«Putin, hör endlich damit auf, uns mit Gas zu beliefern, wir wissen, dass du böse bist»

Nützliche Idioten sind Menschen, die gegen ihre eigenen Interessen handeln, das heisst, sich von einer Interessengruppe betrügen lassen, aber im Gefühl sind, mit ihren Worten und Handlungen den Idealen der Menschheit zu dienen.

Gehören die westlichen Politiker, die jetzt Waffen und Freischärler in die Ukraine schicken, obwohl ohnehin klar ist, dass Russland diese Auseinandersetzung gewinnen wird auch zu der Kategorie ‘nützliche Idioten’ oder eher zur Kategorie ‘skrupellose opportunistische Mitläufer’? Klar ist, dass durch diese Waffenlieferungen und die Freischärler (zum Beispiel aus Idlib?) die Gewalthandlungen verlängert werden und somit die Leiden der Bevölkerung. Bei wem wollen diese Leute mit ihrem menschenverachtenden Irrsinn punkten? Beim bewaffneten Arm des Dollarclans (Nato) und ihrem staatlichen Aushängeschild, bekannt unter dem Namen ‘die Vereinigten Staaten von Amerika’ (USA)? Sie leben völlig in der Idee, der Thron ihrer Clan-Oberen könne nicht umgestürzt werden und sie können sich nicht im Traum vorstellen, dass die Belohnungen und der Schutz ihrer Lehensherrn ausbleiben könnten. Jedenfalls muss, wenn dann diese Waffenlieferungen und die Rolle des Westens im Ukraine-Konflikt vor dem internationalen Strafgerichtshof verhandelt werden sollten, eine enorme Flut an grünem Schmiermittel und Lügen über die Handlungen der russischen Streitkräfte eingesetzt werden, um siegreich zu sein.

Der europäische Westen scheint bezüglich Ukraine in einem völligen Muster befangen: Es handle sich beim Nachbarland von Russland um aussereuropäische Manipuliermasse wie Irak, Libyen, Syrien, Afghanistan oder Jemen, mit denen man nach Belieben verfahren könne, weil sie der machtvollen westlichen Dollar- und Gewaltallianz ohnehin nichts entgegensetzen könnten.

In früheren Zeiten diente die Aktivierung der nützlichen Idioten, das heisst, ihre emotionale Aufbereitung durch die Medien, dazu, sie nachher in den Krieg zu schicken, denn sie wussten jetzt, wie grossartig und gut sie waren und wie böse und schädlich ihr Feind. Das funktioniert allerdings in Europa nicht mehr ganz, aus verschiedenen Gründen. Zum Beispiel aus dem, dass sie zwar grossartig sind, in der Artikulation ihres Gutseins, aber nicht willens, dafür ins Gras zu beissen. Ihr Verstand könnte schon dann einsetzen, wenn die von ihren Regierungen ausgesprochenen Sanktionen, die sie jetzt lauthals unterstützen, ihren Lebensstandard beeinträchtigen und zugleich Informationen durchsickern, die die Erzählung ihrer Regierung und der Massenmedien in Frage stellen.

Die Grossmacht Russland hat aufgehört, der Spielball der Ukraine zu sein

Wie konnte das geschehen, wenn man bedenkt, dass die Regierung des Nachbarlandes von Russland ihre Befehle von einer westlichen Grossmacht erhält?

Kann die Unterwerfung eines anderen Staates durch Diplomatie erreicht werden? Ich denke nicht, dass die USA der Ansicht sind, sie könnten Russland unterwerfen (das heisst, ihrem Finanzsystem), indem sie Russland auf diplomatischem Weg überzeugen wollen, seine Eigenständigkeit aufzugeben und finanziell für die Oligarchie der USA zu leben; ich denke, die USA sind der Ansicht, wenn direkte Gewaltanwendung zur Unterwerfung nicht möglich ist, diese durch stete Unterwanderung erreicht werden muss: dem widerspenstigen Staat Probleme schaffen, die ihm Kräfte rauben, und ihn international isolieren, so dass der auf diese Weise permanent bedrängte Staat früher oder später aufgibt oder zusammenbricht.

