Die Übereinstimmung von Idee und Gegenstand

Was ist der Gegenstand der Idee, wenn ich zum Beispiel sage: Meine Idee von mir selber ist, dass ich das willkürliche Produkt einer Gottperson bin oder wenn ich sage: Meine Idee von mir selber ist, dass ich ein Teil des unendlichen Seins bin? Man würde meinen, dass die Idee von mir selber auf jeden Fall eine Übereinstimmung der Idee mit ihrem Gegenstand bedeutet?! Da doch die Idee mein eigenes Sein bedeutet.

Wie könnte die Idee, die ich von mir selber habe, falsch sein, wenn doch erst durch diese Idee festgelegt wird, was der Gegenstand, das heisst, ich selber, bin? Bedeutet das, dass eine völlige Freiheit darin herrscht, selber zu bestimmen, was ich bin und keine Massstäbe von wahr und falsch vorhanden sind? Hier müssen wir beachten, dass die Vorstellung, die ich von mir selber habe, bestimmt, was der andere Mensch und der Kosmos für mich sind; oder umgekehrt: durch das, was der andere Mensch und der Kosmos für mich sind, bestimme ich, was ich selber bin!

Das Ziel des Wollens, das heisst, des Strebens nach einem Realisierungsakt, ist, dass die Realität mit meinem Willen übereinstimmt – aber bedeutet das: Übereinstimmung von Idee und Gegenstand? Eine Lüge zum Beispiel bedeutet einen Widerspruch zwischen Idee und Gegenstand, aber keinen Widerspruch zwischen Willen und Gegenstand.

Die Übereinstimmung von Idee und Gegenstand hat für Victoria Nuland (Exponentin der US-Neokonservativen) dann stattgefunden, wenn die USA die ganze Welt wirtschaftlich und finanziell beherrschen. Was für eine Vorstellung hat Frau Nuland von den Menschen, Völkern und Staaten dieser Erde bzw. was für eine Vorstellung hat sie von sich selber? Dass die Menschen anderer Völker potentielle Dollars sind, die in die Taschen einer bestimmten Gruppierung fliessen sollen oder Ungeziefer, das sich auf Land aufhält, das die Rassenreinen beanspruchen? Und ihr Bild (Vorstellung, Idee) von sich selber besteht darin, Teil der Gruppierung zu sein, die die Welt in diesem Sinne lenkt. Klar ist, dass Victoria Nuland durch ihre Idee, die sie von anderen Menschen, Völkern und Staaten hat, deren eigenständiges Sein nicht anerkennt, da sie dieses untergraben will. Wenn jemand das eigenständige Sein von jemandem oder etwas nicht anerkennt, kann dann seine Idee mit diesem Sein übereinstimmen?

Die Übereinstimmung von Idee und Gegenstand kann auf zwei Weisen geschehen: Entweder wird durch den eigenen Willen, die Realität so zurechtgebogen, dass Idee und Gegenstand übereinstimmen und die eigenständige Wirklichkeit des Gegenstandes missachtet; oder das Massgebende und Ausgangspunkt ist der Gegenstand selber, der durch Aufnehmen, Empfangen, Einsehen, Auf-sich-wirken-lassen erfasst wird.

Wenn der eigene Wille über die Übereinstimmung von Idee und Gegenstand entscheidet, dann bedeutet das die Loslösung des Willens vom Sein oder die Aufspaltung des Seins und bekommt eine politische Dimension, je mehr es sich bei diesem Willen um den Willen einer Gruppierung handelt!

Die Idee (Auffassung), die ein Mensch von sich selber hat, kann also zwei Grundlagen haben: Entweder die Aufspaltung oder die Einheit des Seins; oder anders ausgedrückt: entweder das Anerkennen des eigenständigen Seins des andern oder seine Missachtung.

Ein Wille, der dem Kosmos und seinen Zusammenhängen ein eigenständiges Sein abspricht als auch den anderen Menschen und Völkern, das heisst, ein Wille, der keine Einheit mit ihnen macht oder sich als ihre Ursache fühlt, spaltet die Welt oder das Sein auf. Natürlich könnte jemand sagen, dieser Wille bezeichne doch genau die rein geistige, wollende, allmächtige Person, die eine Schöpfung der jüdischen Religion sei. Durch diese Gottperson sei die Einheit des Seins zerstört worden, indem über die natürlichen Zusammenhänge des Seins ein abstrakter allmächtiger Wille gesetzt worden sei, der eigenmächtig über die Übereinstimmung von Idee und Gegenstand entscheide. Der Wille dieser Gottperson, die jüdische Abstammungsgemeinschaft über die anderen Menschen zu erheben, habe nicht nur eine religiöse, sondern auch eine politische Dimension.

