handeln, denen in der Realität nichts entsprechen muss. Bei Wissen hingegen handelt es sich um wahre Aussagen über ein definiertes Objekt. Worauf stützt sich eine These (Behauptung, Theorie, Erzählung), ist die entscheidende Frage. Wenn, um eine Theorie aufrechtzuerhalten, Gegenargumente unterdrückt werden müssen, handelt es sich nicht um Wissenschaft oder seriöse Politik, sondern Irreführung der Bevölkerung. Wenn es mehr Fakten gibt, die eine Theorie widerlegen, als solche die für sie sprechen, würde ich nicht politische Entscheidungen darauf gründen. Wenn die einzelnen Teile einer Theorie nicht zusammenpassen, kein schlüssiges Bild ergeben, sondern einander sogar widersprechen, würde ich sie fallen lassen.

Entscheidend für das, was die Bevölkerung für Wissen hält, sind die Medien: Recht ist das, was Bestätigung erfährt – dasselbe gilt für Wissen.

Wer die Staatsführung beansprucht, aber bei denen über die er regiert, die Anwendung des Verstandes nicht zulassen will, sollte sich bewusst sein, dass es sich bei ihm um einen Betrüger handelt!

Ich nehme an, Herr Berset, Sie wollen Ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern Wissen verkaufen, nicht Glauben.

– Handelt es sich um Glauben oder Wissen, wenn die Leute ihre Maske aufsetzen und dann meinen, Sie seien gegen Viren geschützt?

Ich möchte Sie bitten, die Argumente und wissenschaftlichen Studien aufzuführen, die dafür sprechen und jene, die dagegen sprechen.

– Handelt es sich um Glauben oder Wissen, wenn die Regierungen Lockdowns verhängen und Restaurants schliessen, um die Menschen vor dem Corona-Virus zu schützen?

Ich möchte Sie bitten, die Argumente und wissenschaftlichen Studien aufzuführen, die dafür sprechen und jene, die dagegen sprechen.

Wie kann jemand, der diese Statistik zur Kenntnis genommen hat, auf die Idee kommen, dass Kinder geimpft werden sollen? Wie kann daraus abgeleitet werden, Schulen und Restaurants zu schliessen? Und was für einen Sinn hat eine teure wissenschaftliche Studie, wenn ihr Ergebnis aus der simplen Betrachtung eines statistischen Sachverhalts völlig klar ist?

https://de.rt.com/europa/117880-studie-jedes-fuenfte-schulkind-hat-corona-antikoerper/

Der Clou der – übernationalen – Corona-Politik ist folgender: Sie können im Ethik-Ranking nur dann bestehen, wenn Sie sich von Ihrer Regierung verarschen lassen. Das heisst, die Bereitschaft, sich von der eigenen Regierung betrügen zu lassen, wird als Massstab für ethisches Gut-sein eingeführt. Sie denken nicht, dass es sich da um eine entworfene Strategie handelt? Natürlich nicht von Ihrer Partei als nationaler, aber vielleicht von Ihrer Partei als übernationaler (Partei in einem weiten Sinn). Immerhin ist das Prinzip, die Menschen in einen Glauben zu versetzen, um über sie zu herrschen nicht nur ein religiöses, sondern auch ein politisches, finden Sie nicht, Herr Berset?

Als meinen geistigen Feind würde ich jemanden betrachten, der mir eine Sicht der Dinge aufoktroyieren möchte, die mein Sein einschränkt. Und wenn jemand das damit begründet, er wolle mir etwas Gutes tun, würde ich ihn als Satan oder pervers bezeichnen.

Warum vertreiben die Juden die Palästinenser?

Sie wollen ganz Palästina (das heisst, das Territorium, das gegen Jordanien, Syrien, Libanon, Ägypten abgegrenzt ist) zu einem Land machen, das der jüdischen Regierung untersteht. Man könnte sich fragen: Warum öffnet dann Israel zu diesem Zweck nicht einfach seine Grenzen gegen die palästinensischen Gebiete Gaza und Westjordanland und macht die Palästinenser zu israelischen Bürgern? Die Antwort ist klar: Die Juden wollen eine jüdische Regierung Palästinas – das geht allerdings nur so lange die überwiegende Mehrheit des Staates Juden sind. Darum ist es das Ziel der jüdischen Regierung, den Anteil der arabisch stämmigen Bevölkerung (Palästinenser) nicht über 20% anwachsen zu lassen – was ein Problem ist, da deren Geburtenrate höher ist.

