Der Gott des Exzeptionalismus

Exzeptionalismus ist eine Weltanschauung, deren Anhänger überzeugt sind, ihre Gruppe würde in der Welt eine Sonderstellung einnehmen, eine Ausnahmeerscheinung darstellen und sie sei aussergewöhnlich oder unvergleichlich.

Eine politische oder öffentlich wirksame Gruppe mit der Weltanschauung des Exzeptionalismus bedeutet grundsätzlich ein Problem: Worum geht es bei ihrer Politik oder ihrer öffentlichen Wirksamkeit? Im Zentrum kann nicht das stehen, was alle verbindet, sondern die Sonderstellung der Gruppe. Fühlt sich diese Gruppe mit den anderen Menschen durch Rechtsgleichheit oder die gleichen Gesetze verbunden?

Es gibt im Recht eine lange Tradition der Unterscheidung zwischen ‘ius divinum’ und ‘ius positivum’. Interessant wird die Unterscheidung zwischen ‘ius divinum’ (unveränderliches göttliches Recht) und ‘ius positivum’ (weltliches Recht) wenn es sich beim Gott um einen Gott des Exzeptionalismus handelt, denn dieser bedeutet, dass es eine bestimmte Gruppe gibt, die er bevorzugt und dass aus dieser Sonderstellung Rechts-Ansprüche abgeleitet werden können. Selbstverständnis und Selbstwertgefühl der Anhänger des Exzeptionalismus kommen aus einer grundsätzlichen Überlegenheit über die anderen Menschen, was zu Separatismus und Absonderung führt – wo sollten die gemeinsamen Ziele liegen?

Das Recht – Gesetz – und Kapital. Ergibt sich aus einem Gott des Exzeptionalismus ein bestimmtes Verhältnis zum Kapital oder Geld oder zu Macht? Was man sicher sagen kann, ist, dass ein Gott des Exzeptionalismus kein spiritueller Gott ist oder anders gesagt, dass für eine solche Religion Geist nicht Übereinstimmung mit dem Sein (Menschen und Kosmos) bedeutet. Aber muss sich daraus zwangsläufig ein Gott des Kapitals ergeben? Jedenfalls hat eine Religion, die sich mit Kapital verbindet, mehr mit Politik und Gruppenegoismus zu tun als mit der Entfaltung des Geistes.

Der Gott des Exzeptionalismus und die Einheit von Fühlen, Denken und Sein. Durch einen Gott des Exzeptionalismus wird ein Sinn kreiert, durch den der Mensch keine Einheit mit dem Sein bildet: Es wird ein Allerhöchstes oder Wertvollstes erschaffen, durch das der Mensch auf andere Menschen oder den Kosmos herabsehen kann. Der Sinn liegt so nicht im Sein selber oder in der Einheit des Seins, sondern in einer Differenz zu ihm, in einer Aufspaltung: Der Unterschied zu den anderen oder der Vergleich mit ihnen wird zum eigentlichen Sinn oder Grund der Freude und des Selbstwertgefühls.

Was passiert, wenn der Verstand nicht dazu gebraucht wird, den Geist auszuweiten, sondern ihn einzuschränken, zum Beispiel indem sich der Mensch einen Sinn gibt, der ihn von den anderen Menschen abgrenzt? Welche Folgen hat die Unfähigkeit oder der Unwillen, die eigene Einheit mit dem Sein anzuerkennen? Welche Richtung nimmt dadurch der Mensch und die Welt?

Ist ein Gott des Exzeptionalismus eine Contradictio in adjecto, das heisst, ein Widerspruch in der Beifügung? Oder wie es auf englisch sehr schön heisst: A contradiction in terms. Fragen Sie die KI Ihrer Wahl.

‘Links’ und ‘rechts’ und die politischen Supporter des Finanzkapitals

Die – territorialen – Grenzen eines Staates sind klar (ausser bei Israel), aber wie steht es mit den Grenzen des Finanzkapitals und seines Einflusses? Finanzkapital ist weniger eine staatlich identifizierbare Grösse als Armee, Bruttoinlandprodukt, Staatshaushalt oder Regierung.

Die Macht des Finanzkapitals – oder des Geldes – hört nicht unbedingt an den Staatsgrenzen auf. Und wenn es einen Club mit Weltbeherrschungsambitionen gäbe, der aber keine Geldmacht ist, dann wäre er noch weniger als ein Papiertiger. Die Macht des Geldes besteht nicht nur in seinem Besitz, sondern auch darin, mit ihm zu handeln (Geldwechsel) oder es zu verleihen und dadurch Verbindlichkeiten zu erzeugen, das heisst, ein Beziehungsnetz aufzubauen.

Wann kann man sagen, ein Staat werde von der eigenen Regierung regiert? Dann, wenn er nicht von einem ausländischen Staat oder einer ausländischen Gruppe regiert wird oder anders gesagt, wenn eine Regierung im Interesse ihres Volkes handelt und nicht zu seinem Nachteil. Daraus, dass die Regierung eines Staates zum Nachteil des Volkes handelt, können wir schliessen, dass es eine Gruppe gibt, die den Staat benutzt, um ihre – privaten – Machtansprüche zu befriedigen. Handeln zum Beispiel die USA oder Deutschland zum Vorteil der Bevölkerung? Wir müssen uns im Klaren darüber sein, dass eine Gruppe, die den Staat dazu benützt ihre – privaten – Machtansprüche zu befriedigen, versucht, Regierungen zu installieren, denen sie ihre Bedingungen diktieren kann – und das soweit ihre Finanzmacht bzw. der Dollar reicht. Ein Erfolg für die Gruppe ist zum Beispiel, wenn sie Regierungen Krieg führen lassen kann gegen Staaten, die darauf bedacht sind, ihre Eigenständigkeit zu behalten. Die Gruppe versucht, Regierungen zu installieren, durch die sie die Macht über die Ressourcen des Staates, zum Beispiel Rohstoffe und ihren Handel, an sich reissen kann, dazu muss die Gesetzgebung, die die Bevölkerung eines Staates vor Ausbeutung – aus dem Ausland – schützt, eingeebnet werden und ermöglichen, die Gewinne möglichst steuerfrei abzuführen; beides durften die Russen unter Jelzin erleben, das heisst, in der Zeit als Russland als demokratisch galt. Der Gipfel dieser These ist, dass die Staaten des Westens gar nicht von ihren eigenen Regierungen regiert würden, sondern von einer übernationalen Gruppe. Und diese Gruppe hängt eindeutig mit Israel zusammen: Wenn ein Staat verbrecherische Handlungen eines anderen Staates billigt, gutheisst oder unterstützt, dann ist er kein Rechtsstaat mehr und handelt nicht mehr im Interesse des Volkes – was nichts anderes bedeutet, als dass er mit staatlichen Ressourcen einen Gruppenegoismus bedient. Wenn kriminelle oder verbrecherische Handlungen durch eine mächtige Gruppe begangen werden, müssen sie als Recht dargestellt werden – denn sonst würde diese Gruppe diskreditiert, das heisst, sie wäre nicht mehr wirklich mächtig, sondern angeschmiert.

