Überlegungen zu ‘Ethik’

Ethik betrifft das Verhältnis des Menschen zu den anderen Menschen: Haltung, Umgang, Verhalten, Handeln. Wodurch wird dieses Verhältnis bestimmt, wodurch wird bestimmt, was der andere Mensch oder Staat für mich ist? Es kann durch die Zugehörigkeit zu einer Gruppierung bestimmt sein, die andere Menschen und Staaten herabwürdigt.

Ethik gibt die Begründung dafür, welches Handeln erstrebenswert und wertvoll ist und welches Handeln verachtenswert. Das, was Zustimmung erfährt, gilt im Allgemeinen als erstrebenswert und ethisch wertvoll und Handeln, das Ablehnung erfährt, gilt im Allgemeinen als verachtenswert und ethisch nicht wertvoll. Zugleich gilt ein Verhalten oder Handeln, das Zustimmung erfährt als Recht und Verhalten oder Handeln, das keine Zustimmung erfährt als Unrecht.

Zwei Ethik-Verständnisse:

1) Böse ist, was sich den Zielen der eigenen Gruppierung widersetzt.

2) Böse ist, Ziele zu verfolgen, die zu Lasten des andern gehen bzw. ihn schädigen oder in seiner Entfaltung behindern.

Ethikverständnis 1) basiert auf einer Aufspaltung in die eigene Gruppierung und Aussenstehende: Grundlage des Rechts und Massstab des ethischen Gut-seins ist der Wille der eigenen Gruppierung – diejenigen, die sich den Forderungen nicht unterwerfen, gelten als böse. Die anderen Menschen, bzw. die Aussenstehenden, existieren als Objekte oder Instrumente dieser Gruppierung: sie werden nicht als gleichberechtigte eigenständige Rechtssubjekte wahrgenommen und existieren nicht auf der gleichen Ebene, ihr Wille hat keine oder nur eine untergeordnete Relevanz. Auf diese Weise ergibt sich zu anderen Menschen oder Staaten grundsätzlich das Verhältnis der Macht und nicht das der Kooperation auf gleichberechtigter Basis.

In Ethikverständnis 2) ist Ausgangspunkt für das Verständnis von Gut und Böse nicht das Anlegen des eigenen Willens, bzw. des Willens der eigenen Gruppierung an die anderen Menschen, sondern ihre Wahrnehmung als Wesen, die auf der gleichen Ebene wie man selber existieren. Ethikverständnis 1) geht davon aus, dass die eigene Gruppierung über den anderen steht, Ethikverständnis 2) hingegen von Rechtsgleichheit.

Eingreifen in das Leben anderer Menschen und Ethik

Da Eingreifen in das Leben anderer Menschen Ausüben von Macht bedeutet, stellt sich die ethische Frage mit Dringlichkeit! Denn wenn eine Person, Gruppierung oder Staat über andere Macht gewinnen will oder ihre Macht ausweiten, werden sie nicht diesen Grund für ihr Eingreifen in das Leben anderer Menschen und Staaten angeben, sondern ethisch wertvolle Motive vortäuschen.

Handelt es sich bei USA, NATO, EU um einen Clan?

Die USA bestimmen das Handeln von NATO und EU und die USA sind der beste Freund Israels; bestimmend für das Handeln der USA sind die Wünsche Israels. Von dieser Ausgangslage her ist die Frage bedeutsam: Was für eine Ethik praktiziert Israel oder anders gefragt, wie lässt sich die jüdische Ethik beschreiben? Die jüdische Ethik ist die Ethik einer religiös fundierten Abstammungsgemeinschaft. Vertritt diese Abstammungsgemeinschaft, bzw. der Staat Israel Ethik-Verständnis 1) oder 2)?

1) Böse ist, was sich den Zielen der eigenen Gruppierung widersetzt.

2) Böse ist, Ziele zu verfolgen, die zu Lasten des andern gehen bzw. ihn schädigen oder in seiner Entfaltung behindern.