Wenn zum Beispiel ein Schwuler oder ein Mensch mit einer Behinderung kriminell wird, kann er einer Strafverfolgung nicht durch den Rekurs darauf entgehen, er sei Angehöriger einer diskriminierten Minderheit – die Regierung Israels allerdings ist darin erfolgreicher, weil sie das Wort ‘antisemitisch’ besitzt und damit alle, die ihr ein Unrecht vorwerfen bezeichnen kann. Aber handelt es sich bei den Palästinensern nicht auch um eine diskriminierte Minderheit?

Wenn das Gutheissen oder Ablehnen des Handelns eines politischen Akteurs nicht aufgrund von Gleichstellung und Gleichberechtigung mit den anderen erfolgt, dann können wir nicht mehr von ‘Recht’ reden, sondern es handelt sich um Parteinahme aufgrund bestimmter Interessen.

Diejenigen, die auf Kritik mit ‘Antisemit’ antworten, tun so als ob ihr Handeln deshalb als Unrecht beurteilt werde, weil sie Juden seien – eine letztlich etwas kindische Haltung! Wenn das – politische – Handeln der Juden quasi unangreifbar ist und somit auch ihre Erzählungen über ihre Geschichte, dann stehen sie über allen anderen Völkern – es scheint, dass der gesamte Westen diese Haltung übernommen hat, da er der Ansicht ist, er stehe ethisch über dem Nicht-Westen und hätte das Recht diesen zu massregeln; ethisch über dem Nicht-Westen stehen, bedeute aber nicht, an menschlichem Wert über dem Nicht-Westen zu stehen, denn das wäre rassistisch. Dazu, selber die Guten zu markieren gehört, die andern zu Bösen zu stempeln – eine wunderbare Aufteilung der Welt in Gut und Böse also, deren tatsächlicher Grund aber natürlich nicht in der Realisierung von Machtansprüchen über die Bösen zu suchen ist. Und doch ist die Ausgangslage: wir sind die Guten, die andern die Bösen eine gekonnte Voraussetzung zur Weltbeherrschung.

Seit Europa mit den USA eine – politische – Einheit bildet, ist deren Zelebration von ethischer Entrüstung gegenüber dem Nicht-Westen der Inhalt der Weltgeschichte und jedenfalls der tägliche Medienstoff – ob das sehr konstruktiv ist? Wann ist mit dem Aufhören dieses anmassenden und absurden Theaters zu rechnen? Wenn der Westen die finanzielle, wirtschaftliche und militärische Vorherrschaft über den Nicht-Westen erreicht hat oder wenn sich ein Grossteil der Bevölkerung über das Spiel klar wird, das gespielt wird oder wenn der Nicht-Westen zum Westen sagt: Halt die Fresse!

Wer uns kritisiert, ist rassistisch

Es gibt nur einen einzigen Staat auf der Welt, der auf Kritik mit diesem Vorwurf antworten kann – und das ist Israel. Und zwar deshalb, weil Israel der Staat der Juden ist, das heisst, nicht ein muslimischer, christlicher, hinduistischer, buddhistischer, oder säkularer Staat, sondern der Staat einer religiösen Gemeinschaft, die zugleich Abstammungsgemeinschaft ist. Das heisst, wer das staatliche Handeln Israels kritisiert, kritisiert nicht einfach einen Staat, sondern eine religiöse Abstammungsgemeinschaft – was rassistisch ist: die Juden fühlen sich durch die Kritik an ihnen als religiöse Abstammungsgemeinschaft herabgewürdigt.

Die konkrete Anschuldigung an Israel lautet: Vertreibung der angestammten Bevölkerung Palästinas und Einverleibung ihres Territoriums. Der Wahrheitsgehalt dieser Anschuldigung lässt sich nicht bestreiten, wenn man das Staatsgebiet Israels zum Zeitpunkt des Teilungsplanes der UNO 1947 mit der heutigen Situation vergleicht. Derzeit sind Bestrebungen Israels im Gange, das Westjordanland zu annektieren und die Vertreibung palästinensischer Familien aus Ostjerusalem ist ein beständiger Vorgang, ferner hält Israel die Golanhöhen besetzt und beansprucht für sich Wasser des Jordans zu Lasten der arabischen Bevölkerung. Israel reagiert auf diese Kritik mit dem Wort ‘antisemitisch’, was soviel wie rassistisch, diskriminierend oder böse bedeutet. Erschwerend kommt hinzu, dass Israel weder eine Verfassung hat, noch festgelegte Landesgrenzen – ein Umstand, der jede andere politische Gruppierung, die Anspruch darauf erhebt, ein anerkannter Staat der internationalen Gemeinschaft zu werden, lächerlich aussehen lassen würde.

