Warum hat Hitler die UdSSR angegriffen?

a) allgemein:

Im geheimen Zusatzprotokoll (des Hitler-Stalin-Paktes) wurden der UdSSR als Interessenssphäre Ostpolen, Bessarabien, Finnland und die Baltischen Staaten zugesprochen – das aber war für die Machtambitionen Stalins ein Klacks! vor allem dann, wenn man bedenkt, was er erreichen konnte, wenn Deutschland am Boden lag, das heisst, er sich auf die Seite der Westalliierten schlug – was allerdings früher oder später Krieg mit Deutschland bedeuten musste.

Dass zum Zeitpunkt des Abschlusses des Nichtangriffspaktes zwischen Hitler und Stalin (am 24. August 1939), die UdSSR schon Teil der Allianz der Westalliierten war, lässt sich aus drei Punkten ableiten:
– es bestanden geheime Kontakte Churchill – Stalin [1]

– Stalin brauchte die „Erlaubnis“ der Westalliierten für den Einmarsch in Polen, sonst wäre er Gefahr gelaufen, dass sie (die Wahrer der Interessen Polens notabene) auch ihm den Krieg erklären würden.

– Damit die West-Alliierten gegen Deutschland siegreich sein konnten, waren sie auf die UdSSR als Ostalliierten angewiesen, das heisst, sie konnten nur aufgrund dieser Zusicherung es wagen, Deutschland (am 3. Sept. 1939) den Krieg zu erklären, nach seinem Angriff auf Polen (am 1. September).

Ein weiterer Punkt in diesem Zusammenhang ist, dass fast zwingend anzunehmen ist, dass der Kriegseintritt der USA zu einem bestimmten Zeitpunkt, Teil dieser Planungen war.

Es ist verständlich, dass die Friedensangebote Hitlers (am zweiten Tag des Polenfeldzuges, und an dessen Ende) für die Westalliierten (Churchill) nur Störungen ihrer Pläne bedeuteten, auf die sie unmöglich eingehen konnten, da sie das Projekt eines Weltkrieges verfolgten, an dessen Ende Deutschland am Boden lag.

Stalin hatte durch seine geheime Allianz mit den Westalliierten Deutschland in der Hand: um es zum Bruch kommen zu lassen, und trotzdem das Gesicht wahren zu können, musste er nur seine Forderungen erweitern, und Gebiete annektieren, deren Inbesitznahme eine Bedrohung Deutschlands darstellten (strategisch, oder bezüglich Versorgungssicherheit).

Der GB-Mann Churchill hat es sicher verstanden, Stalin ordentlich Honig ums Maul zu schmieren: was für ein mächtiger Mann er sein werde, wenn Deutschland zerstört sei; und die Grenzen zwischen dem kommunistischen, und dem kapitalistischen Reich – mitten durch Deutschland sozusagen – werden die beiden Herren auch schon festgelegt haben, unter Abstimmung mit dem smarten Roosevelt.