Falls es Ethikverständnis 1) ist, stellt sich die Frage: Wie einflussreich auf der Welt ist die israelische, bzw. jüdische Ethik?! Wenn wir den Einfluss dieser Ethik auf die USA betrachten und uns zugleich bewusst werden, wie gross der politische, weltanschauliche und finanziell-wirtschaftliche Einfluss der USA auf die Welt ist, bekommen wir eine Ahnung der Bedeutung der jüdischen, bzw. israelischen Ethik für die Welt. Bleibt noch die Frage: wie ist dieser enorme Einfluss auf die USA zu erklären?

Lesbe mit Penis

und Beraterin der LGBT-Vereinigung ‘FRI’ (Vereinigung für Geschlechter- und Sexualitätsvielfalt) hat eine Anzeige bei der norwegischen Polizei gemacht, weil sie sich durch Äusserungen der Feministin Christina Ellingsen diskriminiert fühlte. Diese sagte unter anderem: „Biologische Männer können nicht lesbisch sein“. Nun drohen der Angeklagten bis zu drei Jahren Haft wegen Hassverbrechen. Möglicherweise stehen sich die Feministin Christina Ellingsen und die lesbische Transfrau Christine Marie Jentoft bald in einem Gerichtsprozess gegenüber.

https://test.rtde.tech/europa/140472-fuer-aussage-biologische-maenner-koennen-nicht-lesbisch-sein-drei-jahre-gefaengnis/

Körper – Geschlecht – Öffentlichkeit – Recht

Das durch den Körper gegebene Geschlecht sei nicht das Massgebende – wenn jemand den Willen kundtue, er fühle sich als das andere Geschlecht oder geschlechtslos, dann sei das massgebend. Die Schlussfolgerung daraus wäre, beim Weiblichen oder Männlichen handle es sich nur um eine willentlich hergestellte Realität und das durch den Körper, bzw. die Geburt gegebene Geschlecht sei nur äusserlich.

Probleme könnten dann auftauchen, wenn ein als Frau verkleideter Mann die Damentoilette aufsucht oder dadurch von der Frauenquote in einem Betrieb oder im Bundesparlament profitieren kann.

Was könnte der Sinn davon sein, den Unterschied des Weiblichen und des Männlichen einzuebnen, das heisst, eine Kampagne zu lancieren, mit dem Ziel, dass die Bevölkerung ihr von der Natur bestimmtes Geschlecht – weiblich oder männlich – nicht mehr selbstverständlich findet?! Die Demokraten im US-Kongress zum Beispiel wollen alle Wörter, in denen das Geschlecht zum Ausdruck kommt (z.B. Mutter, Vater, Sohn, Tochter, Tante, Onkel) im Verhaltenskodex des US-Kongresses streichen. Als Grund dafür geben sie an, es sei ihr Bestreben, alle geschlechtlichen Identitäten anzuerkennen, das heisst, auch jene, die sich als geschlechtslos verstehen. Probleme könnten dann auftauchen, wenn sich jene, die sich als geschlechtslos verstehen, die Forderung stellen, dass Vornamen aus denen das Geschlecht ersichtlich ist, verboten werden oder dass in den Identitätskarten und Pässen als Geschlecht ein X zugelassen wird.

https://de.rt.com/nordamerika/111446-abschied-von-mutter-und-vater/

Was könnte der Sinn davon sein, Grundschulkinder dahingehend zu beeinflussen, dass sie ihr Geschlecht nicht mehr für selbstverständlich gegeben halten, sondern für einen Gegenstand der Wahlfreiheit, wie Computer, Kleidermarke oder soziales Netzwerk?

Was ist mit der Anziehungskraft der Geschlechter, die seit Urzeiten eine Hauptrolle im Leben der Menschen spielte, wenn die Gestalten, die man antrifft einmal Männer waren und jetzt Frauen sind oder umgekehrt oder geschlechtslose Wesen?

Wird durch die Gender-Ideologie der Mensch und das Leben gewürdigt oder herabgewürdigt? Und wird der Staat dadurch gestärkt oder geschwächt?

Was darf von einem ethisch überlegenen Staat erwartet werden?