Israel hat das Recht zur Selbstverteidigung, aber hat es auch das Recht, die Palästinenser zu vertreiben? Und welche andere Möglichkeit haben die Palästinenser, sich zu wehren als Gewalt?

Ist der Westen vereinigt in einer Clan-Ethik?

Der Westen

Für die Clan-Ethik ist das Wertvolle der eigene Clan, der abgegrenzt ist gegen Aussenstehende, die zum eigenen Vorteil betrogen und herabgewürdigt werden dürfen.

Die Frage, ob der Westen in einer Clan-Ethik vereinigt sei, werden viele grotesk finden, weil er mit dem Anspruch auf die ethische Oberhoheit über die ganze Welt auftritt und deshalb von sich als der «westlichen Wertegemeinschaft» spricht. Natürlich ist der Westen nicht der Ansicht, es handle sich bei seinem Anspruch auf die ethische Oberhoheit über die ganze Welt um Vormundschaft über die Staaten und Menschen des Nicht-Westens. Der Westen würde die Meinung, der Nicht-Westen sei ethisch nicht auf der gleichen Höhe wie er, und müsse deshalb im Recht unterwiesen werden, zurückweisen. Dass es sich beim Nicht-Westen um unter ihm stehende Völker handle, würde der Westen auf keinen Fall behaupten, sondern es handle sich um Menschen, die von ihren bösen Regierungen befreit werden müssten, obwohl zugegeben werden müsse, dass China, Indien, Mesopotamien und Ägypten schon Hochkulturen gewesen seien noch bevor der Westen das antike Griechenland und das antike Rom vorzuweisen hatte.

Das Gute in den Augen eines Clans

Die USA haben den Anspruch, dass die Regierungen dieser Welt das tun, was die USA wollen und der Zustand des Guten ist für sie dann erreicht, wenn diese Ambition realisiert ist.

Welches Verständnis des Guten haben die USA?

Ihr Verständnis des Guten besteht im Prinzip des Auswechselns des Personals von Regierungen, um so die Welt besser zu machen.

Sagt der Begriff, den die USA vom Guten haben, etwas aus über ihre Fähigkeit der Würdigung des Menschen? Von einem politischen Akteur, der damit auftritt, das Gute zu verbreiten, würde man die Fähigkeit der Würdigung des Menschen auf jeden Fall erwarten! Aber was ist überhaupt von einem politischen Akteur zu halten, der damit auftritt, er verbreite das Gute und darunter versteht, das Personal der Staatsführungen anderer Länder auszuwechseln (mittels Geld, Gewalt, Unterwanderung, Krieg)?

Von Leuten, die mit dem Anspruch auftreten, das Gute zu verbreiten, wird erwartet, dass sie geistig und charakterlich etwas zu bieten haben. Sonst sind sie am Ende nur Betrüger, die mit Gewalt etwas schlechter machen, das vorher besser war. Wie steht es diesbezüglich mit den USA? Was haben die USA – und in diesem Zusammenhang ist es angebracht, auch den besten Freund der USA, das heisst, Israel, in die Überlegungen miteinbeziehen! – der Welt geistig zu bieten? Die USA, bzw. ihre Protagonisten, können der Welt nur das bieten, was sie in ihrem eigenen Land verwirklicht haben!

Das aussenpolitische Treiben der USA analytisch zu betrachten, das heisst, nicht auf der Basis der gängigen Medien, führt zur Einschätzung, dass es sich beim aussenpolitischen Handeln der USA um ungeheuerliche Frechheit handelt, die aber als völlig selbstverständlich gilt, da ein ethischer Grund für das Eingreifen in das Leben anderer Staaten und Bevölkerungen angegeben wird. Sich als Konsument der West-Medien völlig selbstverständlich als ethischer Lehrmeister über zwei Drittel der Welt zu fühlen, erinnert an die Zeit als weisse Missionare den Schwarzen, Gelben und Braunen den richtigen Glauben brachten und ihre weltlichen Herren das Land in Besitz nahmen. Im Jahr 2021 funktioniert diese Art von Selbstüberhebung über andere Völker nicht mehr genauso, ihr Kern – der moralisch-ethische Dünkel – ist aber der gleiche. Darum können die Meister der politischen Korrektheit und der Gendersprache, die sich seit neuem ‘woken’ nennen, problemlos für gewaltsame Auslandeinsätze im Namen von ‘Schutzverantwortung’ und ‘humanitärer Intervention’ stark machen – ausser gerade im Gaza-Streifen zum Beispiel.