Wahrheit ist die Übereinstimmung von Idee und Gegenstand

Wenn meine Vorstellung von mir selber nicht mit der Realität zusammenpasst, das heisst, die Gegebenheiten meiner Idee von mir selber widersprechen, habe ich entweder die Möglichkeit meine Vorstellungen von mir selber, gemäss der Realität zu revidieren oder eine Realität zu schaffen, die mit meinen Vorstellungen zusammenpasst – die Anstrengungen dazu können unter dem Titel ‘Macht über andere haben’ zusammengefasst werden, sodass zum Beispiel das, was die Medien bringen, meine Beschränktheit und meinen Wahnsinn widerspiegeln oder Menschen und ganzen Staaten durch meine Macht ihr eigenständiges Sein weggenommen wird.

Die Wirklichkeit meinem Willen unterwerfen, kann ideologisch bzw. religiös abgestützt werden und insofern erfolgt die Bestätigung von mir selber durch eine Gruppierung: Die Politik Israels und der US-amerikanischen Neocons wird durch eine rein geistige, wollende, allmächtige Gottperson gerechtfertigt, deren Wille es ist, eine bestimmte Abstammungsgemeinschaft über die anderen Menschen zu stellen.

Die ultimative Macht einer Gruppierung, die das eigenständige Sein von Völkern, Menschen und Staaten missachtet, zeigt sich in der Macht, die personelle Besetzung der Regierungen auf der ganzen Welt (oder immerhin im Westen) zu bestimmen – damit ist ein weiteres Vermögen angesprochen, ohne die ersteres nicht möglich wäre, nämlich die Schöpfung von finanziellen und wirtschaftlichen Abhängigkeiten. Wenn es um Polit-Casting geht, haben die Neocons – und ihre Vorgänger – das goldene Händchen, will sagen, sie können abschätzen, wie ihre Figuren sich politisch verhalten werden, wenn die Umstände eintreten, die sie herbeiführen – ein etwas gewagtes Beispiel dazu, wäre Adolf Hitler, aber man könnte auch Selensky erwähnen.

Zum Abschluss noch die Frage: Lieben diese Menschen das Sein, die ihre Übereinstimmung von Idee und Gegenstand oder anders gesagt, ihre Übereinstimmung mit dem Sein, durch die Untergrabung des eigenständigen Seins der anderen Menschen, Völker, Staaten und des Kosmos zu erreichen suchen?!

Sachliche Orientierung oder Orientierung an einer Gruppierung?

Wenn eine Regierung an einer Gruppierung orientiert ist – insbesondere, wenn diese übernational ist – dann ist sie erstens nicht souverän und zweitens nicht an der Sache orientiert. Die Sache wäre das Wohl des Volkes, die Erhaltung der Einheit des Staates, gutes Einvernehmen und Kooperation mit den Nachbarstaaten.

Jetzt können wir uns fragen: Woran ist der Staat USA, sind die NATO- und EU-Staaten orientiert, an einer Gruppierung oder an der Sache? Wenn unter Sache ‘Wohl des Volkes, Erhaltung der Einheit des Staates, gutes Einvernehmen und Kooperation mit den Nachbarstaaten’ zu verstehen ist, muss festgestellt werden, dass die Politik, die sie betreiben, diesem Ziel entgegengesetzt ist! Das Motiv, das sie angeben, für die Politik, die sie betreiben, ist allen einsichtig, geläufig und selbstverständlich: Die Bestrafung und das Eliminieren der Bösen auf der Welt. Dass die Bösen diejenigen sind, die einer unumschränkten Machtpolitik von USA & NATO im Wege stehen, entgeht den westlichen Medienkonsumenten, wenn ihnen die bösen Diktatoren in drastischen Worten und Bildern vorgeführt werden (Tagesschau, Radio, Zeitungen).