b) konkret

,, Hitlers Absicht, die Sowjetunion anzugreifen, entstand dann in einer ganz konkreten Lage. Im Juni 1940 annektierten die Sowjets Bessarabien und die Nordbukowina. Damit näherten sie sich bedrohlich den rumänischen Erdölquellen, aus denen Deutschland zu einem großen Teil versorgt wurde. Zu der Zeit lagen den 6 deutschen Sicherungsdivisionen an der Grenze zwischen Polen und der Sowjetunion bereits etwa 150 russische Heeresdivisionen gegenüber.“ Hitler reagierte. Im Juli 1940 gab er erstmals Weisung an die Oberkommandos des Heeres und der Wehrmacht, die Möglichkeit eines Angriffs gegen die Sowjetunion zu untersuchen. (Zeitgleich gab Stalin in Moskau die gleiche Weisung für einen Angriff gegen Deutschland) Als die deutsche Reichsregierung im September 1940 den Versuch machte, die Sowjetunion in den kurz zuvor gegründeten Dreibund zwischen Deutschland, Japan und Italien einzubeziehen, wurde der sowjetische Außenminister Molotow zu Besuch nach Deutschland eingeladen. Der aber erklärte in Berlin zur Überraschung der deutschen Seite, daß das „Geheime Zusatzabkommen“ vom August 1939 über die Aufteilung der Interessengebiete in Osteuropa ausgedient habe, und daß die Interessengrenzen neu ausgehandelt werden müßten. Dazu forderte erfolgende Staaten und Gewässer für die Sowjetunion: Spitzbergen, Finnland, die Ostseeausgänge, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, die Donau, Jugoslawien, Griechenland, die Türkei mit dem Schwarzmeer-Ausgang und den Iran. Da die Sowjets inzwischen alle Staaten, die 1939 ihrer Interessensphäre zugesprochen worden waren, annektiert oder zumindest angegriffen hatten, mußte die deutsche Seite davon ausgehen, daß die Sowjetunion nun ebenfalls beabsichtigte, diese hier genannten Staaten zu unterwerfen. Das hätte Deutschland seiner Rohstofflieferanten, seiner Handelspartner in Süd-Osteuropa und seiner Bewegungsfreiheit in der Ostsee beraubt, und den Kommunismus bis zu den Grenzen Italiens und Deutschlands vorgelassen. ,,

,, Hitler, der mit dem geplanten neuerlichen Pakt mit Stalin eigentlich Großbritannien zu einem schon mehrfach angebotenen Frieden bringen wollte, sah sich plötzlich der Gefahr einer britisch-russischen Zange ausgesetzt. Seine Befürchtungen in dieser Richtung wuchsen vom Spätherbst 1940 mit dem Eintreffen immer neuer Nachrichten vom weiteren Aufmarsch der Roten Armee, den er selbst in einem Gespräch mit dem rumänischen Staatschef Antonescu als den „größten Aufmarsch der Geschichte“ bezeichnete. Erst angesichts dieser neuen Gefahr beschloß Hitler den Angriff gegen die Sowjetunion. Der später so brutal geführte Krieg in der Sowjetunion, entsprang dieser Situation vom Oktober 1940. Von seiner Entstehung hergesehen, hatte auch der Krieg gegen die Sowjetunion zunächst nichts mit Hitlers Lebensraum-Vorstellung oder mit einem „Großen Plan“ zu tun. ,,

Gerd Schultze-Rhonhof: Der Krieg, der viele Väter hatte, 2014 Reinbek/München; Die Gegentheorie, S. 613, 614

[1] ,, Tatsache ist auch, dass Churchill und Stalin bereits am 15. Oktober 1939 einen geheimen Pakt zur Kooperation in einem Vierfrontenkrieg gegen Deutschland ausgehandelt hatten. Churchill war damals britischer Flottenminister und Angehöriger des Kabinetts. Im Juli hatte man sich darauf geeinigt, dass die Westalliierten im Fall eines gemeinsamen deutsch-sowjetischen Angriffs auf Polen lediglich Deutschland den Krieg erklären würden. Stalin unterzeichnete den Pakt am 28. Januar 1940 und Churchill am 8. Februar 1940. Diese Information „beruht auf dem Inhalt des sogenannten Dossiers S-32 von Marschall Mannerheim und wurde von dort von Vilho Tahvanainen, dem Geheimagenten des Marschalls, der während des Krieges mit diesem zusammengearbeitet hatte, kopiert.“

Im Zusammenhang mit Obenstehendem wird Folgendes klar:

,, In Nürnberg [Kriegsverbrecherprozesse] wurde es den Deutschen nicht erlaubt, irgendwelche Dokumente über die Zusammenarbeit zwischen Churchill und Stalin vorzulegen, und auch die Anklage erhielt keine diesbezüglichen Informationen. ,,

Von den Churchill-Stalin-Kontakten weiss ich von hier:

Klicke, um auf menuhin-gerard_wahrheit-sagen-teufel-jagen.pdf zuzugreifen

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