Politisch rechts bedeutet traditionell Schutz des Staates vor ausländischem Einfluss. Eine Gruppe, die die Ambition hat, ihre Macht auszuweiten, indem sie in das Leben anderer Bevölkerungen und Staaten eingreift, muss jene Kräfte neutralisieren, die sich dagegen wehren – was insbesondere heisst, politisch rechts muss verteufelt werden: Gender-Ideologie und ‘Geflüchtete’ bilden die Themen, um die eigene Politik als die Politik der ethisch Guten darzustellen und den politischen Gegner als böse; das heisst, es geht nicht darum, Sachpolitik zu machen, sondern den politischen Gegner als ‘böse’ darzustellen und ihn so auszuschalten. So wie das Finanzkapital kennen auch die Medien keine staatlichen Grenzen – und wenn diese beiden Faktoren eine Einheit bilden, lässt sich zum Beispiel bewirken, dass die Bevölkerung sich selber zugunsten einer übernationalen Gruppe in den Nachteil setzt, wenn ihr gesagt wird, dass sie sonst zu den Bösen gehören würde. Zusammenarbeit mit dem Finanzkapital und den Medien wäre eine gute Sache – aber wird verbrecherisch, wenn sie dem Grundsatz folgen: Stammesrecht oder Gruppenmacht steht über dem Staatsrecht. Aufschlussreich ist, dass die Ideologie der Aufhebung der Souveränität der Nationalstaaten, die die Linken predigen, perfekt mit den Anforderungen des internationalen Finanzkapitalismus zusammenfällt. Wie ist das Bestreben, die Grenzen der Nationalstaaten aufzuheben, damit zu vereinbaren, ein Israel zu unterstützen, das sein Territorium ausweiten will, indem es die ansässige Bevölkerung vertreibt und massakriert? Dieser Widerspruch kann einfach erklärt werden, indem einem bewusst wird, dass diejenigen, die verantwortlich sind für die Vertreibung und Massakrierung der Palästinenser zu derselben Gruppe gehören, die das Finanzkapital und die Medien des Westens beherrschen und deren Grundsatz ist: Stammesrecht oder Gruppenmacht steht über Staatsrecht.

Was unterscheidet Machtausübung von Führung?

Der Machtmensch findet den Sinn in der Abgrenzung oder Aufspaltung, die Führungsperson hingegen in der Einheit und Harmonie des Ganzen.

Sinnfindung durch Aufspaltung

Aufspaltung heisst Reduktion des Wertvollen oder Massgebenden auf sich selber oder die eigene Gruppe. Aufspaltung kann auch als Festsetzung von ‘wir sind wertvoll, ihr nicht’ oder ‘wir haben Macht über euch’ definiert werden: Aufspaltung ist ein Willensakt oder zielgerichtetes Denken unter Verwendung von Illusionen, Wahnideen, Lügen und Widersprüchen; der Sinn von Aufspaltung liegt darin, zu Selbstwertgefühl und Lebensinhalt zu kommen, ohne die Realität der anderen Menschen anzuerkennen oder ohne die Realität überhaupt anzuerkennen. Wenn hingegen der Sinn nicht in der Aufspaltung, sondern in der Einheit und Harmonie des Ganzen liegen würde, würde er im Fühlen und Denken der anderen Menschen und des Kosmos liegen, was identisch ist mit dem Fühlen und Denken des eigenen Geistes.

Der Lebensinhalt kann die Gruppe sein. Aber welchen Lebensinhalt hat die Gruppe? Ihr ‘Inhalt’ kann zum Beispiel sein: Überlegenheit gegenüber den Aussenstehenden, Macht über sie, sie als Feind betrachten oder sich als ihr Opfer fühlen. Auf diese Weise können die Angehörigen der Gruppe einen Inhalt haben durch Menschen, von denen sie sich abgrenzen und über denen sie sich stehend fühlen und aufgehoben fühlen, können sie sich in der Gruppe. Wenn der Inhalt der Gruppe in dem bestehen würde, worin alle Menschen verbunden sind – im Verstand nämlich – dann würde der Sinn in der Einheit und Harmonie des Ganzen bestehen, nicht in seiner Aufspaltung. Die anderen Menschen oder Staaten wären das, womit man verbunden und zusammenhängend ist und die gegenseitige Abhängigkeit würde anerkannt.

Wer ist interessiert an Aufspaltung

Wer ist daran interessiert, ideologische Trennwände zu schaffen, um sie zwischen sich und den anderen Menschen und Staaten aufzurichten? Es sind Menschen, die nicht den Wunsch haben, sich geistig weiterzuentwickeln, sondern Erzählungen auszuarbeiten, die sie über die anderen Menschen oder die Realität stellen.