Russland hat durch sein militärisches Eingreifen in der Ukraine, eine Situation geschaffen, in der der Westen (die USA) diese Taktik nicht mehr weiterverfolgen kann. Denn, was werden die USA am Ende des Tages haben und was Russland?

– die USA wollen Europa einen Zermürbungskrieg mit Russland aufzwingen. Wird das gut gehen? denn mit der Wirtschaft der EU und dem Lebensstandard ihrer Bevölkerung wird es rasant bergab gehen – und die Bevölkerung wird Schuldige suchen, aber nicht gegen Russland in den Krieg ziehen. Wenn das Resultat Wut auf die eigenen Regierungen und die USA ist, sind diejenigen, die permanent in das Leben Russlands eingreifen wollen, zurückgeworfen worden.

– in den östlichen und südlichen Teilen der Ukraine bildet die russischstämmige Bevölkerung die Mehrheit, das heisst, es könnte ihr die Möglichkeit gegeben werden, souverän über ihr weiteres Schicksal zu entscheiden – wenn sie sich Russland zuwendet, wird die Nato dort keinen Fuss mehr hinsetzen können und die Ukraine zum Binnenstaat werden.

– als die Regierung Russlands die Entscheidung zum militärischen Eingreifen in ihr Nachbarland fällte, war sie sich bewusst, dass diese Entscheidung zu einem gewissen Kräftemessen mit den USA und ihren Vasallen führt – ihre Überlegung war wohl: zum jetzigen Zeitpunkt handeln wir nicht völlig in die Ecke gedrängt und in einer angespannten explosiven Situation mit quasi automatischen, unabsehbaren Abfolgen, sondern in einer Situation, in der wir noch mit einer gewissen rationalen Reaktion derjenigen rechnen können, die uns anscheinend um keinen Preis in Ruhe lassen wollen

Anmerkungen:

– die USA sagen, Russland sei in ein souveränes Land einmarschiert – ein Land, dem sie die Befehle erteilen, souverän zu nennen, ist doch etwas keck!

– Gewalt, die sich gegen die Bevölkerung richtet, ist immer kriminell – und der unmittelbare Grund des russischen Eingreifens in die Ukraine war dieser Umstand: Beschuss mit schweren Waffen von Lugansk und Donezk 2014 – 2022 durch ukrainische bewaffnete Elemente, die im Namen der Regierung vorgingen und insofern vom Westen unterstützt wurden. Diese bewaffneten Elemente werden ‘nationalistisch’ genannt – aber was soll an ihnen nationalistisch sein, wenn sie eine Ethnie unterdrücken, die im Osten und Süden des Landes die Mehrheit bildet und insgesamt 22% der Landesbevölkerung oder 10 Millionen Menschen? Was wären denn die Ziele dieser «nationalen» Gruppierung gewesen? Sich mit westlicher Hilfe als Herrenrasse und Unterdrücker der russischen Ethnie auf ihrem Staatsgebiet aufzuspielen? Die andere Möglichkeit, nämlich, die Gebiete im Osten mit mehrheitlich russischsprachiger Bevölkerung von der Ukraine abzuspalten, haben diese «Nationalisten» bekanntlich ausgeschlossen.

Ausblick: Ein weiteres Thema könnte sein: die Freunde der USA, ihr Geist und ihr Charakter.

Die Grossmacht Russland hat aufgehört der Spielball der Ukraine zu sein – aber wann wird die Grossmacht USA aufhören, der Spielball Israels zu sein? Man könnte der Antwort näherkommen, indem man die Frage stellt: Wodurch ist es möglich, dass die Grossmacht USA der Spielball des jüdischen Staates ist?

Achtung Welt, die Kultur des Dollar ist in Gefahr!