Es entsteht also die Frage: Entspricht es einer sachlichen Orientierung, die Welt in Gut und Böse einzuteilen oder ist es bloss die raffinierte Methode einer mächtigen Gruppierung, ihre Macht auszuweiten?

Was ist das für ein Typ Mensch, der die westliche Welt regiert? Wir haben dafür ein wunderbares Beispiel: Victoria Nuland von den US-amerikanischen Neocons.

Hochmut und Angst – featuring USA, NATO, EU bzw. die US-amerikanischen Neocons

Der Hochmütige oder Arrogante neigt dazu, die Wirklichkeit verzerrt wahrzunehmen: In dem Sinne, dass er sich selber für sehr wertvoll hält und die anderen für ihm unterlegen. Das eingeschränkte Wahrnehmen der Realität bzw. das Nicht-zulassen der vollen Realität, kann das Empfinden für Gefahr beeinträchtigen und das Empfinden von Angst ausschalten. Hochmut oder Arroganz ist eine Frucht des Wollens (nicht des Aufnehmens, Einsehens, Wahrnehmens, Auf-sich-wirken-lassens) – Angst hingegen ist ein Ausgesetzt-sein an etwas. Beim Empfinden von wirklicher Angst bricht der Hochmut – Eigendünkel, Einbildung und Arroganz ­– insofern zusammen als dann USA, NATO, EU bzw. die US-amerikanischen Neocons mental nicht mehr in einer willkürlich eingegrenzten Realität leben können. Das heisst, das Auftreten einer Situation, in der wirkliche Angst empfunden wird, kann ein Heilmittel gegen Hochmut sein. In diesem Zusammenhang die Frage: Kennen USA, NATO, EU bzw. die US-amerikanischen Neocons das Gefühl des Ausgeliefert-seins?

Mit Hochmut oder Arroganz (Hybris) ist das Gefühl oder die Meinung verbunden, die anderen seien der eigenen Einwirkungskraft unterworfen, aber man selber nicht der Einwirkungskraft der anderen – in diesem Sinne handelt es sich bei Hochmut um eine Art Einwegkommunikation bzw. ein – eingebildetes – Machtverhältnis.

Arroganz (Hochmut) schliesst Mitgefühl eigentlich aus bzw. es kann nur mit Herablassung verbunden sein: Die Voraussetzung, um Mitgefühl zu empfinden, ist es, mit dem anderen Wesen eine Wesenseinheit zu machen (Identifikation) – insofern werden andere Lebewesen als gleichwertig wahrgenommen und derjenige, der Mitgefühl empfindet, fühlt sich mit dem anderen Wesen verbunden.

Womit machen USA, NATO, EU bzw. die US-amerikanischen Neocons eine Wesenseinheit, das heisst, identifizieren sie sich, was gibt ihnen ihren Lebenssinn oder Lebensinhalt? Mit einer Gottperson, mit der Gruppierung, die sie bilden, der Mama oder einer geliebten Bezugsperson, in seltenen Fällen vielleicht auch mit einer abstrakten Idee; weitere Möglichkeit: simpel mit Erfolgserlebnissen, das heisst, Realisationen der eigenen Macht: die Wesenseinheit mit dem Gefühl oder der Meinung, selber die Ursache zu sein.

Hallo, mein Name ist Olaf,

Hallo, mein Name ist Olaf, ich bin der oberste Gewählte Deutschlands und bilde zusammen mit meinen ausländischen Kollegen die westliche Polit-Führung. Unsere Anliegen sind ‘New world order’, ‘Rule-based international order’ und ‘The Great Reset’. Ich muss zugeben, diese politischen Konzepte stammen nicht von mir, sondern von meinem Auftraggeber USA. Dadurch, dass mein politischer Auftraggeber die USA sind, muss zwar der US-amerikanischen Finanzindustrie und Wirtschaft gegenüber der deutschen der Vorrang eingeräumt werden, aber dafür dürfen wir das Prinzip mit den USA teilen, dass die Würde eines Staates unantastbar ist.

Im zweiten Weltkrieg wurden wir von den USA und von der UdSSR besiegt – und nun streben die USA die Unterordnung Russlands unter den Westen an. Wir schliessen uns diesem Ziel an, weil für uns, erstens die Würde eines Staates unantastbar ist und zweitens die Ziele von USA & Israel, das Gute verkörpern.