Die natürlichen Zusammenhänge des Seins auflösen

Aufspaltung eröffnet folgende Möglichkeiten:

– es gibt etwas oder jemanden, über die man sich erhaben fühlen kann, über denen man steht

– mit Aufspaltung ist im Allgemeinen Gruppenbildung verbunden und Orientierung an der eigenen Gruppe, will sagen, Kriterium für Wahrheit ist nicht die Übereinstimmung von Idee und Gegenstand, sondern die Ideologie der Gruppe und ihr Wille zum Machterhalt. Die Einwilligung in das Verbreiten von Widersprüchen, Illusionen und Lügen kann sogar die Voraussetzung sein, in der Gruppe aufzusteigen

– mit der Gruppenbildung ist ein bestimmtes Bild der anderen Menschen oder der Wirklichkeit verbunden, es werden nur noch Eindrücke und Wahrnehmungen zugelassen, die das eigene Bild bestätigen (erinnert an einen Computer, bei dem nur ROM [Read Only Memory] vorhanden ist, aber kein RAM [Random Access Memory]).

Der Antrieb zu Aufspaltung

Aufspalten heisst, aus einer Einheit eine Zweiheit machen oder es heisst, natürliche und selbstverständliche Zusammenhänge aufzulösen und sie durch willkürliche oder künstliche zu ersetzen. Welches ist der Antrieb, sich nicht als Einheit mit dem Kosmos oder den anderen Menschen zu fühlen? Das Sein wahrzunehmen, zu fühlen und zu denken, erfordert andere Qualitäten als die Idee, über ihm zu stehen. Aufspaltung ermöglicht, sein ohne zu sein – für wen ist das eine Verlockung? Folgenschwer ist es, wenn Aufspaltung ideologisch oder religiös abgestützt ist – es können ganze Völker, Erdteile und die Weltgeschichte betroffen sein. Aus was anderem als aus Widersprüchen, Wahnideen und raffiniert fieser Rhetorik soll eine Ideologie bestehen, die aufspaltet? Meiner Meinung nach ist die jüdische Ideologie von Meistern dieses Fachs kreiert worden. Individuen, Gruppen oder Staaten, die nicht daran interessiert sind, mit dem Sein eine Einheit zu machen, sondern über ihm zu stehen, sind nicht interessiert an der Übereinstimmung von Idee und Objekt, sondern daran, sich durch die Idee über das Objekt (Menschen, Kosmos, Völker, Staaten) zu stellen: Aufspaltung ist nicht an der Erweiterung des geistigen Horizonts interessiert, sondern daran, natürlich gegebene Zusammenhänge in Abhängigkeitsverhältnisse umzuwandeln – in Machtverhältnisse; am liebsten würden sie die Sonne in ihre Macht bringen und sie dann für diejenigen scheinen lassen, die dafür bezahlen, sie würden sich jeden Tag an dem vielen Geld freuen, das die Sonne ihnen einbringt – aber da die Reduktion des Seins nicht Übereinstimmung mit ihm ist, liegt es in der Natur dieser Weltanschauung, dass zu dieser Freude bald wieder ein neuer Kitzel hinzukommen muss.

Was wollen die Menschen? Wollen sie Einheit des Seins oder Aufspaltung? Wer blüht auf, wenn durch Destruktivität (Zerstörung) und Einschränken des geistigen und materiellen Seins der Menschen (Völker und Staaten) Geld verdient wird? Ich würde sagen, Satan, aber nicht Gott und der Mensch.

Wer ist der Verlierer, wenn Wahrheit, Völkerverständigung und Sachpolitik gewinnen? Individuen, Gruppen, Organisationen und Staaten, die sich nichts von Wahrheit, Völkerverständigung und Sachpolitik versprechen – weil ihr Ziel Macht über andere oder anders gesagt, ihre Unterdrückung ist, was sich nur durch Lügen, Irreführung, Betrug und Gewalt erreichen lässt.

Ein Staat, der seine Macht auf einen anderen Staat, Territorium oder Bevölkerung ausdehnen will, gefährdet deren Sicherheit

Beispiele sind USA & NATO & EU bezüglich der Ukraine (seit 1945 bzw. 2014) und Israel gegenüber Palästina (seit 1923 bzw. 1948).  

Welche Rolle spielt das Recht, wenn ein Staat seine Macht auf einen anderen Staat, Territorium oder Bevölkerung ausdehnen will?

Rechtsgleichheit jedenfalls kann nicht stattfinden, da für sich selber etwas in Anspruch genommen wird, das dem anderen verweigert wird. Was soll Recht bedeuten, wenn für sich selber etwas in Anspruch genommen wird, das den anderen verweigert wird oder anders ausgedrückt, wenn der eine Mensch, Gruppe oder Staat etwas dürfen, was die anderen nicht dürfen?

Wenn eine Gruppe oder ein Staat ihren Machtanspruch über andere Völker rechtlich abstützen wollen – wie gehen sie vor? Sie holen sich Bestätigung ihrer Ansprüche und ihres Handelns von möglichst vielen Medien, Organisationen, Staaten – denn das Recht sind derjenige Wille, diejenigen Ansprüche, oder dasjenige Verhalten, die Bestätigung erfahren; das heisst, was als Recht gilt, wird zu einer Machtfrage.

Wenn es der Wille eines Staates oder einer Gruppe ist, andere Staaten zu beherrschen oder einer angestammten Bevölkerung ihr Land wegzunehmen und dieser Wille Bestätigung erfährt, dann hat das die Aufspaltung der Welt zur Folge: in Herrschende und Beherrschte. Da das Ziel, andere Staaten ihrer Eigenständigkeit oder Souveränität zu berauben, nur gegen deren Willen verwirklicht werden kann, kann es nur durch Betrug oder Gewalt erreicht werden – vor der Weltöffentlichkeit wird dieses Eingreifen in das Leben anderer Staaten damit begründet, es gelte eine böse Regierung durch eine gute zu ersetzen. Das ist die Masche der USA seit 1917.

Wie kann ein imperialer, hegemonialer Anspruch rechtlich begründet werden?