Was könnte man unter ‘Kultur des Dollar’ verstehen? Zum Beispiel die westliche Welt wie sie im Moment noch aussieht – was sind ihre Merkmale?

– zu ihren Eigenschaften gehört, dass Gut und Böse oder Wahr und Falsch gemäss grünem Schein definiert werden, es kommt zum Beispiel der Dollar-Mann (Botschafter) zum Tagesanzeiger und sagt, euer Bericht widerspricht unserer Erzählung, hört auf damit, es könnte Konsequenzen haben

– die Dollarfrauen und Dollarmänner geben vor, anderen Staaten Demokratie und Menschenrecht zu bringen, das generiert grünes Schmiermittel, das die Eigenschaft hat, in Unmengen in die Taschen von Privatleuten zu fliessen

– er gibt vor, Projekte zur Gesundheit der Bevölkerung zu unterstützen und am Ende hat eine Konzentration der – finanziellen und wirtschaftlichen – Macht stattgefunden

– die Ausrichtung der westlichen Gesetzgebung heisst: Alle Macht dem Dollar

– der grüne Schein schützt Verbrechertum im Rahmen von Staatlichkeit: Der Sinn von Recht, zum Beispiel von Völkerrecht, ist es nicht mehr, das Volk zu schützen, sondern diese Staatlichkeit (eine sehr grundsätzliche Aufspaltung!)

– die Dollar-Frauen und die Dollar-Männer sind fundamental abgestützt, ich meine damit nicht die Abstammung, sondern eine finanzielle Einrichtung, die privat ist, sich aber als staatliche ausgibt: Das zentrale Finanzinstitut der Welt – die Zentrale des Dollarclans – besitzt staatliche Macht, befindet sich in privaten Händen, heisst Fed (Federal Reserve) und ist am Vorabend des ersten Weltkrieges gegründet worden; nach zwei gewonnenen Weltkriegen war klar, wer der Wohltäter der Menschheit und Supermacht ist: die Dollarmänner

– die Dollarfrauen und Dollarmänner realisieren vielleicht nicht viel, aber sie realisieren, dass ihre Existenz am grünen Schein hängt, beziehungsweise, welches Lied sie pfeifen müssen

Was für ein Verhältnis haben die Dollarfrauen und die Dollarmänner zur Natur, das heisst, dem, das sie nicht selber geschaffen haben? Vielleicht ein ästhetisches oder ein verächtliches – ihr allerhöchstes ist zwar etwas Menschliches, aber etwas unterworfenes Menschliches. Kultur des Dollar bedeutet nicht nur dollarbasierte politische Macht, sondern dollarbasierte mediale Macht, das heisst, sie bestimmt die Wahrnehmung der Wirklichkeit. Und seien wir uns klar darüber: ‘Kultur des Dollar’ heisst nicht einfach Kultur des Geldes, sondern ein bestimmtes Geld, das anderes Geld dirigiert. Ein Resultat davon ist, dass Demokratie und Menschenrecht überall dort herrschen, wo die Dollarkultur herrscht. Welche Kontinuität der eigenen Kultur könnte die Dollarkultur für Russland, China und den Iran darstellen? Was hält man vom Ausdruck ‘Rubel-basierte Weltordnung’?

Wer bestimmt den Umgang des Westens mit dem Nicht-Westen (Russland, China, Iran)?

Die Forderung der USA an Europa (EU) ist: Ihr sollt mit Russland, China und dem Iran keinen Handel (wirtschaftlichen Austausch) treiben, unter Angabe des Grundes, jene würden gegen das Gebot der Nächstenliebe (Demokratie und Menschenrecht) verstossen.

Bei der Grossmacht USA handelt es sich um die beste Freundin der EU, die zugleich den Status der Beschützerin Europas hat, daher erscheint die Forderung der USA an ihre beste Freundin, die EU, legitim, aus Gründen der Nächstenliebe Handelseinbussen in Milliardenhöhe hinzunehmen. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die USA bereit sind, sich von der EU Güter in Milliardenhöhe liefern zu lassen und mit Dollar zu bezahlen und im Gegenzug eigene Produkte in Milliardenhöhe in die EU zu liefern und sich mit Dollar bezahlen zu lassen.

