Können die Menschen in Widersprüchen, Wahnideen und Lügen vereinigt sein?

Etwas anders gefragt: Können die Menschen mit etwas – zum Beispiel Regierung, Ideologie oder Medien – eine Einheit bilden, das sie um die Entfaltung ihres materiellen und geistigen Seins betrügt?

Die Menschen können dann mit etwas eine Einheit machen, das sie um ihr materielles und geistige Sein betrügt, wenn ihnen diese Gruppe sagt, sie seien die Guten, wenn sie gegen die Bösen Krieg führen würden. Natürlich sagen die Betrüger nicht, dass die Bösen böse sind, weil sie sich weigern die Währung der Betrüger zu ihrer eigenen zu machen. Dem Guten schlecht und der Wahrheit Lüge sagen, ist die tägliche Anstrengung der Betrüger.

Wie hängen Religion und Politik zusammen? Sie hängen so zusammen, dass beide stets im Namen des Guten, Wahren, Wertvollen oder Höchsten auftreten und im schlechten Fall nur eine Gruppenideologie vertreten. Ruinös für eine politische oder religiöse Einheit (Staat, Kulturkreis, Bündnis) wirkt es sich aus, wenn es ein Netzwerk von Betrügern ist, das den Menschen sagt, wer die Guten und wer die Bösen sind.

Welche Realität anerkennt der Sektenangehörige, Fundamentalist, indoktrinierte Parteigänger, Opportunist oder manipulierte Medienkonsument? Er gehört innerhalb seiner Gruppe zu den Guten, ethisch Wertvollen oder Rechtschaffenen – die Realität, die er anerkennt, ist die Gruppenrealität oder anders ausgedrückt: eine aufgespaltene Wirklichkeit. Die Übereinstimmung mit seiner Gruppe ermöglicht ihm, mit einer eingeschränkten Wirklichkeit übereinzustimmen und durch die Abgrenzung zu Überlegenheit, Macht oder Geborgenheit kommen.

Seinen Verstand dazu benützen, sich vom Sein abzuspalten, das heisst, sich selber oder die anderen Menschen mit Widersprüchen, Illusionen und Lügen zu füttern, ist eigentlich pathologisch oder lebensfeindlich.

Welches ist der Hintergrund dieser Geisteshaltung und welche Ziele ergeben sich daraus? Der Hintergrund kann ein Stamm sein, der zu seinem Überleben eine Ideologie braucht, die den Stamm zusammenhält (eine völkische oder Stammesreligion). Wenn der Stamm besiegt wurde und das Land oder die Stadt auf dem er siedelte, nicht mehr ihm gehört, droht die Auflösung durch Assimilierung und Zerstreuung – eine Ideologie (Religion) der Selbstüberhöhung kann seinen Zusammenhalt retten. Die Selbstüberhöhung bedeutet Abgrenzung gegen andere Menschen bzw. Völker. Wodurch soll diese Aufspaltung aufrechterhalten werden, ausser durch Widersprüche, Wahnideen und Lügen? Soll das Sein durch eine Stammesreligion erfasst werden? Welches Verhältnis des Stammes ergibt sich zu den anderen Menschen und Völkern, wenn es nicht etwas gibt, worin sowohl er selber als auch die anderen Menschen oder Völker sind? Die grosse fortwährende Aufgabe des Stammes ist es, die eigene Wirklichkeit als Gegenwirklichkeit aufrechtzuerhalten – alles andere würde Auflösung und Assimilierung bedeuten. Sehr hilfreich für dieses Ziel ist es, die eigene Abgrenzung für Geschäftstätigkeit zu nützen – auf diese Weise wird ein natürlicher Antrieb zur Perpetuierung der Abgrenzung geschaffen.

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