Ethische Überlegenheit heisst, wissen, was gut und böse ist: Böse wäre lügen, betrügen, stehlen, den anderen Staat zwingen, gegen seine Interessen zu handeln oder zu seinem Nachteil in sein Leben eingreifen.

Woran kann ein Staat erkennen, dass der andere ihm ethisch überlegen ist?

Er kann es daran erkennen, dass der andere Staat ihm gegenüber weisungsberechtigt ist, gegen ihn Sanktionen ausgesprochen werden und die Medien seine Handlungen als böse darstellen, bzw. ihm böse Handlungen unterstellen.

Wenn wir den konkreten Schluss ziehen wollen, heisst das: Die USA stehen ethisch über Russland. Der weitere Schluss ist: Wenn die USA Russland zwingen, zu seinem eigenen Nachteil zu handeln, liegt das im Interesse der Welt und ist ethisch erstrebenswert.

Es wäre verwunderlich, wenn in einer unipolaren Welt, die von den USA angeführt wird, dieser Staat nicht zugleich Inhaber ethischer Überlegenheit wäre! Kann es sich doch beim Anführer einer unipolaren Welt nicht um einen kriminellen Unterdrückerstaat handeln, der anderen seine Regeln aufzwingen will.

Die Bösen bestrafen und die Guten belohnen macht ein Mafia-Clan – aber auch die Gottperson. Worum handelt es sich bei den USA? Um einen Mafiaclan oder einen Staat, der die Befehle der Gottperson ausführt oder einen Gottesstaat mit einer Clan-Ethik? Jedenfalls sind die Wünsche Israels der Großmacht USA Befehl – was wunderbar damit einhergeht in der – westlichen – Welt das Gute zu repräsentieren.

Jetzt stellt sich die Frage: um was für eine Art des Guten handelt es sich beim Guten, das USA & Israel vertreten und in der Folge die Nato und die EU?

Handelt es sich um das Ethik-Verständnis 1) oder 2)?

1) Böse ist, was sich den Zielen der eigenen Gruppierung widersetzt.

2) Böse ist, Ziele zu verfolgen, die zu Lasten des andern gehen bzw. ihn schädigen oder in seiner Entfaltung behindern.

Jedenfalls können wir festhalten, dass durch kombinierte militärische, finanziell-wirtschaftliche und mediale Macht es ohne weiteres möglich ist, einen Kontrahenten in eine Situation zu manövrieren, in dem ihm als Möglichkeit zur Selbsterhaltung nur noch der bewaffnete Kampf bleibt, die Macht aber, die all diese Intrigen und Schachzüge ausführt als legal Handelnde und als das Gute dasteht.

USA, NATO, EU und die Parallelen zur jüdischen Ideologie

Zentrales Merkmal der jüdischen Ideologie ist die Aufspaltung der Welt:

Erstens die Aufspaltung in eine rein geistige göttliche Person und die nicht-göttliche Materie – zu der die Gottperson das Verhältnis eines allmächtigen Willens habe. Die zweite Aufspaltung ist die in die eigene Gruppierung und Aussenstehende; begründet wird die eigene Sonderstellung durch die rein geistige allmächtige Person und ihre Bevorzugung der jüdischen Abstammung.

Religion sagt den Menschen, wie sie die Welt, die anderen Menschen und sich selber zu verstehen haben. Wie haben gemäss USA, Nato, EU die Menschen die Welt, die anderen Menschen und sich selber zu verstehen? Sie haben anzuerkennen, dass USA, Nato, EU die Inhaber der ethischen Überlegenheit über die Staaten und Bevölkerungen dieser Welt sind und dass sich daraus der legitime Anspruch ergibt, diesen die Prädikate ‘gut’ oder ‘böse’ zuzuteilen und aufgrund dieser Zuteilung in ihr Leben einzugreifen.