Die Frage ist: Was wollen die USA? Gemäss der westlichen Politiker, zum Beispiel Stoltenberg und Baerbock wollen sie, dass auf der Welt das Gebot der Nächstenliebe beachtet wird, das heisst, das politische Handeln auf sozialen Frieden, wirtschaftliches Wohlergehen für alle und Rechtssicherheit ausgerichtet ist, ferner sollen die Staaten und ihre Bevölkerung vor Imperialismus und Exzeptionalismus geschützt werden – diesem Ziel würden die exorbitanten Militärausgaben der USA und ihre Hunderten von Militärbasen dienen; das Einzige, was der Erreichung dieser Ziele der Nächstenliebe im Wege stehen würde, seien Russland, China und der Iran und deshalb gelte es, diese Staaten «einzudämmen».

Karriere, Erfolg, Selbstwertgefühl von Stoltenberg und Baerbock hängen davon ab, diese Agenda zu vertreten und ihre politisch wirksame Existenz hängt daran, nur diejenigen Eindrücke und Informationen zuzulassen, die die Position jenes losen Clubs bestätigen, der für den Umgang des Westens mit dem Nicht-Westen verantwortlich ist. Das heisst, diese Personen leben in einer Aufspaltung – in einer zweigeteilten Welt.

Woher kommt diese «Ethik» der Aufspaltung und Zweiteilung, die zugleich eine Aufspaltung in Herrscher und Beherrschte ist? Wir müssen uns im Klaren darüber sein, jeder, der eine solche «Ethik» offen propagieren würde, wäre erledigt und doch beherrscht sie die momentane Welt – was auf eine gepflegte Verlogenheit schliessen lässt, mit der immer noch sehr viele Leute sehr gut leben können! Und wie sind die Religionen in den Umgang des Westens mit dem Nicht-Westen involviert? Geht der Umgang des Westens mit dem Nicht-Westen Hand in Hand mit der jüdischen Ethik oder der christlichen oder der islamischen Ethik? Hat der jüdische Staat – der westliche Kleinstaat im arabischen Raum – ein Interesse daran, dass sich zwischen dem Westen einerseits und Russland, China, Iran andererseits ein Graben auftut oder alternativ: der Westen den Nicht-Westen kontrolliert? Da Russland, China und der Iran hinter dem Völkerrecht stehen und auf seine Durchsetzung pochen, könnte mit deren Aufsteigen zu den USA ebenbürtigen Mächten die völkerrechtswidrige Politik Israels ein Ende finden.

Sind die USA ein moderner Staat und zukunftsfähig?

Die Frage ist: Wie modern sind Imperialismus und Exzeptionalismus? Jedenfalls widersprechen sowohl Imperialismus als auch Exzeptionalismus dem Prinzip der zwischenstaatlichen Demokratie oder dem Prinzip der Kooperation auf gleichberechtigter Basis – das heisst, sie sind unmodern. Aber solange eine imperiale exzeptionelle Grossmacht mit Hilfe der Medien einem grossen Teil der Welt weismachen kann, ihr – gewaltsames – Eingreifen in das Leben anderer Staaten diene der Nächstenliebe und nicht einem Clan, solange steht sie auch nicht am Pranger.

Wie lange kann Falschheit aufrechterhalten werden?

Ein Mensch, Gesellschaft oder Staat können solange bei falschen Ideen befriedigt sein als keine Ursachen da sind, die ihr Vorstellungsvermögen ins Schwanken bringen. Klar ist, dass die Bevölkerungen nicht damit einverstanden wären, dass Regimechange, Sanktionen und Krieg über andere Länder gebracht werden, um damit einerseits die Dollarherrschaft zu sichern und andererseits einem westlichen Kleinstaat im arabischen Raum die Möglichkeit zu eröffnen, sein Territorium zu Lasten anderer Völker zu erweitern. In diesem Zusammenhang muss angefügt werden, dass sich die Macht der USA so weit erstreckt wie der Dollar und dass die Hüterin des Dollar die Fed (US-amerikanische Zentralbank) ist, die sich in privaten Händen befindet.

