Natürlich wird jede Regierung behaupten, sie sei eine Bereicherung für das geistige und materielle Sein der Bevölkerung – und «beweisen» tut sie es meistens dadurch, dass sie mit dem Finger auf die «Bösen» – im In- und Ausland – zeigt; wenn die Medien Regierungsorgane sind, wird es für die Bevölkerung schwer, dieses clevere Schema zu durchschauen.
Das geistige Sein wird durch Widersprüche, Wahnideen, Illusionen, Lügen eingeschränkt – den Bürgerinnen und Bürgern solche in die Köpfe zu setzen, erhöht nicht die Produktion der Volkswirtschaft, vergrössert nicht den Zusammenhalt des Staates und macht ihn nicht stärker, aber es ermöglicht der Regierung Entscheidungen zu fällen, die nicht im Interesse ihrer Bürgerinnen und Bürger sind, sondern im Interesse eines ausländischen Staates oder übernationalen Finanzmacht. Daraus können wir schliessen, dass diese Regierung durch einen ausländischen Staat oder eine übernationale Finanzmacht an die Macht gekommen ist.
Jetzt müssen wir nur noch Staaten finden, deren Regierungen Widersprüche, Wahnideen, Illusionen und Lügen verbreiten, dann wissen wir, ob sie das geistige Sein ihrer Bürger einschränken. Klar ist, dass es sich bei einer Regierung, die das geistige und materielle Sein der Bevölkerung einschränkt, nicht um Führung handelt, sondern um Betrüger.
Mit einem Staat, der souverän ist, ist es wie mit einem Menschen, der souverän ist: Was soll er sich von Widersprüchen, Wahnideen, Illusionen, Lügen versprechen? Er wird auch Ideologien zurückweisen, die sein geistiges Sein einschränken. Und hier stossen wir auf die Ideologie Israels, das heisst, die Ideologie des Exzeptionalismus und auf die Frage, ob ein unilaterales Rechtsverständnis, das heisst, die Zurückweisung der Rechtsgleichheit der Völker, das geistige Sein eines Menschen, Staates oder seiner Bevölkerung einschränkt oder ausweitet? Weitet, sich anderen Menschen oder Völkern überlegen zu fühlen, den eigenen Geist aus? Man ist nicht geneigt, dem zuzustimmen, wird aber irritiert, wenn diese Ansicht religiös begründet wird.
Haben die jüdischen Religionsgründer den Geist ihres Volkes eingeschränkt oder ausgeweitet? Im Mittelpunkt einer archaischen Stammesreligion steht der Stammesgott, dieser soll den eigenen Stamm in seinen Zielen unterstützen, sei dies blosser Fortbestand oder Machtausweitung.
Wie kann es das im 21. Jahrhundert geben: ein Staat, der sich als Stamm versteht, dem ein Stammesgott vorsteht, der diesen Stamm über die anderen Völker gestellt hat? Welches ist der Charakter dieses Volkes, dessen Selbstverständnis und Staatsverständnis im Jahre 2024 immer noch ein Stammesverständnis ist? Weitet ein Staat, dessen Hauptmerkmal die Abgrenzung gegen andere Völker ist, das geistige Sein seiner Bürger aus oder schränkt er es ein? Eine Wesenseinheit mit einem eingeschränkten Sein machen, ist das Merkmal einer Sekte – wenn diese allerdings die Ambition hat, Macht zu haben über diejenigen, denen sie sich überlegen fühlt, das heisst, den Völkern dieser Erde, dann gerät die Welt durch den Erfolg dieser Sekte in Schieflage.
Ist Geld ein religiöser Inhalt? Wenn ein rassistischer Gott ein religiöser Inhalt ist, warum soll nicht auch Geld ein religiöser Inhalt sein? Bei beiden handelt es sich um eine Sinngebung, die eine Wesenseinheit mit einem eingeschränkten Sein bedeutet und emotional den ganzen Menschen in Beschlag nehmen kann. Sagt doch Spinoza: «Aller Dinge Inbegriff aber ist das Geld.» Sowohl ein Gott (zum Beispiel ein rassistischer) als auch Geld kann dazu benutzt werden, andere vom Wertvollen auszuschliessen, eine Gruppenidentität aufzurichten und über Aussenstehende Macht zu erlangen. Das heisst, ein rassistischer Gott, der Zusammenhalt der Gruppe, der daraus entsteht, die Haltung der Überlegenheit anderen Völkern gegenüber, das Fehlen von ethischen Schranken ihnen gegenüber, das Streben nach Macht über sie und der Hang Geld und Handel als Machtmittel zu benutzen, können ein gewaltige Wirkung entfalten, indem die einzelnen Teile einander befördern. Insofern eine Ideologie oder Religion das Höchste und Wertvollste vom Sein abgrenzt, kann die Verbindung mit dem Höchsten und Wertvollsten oder die Befriedigung nicht in der Übereinstimmung mit dem Sein bestehen. Ein Volk dazu zu bringen, das Göttliche oder Gott, das heisst, das Wertvollste als etwas Abgegrenztes zu betrachten, das 0 % Sein und 100 % Macht hat und das dem eigenen Stamm vorbehalten ist, verdirbt den menschlichen Geist grundsätzlich. Womit wir wieder bei der Anfangsfrage wären: Warum sollten die Führer eines Volkes dessen geistiges Sein einschränken? Zum Beispiel, weil sie das Format von grössenwahnsinnigen Stammespolitikern haben und die entsprechende Intelligenz und den entsprechenden Charakter oder weil sie die Unter-Hunde einer Grossmacht sind, die ihrerseits von grössenwahnsinnigen Stammespolitikern – aus dem In- und Ausland – beherrscht wird.