Wie kommen USA, Nato, EU zum – für den West-Bewohner völlig selbstverständlichen – Status der ethischen Überlegenheit? Nehmen wir an, eine ethische Überlegenheit des Westens könne sachlich hergeleitet werden – dann könnte sie doch nur aus rassischer Überlegenheit hergeleitet werden?! Die andere Möglichkeit ist, dass es sich um eine mentale Blase handelt, in die der West-Bürger durch Monopolmedien verbunden mit militärischer und finanziell-wirtschaftlicher Überlegenheit gesetzt worden ist. Klar ist, dass die Behauptung von ethischer Überlegenheit durch den Westen Aufspaltung und Exzeptionalismus bedeutet.

Auffallend ist, dass die Zuteilung von ‘gut’ und ‘böse’ und das Eingreifen in das Leben anderer Staaten stets zugunsten der Wünsche Israels ausfallen. Was uns einen Hinweis darauf gibt, dass bei der Aufspaltung der Welt tatsächlich jüdische Ideologie – und natürlich Akteure – im Spiel ist.

Da die USA die Nato und die EU regieren, ist die Frage umso bedeutender: Wer regiert die USA?

Oder anders gefragt, wessen Ziele werden in den USA – innen- und aussenpolitisch – umgesetzt: «US-Präsidenten erfüllen ihre drei wesentlichen Pflichten, den Schutz der Wall Street, Israels und des Militärbudgets, aber nicht viel mehr.» Deren Ziele: Die Wall Street (Fed) will das öffentliche Vermögen der Staaten dieser Welt in private Taschen leiten, Israel die Erweiterung um Golanhöhen, Westjordanland und dann Gaza, und das US-Militärbusiness will den Erhalt oder Steigerung der Ausgaben.

Was hält man von der Kombination ‘Finanzindustrie, ausländischer Staat und Militärbusiness’ als Zentrum der Aktivitäten eines Staates?! Da die Bevölkerung von diesen Aktivitäten nichts hat, muss daraus geschlossen werden, dass der Staat in den Händen einer privaten Gruppierung ist!

Handelt im eigenen Interesse, wer den Menschen und die Natur herabwürdigt?

Warum sollte jemand, der anderen Menschen ihre Eigenständigkeit wegnimmt, sich selber zu ihren Lasten bereichert oder sie betrügt – das heisst, sie erniedrigt – gegen sein eigenes Interesse handeln?

Ist ‘Erfüllung des eigenen Willens’ und ‘in seinem Interesse handeln’ das Gleiche? Stellen wir uns die Erfüllung des Willens eines Kleinkindes vor oder die Erfüllung des Willens von USA oder Israel: Was würde das für die Welt bedeuten und was für sie selber?

Die Unfähigkeit, die Welt aus einem anderen Blickwinkel als dem eigenen, wahrzunehmen, kann auf eine Phase der geistigen Entwicklung, die Beeinflussung durch eine entsprechende Ideologie oder einen entsprechenden Charakter (Eingenommenheit von sich selber, Hochmut, Arroganz) zurückgeführt werden. Entsprechend werden die Inhalte sein, die diesen Menschen oder diese Gruppierung, beherrschen, beziehungsweise das, worauf ihr Wollen gerichtet ist. Beunruhigend ist, dass diese Geistesart nach Macht strebt, aber für Führung völlig ungeeignet ist.

Wer andere herabwürdigt, begibt sich in Widersprüche

Eigentlich heisst Herabwürdigung, der Realität eine willkürliche Realität überstülpen: Der Herabwürdigende legt den Zusammenhang zwischen ihm und dem anderen Menschen willkürlich fest, indem der andere zu einem zielgerichteten, selektiven, kontrollierbaren Produkt des eigenen Willens gemacht wird. Womit macht der Herabwürdigende eine Einheit, wenn sein geistiger Inhalt nicht aus dem Aufnehmen, Empfangen, Einsehen, Wahrnehmen der Wirklichkeit kommt? Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten:

– mit einer Gruppierung, mit der er im selben Geiste verbunden ist

– mit einer Person, die er liebt und über die er Macht hat

– mit einer rein geistigen, allmächtigen Person, die ihn über die anderen Menschen gestellt hat

Dieser Mensch zieht eine Grenze auf zwischen sich und den anderen, seine Füsse stehen auf der einen Seite der Grenze und der Kopf hat seinen Inhalt von der anderen Seite der Grenze.

