Sein – oder Wirklichkeit – mit dem Willen einer Person gleichsetzen

Das tun die semitischen Religionen (Judentum, Christentum, Islam) indem sie das Universum – den Kosmos, das Sein, die Natur – nicht als unendlich auffassen (unendlichen Zusammenhang, unendliche Möglichkeit, unendliche Varietät), sondern Objekt, das die Wirkung eines personalen Willens sei (einer rein geistigen, wollenden, allmächtigen Person).

Anschlussfragen:

– Kann es letztlich überhaupt ein Aufnehmen, Empfangen, Einsehen, auf-sich-wirken-Lassen geben, wenn der Kosmos nicht unendlich ist, sondern nur Wille eines personalen Gottes?! denn, wohlverstanden: auf die rein geistige, wollende, allmächtige Person selber kann sich das Aufnehmen, Empfangen, Einsehen, auf-sich-wirken-Lassen nicht beziehen, denn diese ist Gegenstand des Glaubens, und somit letztlich selbst nur eine Art Wollen (gerichtet sein auf die Zukunft).

– Worin besteht die rein geistige, allmächtige Person sonst noch ausser Wollen (Willen)? Oder anders gefragt: kann sie überhaupt bestehen, ohne Körperlichkeit?! Denn wir müssen uns bewusst sein: Wollen – das Streben nach einem Realisierungsakt – kann nicht sein, ohne etwas, auf das es sich bezieht, ausserdem kann die Realisierung nicht nur im Geiste bestehen.

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