Natürlich gibt es einen Weg, seine Machtansprüche über andere Völker und Staaten zu legitimieren: Der entsprechende Akteur – Volk, Gruppe oder Staat – muss sich auf einen Gott berufen, der ihn selber über die anderen gestellt hat, das heisst, auf Exzeptionalismus oder Rassismus. Man könnte sagen, dass der Westen (USA & NATO & EU) das unilaterale Rechtsverständnis Israels übernommen hat und es der eigenen Bevölkerung aufzwingt. Ein unilaterales Rechtsverständnis macht innerstaatliche und zwischenstaatliche Politik zu einer Machtfrage und spaltet Menschen, Staaten und Völker, es ist der Demokratie, das heisst, innerstaatlicher und zwischenstaatlicher Rechtsgleichheit entgegengesetzt. Aus dem Gesagten ergibt sich, dass alle, die den imperialen, hegemonialen Machtanspruch Israels nicht stützen, antisemitisch bzw. böse sind, denn sie akzeptieren nicht das göttliche Recht bzw. die Auserwähltheit Israels und seines Juniorpartners, der Grossmacht USA.

Warum sollte eine Regierung das geistige und materielle Sein der Bevölkerung einschränken?

Natürlich wird jede Regierung behaupten, sie sei eine Bereicherung für das geistige und materielle Sein der Bevölkerung – und «beweisen» tut sie es meistens dadurch, dass sie mit dem Finger auf die «Bösen» – im In- und Ausland – zeigt; wenn die Medien Regierungsorgane sind, wird es für die Bevölkerung schwer, dieses clevere Schema zu durchschauen.

Das geistige Sein wird durch Widersprüche, Wahnideen, Illusionen, Lügen eingeschränkt – den Bürgerinnen und Bürgern solche in die Köpfe zu setzen, erhöht nicht die Produktion der Volkswirtschaft, vergrössert nicht den Zusammenhalt des Staates und macht ihn nicht stärker, aber es ermöglicht der Regierung Entscheidungen zu fällen, die nicht im Interesse ihrer Bürgerinnen und Bürger sind, sondern im Interesse eines ausländischen Staates oder übernationalen Finanzmacht. Daraus können wir schliessen, dass diese Regierung durch einen ausländischen Staat oder eine übernationale Finanzmacht an die Macht gekommen ist.

Jetzt müssen wir nur noch Staaten finden, deren Regierungen Widersprüche, Wahnideen, Illusionen und Lügen verbreiten, dann wissen wir, ob sie das geistige Sein ihrer Bürger einschränken. Klar ist, dass es sich bei einer Regierung, die das geistige und materielle Sein der Bevölkerung einschränkt, nicht um Führung handelt, sondern um Betrüger.

Mit einem Staat, der souverän ist, ist es wie mit einem Menschen, der souverän ist: Was soll er sich von Widersprüchen, Wahnideen, Illusionen, Lügen versprechen? Er wird auch Ideologien zurückweisen, die sein geistiges Sein einschränken. Und hier stossen wir auf die Ideologie Israels, das heisst, die Ideologie des Exzeptionalismus und auf die Frage, ob ein unilaterales Rechtsverständnis, das heisst, die Zurückweisung der Rechtsgleichheit der Völker, das geistige Sein eines Menschen, Staates oder seiner Bevölkerung einschränkt oder ausweitet? Weitet, sich anderen Menschen oder Völkern überlegen zu fühlen, den eigenen Geist aus? Man ist nicht geneigt, dem zuzustimmen, wird aber irritiert, wenn diese Ansicht religiös begründet wird.

Haben die jüdischen Religionsgründer den Geist ihres Volkes eingeschränkt oder ausgeweitet? Im Mittelpunkt einer archaischen Stammesreligion steht der Stammesgott, dieser soll den eigenen Stamm in seinen Zielen unterstützen, sei dies blosser Fortbestand oder Machtausweitung.

Wie kann es das im 21. Jahrhundert geben: ein Staat, der sich als Stamm versteht, dem ein Stammesgott vorsteht, der diesen Stamm über die anderen Völker gestellt hat? Welches ist der Charakter dieses Volkes, dessen Selbstverständnis und Staatsverständnis im Jahre 2024 immer noch ein Stammesverständnis ist? Weitet ein Staat, dessen Hauptmerkmal die Abgrenzung gegen andere Völker ist, das geistige Sein seiner Bürger aus oder schränkt er es ein? Eine Wesenseinheit mit einem eingeschränkten Sein machen, ist das Merkmal einer Sekte – wenn diese allerdings die Ambition hat, Macht zu haben über diejenigen, denen sie sich überlegen fühlt, das heisst, den Völkern dieser Erde, dann gerät die Welt durch den Erfolg dieser Sekte in Schieflage.

Ist Geld ein religiöser Inhalt? Wenn ein rassistischer Gott ein religiöser Inhalt ist, warum soll nicht auch Geld ein religiöser Inhalt sein? Bei beiden handelt es sich um eine Sinngebung, die eine Wesenseinheit mit einem eingeschränkten Sein bedeutet und emotional den ganzen Menschen in Beschlag nehmen kann. Sagt doch Spinoza: «Aller Dinge Inbegriff aber ist das Geld.» Sowohl ein Gott (zum Beispiel ein rassistischer) als auch Geld kann dazu benutzt werden, andere vom Wertvollen auszuschliessen, eine Gruppenidentität aufzurichten und über Aussenstehende Macht zu erlangen. Das heisst, ein rassistischer Gott, der Zusammenhalt der Gruppe, der daraus entsteht, die Haltung der Überlegenheit anderen Völkern gegenüber, das Fehlen von ethischen Schranken ihnen gegenüber, das Streben nach Macht über sie und der Hang Geld und Handel als Machtmittel zu benutzen, können ein gewaltige Wirkung entfalten, indem die einzelnen Teile einander befördern. Insofern eine Ideologie oder Religion das Höchste und Wertvollste vom Sein abgrenzt, kann die Verbindung mit dem Höchsten und Wertvollsten oder die Befriedigung nicht in der Übereinstimmung mit dem Sein bestehen. Ein Volk dazu zu bringen, das Göttliche oder Gott, das heisst, das Wertvollste als etwas Abgegrenztes zu betrachten, das 0 % Sein und 100 % Macht hat und das dem eigenen Stamm vorbehalten ist, verdirbt den menschlichen Geist grundsätzlich. Womit wir wieder bei der Anfangsfrage wären: Warum sollten die Führer eines Volkes dessen geistiges Sein einschränken? Zum Beispiel, weil sie das Format von grössenwahnsinnigen Stammespolitikern haben und die entsprechende Intelligenz und den entsprechenden Charakter oder weil sie die Unter-Hunde einer Grossmacht sind, die ihrerseits von grössenwahnsinnigen Stammespolitikern – aus dem In- und Ausland – beherrscht wird.