Herabwürdigung bedeutet gezieltes reduziertes Wahrnehmen oder Auffassen des Menschen. Wie könnte jemand geistig auf eigenen Füssen stehen, wenn er sein geistiges Sein einschränkt, bzw. die Realität nicht zulässt?! 

Herabwürdigung ist grundsätzliches Machtverhalten, denn es wird der eigene Wille an den anderen Menschen angelegt, in einer für diesen unvorteilhaften Weise. Welcher geistige Inhalt soll mit einer solchen Mentalität verbunden sein? Er kann nicht aus sich selber kommen, weil dadurch, dass ein Mensch den Inhalt des andern verneint, er den Inhalt überhaupt verneint. Sein «Inhalt» kommt tatsächlich aus dem anderen Menschen – aber als gezielter, selektiver, reduzierter, willkürlicher, kontrollierter.

Für wen bringt die Weltherrschaft Vorteile?

Was soll das sein, ‘Weltherrschaft’? und wer könnte die Ambition haben, ein solches Ziel zu verfolgen?

Unter Herrschaft könnte man verstehen, andere dahin zu bringen, gegen ihr Interesse zu handeln – sei es durch Androhung von Gewalt, Strafen, Druckmittel, durch Versprechen von Gesundheit und Wohlergehen oder durch eine Beeinflussung bei der sie es gar nicht merken. Was könnten die Ziele sein – finanzielle, wirtschaftliche, politische? Jedenfalls fühlt sich, wer solche Herrschaft ausübt, über den anderen stehend. Weltherrschaft würde bedeuten, die ganze Welt dahin zu bringen, gegen ihr Interesse zu handeln. Weltführung hingegen würde bedeuten, den Menschen und Staaten zu ermöglichen, in Einklang mit ihren Interessen zu handeln und ihnen zu einer eigenständigen Entwicklung zu verhelfen.

Die USA möchten im Leben der Menschen dieser Welt eine Rolle spielen. Sind sie ein Machtstaat oder ein Führungsstaat?

Unter Führungsstaat verstehe ich einen Staat, der grundsätzlich eine Einheit mit den anderen Staaten macht und ihrem geistigen und materiellen Sein förderlich ist, unter Machtstaat hingegen einen Staat, der die anderen Staaten nur als Instrumente für seine beschränkten Zwecke benutzt.

Die Befriedigung des Machtstaates ist es, wenn die anderen Staaten das tun, was er will. Die Befriedigung des Führungsstaates hingegen besteht darin, dass jeder Mensch und jeder Staat zu ihrem Recht kommen und so eine Koexistenz zum gegenseitigen Vorteil stattfindet, das heisst, ihm geht es darum, das eigenständige Sein der Menschen, Bevölkerungen oder Staaten zu bewahren, der Machtstaat hingegen missachtet es oder stellt sich über es. Dem Machtstaat geht es darum, dass sich ihm die anderen unterwerfen, dem Führungsstaat hingegen darum, sich für eine gemeinsame Sache einzusetzen, und das ist sein Antrieb, im Leben anderer Staaten eine Rolle zu spielen.

Womit macht der Machtstaat USA eine Einheit? Mit seiner eigenen Gruppierung und einer mehr oder weniger expliziten Ideologie, die die Realität aufspaltet in die eigene Rolle als autonomen, weisungsberechtigten Staat und nicht eigenständige, abhängige, unterlegene Staaten. Welche Bevölkerung wäre bereit, diese Aufspaltung hinzunehmen, in der ihre Rolle darin besteht, Befehlsempfängerin einer Herrenclique zu sein? Also müssen diese Machtpersonen eine Einheit mit Lügen, Falschheit, Niedertracht, Hinterhältigkeit und Widersprüchen eingehen, um erfolgreich zu sein. Kann man dem sagen: geistig auf eigenen Füssen stehen, selbstbestimmt sein, rational, geistig selbständig und frei handelnd?