Warum soll ich bei einem Betrug nicht mitmachen, wenn ich von ihm profitieren kann und meine Opposition dagegen meinen wirtschaftlichen und sozialen Untergang bedeuten würde? – das ist die Frage, vor die sich viele Medien, Unternehmen und sogar Regierungen gestellt sehen, bzw. sahen. Die Machtverhältnisse auf der Welt haben sich allerdings verändert: Die USA sind nicht mehr fähig – sei es durch militärische Gewalt oder Abschneiden der finanziellen und wirtschaftlichen Lebensadern – eine Allianz zu organisieren, die jene auf die Knie zwingt, die lieber unabhängig leben wollen als sich unter die Herrschaft der USA und ihrer Fed zu begeben (ich denke dabei insbesondere an Russland, China und den Iran).

Eine Grossmacht, die andere Staaten dominieren will – sei es finanziell, wirtschaftlich oder militärisch – kann dies im 21. Jahrhundert nicht offen zugeben, also wird sie notwendig verlogen, denn sie muss vorgeben, ihr Eingreifen in das Leben anderer Staaten diene der Nächstenliebe (Demokratie und Menschenrecht). Wenn die Medien Europas (EU) samt ihren Regierungen nicht Kollaborateure der Verlogenheit und des Verbrechertums der USA wären, würden diese am Pranger stehen!

Wie zukunftsfähig ist eine Staatenwelt und Kultur, die sich um eine verlogene und verbrecherische Grossmacht gruppiert? – denn wir müssen uns darüber im Klaren sein: dem Guten schlecht sagen und dem Falschen wahr, wird von der Politik aus, alle Lebensbereiche erfassen.

Beschneidet die Regierung der USA das geistige und materielle Sein ihrer Bürger oder erweitert sie es?

Geistiges Sein ist die Fähigkeit, die anderen Menschen, die Natur und die Welt auf eine bestimmte Weise aufzufassen.

Insofern eine Regierung die Bevölkerung belügt, wird sie nicht ihr geistiges Sein ausweiten – und das Ziel der Lügen wird nicht sein, das materielle Wohlergehen oder die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern.

Wir sollten uns klar darüber sein, dass die von den USA aufgebrachte und von den Medien verbreitete Behauptung, Russland wolle in die Ukraine einmarschieren keine Entsprechung in der Wirklichkeit hat, sondern eine Kampagne mit bestimmten Zielen ist:

– die USA können nicht Russland als Feind abschreiben und die Nato aufrechterhalten also muss Russland als Bedrohung in Szene gesetzt werden

– ohne Nato bricht das US-Waffengeschäft ein

– die sich im Umfragetief befindende Biden-Administration möchte Stärke zeigen, indem sie der Bevölkerung den Eindruck vermittelt, Russland befinde sich im Griff der USA

– die offizielle Covid-Erzählung – die von der Biden-Administration massgeblich gepusht wurde – bröckelt, eine Ablenkung tut not

Was können sich die USA von ihrem inszenierten Theater einer Russlandgefahr erhoffen?

– ein Teil der Bevölkerung des Westens wird in den Glauben versetzt, die Nato sei notwendig, um sie zu beschützen

– eine innenpolitische Atempause von dem Druck des allgemeinen Niedergangs ihres Imperiums

Manchmal meint man, man sei der Eseltreiber, dabei ist man der Esel

Die USA halten sich gegenüber Russland für den Eseltreiber – wie damals als sie den West-Putsch in der Ukraine (2014) organisierten. Das vorläufige Ende davon war, dass die Krim zu Russland zurückkehrte und dass die mehrheitlich russischstämmige Bevölkerung des Donbass sich aus Gründen des Selbstschutzes von der Ukraine abspaltete. Wie wird das Ende des von den USA inszenierten Theaters 2022 aussehen? Eine imperial gestärkte USA oder eine zerrüttete Vasallengemeinschaft (EU) und ein Donbass, der als von Russland anerkannte selbständige Republiken Donezk und Lugansk existiert?

