Die grösste Lachnummer seit drei Jahrtausenden

Es handelt sich um die Ansicht, der Westen (USA, NATO, EU) sei das Gute und der Nicht-Westen (Russland, China, Iran) das Böse; aber zugegeben: eine hoch emotionale Lachnummer! Hoch emotional insbesondere dann, wenn man noch den Ursprung der abendländischen Religion (Ideologie, Weltanschauung) berücksichtigt.

Unter ‘Gut’ können wir verstehen: Anderen Staaten und Bevölkerungen keinen Schaden zufügen. Aber ich nehme an, jene Gruppierung, die die staatlichen Objekte festlegt, die Opfer von Regimechange, Unterwanderung, Terrorismus, Sanktionen oder Krieg werden sollen, betrachtet sich selber als die ‘Guten’, das heisst, ‘Besseren’ aus einem anderen Grund: Der Bessere oder Überlegene bin ich zum Beispiel dadurch, dass ich Macht über andere habe – dieses Verhältnis zu Bevölkerungen und Staaten bedeutet allerdings eine rigorose Aufspaltung ‘wir gegen sie’. Natürlich kann man einfach sagen, der Antrieb dieser Gruppierung sei, Geld zu machen und indem sie das in allergrösstem Stil und übernational machen – das heisst, Gegenstand des Geldmachens sind ganze Bevölkerungen und Staaten – kann sie nicht nur immer fliessende Geldquellen erschliessen, sondern auch noch Macht über Territorien samt Bevölkerung erlangen.

Der Antrieb, Geld zu machen, ist das eine, die Methode dazu das andere. Der gewöhnliche Kriminelle ist parasitär und betrügerisch oder gewalttätig, aber er ist nicht unbedingt rassistisch oder weniger stark ausgedrückt: Der Gegenstand seines Betruges und seiner Gewalt sind nicht ganze Bevölkerungen und Staaten und eine rigorose ‘wir gegen sie-Mentalität’. Welcher gewöhnliche Mensch bringt diese Mentalität auf, wenn er nicht in einer Gruppierung mit einer entsprechenden Ideologie zusammengeschlossen ist?! Klar ist, dass es immer halbseidene Typen gibt, die auf einen fahrenden, erfolgreichen Zug aufspringen, auch wenn dieser mit Lügen und Betrug arbeitet.

Aus dem Gesagten ergibt sich, dass es zwei Gruppierungen auf der Welt gibt: Eine Gruppierung mit strikter ‘wir gegen sie-Mentalität’, die auf der Welt die Guten markiert und deren Ziel es ist, ihren Machtbereich um Russland (China, Iran) zu erweitern und auf der anderen Seite eine Gruppierung, die Kooperation auf gleichberechtigter Basis anstrebt.

Die Zeit seit 1945 könnte als Fortsetzung der beiden Weltkriege ohne Waffen betrachtet werden – seit 2022 hat die Hegemonie jedoch mit Gegenwind zu kämpfen; die USA konnten ihre Macht von 1945 bis 2015 (Russlands Intervention in Syrien) routinemäßig ausbauen, aber jetzt ist ihr Machtausbau ins Stocken geraten.

Zwei Definitionen von Recht:

– Das Recht sind derjenige Wille, diejenigen Ansprüche, oder dasjenige Verhalten, die Bestätigung erfahren.

– Das Recht ist der die Menschen verbindende Wille, nicht durch Betrug oder Gewalt Schaden zu erleiden.

Können sich diese Definitionen widersprechen?

Das ist ohne weiteres möglich, insofern es eine Gruppierung gibt, die Bestätigung erfährt, deren Ziel es aber ist, Macht über andere zu haben und sie dieses Ziel mit Betrug und Gewalt verfolgt.

Sind gesteuerte Menschen, verwirrte Menschen?