Wenn Ihnen meine Worte nicht als eine Offenbarung vorkommen, möchte ich Sie bitten, zu berücksichtigen, dass ich nur der Statthalter des State Departments für diese Verwaltungseinheit bin, nicht aber derjenige, der die Direktiven für die ganze Welt festlegt.

Überlegungen zu Macht

Grundsätzlich bedeutet Macht, Eingreifen in das Leben anderer Menschen und Missachtung ihres eigenständigen Willens. Es wird versucht, Herr über ihr Tun und Lassen oder auch ihre Gedanken, Vorstellungen und Antriebe zu werden, sei es durch Gewalt, Druckmittel, Vorenthalten von Information oder Medieninhalte, die ihren Verstand zum Erliegen bringen. Grundsätzlich bedeutet das Verhältnis der Macht zu anderen Menschen, die Forderung ihrer Unterwerfung. Aber was hat Machtstreben mit Genussstreben zu tun, beziehungsweise mit dem Streben, mit sich selber übereinzustimmen?

Eine Vorstellung oder Idee bestimmt nicht nur, was ich selber bin, sondern auch, was das andere (Menschen, Natur, Dinge) für mich ist. Deshalb, weil die Vorstellung oder Idee eine bestimmte Auffassung eines Menschen, der Natur oder eines Dinges bedeutet: Die Idee ist eine, aber das, was sie betrifft, sind zwei: die beiden physischen Sachen, ich selber und das, was ich auffasse.

Wenn ich zum Beispiel von mir die Idee habe, ich sei durch meine Gruppierung den anderen Menschen überlegen und deren Bestimmung sei es, sich mir zu unterwerfen, dann bestimmt das in einem, was ich selber bin und was das andere für mich ist. Ebenso verhält es sich mit der Idee von mir selber als einem gleichberechtigten, eigenständigen Wesen.

Die Frage ist: auf welchem Weg suche ich die Übereinstimmung mit mir selber, das heisst, den Frieden mit mir selber, Zufriedenheit mit mir selber (Freude, Lust, Befriedigung Glück)? Wenn es Ideen sind, durch die der andere Mensch – bzw. Staaten – kein gleichberechtigtes, eigenständiges Wesen ist, werde ich quasi zum Geisterfahrer der Wirklichkeit, zum solitären Machthaber einer Parallelwelt. Wir können die Frage stellen: Zu was werden die Menschen und anderen Staaten durch die Selbstverwirklichung der USA & Israels? Oder wir können uns fragen: Ist es die Bestimmung der Welt, das zu tun und zu lassen und diejenigen Gedanken, Vorstellungen und Antriebe zu haben, die die USA & Israel wünschen?

Opfer von physischer Gewalt werden

Eine Gruppierung kann dadurch versuchen, sicherzustellen, dass kein physischer Angriff auf sie erfolgt, indem sie sich vergrössert und mächtiger wird. Dieser Vorgang schliesst allerdings die Anwendung von physischer Gewalt dieser Gruppierung selber nicht aus, zum Beispiel gegen jene, die kein Interesse daran haben, Mitglied dieser Gruppierung zu werden oder jene, die man nicht als Mitglied möchte, weil sie in der Gruppierung dominant werden könnten.

Klar müssen wir uns darüber sein, dass eine Gruppierung, die sich ständig vergrössern, bzw. mächtiger werden will, den Argwohn und schliesslich die Feindschaft jener zuziehen muss, die sich nicht über kurz oder lang ihr Leben von dieser Gruppierung diktieren lassen wollen, deren Ziele keine Grenzen der Macht anerkennt. Selbst, wenn sich das militärische Bündnis dieser Gruppierung ‘Verteidigungsbündnis’ nennt.

Kann das Ziel einer Gruppierung, die ihre Macht ständig vergrössern will, Sicherheit sein?

Sicherheit ist die Zuversicht, nicht eine Beeinträchtigung des eigenen Lebens zu erfahren. In Sicherheit, Gewissheit und Angstfreiheit leben zu wollen, dadurch, dass man über andere Macht hat, ist allerdings ein widersprüchliches, zwiespältiges Konzept. Die andere Möglichkeit wäre, sich andere in Freundschaft zu verbinden und miteinander, statt gegeneinander zu arbeiten – das würde allerdings bedingen, den eigenen Exzeptionalismus und die Vorstellung eigener Superiorität aufzugeben.