Handelt, wer den Menschen und die Natur herabwürdigt, im eigenen Interesse? Und steht, wer nicht in seinem Interesse handelt, geistig auf eigenen Füßen?

Ist der Westen immer noch voll am Drücker?

Er tut wenigstens so, denn wer Strafmassnahmen gegen andere Staaten ausspricht, stellt die Forderung, der andere Staat habe gemäss den eigenen Anweisungen zu handeln. Woraus kann ein solcher Anspruch hergeleitet werden? Zum Beispiel aus einem Stammesgott, der anderen Völkern überlegen sei. Aber es gibt auch noch andere Möglichkeiten, den Anspruch zu begründen, andere Staaten hätten gemäss den eigenen Anweisungen zu handeln, zum Beispiel die Statuierung von eigener ethischer Überlegenheit.

Nehmen wir an, Russland, China oder der Iran würden dasselbe machen wie USA & Nato & EU und den anderen Staaten verkünden: Ihr habt gemäss unseren Anweisungen zu handeln, denn wir sind euch ethisch überlegen; wenn ihr das tut, was wir von euch verlangen, lassen wir euch in Ruhe, sonst werden wir euch dazu zwingen durch Strafmassnahmen, Regimechange und wenn es sein muss, Krieg. Da merkt natürlich jeder, worum es geht, nämlich um Imperialismus, der sich mit dem Feigenblatt von ethischen Gründen bedeckt.

Was hält man allgemein von der – politischen – Vorgehensweise: Ich bin dir ethisch überlegen, du hast zu tun, was ich dir sage!?

Die USA geführten Nato- und EU-Staaten proklamieren, wenn die bösen Staaten gemäss ihren Anweisungen handeln – was durch Strafmassnahmen und bei Bedarf Regimechange und Krieg erreicht werden soll – dann würden die Bevölkerungen dort ein besseres Leben haben. Diese Proklamation von USA & Nato & EU können sie an den Beispielen von Irak, Afghanistan, Libyen, Syrien, Jemen nachprüfen und anhand des Ergebnisses den ethischen Wert bestimmen.

Was wird der Westen (USA, Nato, EU) am Ende des Tages (oder halben Jahres) haben durch sein Eingreifen in der Ukraine, das heisst, die Organisation des Euro-Maidans (2014) mittels 5 Milliarden Dollar, die Infiltration des Landes mit Nato-Personal und -Waffentechnik, den darauffolgenden Bürgerkrieg gegen den Donbass, die jetzigen Waffenlieferungen und das Aussprechen heftigster Sanktionen gegen Russland?! Hohe Inflation, Arbeitslosigkeit, gesunkener Lebensstandard, kalte Wohnungen, soziale Unruhen. Zugegeben: Als USA & Nato & EU in Irak, Afghanistan, Libyen, Syrien, Jemen das Gute verbreiteten, hatte es auf die US-Amerikaner und Europäer nicht den gleichen Effekt.

Riskante False flag im Anzug?

Wenn USA, Nato, EU es nicht dahin bringen können, dass sich ihre Sanktions-Gemeinde vergrössert, haben sie gegen Russland verloren – ob allerdings durch eine US-amerikanische Chemie-, Atom- oder Biowaffen-false flag (selbst wenn sie sehr gross angelegt ist) dieses Ziel erreicht werden kann, ist fraglich, denn daran glauben, dass tatsächlich Russland der Urheber einer in die Welt gesetzten Bio-, Chemie- oder Atomwaffenattacke ist, werden ohnehin nur jene, die die kriminellen Handlungen der Selensky-Regierung verneinen und Russland am laufenden Band solcher beschuldigen. Die Frage, was Russland mit solchen verbrecherischen Handlungen bezwecken könnte – das heisst, die Frage nach ihrem militärischen Wert – stellen sie sich schon gar nicht.