Das Gegenteil eines verwirrten Menschen wäre ein Mensch mit einem Weltbild, das die Realität erfasst. Ein gesteuerter Mensch hat ein Weltbild, das andere ihm vorgegeben haben mit dem Ziel, entweder ihn auszubeuten oder durch ihn andere auszubeuten. Das Resultat davon, die Menschen zu betrügen, ist, dass sie eine Einheit mit Widersprüchen, Illusionen und Lügen machen. Solche Menschen sind insofern Automaten als sie ausspucken, was ihnen bestimmte Kreise durch ihre Medien eingegeben haben. Verwirrt werden sie sich allerdings erst dann vorkommen, wenn es Ursachen gibt, die ihre Vorstellungen ins Wanken bringen.

Worin besteht der Betrug:

– in der Darstellung des territorial grössten Staates und des volkreichsten Staates der Erde, sowie von einem der grössten islamischen Staaten als ‘böse’

– in einer Großmacht, die als Grund für das Eingreifen in das Leben anderer Staaten angibt, sie bringe ihnen das Gute und befreie sie vom Bösen – aber nur ihre Macht ausweiten will

– darin, dass das, was der Westbürger für ethisches Bestreben hält, reines machtpolitisches Kalkül ist

– in den Staaten der Organisationen NATO und EU, die sich als Gruppe unabhängiger Staaten ausgeben, die die Ziele Demokratie, Freiheit und Menschenrecht verfolgen würden, aber von den Wünschen der USA, das heisst, den Neocons dirigiert werden

– der Betrug besteht darin, dass der West-Bürger seine Regierungen als die Vertreter des Guten verehrt, es sich bei ihnen aber nur um staatliche Abhängige eines übernationalen Finanz-, Geschäfts- und Beziehungssystems handelt, die keine andere Wahl haben als die aussenpolitischen Vorgaben der US-Neocons zu übernehmen

– in einem Hegemon der die Justiz anderer Staaten in Anspruch nehmen kann, um sich von ihnen seine Lügen und verbrecherischen Handlungen schützen zu lassen; Beispiele: MH-17, Skripal, Nawalny, Ost-Ghouta, Butscha, Kramatorsk

– in der Verhinderung der freien Informationsbeschaffung mit dem Zweck der Vertuschung von verbrecherischen Handlungen (jüngstes Beispiel: die Sabotage von Nordstream2)

– in einer Organisation, die sich «Verteidigungsbündnis» (NATO) nennt, aber seit der Auflösung der UdSSR nur noch den hegemonialen Interessen der USA dient

Einige Fragen:

– Wer auf der Welt hat die Macht, ‘Böse’ zu bestimmen, deren Staaten die «internationale Gemeinschaft» zerstören darf?

– Wer auf der Welt hat die Macht, zu bestimmen, wer am ‘freien’ finanziellen und wirtschaftlichen Austausch teilnehmen darf und wer nicht?

– Wie geeignet sind Menschen, die die Fähigkeit haben, ein übernationales Finanz-Kartell aufzubauen dazu, die politische Führung der Welt zu übernehmen?

– Wer hat die Macht, die Öffentlichkeit so zu beeinflussen, dass sie die USA für den Staat halten, der auf der Welt das Gute verbreite und die ‘Bösen’ zur Rechenschaft ziehe?!

Gut-sein als Fundamentalismus

Baerbock, Habeck, von der Leyen, Borrell gehören zu denen, die Russland, China, Iran ethisch überlegen sind – will sagen, sie gehören zu den Guten und die genannten Staaten zu den Bösen. Den Status der Guten haben sie deshalb, weil sie das vertreten, was die USA vorgeben und es die USA sind, die bestimmen, was gut und böse und wahr und falsch – und somit das Recht ist.

Der Welt-Hegemon kann die Welt nicht rein militärisch unterwerfen – also muss er sie amerikanisieren: Er bestimmt, was das Gute, die Wahrheit und das Recht ist.

‘Fundamentalismus der Guten’ heisst, eine Position einnehmen, durch die die anderen ‘die Bösen’ sind: es wird dadurch ein Herrschaftsanspruch begründet und die Welt aufgespalten. Das Kriterium von ‘gut’ ist, gegen die ‘Bösen’ zu sein – aber die Bösen können natürlich nicht gegen die Bösen sein: Sie haben nur die Möglichkeit, sich zu unterwerfen.