Woraus haben die USA ihre angenehmen Gefühle?

Aus der Übereinstimmung mit dem Sein oder daraus, Macht zu haben über andere Staaten und ihre Bevölkerungen? Haben die USA ihre angenehmen Gefühle aus der Würdigung des Menschen und anderer Länder oder aus ihrer Herabwürdigung?

Insofern ein Staat, bzw. eine Regierung, danach strebt, über andere Staaten und Bevölkerungen zu gebieten, führt sie das nicht zu einer Einheit mit dem Sein, Kosmos, Verstand, Geist und den anderen Menschen.

Kann das Streben, über andere Menschen – Staaten und ihre Bevölkerungen – Macht zu haben, der Selbstliebe oder Narzissmus entspringen?

Wie handelt jemand, der sich selbst liebt? Stellt er sich über die anderen Menschen und hält sich für wertvoller als sie? Ist illusionäres Selbstwertgefühl – Hochmut – ein Merkmal von Selbstliebe?

Jedenfalls heisst Selbstliebe, Wertschätzung für sich selber haben. Aber aufgrund wovon? Aufgrund davon, eine Einheit mit dem Sein zu bilden oder aufgrund davon, es von sich abzuspalten: es zu einer eingegrenzten Realität zu machen, über die man durch seinen Willen gebietet?

Vielleicht haben die USA ihre Wertschätzung von sich selber daraus, ethisch über den anderen Regierungen und Staaten zu stehen und daraus einen Rechtsstatus abzuleiten, der sie über diese stellt. Wenn die USA in das Leben anderer Menschen eingreifen – sie tun das routinemässig seit 1917 – dann teilen sie der Welt immer mit, dass dieses Eingreifen den Grund hat, böse Regierungen zu eliminieren und der Bevölkerung das Gute zu bringen. Unter ‘das Gute’ könnte man sozialen Frieden, Wohlstand und Rechtssicherheit verstehen oder die Haltung, die anderen Menschen (Staaten und Bevölkerungen) nicht herabzuwürdigen, sondern zu würdigen. Die USA drücken das allerdings nicht so aus: Sie brauchen die Worte Demokratie und Menschenrecht und beschuldigen die Regierung, die sie stürzen wollen, diesen zuwiderzuhandeln.

Kann der Betrug an anderen Menschen, der im Namen des Guten erfolgt, verbunden sein mit der Wertschätzung von sich selber (Liebe zu sich selber) oder führt er zu Selbstverachtung oder Selbsthass? Jedenfalls führt die Täuschung der anderen Menschen im Namen des Guten zu einer grundsätzlichen Falschheit der eigenen Person, einem Doppelleben, das die Merkmale der Existenz eines Süchtigen hat, und es ist (selbst)zerstörerisch. Haben die USA Wertschätzung für sich selber – und woraus kommt sie? Liebt sich ein Süchtiger, ein Getriebener – kann er ein Narzisst sein?

Wer einen Gott liebt, der die Wirklichkeit, bzw. die Menschen aufspaltet, kann durch ihn sich selber lieben, auch wenn er seine Liebe zu sich selber dann nicht mehr auf die Einheit mit dem Sein gründen kann. Es erlaubt ihm, in einer Clan-Ethik zu leben und die Zugehörigkeit zu einer Gruppierung über das universelle Recht und die Gleichheit der Völker zu stellen. Es erlaubt ferner, die persönliche materielle Bereicherung und Machtausweitung durch Religion zu erreichen. Mit einem Wort: US-amerikanische Politik – insbesondere Aussenpolitik – und jüdische Ideologie bilden eine Einheit.