Sich an einer Ober-Hund-Gruppe ausrichten, ist noch kein geistiges Konzept

Ein geistiges Konzept enthält die Bewusstwerdung dessen, wovon ich abhänge und womit ich zusammenhänge – allerdings weniger in einem finanziellen oder sozialen Sinn, sondern mehr in einem substantiellen. Wie abhängig ist das eigene geistige Konzept von politischen Machtverhältnissen? Wie hängt mein geistiges Konzept mit den politischen Machtverhältnissen zusammen oder wie hängt das geistige Konzept zum Beispiel der momentanen deutschen Regierung (2024) mit den gegenwärtigen Machtverhältnissen zusammen? Ein geistiges Konzept enthält Antworten auf die Fragen: Was ist wahr und falsch, was Gut und Böse? Eine Antwort ist: Bei dem, was meine Karriere befördert, handelt es sich um das Wahre und Gute – aber ist das ein geistiges Konzept? Wenn, um Karriere zu machen (sei es als Politiker, Geschäftsmann, Künstler oder Journalist) dem wahr gesagt werden muss, was falsch ist, sind ganze Staaten auf dem geistigen – und in der Folge auch materiellen – Abstieg. Natürlich stehen Leute, die der Lüge wahr und dem Verbrechen gut sagen unter dem Einfluss von Betrügern bzw. sind selber Betrüger – aber es ist ein allgemeiner Betrug und deshalb können sie zu den Guten gehören und Karriere machen.

Woraus kann geschlossen werden, dass es eine übernationale Ober-Hund-Gruppe gibt, die staatliche Regierungen zu Unter-Hunden degradiert?

– die Aussenpolitik der westlichen Staaten wird von USA & Israel diktiert

– in wessen Interesse waren bzw. sind die übernationalen Kampagnen gegen Irak, Libyen, Syrien, Russland (inklusive West-Putsch in der Ukraine 2014)?

– Adoption und gesetzliche Unterstützung der Produkte ausländischer Ideologie-Produzenten, zum Beispiel Gender-Ideologie oder Feind-Ideologie

– die Medien der westlichen Staaten werden von USA & Israel diktiert

– wem dient das unilaterale Finanzsystem des Westens?

Anschlussfragen: Wer regiert die USA und wo liegt das Elitäre bei einer Elite, die gesteuert ist? Wer ist der Feind, wenn es das unilaterale westliche Finanzsystem ist, das den Feind bestimmt?

Hat die übernationale Ober-Hund-Gruppe, die den Staaten befiehlt, ein geistiges Konzept? Was ist für sie das Wertvolle, welches ihre Kultur und Tradition und welches sind ihre Ziele? Wodurch kann sie ganze Staaten zwingen gegen ihr eigenes Interesse zu handeln? Medien-, Finanz-, Beziehungsmacht. Konnte diese Medien-, Finanz- und Beziehungsmacht innerhalb von zwei oder drei Generationen entstehen oder sagen wir seit 1913 und die Kontinuität durch Familienbande und ihren Nachwuchs bestehen? Jedenfalls sind Institute (Banken), die an Staaten Geld ausleihen und ganze Industriezweige finanzieren und an denen die Verschwiegenheit herrscht, die mit dem grossen Geld und Finanzgeschäften verbunden ist, der Ort, der es ermöglicht, im allergrössten Stil politisch in die Welt einzugreifen – insbesondere dann, wenn das Institut im Besitz der Weltwährung ist und die Gewinne dieser Zentralbank privat abgeschöpft werden.

Womit macht die übernationale Ober-Hund-Gruppe, die ganzen Staaten befiehlt, eine – geistige oder psychische – Übereinstimmung oder Wesenseinheit, worin besteht ihr geistiger Inhalt? Ihr Inhalt ist eine Welt, die einerseits radikal gegen die anderen Menschen abgegrenzt ist und andererseits in der engsten Verbindung zu ihnen besteht: Wir müssen uns bewusst sein, der geistige oder psychische Inhalt dieses Typus Mensch besteht nicht in einem Herr-Sklave-Verhältnis bzw. in dem, was die Sklaven liefern – sondern in einem Spannungs-, Kitzel- oder Action-Verhältnis in dem der Sklave psychisch erlebt wird, wie er zum Beispiel nach Befreiung strebt beziehungsweise in all der Organisation, Anstrengung, Zeit und Energie, die es erfordert, freie Menschen erst zu Sklaven zu machen. Das heisst, dieser Typus Mensch oszilliert in seinem Geist und seiner Psyche, er schwingt hin und her zwischen Täter und Opfer sein. Oder er schwingt hin und her zwischen wir gegen sie oder sie gegen uns. Meiner Meinung nach gibt es einen offensichtlichen Zusammenhang zu dadurch entstehender sexueller Lust (Sado-Masochismus).

Welche Auswirkung hat das Aufspalten des Seins auf die Persönlichkeit? Aufspalten heisst, ein Teil des Seins wird zu etwas Minderwertigem, Wertlosem oder Feind erklärt oder als Objekt der Macht behandelt – es gilt ein unilaterales und nicht ein multilaterales Verhältnis: das heisst, der Lebensinhalt ist etwas, auf das man herabblicken kann, die positiven Emotionen kommen daraus, sich etwas überlegen zu fühlen und die Wesenseinheit wird mit der eigenen Gruppe gemacht, die diese Aufspaltung betreibt. Diese Mentalität, sich aufgrund von Aufspaltung gut zu fühlen, hat die Gesellschaften der USA und Deutschlands erreicht und rührt hauptsächlich daher, dass ihre Regierungen in krasser Weise nicht dem eigenen Volk dienen, sondern einer übergeordneten Macht, der man entweder übernationales Finanzkartell oder Israel sagen kann; die USA und Deutschland – in der westlichen Vorreiterrolle – verstricken sich in Widersprüche, die zu Verwirrung, Chaos, Gewalt und sozialem Abstieg führen. Das Schöne an der Orientierung auf Satan ist, dass man dann überhaupt nichts mehr anerkennen muss, ausser Widersprüchen, Wahnideen, Lügen und die eigene Gruppe.