Die Ideologie der Guten gegen die Bösen hat die Ideologie des Kapitalismus gegen den Kommunismus abgelöst. Die Aufspaltung der Welt oder die Feindhaltung gegenüber Russland, China, Iran wird solange weitergehen als diese sich nicht der Fed (US-Zentralbank) unterwerfen, will sagen, dem US-amerikanischen Finanzsystem. Welches andere Szenario wäre möglich? Den Hintergrund dürfen wir nicht vergessen, nämlich, dass das von den USA gehandhabte Dollarsystem kein statisches System ist (wie ich vermute), will sagen, dass es ohne Ausweitung abstürzt.

Das Gesagte legt nahe, dass Weltpolitik, wie sie die USA betreiben, ein zielgerichtet betriebenes System von Abhängigkeiten ist, das auf Geldwechsel und Geldverleih gründet.

Das Böse ist die Gefahr, nicht das Gute

Unter ‘Böse’ können wir verstehen: ‘Eingreifen in das Leben anderer Menschen und Falschheit’. Das Problem besteht darin, dass eine Person, Gruppierung oder Staat, die in das Leben anderer Menschen eingreift als Grund dafür nicht Machtstreben angeben wird!

Konkretisierung des Gesagten anhand einer fiktiven Rede der US-Neokonservativen V.N.:

«Die Bösen wollen Macht über euch haben. Wir aber wollen nicht Macht über euch haben, sondern euch vor der Gefahr des Bösen beschützen. Wir sind eure Beschützer vor dem Bösen, deshalb müsst ihr tun, was wir euch sagen. Wenn ihr unsere Anweisungen befolgt, werden wir die Bösen besiegen. Wir wollen nicht Macht über euch haben, wir wollen euch nur vor der Gefahr beschützen.»

Die Angst des Hegemons vor der Gegendarstellung

Nehmen wir an, die USA stellen ein Sündenregister von Russland auf und Russland eines der USA. So wie es ein verheiratetes Paar tun könnte, das die Scheidung vorbereitet und dem Scheidungsrichter den eigenen Standpunkt klarmachen will – was eigentlich heisst, den Richter von der Schuld und dem Fehlverhalten des anderen überzeugen. Stellen wir uns den Scheidungsrichter vor: Er hört – getrennt – die eine Partei an und dann die andere; von beiden Personen hat er den Eindruck freundlicher, verständiger Menschen – was er aber fast nicht glauben kann, ist, dass die andere Person die ist, über die die eine gesprochen hat: Wenn er mit der einen Person redet, ist sie das Opfer und die andere der Täter und wenn er mit der anderen Person redet, ist es umgekehrt: Eine unschuldige, wohlmeinende Person, die nur das Gute für die andere wollte, wurde von ihr mit den grässlichsten Gemeinheiten und Lügen bedacht – das ist die Erzählung beider Personen.

Mit dieser Analogie will ich nur eines sagen: Sie sollten sehr vorsichtig sein, wenn eine Person, Regierung oder Staat als Satan in Menschengestalt dargestellt wird und Sie die Gegendarstellung nicht haben. Das Bild, das in USA-NATO-EU-Land von Russland, China, Iran gezeichnet wird, kennen Sie – aber was wäre, wenn in ihren Medien die Handlungen von USA, NATO, EU aus der Sicht Russlands, Chinas, Irans geschildert würden? Wir sind uns klar darüber: Beide Seiten zu hören wäre echte Berichterstattung, keine Propaganda! Ich selber habe absolut kein Interesse daran, dass die EU bzw. USA für mich entscheiden, für wen oder was ich andere Staatsoberhäupter und Staaten zu halten habe – ich möchte mir selber ein Bild machen, aufgrund von Darstellung und Gegendarstellung. Politiker, die behaupten, sie würden die Freiheit verteidigen, aber den freien Informationsfluss unterbinden, halte ich für Betrüger: Sie haben Angst, dass durch die Darstellung der Gegenpartei Dinge ans Tageslicht kämen, die sie sehr schlecht aussehen lassen könnten.