Wer bestimmt das Handeln der USA und dadurch von NATO und EU?

Sind es die Wünsche Israels oder die von Bill Gates, Jeff Bezos, Elon Musk oder die Wünsche der US-Finanz- oder -Waffenindustrie? Eine weitere Möglichkeit wäre, es sei der Präsident der USA und seine Regierung, die den Staat gemäss den Wünschen der Bevölkerung lenke.

Wenn wir den Haushalt der USA betrachten, fällt auf, dass sie zum Beispiel 2021 801 Milliarden Dollar für das Militär ausgaben, das entspricht 38 Prozent der gesamten weltweiten Militärausgaben und ist mehr als die nächsten neun Länder, einschließlich China und Russland für das Militär ausgegeben haben. Entspricht diese Verwendung des Geldes des Staates den Wünschen Israels, der reichsten Männer der USA, der US-Finanz- oder -Waffenindustrie oder den Wünschen der Bevölkerung?

Welcher Plan, Wille, Ziel, welche Beziehung zu den anderen Staaten und Weltanschauung steckt hinter dem Budget (Etat) der Vereinigten Staaten von Amerika? Eine mögliche Antwort wäre: Wir können uns nur sicher fühlen, wenn wir die ganze Welt (z.B. mit 761 ausländischen Militärbasen) beherrschen – diese Idee könnte von Israel stammen und sie stimmt überein mit der Ideologie der US-Neocons oder Straussianer, die die US-Politik seit ungefähr 1963 bestimmen. Jedenfalls ist Israel, um seine Ziele zu erreichen, auf einen ‘Big Brother’ angewiesen, will sagen, die Rückendeckung durch eine – militärische – Weltmacht. Möglicherweise leben die USA und Israel in einer symbiotischen Beziehung der Art, dass, wenn der Wirt ausfällt, auch der Symbiont stirbt. Welche Ideologie diese beiden Staaten verbindet, drückt Präsident Joe Biden prägnant aus: «Ich bin ein Zionist».

Grundsätzlich stellt sich die Frage, ob man das Prinzip ‘Sicherheit durch Beherrschung anderer Staaten’ Verteidigung nennen darf – der Generalsekretär des westlichen Verteidigungsbündnisses NATO, Jens Stoltenberg, wird Ihnen sicher eine schlüssige Antwort auf diese Frage geben können.

Es wird kaum Menschen geben, die nach Unsicherheit streben – und Sicherheit gibt es nicht nur in physischer Hinsicht, sondern auch in intellektueller, geistiger. Wir sollten allerdings bedenken, dass auch der Kriminelle sich physisch sicher fühlen möchte und der widersprüchliche Phantast intellektuell. Das Streben nach Sicherheit, das heisst, das Streben, die Beeinträchtigung des eigenen Lebens zu vermeiden, kann mit der Verwirklichung eigener Ziele kollidieren – das sollte der Kriminelle, der politische Betrüger, der schillernde Ideologe und der waghalsige Bergsteiger am besten wissen.

Das Gefühl von Sicherheit hängt mit dem zusammen, was als Gefahr erkannt wird. Derjenige, der als Grundlage seiner Sicherheit die Unterwerfung, Unterlegenheit oder Abhängigkeit der anderen sieht, wird in allem eine Gefahr oder Beeinträchtigung seiner Sicherheit sehen, worüber er nicht die Macht hat. Das heisst, er reduziert die Beziehung zu anderen Menschen oder Staaten auf eine Machtfrage. Sie können sich ausmalen, was das für das Zusammenleben von Staaten und von Menschen allgemein bedeutet und was es für Demokratie und Gleichberechtigung bedeutet! Es bedeutet zum Beispiel, dass die Befriedigung meiner Bedürfnisse, zum Beispiel meines Sicherheitsbedürfnisses deine Unterwerfung verlangt.

Eine Gruppierung unterstützen, die das eigene Leben beeinträchtigt

Unterstützer einer Gruppierung sein, die das eigene Leben beeinträchtigt, ist nicht das Schlauste, das Menschen tun können – aber warum tun sie’s dann? Diese Gruppierung (USA, NATO, EU) wird ihre Karten nicht offen auf den Tisch legen und zur Bevölkerung sagen: Wir brauchen eure Zustimmung (Unterstützung), damit wir Drittstaaten nach unseren Wünschen dirigieren können, das heisst, ihr müsst euer Leben einschränken, damit wir unser Machtstreben befriedigen können – als Belohnung dürft ihr euch dafür als zu den Guten gehörig fühlen.