Ein militärischer Zusammenschluss von Staaten, der sich ausdehnen will, ist etwas Beunruhigendes!

Hat es eine Bedeutung, wenn dieser sich ausdehnende ‘militärische Zusammenschluss von Staaten’ sich ‘Verteidigungsbündnis’ nennt und damit suggeriert, er wolle auf keine anderen Staaten Druck ausüben, sie in die Enge treiben oder ihre Souveränität gefährden?

Wenn es in diesem ‘militärischen Zusammenschluss von Staaten’ (USA-Verteidigungsbündnis) eine Macht gibt, die alle anderen Mitglieder dominiert, dann kann sich doch jeder vorstellen, wohin die Reise geht – nämlich dahin, wo diese Macht das Verteidigungsbündnis hinführen will, beziehungsweise wozu es dieses benützen will.

Es stehe jedem Land frei, seine Souveränität aufzugeben und sich vom USA-Bündnis verteidigen zu lassen – gerade darin zeige sich die Freiheit eines Landes. Wir dürfen dabei zum Beispiel – im Moment besonders aktuell – an die Ukraine denken. Viele Staaten finden das ja toll, erstens, eine fremde Militärmacht auf ihrem eigenen Boden zu haben und zweitens eine, die ihre Befehle von den USA erhält. Und die Vorteile für die Regierung und Staaten zum Herrschaftsbereich der USA zu gehören, müssen gross sein – sonst hätte doch diese erstaunliche Ausdehnung des Verteidigungsbündnisses nicht stattgefunden. Manchmal ist allerdings der Grund, sich von anderen beschützen zu lassen, nicht unbedingt der, dadurch Vorteile zu gewinnen, sondern unvorteilhaften Druckmitteln des «Beschützers» zu entgehen. Wir müssen uns klar darüber sein, das USA-Verteidigungsbündnis hat auch eine finanzielle, politische und wirtschaftliche Bedeutung: Durch die Nato-Mitgliedschaft wird die Aussenpolitik des eigenen Staates bestimmt, bzw. die Aussenpolitik der USA gutgeheissen und die eigene Wirtschafts- und Finanzpolitik hat sich mehr oder weniger den USA zu unterwerfen.

Wenn die USA die Absicht hätten, Russland zu bedrohen, könnten sie dann geschickter vorgehen als die Ukraine zum Mitglied des militärischen Bündnisses zu machen, das sie beherrschen?

Jedes Land habe das Recht, seine Bündnispartner frei zu wählen – auch die Ukraine

Wer einem anderen Land etwas vorschreiben will oder auf es Zwang ausüben will, bestreitet dessen Souveränität. Wenn also Russland die Ukraine davon abhalten wolle, Mitglied der Nato zu werden, dann bestreite es damit die Souveränität der Ukraine. Die Frage ist, ob ein Staat durch seine – souveräne – Entscheidung zur Bedrohung für die Souveränität eines anderen Staates wird?

Welche Vorteile und welche Nachteile würden der Ukraine durch einen Nato-Beitritt erwachsen?

«Vorteile»: Die Regierung dieses Staates würde eine groteske Wichtigkeit für die Welt gewinnen ähnlich wie Israel – denn es würde kein Tag vergehen, ohne dass nicht das Damoklesschwert einer Eskalation über der Welt hängen würde: Israel und die Ukraine – Staaten, die auf Gewalt und Spaltung aufgebaut sind – als Objekte an denen die Grossmächte zappeln und jeden Tag im Zentrum der Welt und der Medien. Und je grösser die Spannungen, desto mehr würden Dollars zu den ukrainischen Kreisen fliessen, die sie schüren.

Nachteile: Wenn zwischen der Ukraine und Russland ein eiserner Vorhang fallen würde, der jeglichen Handel und Austausch ausschliesst, würde die Bevölkerung der Ukraine samt Staatswesen im Elend versinken – und es ginge ein Aufschrei durch die EU!