Aus der Sicht von USA & NATO war die Ukraine gedacht als Instrument, Russland zu zerstören  

Jetzt ist sie zu einem Sumpf geworden, der nicht nur Milliarden von Dollars und Euros verschlingt, sondern auch noch die Wirtschaft der eigenen Staaten empfindlich beschädigt – eine magere Ausbeute.

Immerhin sollte der westliche Medien-Konsument bedenken, dass das Verschwinden von Milliarden von Dollars und Euros in der Ukraine, sowie das empfindliche Beschädigen der eigenen Wirtschaft nicht unter dem Ziel der Zerstörung Russlands läuft, sondern unter dem Slogan, einem angegriffenen Land beizustehen und dessen Souveränität zu bewahren. Wann werden die europäischen Staaten merken, dass die Zerstörung Russlands nicht ihr Ziel ist, sondern das Ziel der US-Neocons (und somit Israels). Wie kann es erklärt werden, wenn Staaten Ziele anderer übernehmen, die für sie selber schädlich bis ruinös sind? Wenn es einen Hegemon gibt, der die Ziele vorgibt, ist der Fall klar.

An die Adresse von der Leyen, Borell, Baerbock, Habeck etc. möchte ich die Bemerkung machen, dass das Ziel, Bestätigung zu erfahren, sich nicht unbedingt mit dem Ziel deckt, eine Sache zu erfassen, aber die Gefahr in sich birgt, in einem Kokon zu leben, auch wenn dieser Kokon hegemoniale Ausmasse hat.

Wie kommt die westliche Bevölkerung dazu, sich dem Nicht-Westen ethisch überlegen zu fühlen?

Sie kommt zu dieser Haltung (Bewusstseinszustand), weil die westlichen Medien ihr tote und misshandelte menschliche Körper zeigen, die als Opfer von niederträchtigen und hinterhältigen Bösen dargestellt werden. Wer sind diese ‘Bösen’, die die Medien vorführen? Wenn es eine Gruppierung gäbe, der es darum ginge, die eigene Macht auszuweiten, wäre der Fall klar: Die Bösen wären jene, die sich diesem Ziel widersetzen. Das in den USA und den NATO- und EU-Staaten durch die Medien vermittelte Weltbild telquel zu übernehmen, könnte insofern einen Haken haben als es gesteuert sein könnte! Einen Staat oder Regierung ohne Möglichkeit der Gegendarstellung als Verbrecher darzustellen, der bestraft werden muss, ist solange kein Problem als die Allianz, die diese Praktik betreibt, die – finanziell, militärisch, wirtschaftliche, beziehungsmässige, medial – stärkere ist. Den sich im Glauben ethischer Überlegenheit befindenden West-Bürger sollte stutzig machen, dass die ‘Bösen’ damit bestraft werden, dass sie in das Finanzsystem der ‘Guten’ «integriert» werden – aber das gefällt dem westlichen Medien-Konsumenten irgendwie, weil er spürt, dass er von dieser Ausbeutung des Nicht-Westens (der Bösen) profitiert. Allerdings ist diese Zuversicht bzw. dieser Opportunismus der westlichen Guten etwas erschüttert worden, seit die einen westlichen Guten den anderen westlichen Guten die Energie-Pipeline gesprengt haben. Irgendwie ist es sowieso nicht mehr wie früher. Früher war der Nicht-Westen nicht ‘böse’ sondern simples Objekt der Ausbeutung – aber seit es nicht-westliche Staaten gibt, die dem Westen technisch-industriell Paroli bieten können, lassen sie sich nicht mehr so einfach ausbeuten; es stellt sich also die Frage, wie lange dieses Prinzip, das heisst, die unipolare Weltordnung noch erfolgversprechend bzw. wohlstandsfördernd ist, ausserdem steht einer unilateralen (= hegemonialen) Weltordnung entgegen, dass das Recht keine unilaterale Sache ist.