Was ist mit der langen Reihe dubioser Vorfälle – MH-17, Skripal, Nawalny, Butscha, Kramatorsk – die allesamt wie konstruiert wirken, um Russland eines Verbrechens beschuldigen zu können? Der Glaube an die Seriosität von USA & Nato & EU muss gross sein, um nicht Verdacht zu schöpfen!

Die Ultima Ratio à la USA könnte sein: mehr vom Gleichen, aber im Ausmass von 9/11. Verbunden mit der juristischen Argumentation, das Verbrechen sei so gross, dass man daraus auf Russland als dessen Urheber schliessen müsse. Der Schuss geht dann hinten hinaus, wenn das Geschoss, das die USA auf Russland zielt, sich gegen sie selber wendet.

https://de.rt.com/international/136860-einsatz-von-nuklearwaffen-nuland-droht-russland-mit-astronomischem-preis/

https://thesaker.is/sitrep-urgent-briefing-from-the-russian-mod-re-new-provocations/

Hochmut und Angst

Hochmut ist das illusionäre Selbstwertgefühl eines Individuums oder einer Gruppierung, durch das sie sich wertvoller fühlen als andere Menschen. Wie steht es beim Hochmütigen mit dem Empfinden von Angst? Das illusionäre Selbstwertgefühl, das heisst, das eingeschränkte Wahrnehmen der Realität, bzw., das Nicht-zulassen der vollen Realität, könnte das Empfinden für Gefahr oder die eigene Selbstzerstörung beeinträchtigen: Hochmut ist eine Frucht des Wollens, nicht des Aufnehmens, Einsehens, Wahrnehmens, Auf-sich-wirken-lassens. Beim Empfinden von wirklicher Angst bricht der Hochmut – Eigendünkel, Einbildung und Arroganz ­– zusammen: Ich kann nicht mehr in einer willkürlich eingegrenzten Realität leben, wenn ich Angst habe, Hochmut drückt eine Aktivität aus, die von einem selber ausgeht, Angst hingegen ist ein Ausgesetzt-sein an etwas.

Möglicherweise kann das Empfinden von Angst ein Heilmittel gegen Hochmut sein.

Sich über jene definieren, von denen man sich abgrenzt oder über die man Macht hat

Die These, die Israelis würden sich über die Palästinenser definieren und die Rassisten des ukrainischen Asow-Bataillons über die Russen, mutet gewagt an. Allerdings: Was wäre ihr Lebensinhalt und Sinn, wenn die Palästinenser bzw. Russen nicht mehr da wären? Würden die Israelis und die ukrainischen Rassisten des Asow-Bataillons in Frieden und zufrieden auf dem von ihnen beanspruchten Territorium leben, in Wohlstand und friedlichem Austausch mit den Nachbarstaaten und der Welt, wenn das sie Störende, das heisst, die Palästinenser und Russen, nicht mehr da wäre? Man könnte die Frage stellen: Warum, sich in eine indigene Bevölkerung (Palästinenser, bzw. Bewohner des Donbass) verkrallen, wenn die Möglichkeit zu einer friedlichen Koexistenz besteht? Allerdings könnte das eigene Selbstverständnis dann nicht darauf gründen, auf etwas herabzusehen!

Die Idee der Überlegenheit der eigenen Abstammung ist verbunden mit Selbstwertgefühl, das aus der Einheit mit einer Gruppierung kommt, nicht aus der Einheit mit einer sachlichen Orientierung, wie zum Beispiel Nation. Wohin soll die Idee der Überlegenheit der eigenen Abstammung politisch führen? Grundsätzlich ist ihr Merkmal Unersättlichkeit, denn ihre Grundlage ist Eigendünkel, Einbildung und Arroganz, das heisst, eigentlich Inhaltslosigkeit oder geistige Armut, die als Inhalt nur Macht kennen kann: Sich die Herrschaft oder das Verfügungsrecht über andere Menschen anmassen. Wer auf der Welt sollte solche Motive und solche Ziele unterstützen?

Daraus ergibt sich die Frage: Ist Russland Opfer einer gewalttätigen, parasitären, rassistischen Gruppierung, die als Staat USA und Organisationen Nato und EU auftritt?