Gemeinsamkeit von Pädagogik und Politik:

gezielte Beeinflussung, damit andere das tun, und die Haltung einnehmen, die man selber will.

Grundsätzlich besteht ein Unterschied allerdings darin, dass Erziehung auf Unmündige gemünzt ist, Politik aber auf Mündige. Der Wille, zu bestimmen, was der andere tut, und welche Haltung er einnimmt, hat eine gewisse Nähe zu Macht. Dem wahren Erzieher freilich, wird es nicht um Macht gehen, sondern darum, in den ihm Anvertrauten, die eigene Denkfähigkeit zu entwickeln – aber sowohl für den Erzieher als auch den Politiker sind gut und böse entscheidende Begriffe.

Hier zwei grundlegend verschiedene Ethik-Verständnisse:

1) Böse ist, was sich den Zielen des eigenen Clans widersetzt.

2) Böse ist, Ziele zu verfolgen, die zu Lasten des andern gehen bzw. ihn schädigen oder in seiner Entfaltung behindern.

Wenn ein Staat eine Clan-Ethik praktiziert, kann es sich nur noch pro forma um einen Rechtsstaat handeln.

Wer sich für das Phänomen „Erziehung“ und damit in Zusammenhang stehende allgemeinere Gesichtspunkte interessiert, könnte in nachfolgender kurzer Schrift (pdf) einiges Interessantes finden.

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