Wie steht das Recht zur Tatsache, dass es einen Staat gibt, der anderen Staaten ‘gut’ und ‘böse’ zuweist und aufgrund dieser Zuweisung gewaltsam in deren Leben eingreift? ‘Böse’ heisst: den Menschen Schaden und Leid zufügen. Daraus können wir schliessen, dass dieser Staat, der den anderen ‘gut’ und ‘böse’ zuordnet, verhindert, dass auf der Welt Menschen Schaden und Leid zugefügt wird; sie haben es erraten: Bei diesem Staat handelt es sich um die USA; ihm verdankt die westliche Bevölkerung den Glauben ihrer ethischen Überlegenheit über den Nicht-Westen (das heisst, zum Beispiel Russland, China, Iran). Um zu diesem Bewusstsein der ethischen Überlegenheit zu gelangen, muss allerdings der freie Informationsfluss eingeschränkt werden – will sagen: die ‘Guten’ können unmöglich Verbrechen begehen und diese in der Tagesschau gezeigt werden: Diese Möglichkeit in Betracht ziehen, würde heissen, den Betrug an einem selber in Betracht ziehen. Ich selber muss sagen: Die Leute, die den Betrügern auf den Leim kriechen, fangen an, einen aufzuregen!

Vor dem Schlafen gehen, könnten Sie sich die Frage überlegen: Was bieten die USA (inkl. NATO und EU) der Welt und was kassieren sie von ihr? Denken Sie dabei an Irak, Syrien, Afghanistan, Libyen, Ukraine. Gute Nacht und genießen Sie ihre ethische Überlegenheit über Russland, China und Iran solange sie es noch können.

Schlussbemerkung:

Das Recht ist der die Menschen verbindende Wille, nicht durch Betrug oder Gewalt Schaden zu erleiden. Wenn es jemandes Ziel ist, über andere Macht zu haben, kann er diesen Rechtsbegriff nicht teilen, da in ihm der Wille der Menschen eine Einheit bildet – durch das Streben nach Macht hingegen ein Wille entsteht, der dem Willen der anderen Menschen entgegengesetzt ist: durch das Machtstreben ist der eigene Wille oder der Wille der eigenen Gruppierung der Massstab und nicht ein Wille, der alle Menschen verbindet.

Lüge und Macht

Lüge ist Irreführung, handle es sich um die Irreführung der anderen oder von einem selber: Es soll ein bestimmtes Bild der Wirklichkeit erzeugt werden und das Prinzip dabei ist, die Übereinstimmung zwischen Idee und Gegenstand nicht zuzulassen – womit aber soll dann eine Einheit gemacht werden? Zum Beispiel mit einem illusionären Ich, einer Gruppierung, die Macht über andere hat oder einem Geldhaufen, der einem durch die Irreführung gehört.

Die Beherrschung anderer verlangt nach Lüge, nicht nach Wahrheit

Um Macht über andere zu gewinnen, ist die Wahrheit im Allgemeinen störend, die Lüge hingegen ein perfektes Mittel: Indem man dem anderen reinen Wein einschenkt, wird er nicht dazu bewegt werden können, seine Freiheit aufzugeben und sich ausbeuten zu lassen – er muss also betrogen, getäuscht oder mit Gewalt dazu gebracht werden. Lüge, Täuschung, Betrug sind der Rechtsgleichheit entgegengesetzt. Das Ziel der Lüge ist nicht, jemandem etwas zu geben, sondern ihm etwas wegzunehmen (Geld, Freiheit, Rechte, Land). Die Lüge stellt die Beziehungen unter den Menschen oder Staaten auf eine willkürliche Grundlage.

Wie bringt eine Regierung ihre Bevölkerung zur Einwilligung, in das Leben anderer Staaten und Bevölkerungen einzugreifen?

Sie verkauft ihre Machtpolitik – Regimechange, Sanktionen, Krieg – der Bevölkerung als Politik der Guten gegen die Bösen:

Die Bevölkerung wird in folgenden Glauben gesetzt:

– das Eingreifen in das Leben des anderen Staates verbessere das Leben von dessen Bevölkerung – die Frage, ob die andere Bevölkerung dieses Eingreifen überhaupt wünscht, habe ich übrigens noch nie gehört!