PS:

– Das Untertauchen in der Masse bringt nicht nur Vorteile.

– Den anderen ein gutes Gefühl geben oder den Frieden bewahren, indem man sich selber verarschen lässt, kann zum tödlichen Krebsgeschwür werden.

Was das absolut Böse auf der Welt ist, wissen wir: es ist ‘Nazi’

Wenn ein mächtiger Staat oder mächtige Gruppierung die Absicht hat, einen politischen Gegner auszuschalten, ihn aber nicht direkt angreifen möchte, können sie versuchen, Kräfte zu wecken und auszurüsten, die an ihrer Stelle diesen Gegner bekämpfen: Das heisst, es geht darum, in einem anderen Land gewaltbereite Kräfte zu wecken, die in diesem die missliebige Regierung beseitigen oder es geht darum, ein Land als Instrument dazu zu benützen, einen missliebigen Staat zu zerstören.

Was auf der Welt ist verbrecherischer und niederträchtiger als mit staatlichen Mitteln und auf Staaten bezogen, Unruhe und Gewalt zu schüren?! Und was soll der Zweck davon sein? Sich finanzielle, wirtschaftliche oder machtpolitische Vorteile zu sichern. Entsprechend des Verbrecherischen und Niederträchtigen ihres Ansinnens werden diese Leute keine geistig und charakterlich gefestigten Menschen finden, die ihnen behilflich sind, Unruhe, Elend und Krieg über die Welt zu bringen: Es müssen Gruppierungen wie der IS in Irak und Syrien sein oder die Bandera-Jünger in der Ukraine. Sowohl in Irak/Syrien als auch in der Ukraine sind die Organisatoren von Unruhe und Gewalt dieselben.

Was aber ist jetzt mit ‘Nazi’? Wir werden doch nicht eine Analogie herstellen dürfen von Deutschland im Jahr 1933 mit Irak/Syrien 2014 und der Ukraine 2014? Immerhin müssen wir feststellen, dass die Ursache des Ersten Weltkrieges nicht der gezielte Aufbau von gewaltbereiten Kräften in einem anderen Land war, sondern bloss ein Terroranschlag, der eine sozusagen unvermeidliche – und deshalb voraussehbare – Abfolge von Ereignissen zur Folge hatte.

Ebenso klar ist, dass es 1914 und 1933 – im Gegensatz zu 2014 – noch keine US-Neocons gab, die die Politik der jetzigen Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika bestimmen. Um den weltgeschichtlichen Rundgang zu beenden, müssen Sie noch herausfinden, wem die US-Neokonservativen nahestehen, bzw. welche oder wessen Ziele sie verfolgen.

Protagonisten der US-Neocons: Norman Podhoretz, Irving Kristol, Paul Wolfowitz, Richard Perle, Paul Bremer, Robert Kagan (Sohn von Donald), Frederick Kagan (Sohn von Donald), Victoria Nuland (Ehefrau von Robert), Elliott Cohen, Elliott Abrams und Kimberley Allen Kagan (Ehefrau von Frederick). Assoziierte der Neocons unter der Bush-jr.-Regierung waren Vizepräsident Dick Cheney und Verteidigungsminister Donald Rumsfeld.

«Im Februar 2009 schrieb Andrew Sullivan, er nehme den Neokonservatismus nicht mehr ernst, weil sein Grundgedanke die Verteidigung Israels sei: Je genauer man es untersucht, desto klarer wird, dass es beim Neokonservatismus größtenteils einfach darum geht, die irredentistischsten Elemente in Israel zu ermöglichen und einen dauerhaften Krieg gegen jeden oder jedes Land aufrechtzuerhalten, der mit der israelischen Rechten nicht einverstanden ist. Das ist die Schlussfolgerung, zu der ich in den letzten Jahren gezwungen wurde. Und darauf zu bestehen, dass Amerika genau denselben ständigen Überlebenskrieg annimmt, in den die Israelis langsam gezwungen wurden … Aber Amerika ist nicht Israel. Und sobald diese Unterscheidung getroffen ist, bricht ein Großteil der neokonservativen Ideologie zusammen.»