Menschliche Automaten?

Unter menschlichem Automaten kann man einen Fundamentalisten verstehen, der von fixen Ideen ausgeht und diesen die ganze Realität unterordnet. In diesem Sinne kann ein menschlicher Automat auch einfach ein harmloser Irrer sein, der nicht unbedingt ein Feind der anderen Menschen sein muss. Automatisch heisst: ohne gedankliche oder faktische Prüfung der realen Zusammenhänge, ohne inneren Disput oder Gewissen sich mental in einem von der Realität abgehobenen Assoziationsraum bewegen, der meistens von einer Gruppe generiert wird.

Ernst wird es, wenn die eingeschränkten, fixen Ideen, die das Auffassen der Realität oder der anderen Menschen bestimmen, an einen Feind gekoppelt sind bzw. aus einem Feindbild bestehen: die geistige, psychische Aufspaltung wird mit einer politischen verbunden: Die Emotionen oder der Lebensinhalt kommen von der abgespaltenen Person, Gruppe oder Staat, das heisst von etwas, zu dem entweder das Verhältnis des Täters oder des Opfers besteht.

Was heisst, automatisch fühlen und denken? Es heisst zum Beispiel, dass das, was die Welt, bestimmte Menschen oder Staaten sind, feststeht und eine ergänzende oder korrigierende Realität nicht zugelassen wird: die Welt des Automaten ist eine widersprüchliche, wahnhafte, illusionäre, lügenhafte Realität – in die er sich aber nicht gerne dreinreden lässt. Natürlich gibt es eine Möglichkeit, die eigene widersprüchliche, wahnhafte, illusionäre, lügenhafte Realität quasi wahr oder real werden zu lassen, nämlich indem sie von anderen Menschen geteilt wird oder indem sie durch Machtausübung verwirklicht wird.

Für wen bildet es eine Verlockung, sich mit den anderen Menschen durch Widersprüche, Wahnideen, Illusionen und Lügen verbunden zu fühlen? Allgemein gesagt, für jene Menschen, die sich von einer Aufspaltung der Realität oder ihrer Verneinung mehr versprechen als von einer Übereinstimmung mit ihr. Konkreter gesagt, zum Beispiel die Führer der westlichen Staaten (2024); wobei es sich bei diesen Personen um den Automatentyp ‘Unter-Hund’ handelt, denn die Widersprüche, Wahnideen, Illusionen und Lügen mit denen sie die Welt aufspalten und durch die sie miteinander verbunden sind, sind auf dem Mist Israels gewachsen. Das Wesen eines Automaten ist es, das zu fühlen und zu denken, was er selber vorgängig durch seinen Willen eingeschränkt hat – ein grossartiges Fühlen und Denken, finden Sie nicht?

Merkmal des menschlichen Automaten ist es, sich über oder unter die anderen Menschen und den Kosmos zu stellen – sich mit ihnen auf dieselbe Ebene zu stellen, würde bedeuten, sie wahrzunehmen, ihre Realität zuzulassen, sich mit ihnen in einem interaktiven Austausch zu befinden, aber dann wäre er kein Automat mehr; es ist nicht möglich, eine adäquate Idee des Menschen oder des Kosmos zu haben, dadurch dass man sich über oder unter sie stellt: Der Lebensinhalt des Menschen, der ein Automat ist, sind andere Menschen, zu denen er das Verhältnis der Macht oder Unterwerfung hat, das heisst, er macht eine Wesenseinheit mit einer eingeschränkten Realität: Er identifiziert sich mit einem Willen, durch den andere Menschen, Staaten oder Völker ein eingeschränktes Sein sind.

Die politische Relevanz des menschlichen Automaten besteht insbesondere darin, zur Unter-Hund-Gruppe einer Ober-Hund-Gruppe zu gehören, wobei diese selber wieder die Unter-Hund-Gruppe einer Ober-Hund-Gruppe sein kann – das können wir aktuell (2024) sehr gut am Verhältnis der deutschen Regierung zu den USA bzw. dem Verhältnis der USA zu Israel beobachten; ein Problem dieses Prinzips besteht darin, dass es innerstaatlich nicht so gut funktioniert wie zwischenstaatlich oder unter übernationalen Gruppen – denn innerstaatliche Aufspaltung macht einen Staat nicht stärker, sondern schwächt und zerrüttet ihn, wie wir zur Zeit an den USA und Deutschland beobachten können; und weiter gefasst, am ganzen «Westen».

Machtstreben und Recht

Die Machthaber sagen den Menschen, was sie zu tun und zu lassen haben – das sagt das Recht den Menschen auch; wo liegt der Unterschied? Darin, dass das Recht mit dem Anspruch auftritt, nicht den persönlichen Interessen von Machthabern zu dienen, sondern der Allgemeinheit. Probleme mit diesem – innerstaatlichen – Rechtsgrundsatz können sich dann ergeben, wenn eine ausländische Macht (Staat, Gruppe) in das eigene Rechtssystem eingreift.

Macht ist Eingreifen in das Leben anderer Menschen oder Staaten. Wie steht das Recht dazu?

Recht ist:

1) derjenige Wille, diejenigen Ansprüche, oder dasjenige Handeln, die Bestätigung erfahren.

2) der die Menschen verbindende Wille, nicht durch Betrug oder Gewalt Schaden zu erleiden.

Das Ziel der Macht – das Ziel des Rechts

Macht bedeutet Aufspaltung, indem der nach Macht Strebende seinen Objekten das verweigert, was er für sich selber beansprucht, nämlich ein selbstbestimmtes, eigenständiges Wesen zu sein. Durch diese Haltung werden die anderen Menschen grundsätzlich zu Gegnern – was Aufspaltung bedeutet.

Das Ziel der Macht ist erreicht, wenn sich die einen den anderen unterworfen haben. Das Ziel des Rechts ist erreicht, wenn niemand gegen die Regeln verstösst. Bemerkenswert ist, dass insofern kein Zielkonflikt zwischen Macht und Recht besteht.

