Nato – eine Organisation, die darauf basiert, Feinde zu haben

Die Guten

Ein Staat, der darauf basiert, Feinde zu haben, ist doch eine völlig absurde Idee. Wie aber steht es bei einer Organisation? Die Existenzgrundlage einer Organisation kann sehr wohl ein Feind sein (sei es ein realer oder ein eingebildeter). Wenn eine Organisation zu ihrer Existenzerhaltung auf einen Feind angewiesen ist, wäre meine Empfehlung, sich an Israel zu binden, denn bei einem Staat, der sein Territorium zu Lasten anderer ausweiten will, sind Feinde garantiert.

Ein Staat kann sein Territorium ausweiten, aber kann es auch eine Organisation? Ein Zusammenschluss von Staaten, der in einem Bündnis organisiert ist – zum Beispiel die Nato – kann sich ausweiten, indem mehr Staaten dazukommen. Der Zweck der Nato war ursprünglich die kollektive Verteidigung gegen die Sowjetunion, diese allerdings gibt es seit 25 Jahren nicht mehr. Mäuse sind nicht die Feinde der Katze, sondern Gegenstand ihrer Unterhaltung, oder sogar ihre Existenzgrundlage – aber sie lassen sich nicht gerne fangen; ähnlich könnte es sich mit der Nato-Vertragsorganisation, und deren hegemonialem Mitglied – den USA – verhalten.

Die Nato, unter ihrer Führerin USA, sind nicht bloss eine militärische Einheit, sondern auch eine politische, finanzielle, wirtschaftliche, geschäftliche, mediale. Und je mehr Mitglieder dazukommen, desto grösser wird diese «Union». Welches Verhältnis hat sie zu den Aussenstehenden? Hat es einen Sinn von den Nicht-Mitgliedern als Feinden zu sprechen?! Sind mächtige Staaten, die nicht Mitglied sind, automatisch eine Bedrohung? Aber die Frage der Nato ist vielleicht: hat ein Staat überhaupt das Recht Aussenstehender zu sein? das heisst, sein eigenständiges politisches, finanzielles, wirtschaftliches, geschäftliches, mediales Leben zu pflegen, ohne sich der alles durchdringenden Herrschaft des Nato-Hegemons USA zu unterwerfen?

Eine Mentalität, die in den Kategorien Herrschaft und Unterwerfung denkt, und für die Kooperation auf gleichberechtigter Basis ausserhalb des Denkbaren ist, muss notwendig eine verlogene Rhetorik adoptieren, um an ihr Ziel zu gelangen: denn es wäre politisch unkorrekt, offen auszusprechen, über andere Staaten die politische, finanzielle, wirtschaftliche, geschäftliche, mediale Dominanz anzustreben. Das heisst, um jenen Staaten, die sich der US-Herrschaft nicht unterordnen wollen, an den Karren fahren zu können, müssen sie schlecht gemacht werden, als Feinde der Demokratie und des Menschenrechts gebrandmarkt werden, das geschieht mittels «Nato-Medien» (den gleichgeschalteten Medien der westlichen Wertegemeinschaft)!

Man würde gerne wissen, was so faszinierend daran ist, Teil des amerikanischen Herrschaftsgebietes zu sein?

Vielleicht muss man unterscheiden zwischen dem, was einer Clique förderlich ist, und dem, was der Bevölkerung förderlich ist – offensichtlich ist jedenfalls, dass die Nato, und ihre Ausweitung, gut fürs westliche Waffengeschäft ist.

Was für Vorteile hat es für einen Politiker, integraler Bestandteil des amerikanischen Herrschaftsgebietes zu sein? du kannst auf mediale Unterstützung bei den Wahlen rechnen, bist super integriert in das westliche Kredit- und Finanzsystem, und viele politisch-wirtschaftlich-finanzielle Probleme können zu Gunsten der eigenen Partei, Klientel, und Macht gelöst werden.

Ist die Nato dem Frieden, der Völkerverständigung, und dem wirtschaftlichen Austausch zum gegenseitigen Wohlergehen förderlich oder hinderlich? Da sie eine unipolare Welt anstrebt, und bereit ist, dafür Gewaltmittel einzusetzen, können wir daraus schliessen, dass die Welt friedlicher würde, wenn sie verschwinden würde.

Wer profitiert von der Existenz der Nato? Wer profitiert von der Ausweitung des westlichen Kredit- und Finanzsystems? Mit den neu dazu gekommenen Nato-Staaten werden auch Verträge abgeschlossen, die Rohstoffe betreffen, Finanz- und Güterströme, Militärbasen, und natürlich Waffengeschäfte. Ausserdem wird durch die Nato-Mitgliedschaft die Aussenpolitik des eigenen Staates bestimmt, bzw. die Aussenpolitik der USA gutgeheissen, und die eigene Wirtschafts- und Finanzpolitik hat sich mehr oder weniger den USA zu unterwerfen – wenigstens, wenn es sich um ein kleines Land handelt.

Ich denke, Israel hätte keine Freude, wenn es die Nato nicht mehr gäbe, denn die USA haben eine hegemoniale Rolle in dieser Allianz, und USA ist der beste Freund von Israel. Idealfall für Israel wäre, wenn es Mitglied der Nato wäre – vermutlich existiert so etwas jetzt schon, aber noch nicht offiziell: man stelle sich vor: ITO (Israel Treaty Organisation). Oh, du arme Welt!! Die Frage ist, welche Staaten ein Interesse daran haben, Mitglied der ITO zu sein, denn durch dieses Bündnis würde nicht der eigene Staat verteidigt. Vermutlich versprechen sich jene Regierungen etwas davon, die tief im westlichen Finanz- und Beziehungssystem drinstecken. Ein internationales Finanzsystem jedenfalls gibt es, und die USA sind seine Beherrscher – sonst wäre es nicht möglich, dass sie darüber entscheiden können, wer davon ausgeschlossen wird. Besitzt die Nato ein Monopol, z.B. andere vom Finanzsystem auszuschliessen, oder mit dem Finger auf eine Regierung zu zeigen, und zu sagen, sie ist böse: sie muss Mitglied werden, oder beseitigt werden. Die Bevölkerung des Westens jedenfalls hat die Anweisung erhalten, Russland böse zu finden, und seit neuestem auch China.

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