– die eigene Regierung greife aus altruistischen Motiven in das Leben der anderen Staaten ein, sie sei nicht in ein übernationales Finanzsystem verstrickt, das Ausweitung benötigt; natürlich kann die Regierung nicht verlauten lassen, sie sei eingebunden in einen übernationalen personellen Filz dessen Wille für sie massgebend sei – dadurch würde das ganze System entlarvt. Und eine solche Regierung würde bestraft werden, zum Beispiel durch die Medien, nicht unbedingt durch den Willen des Chefredakteurs, aber durch den Willen von Personen, die Macht haben über den Chefredakteur.

Gibt es das, den ‘westlichen Finanzkapitalismus’?

Wenn es ihn gibt, gibt es auch Personen, die hinter ihm stehen. Dass es so etwas wie ein ‘westliches Finanz-, Wirtschafts-, Handelssystem’ gibt, ist offensichtlich, denn sonst könnten nicht Staaten davon ausgeschlossen werden. Aber dann stellt sich die Frage: Warum wollen alle Staaten dazugehören? Das ist klar: Weil sie mit allen Staaten dieser Welt Handel und Finanzaustausch betreiben wollen – es aber die USA sind, die sich anmassen, zu bestimmen, wer dazu gehören darf und unter welchen Bedingungen.

Unter ‘kriminell’ könnte man verstehen: Sich durch Betrug oder Gewalt einen Vorteil zu Lasten des anderen ergattern.

So gesehen handelt es sich bei den USA & NATO & EU um kriminelle Staaten bzw. Organisationen – wobei wohlverstanden das, was diese ausführen schon an anderen – informellen – Orten entschieden worden ist.

Denkt jemand, dass ein Finanz-Kartell ohne Verheimlichung, Gewaltmittel, Lüge und Betrug aufgebaut werden kann? Ein Staat, der der Hauptpfeiler eines übernationalen Finanzkartells ist – mutet das nicht merkwürdig an? Einerseits nein, denn wie soll sich ein Finanzkartell – das zum Nachteil der Teilnehmer ist – übernational durchsetzen ohne Druckmittel (Gewalt, Militär, Fähigkeit zur Usurpierung widerspenstiger Staaten, wirtschaftliche Macht); andererseits ja, denn im Zentrum eines Staates steht die Bevölkerung, nicht ein Finanzkartell. Es stellt sich also die Frage: Wer ist der Widersacher von Russland, China und dem Iran? Klar ist: diese Staaten haben weder Interesse an Überführung von Volkseigentum in ausländische private Hände (Enteignung des Staates), noch an Kredit- und Zinsversklavung oder an masslosem Ressourcen- und Bodenschatz-Diebstahl.

Russland ist eine Bedrohung für diejenigen, die eine unipolare Welt vertreten oder davon profitieren

Gibt es Menschen, die der Ansicht sind, eine unipolare Welt hänge nicht mit einem bestimmten Finanzsystem zusammen? Natürlich kann man sich fragen: Warum soll ein Finanzsystem unipolar sein? Ein möglicher Grund ist, dass es betrügerisch ist, das heisst, dazu dient, diejenigen, die es betreiben zu Lasten der anderen in den Vorteil setzen. Natürlich ist der Betrüger darauf angewiesen, Bestätigung zu erfahren! Wenn er keine Bestätigung erfährt, ist er aufgeschmissen oder aufgeflogen.

Geht es mit der Welt aufwärts oder abwärts, wenn die Betrüger Bestätigung erfahren? Die EU tut so, wie wenn es mit ihr selber und der Welt aufwärts ginge, wenn sie die USA/NATO unterstützen – das lässt darauf schliessen, dass sie sich von Lügen mehr erhofft als der Wahrheit bzw., dass die Gemeinsamkeiten mit den Betrügern gross sind. Oder dürfen wir sogar sagen, dass das Selbstverständnis der EU im Wesentlichen das Gleiche wie das der USA (-Neocons) ist – das ist eigentlich anzunehmen, dürfen wir doch ohne weiteres annehmen, dass sich die USA und die EU den Spiritus Rector Israel teilen?!