Was ist das allgemeine Interesse?

Als Allgemeininteresse könnte man bezeichnen, nicht durch Lügen, Betrug oder Gewalt Schaden zu erleiden. Dieses Interesse haben auch Individuen oder Gruppen, die ihre Ziele durch Lügen, Betrug oder Gewalt erreichen wollen.

Recht ist eine Bewertung des Handelns:

Es ist möglich, dass lügen, betrügen, Gewalt ausüben innerhalb eines gewissen Kontextes als erstrebenswert und ethisch wertvoll betrachtet wird. Der Kontext kann zum Beispiel ein Clan oder eine politische Gruppe sein. Wenn es Staaten gibt, die das rechtswidrige Handeln oder Verhalten (Lüge, Betrug, Gewalt) einer solchen politischen Gruppe oder Staates tolerieren, übersehen oder unterstützen dann handelt es sich entweder um Profiteure oder unter Druck Gesetzte. Der höchste Punkt der Macht ist dann erreicht, wenn ‘Recht’ (Gesetze, Handlungen der Regierung) die Verpflichtung der Bevölkerung bedeutet, durch Betrug oder Gewalt Schaden zu erleiden (dieses Ziel ist in Deutschland und der Mehrheit der EU-Staaten 2023 erreicht worden).

Der Widerspruch oder die Falschheit von USA & NATO & EU: Sie handeln gemäss einer Clan-Ethik oder einem Clan-Recht – aber als Grund für ihr Eingreifen in das Leben anderer Menschen und Staaten geben sie an, ihr Ziel sei die Verbreitung des universalen Rechts. Clan-Recht heisst: Als Recht gilt das, was dem Erreichen der Ziele des Clans dient und als Unrecht gilt das, was sich seinen Zielen widersetzt. USA & NATO & EU sollten sich bewusst sein, dass sie sich geistig in einer archaischen Stammes-Ideologie bewegen – vergleichbar der Ideologie Israels – und dass diese Ideologie nichts mit einem modernen Staat zu tun hat bzw. mit dem freien geistigen, finanziellen und wirtschaftlichen Austausch unter den Völkern. Macht ist darauf angewiesen, natürlich gegebene Zusammenhänge (zum Beispiel das Gesetz von Angebot und Nachfrage) oder das, was bisher selbstverständlich war, durch willkürliche Zusammenhänge zu ersetzen. Die ganze Welt einer quasi Stammesideologie unterzuordnen ist ein sehr ehrgeiziges Ziel!

Ziel des Rechts: Recht (Gesetze, Handlungen der Regierung) tritt jedenfalls damit auf, im Dienst der Allgemeinheit zu stehen: sein Ziel sei es, zu vermeiden, dass Individuen oder eine Gruppe (Clique, Clan, Partei) durch unlautere Machenschaften, Betrug oder Gewalt andere Menschen benachteiligen und sich selber in den Vorteil setzen. Bei einem Staat dessen Gesetze und Erlasse – das heisst, das Recht – das materielle und geistige Leben der Menschen einschränken, kann es sich allerdings nicht um eine Demokratie und eigentlich auch nicht um einen Rechtsstaat handeln.

Die Frage der Machtorientierten ist: Wie können wir vermeiden, dass die Bevölkerung merkt, dass wir zu ihrem Nachteil leben, wie können wir erreichen, dass sie unser Handeln als ‘Recht’ und als ‘ethisch wertvoll’ beurteilt, obwohl wir uns dadurch materiell bereichern und sie schädigen. Die Methode dazu ist folgende: Jene, die sich nicht unterwerfen wollen, müssen schlecht gemacht werden, sie müssen – mit Hilfe der Medien – als ‘böse’ dargestellt werden, die entmachtet werden müssen. Funktionieren kann das nur, wenn eine mediale Wand aufgebaut werden kann, die dieses Bild stützt und gegensätzliche Darstellungen als auch ein freier Austausch der Meinungen nicht zugelassen werden. Das heisst, die Grundlagen der Beurteilung von politisch relevanten Ereignissen und Handlungen müssen eingeschränkt werden – was weder ehrlich noch demokratisch noch wissenschaftlich ist. Wenn Zustimmung zu politischen Handlungen auf betrügerische Weise zustande kommt, kann man von Kriminellen sprechen. Sich selber als Opfer und die anderen als die Bösen darstellen, ist eine Masche, die beim Publikum gut ankommt; wenn auf der Welt ‘Böse’ bezeichnet werden, gibt das dem Publikum das Gefühl zu den ‘Guten’ zu gehören, moralische Entrüstung auszukosten und durch die Massenmedien ein Gefühl der Einheit zu erleben. Das Erleben von Einheit auf der Basis von Lügen, Widersprüchen und Illusionen bedeutet allerdings Aufspaltung: jene, die kein Interesse daran haben, die Mentalität und das Geld Satans über den menschlichen Geist zu stellen, werden ausgegrenzt. Es stellt sich die Frage: Wie gestaltet sich das Zusammenleben, wenn die Forderung des Rechts ist, sich Lügen, Widersprüchen und Illusionen zu unterwerfen? Vielleicht etwa so wie im Alten Testament.

PS:

Von Lügen, Widersprüchen und Illusionen abzulassen wird dann schwierig, wenn sie die Grundlage des eigenen Lebensinhalts oder Selbstwertgefühls bilden bzw. die Basis der eigenen Macht, Prestiges und materiellen Profits.

Gruppenorientierung oder Sachorientierung?

Entscheidend für das Auffassen der Realität ist, ob die Bereitschaft zur Sachorientierung vorhanden ist oder ob sie fehlt. Warum sollte sie nicht vorhanden sein? Oder anders gefragt: Warum soll sich eine Gruppierung oder Staat von anderen Bevölkerungen oder Staaten abgrenzen? Sie können nicht Macht über andere gewinnen, wenn Sie dem Guten ‘gut’ sagen und dem Schlechten ‘schlecht’ oder dem Wahren ‘wahr’, denn dadurch sind Sie am Gleichen orientiert wie die anderen – Macht aber bedeutet Abgrenzung: Sich über die anderen stellen, Verneinung ihres eigenständigen Seins und die Haltung von Rechtsungleichheit. Wenn die Übereinstimmung von Idee und Gegenstand (Wahrheit) durch eine gesteuerte Zuordnung von Idee und Gegenstand ersetzt wird, verlieren die Menschen ihren Zusammenhang: sie werden entweder zu solitären, politisch apathischen Individuen oder zu Gruppenobjekten mit gesteuertem Inhalt.

