Wodurch fühlt sich Wolodymyr Selenskyj mit den anderen Menschen verbunden?

Das lässt sich nicht allgemein beantworten, weil für ihn die Amerikaner-Menschen, die NATO-Menschen oder die EU-Menschen etwas ganz anderes sind als die Russen-Menschen. Diese Eigenschaft hat er gemeinsam mit der gewalttätigen Gruppierung (Stichworte Asow- und Aidar-Bataillon) mit der er zusammenhängt und von der er abhängt.

Durch was sich jemand mit den anderen Menschen verbunden fühlt, hängt davon ab als was er sich selber versteht. Wenn jemand den Wert eines Menschen von der Abstammung abhängig macht, kann er sich nicht als unendliches Geistwesen verstehen, denn für ihn ist das Sein aufgespalten: in sich und seine Gruppierung und die Aussenstehenden. Diese Aufspaltung kann durch eine Gottperson, die eine bestimmte Ethnie bevorzugt, religiös abgestützt werden (wie es der jüdische Glaube tut).

Der Präsident der Ukraine (Selenskyj) hat ein ‘Gesetz über die indigenen Völker der Ukraine’ erlassen (Gesetz Nr. 38 über indigene Völker vom 1. Juli 2021). Der Titel lässt aufhorchen, denn wie würde es sich anhören, wenn Deutschland, die Schweiz oder Israel ein ‘Gesetz über die indigenen Völker’ erlassen würden?! Man könnte auf die Idee kommen, es handle sich um ein Rassengesetz, das vorgibt, den Schutz aller Ethnien eines Staates zu gewährleisten! In einem demokratischen Staat ist das oberste Rechtssubjekt simpel der Bürger dieses Staates und niemand darf diskriminiert werden, namentlich nicht wegen der Herkunft, der Rasse, der Sprache, der sozialen Stellung, der Lebensform, der religiösen, weltanschaulichen oder politischen Überzeugung. Ausserdem werden durch die Verfassung eines demokratischen Staates Landessprachen festgelegt – und es wird in einem demokratischen Staat nicht möglich sein, dass eine Sprache, die von einem Drittel der Einwohner dieses Staates gesprochen wird, keine Landessprache ist.

Unter Selenskyj wurde ein neues Sprachgesetz erlassen: «Durch das Gesetz soll die russische Sprache aus der Öffentlichkeit verdrängt werden. Behörden, aber auch Dienstleister allgemein dürfen Russisch im Wesentlichen nicht mehr verwenden. Faktisch komme das Gesetz zudem einem Verbot der russischen Sprache in Pressepublikationen gleich.[41] Nach Angaben von Boris Litwinow, Generalsekretär der kommunistischen Partei der Volksrepublik Donezk, sei in der Ukraine eine Sprachpolizei installiert worden, die Geschäfte, Cafés und Buchhandlungen auf gesprochenes Russisch abhört und gegebenenfalls ahndet. Weiterhin erlebe die ukrainische Sprache derzeit eine Polonisierung, die sich am westukrainischen Dialekt von Wolyn und Lwiw orientiere.»

Wie hätte sich die Selenskyj-Regierung den weiteren Umgang mit der russischstämmigen Ethnie vorgestellt, das heisst, ihre «Ukrainisierung»?! Ihnen alles wegnehmen: Sprache, Kultur, Herkunft, Russlandliebe, religiöse, weltanschauliche oder politische Überzeugung?

Merkmal des rassistischen Fundamentalisten (meistens Sado-Masochist?) ist die Brutalität mit der er eine absolute Grenze zwischen sich – als Angehöriger einer Gruppierung – und den Aussenstehenden aufrichtet: er hat Identität, Selbstverständnis und Lebensinhalt aus einer Aufspaltung: Er hat seinen Lebensinhalt, seine Identität aus einer Gruppierung, das heisst, aus etwas, das durch das Aufrichten einer Grenze zu anderen Menschen entstanden ist – etwas salopp ausgedrückt durch ein Brett, das er sich vor den Kopf genagelt hat, und dem nun die ganze weitere Rhetorik und Lebensweise unterstellt werden muss. Klar müssen wir uns darüber sein: Die Freude und das Ziel dieser Mentalität kann nicht die Einheit mit der Gesamtheit der Menschen sein, das heisst, Völkerverständigung, sondern die Gleichung: mir geht es gut, wenn es anderen schlecht geht. Auffallend an dieser Mentalität ist, wie nahtlos sie vom Täter-Modus auf den Opfer-Modus umschalten kann – daher meine Vermutung, dass es sich bei den rassistischen Fundamentalisten psychologisch gesehen, um den Sado-Maso-Typus handeln muss. Wenn wir den weltgeschichtlichen Bogen spannen wollen, kann man sagen: Israel der Anfang – die Ukraine das Ende. Im kleinen Israel besteht die Grossmannssucht darin, die nicht Rassenreinen aus dem beanspruchten Territorium zu vertreiben, in der grossen Ukraine, sollen die rassisch nicht Genehmen auf dem Territorium bleiben, aber umerzogen oder unterworfen werden.

Wir kehren zur Ausgangsfrage zurück: Wodurch fühlt sich Wolodymyr Selenskyj – und seine Regierung – mit den anderen Menschen verbunden?

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