Der Betrüger – Täuscher – muss eine Welt kreieren, in der er Erfolg hat, das heisst, er muss – je nach dem Umfange des Betruges – die halbe Welt auf den Kopf stellen: Ansichten, Umgangsformen und Gesetze, die bisher galten, dürfen plötzlich nicht mehr massgebend sein.

Strategien der Machtausweitung

Um Machtpolitik zu betreiben, das heisst, seine Macht auszuweiten, besteht eine Strategie darin, das Feld der Politik als einen Kampf zwischen Gut und Böse darzustellen und sich selber als das Gute: Der glaubhaft als ‘böse’ Dargestellte ist zum vornherein diskreditiert, im Unrecht und sanktionswürdig, das heisst, wert, aus dem Weg geräumt zu werden – dessen Macht kann dann durch die eigene ersetzt werden.

Verschwörungstheorien ranken sich um Gruppierungen (Staaten), die ihre Macht ausweiten wollen – nicht um Mauerblümchen. Man müsste sich also zuerst einmal klar darüber werden, ob es solche Gruppierungen – übernational gesehen! – gibt, das heisst, ihre Identität feststellen (sei sie mehr finanzieller, wirtschaftlicher, politischer, beziehungsmässiger oder medialer Natur). Enorm interessant für das Ziel der Machtausweitung (auf einer übernationalen Ebene) wäre natürlich das Zusammenwirken von finanziellen, wirtschaftlichen, politischen und medialen Akteuren – es würde zu einem globalen Spiel mit enormen Gewinnern und enormen Verlierern (ganze Staaten und Bevölkerungen oder Bevölkerungsschichten und Industrien).

Verschwörungstheoretiker ist jemand, der behauptet, die stattfindenden Ereignisse würden nicht auf die Ursachen zurückgehen, die uns von den Medien präsentiert werden – sondern, sie würden auf eigentlichen Plänen bzw. Absprache beruhen: Die offiziellen – westlichen – Regierungen seien quasi nur pro forma, ihre Funktion bestehe mehr oder weniger darin, Handlungen auszuführen und auf Ereignisse zu regieren, die an anderen Orten entschieden worden seien. Diese Behauptungen der Verschwörungstheoretiker passen zu den Äusserungen Klaus Schwabs (WEF-Chef): «Schwab gab zu Protokoll, dass „der souveräne Staat obsolet geworden ist“ und dass, um diese Machtlücke zu füllen, eine „Allianz für globale Themen“ entstehen muss […].»

Was verteidigt Deutschland?

Verteidigt Deutschland, ein eigenständiges Volk zu sein oder den Willen des Volkes, ein Knecht-Staat eines anderen Volkes, einer anderen Regierung oder eines anderen Staates zu werden oder – oh, weh! – der Knecht-Staat einer übernationalen Gruppierung?

Sich unabhängig und frei fühlen ist einfach, solange man zu den Wohlhabenden, Satten, Nicht-frierenden, Mächtigen oder den Siegern gehört – und dabei noch im Zustand der ethischen Überlegenheit über 80% der Menschheit mit der Aussicht, dass diese 80% mit der eigenen Beihilfe auch noch von ihren bösen Diktatoren befreit werden, so dass der Wohlstand gleich weitergehen kann.

Gibt es Menschen, die sich wohler fühlen als fremdbestimmte Knechte, denn als eigenständige Wesen? Gibt es schon, aber auch der fremdbestimmte Knecht verlangt gewisse Rahmenbedingungen und zu diesen gehört, dass er nicht zu offensichtlich das Gefühl bekommen darf, er werde betrogen – er könnte sich dann nicht mehr wirklich als der heimliche Tausendsassa fühlen, sondern würde offensichtlich zu einer Existenz Satans herabsinken: denn er wäre gezwungen, in die hämischen – spöttischen und schadenfreudigen – Augen seines Herrn zu blicken.