Ist der Exzeptionalismus der USA Gruppenorientierung oder Sachorientierung?

Exzeptionalismus heisst, gegenüber den anderen Bevölkerungen und Staaten eine Sonderstellung oder übergeordnete Stellung einnehmen – wie kann diese begründet werden? Gleich wie Imperialismus oder Kolonialismus? Ihre Vertreter können sich nur auf ihre Gruppierung nicht auf eine Sache stützen, die sie mit den anderen Bevölkerungen und Staaten verbindet. Politische Akteure und private Individuen, die auf ihre Gruppe und nicht auf die Sache orientiert sind, neigen dazu, sich einem offenen Austausch mit Andersdenkenden nicht zu stellen und ihnen ein öffentliches Podium zu verweigern – was eigentlich klar ist, weil Gruppenorientierung, die der Sachorientierung entgegengesetzt ist, eine unilaterale Sache ist, durch die ihre Angehörigen ignorante Parteigänger werden, die alles abstreiten müssen, was nicht Parteimeinung ist. Da eine offene Diskussion die Schwächen der Gruppenorientierung offenbar machen würde, bleibt nur, jene schlecht zu machen, die sich der Gruppenorientierung nicht unterwerfen wollen.

Was verstehen USA & Israel unter Geist oder Realität?

Verstehen sie unter Geist ein Auffassen der Wirklichkeit, das sie würdigt oder das sie herabwürdigt? Kann es sich um Würdigung des Seins handeln, wenn ein Staat oder eine politische Gruppierung den Staaten oder Bevölkerungen der Welt die Rolle zuweist, in Demut und Unterwerfung um sie herumzutanzen? Was für eine Auffassung der Wirklichkeit hat eine politische Gruppierung – z.B. die US-Neocons – wenn sie der Ansicht ist, sie stehe über anderen Menschen oder Staaten? Sie fasst die Wirklichkeit als gespaltene auf: Auf der einen Seite sie und auf der anderen Seite Objekte (Menschen oder Staaten), denen das Recht auf ein eigenständiges Sein abgesprochen wird, weil diese Gruppierung die Ressourcen und Arbeitskraft der Staaten und Bevölkerungen der Welt als ihre potentiellen Assets (Vermögenswerte) betrachtet. Die Abgrenzung kann erfolgen aufgrund eines Gottes, der die eigene Gruppierung über die anderen gestellt habe oder aufgrund der Abstammung oder einfach als Gruppierung, die Macht über den Rest der Welt beansprucht. Der Gegensatz dazu wäre, die Wirklichkeit oder das Sein als Einheit aufzufassen, das heisst, der Mensch fasst sich nicht – via Zugehörigkeit zu einer Gruppierung – als das Absolute auf: Er betrachtet als Grundlage seiner Existenz die – unendlichen – Zusammenhänge der Wirklichkeit, nicht eine Gruppierung bzw. die Zugehörigkeit zu ihr; simpel ausgedrückt: nicht Gruppenorientierung, sondern Sachorientierung. 

Wenn Lust, Freude, Befriedigung, Selbstwertgefühl, Sinn und Selbstverständnis aus der Abgrenzung gegen andere Bevölkerungen und Staaten kommen, was soll dann Gegenstand von Respekt, Achtung, Ehrfurcht sein? Die – unendlichen – Zusammenhänge der Wirklichkeit können es nicht sein. Als was existiert der andere Mensch für mich, wenn ich – durch die Haltung, die ich zu ihm einnehme – ihn nur eingeschränkt wahrnehme? Er bildet nur eingeschränkt meinen Inhalt – was vielleicht gerade das Ziel ist.

Macht – eine Möglichkeit das eigene Sein seines unendlichen Zusammenhanges zu berauben

Indem ich zu einem anderen Menschen die Haltung der Macht einnehme, konstituiert dessen Sein, mein eigenes Sein nur in einer reduzierten Weise: Ich bin bei ihm in einer distanzierten, kanalisierten, kalkulatorischen Weise, in der ich mich als Ursache von ihm fühle: Das eigene Existieren wird – via ‘Ursache des anderen sein’ – als eigener Realisierungsakt oder anders ausgedrückt als Ergebnis des eigenen Willens empfunden. Indem ich mit einem reduzierten – oder herabgewürdigten – Sein eine Einheit mache, wird die Identität (Wesenseinheit) des eigenen Seins mit dem – unendlichen – Sein ausgehebelt.

Nicht vergessen dürfen wir, dass, mit einem reduzierten oder herabgewürdigten Sein eine Einheit zu machen, mit Falschheit verbunden ist. Die Gründe dahinter können sein: Angst vor dem eigenen – unendlichen – Sein, skrupelloser Ehrgeiz, Arroganz oder der Wunsch, das eigene eigenständige Sein durch Gruppenorientierung aufzuheben.

Welche Mentalität ist verbunden mit der Eingrenzung von Geist?

Wenn für den Menschen Gott nicht das Sein ist, dann trennt er, was er selber ist, d.i. das, wovon er abhängt und womit er zusammenhängt, von der Wirklichkeit, er veräußerlicht es und macht so Gott zu einem Objekt, einem Bildnis.

Die Trennung von Gott und Sein war ein Akt der äußersten Geistlosigkeit, die Atmosphäre, in der sie voll­zo­gen wurde, die der ver­dorben­sten Charak­tere. Nicht die gewaltige, un­erhörte, unendliche Wirklichkeit, das Sein durch ihr Erfas­sen war der Mittelpunkt ihres Denkens und Fühlens, sondern ihre Person ohne die Wirklichk­eit – ihre eitle, leere Nich­tigkeit, Geltungs- und Macht­gier, Verlogenheit, Vor­täuschun­gen, Verstellungen, Ränkespiel und Intrigen.