Was soll sich ein Staat davon versprechen, sich von einem anderen Staat vorschreiben zu lassen, was er zu tun und zu lassen habe? Was sich eine Regierung davon versprechen kann, ist schon klar: Eingebundenheit in ein Umfeld, das geprägt ist von einer absoluten Winner-Mentalität: dem Resultat von zwei gewonnenen Weltkriegen; es bedeutet zugleich Eingebundenheit in das Finanzsystem, das die beiden Weltkriege organisiert hat oder abgeschwächt formuliert, ihr Nutzniesser war.

Die Regierungs-Männlein und Regierungs-Weiblein der NATO- und EU-Staaten zappeln mehr oder weniger an der Währung Dollar und stossen fortwährend Worte wie Demokratie, Freiheit und Menschenrecht aus. An dieser Stelle müssen wir klar festhalten, dass das Interesse von Hitler und Mussolini dem Interesse an den Fäden eines ausländischen Finanzsystems zu zappeln, gerade entgegengesetzt war – was ihren Sturz früher oder später unumgänglich machte; ausführlicher gesagt, waren die beiden wohl mehr oder weniger Produkte des brillanten Polit-Casting der Welt-Herren-Finanz-Clique, das heisst dazu da, bestimmte Gegebenheiten in die Wege zu leiten und dann durch ihre – voraussehbaren – Fehler, samt ihren Gemeinwesen (eigenständigen Staaten) abgebaut zu werden.

In gewisser Weise befinden wir uns 2022 in der gleichen Situation wie 1914 und 1939: denn es gibt noch einige Staaten (und sogar Grossmächte). die sich noch nicht dem westlichen Finanzkapitalismus unterworfen haben und auch nicht vorhaben das zu tun und noch schlimmer: bei den Führern dieser Staaten handelt es sich nicht um Produkte des westlichen Polit-Casting! Jetzt kann man sich ganz einfach rein theoretisch die Frage stellen: Als was sollen Russland, China, Iran und ihre Führer von der Welt-Herren-Finanz-Clique (abgeschwächt formuliert: USA & NATO & EU) in ihren Medien dargestellt werden: sie sind böse, denn sie wollen sich nicht unterwerfen, nicht demokratisch, nicht freiheitlich, ausserhalb des Menschenrechts, autoritär – sie geradezu als ‘faschistisch’ (Hitler und Mussolini) zu bezeichnen, ist aufgrund des geschichtlichen Hintergrundes dieser Staaten sehr heikel. Jetzt könnten wir uns einige Formulierungen überlegen für die Charakterisierung der Welt-Herren-Finanz-Clique (abgeschwächt formuliert: USA & NATO & EU). Ich möchte Sie bitten, mir einige Vorschläge zuzusenden – der originellste wird mit dem Aufkleber ‘Nuke their ass, take their gas’ belohnt!

Alternativer Titel dieses Beitrages: Europäische Staaten an ausländisches Finanzsystem verkauft.

«Die Welt darf nicht ohne US-Führung bleiben»

„Die Welt organisiere sich nicht von selbst“, meint der US-Aussenminister – wie kommt er zu dieser Meinung? Wenn er unter ‘Organisation’ ‘zentrale Machtausübung’ versteht, trifft seine Meinung durchaus zu – aber kann diese Organisationsform für die Gemeinschaft der Staaten auf der Welt gelten? Der US-Aussenminister meint ja, weil er die USA nicht als gleichberechtigten Teil der internationalen Staatenwelt betrachtet, sondern als ihren Beherrscher.

Daran anknüpfend, lässt sich der Frage nachgehen, was der Unterschied zwischen simpler Machtausübung und Führung sei:

Unter Führungsstaat verstehe ich einen Staat, der grundsätzlich eine Einheit mit den anderen Staaten macht und ihrem geistigen und materiellen Sein förderlich ist, unter Machtstaat hingegen einen Staat, der die anderen Staaten nur als Instrumente für seine beschränkten Zwecke benutzt.

Ergebnis von Führung müsste sein, die Menschen in etwas vereinigt zu haben! Das Ergebnis von Machtausübung ist bloss Aufspaltung.

https://test.rtde.tech/meinung/152113-welt-darf-nicht-ohne-us/