Die Eliten der USA und das Selbstbestimmungsrecht der Völker

Die Israeliten und das Himmelsbrot – James Tissot

Unter Elite könnte man diejenigen Personen verstehen, die einen Staat prägen, sei es durch ihre Entscheidungen oder ihren Einfluss – die offizielle, gewählte Regierung wird allerdings nicht als Elite bezeichnet (aber es ist möglich, dass Mitglieder der gewählten Regierung zur finanziellen, wirtschaftlichen oder intellektuellen Elite gehören können).

Wer prägt den Staat USA? Geprägt ist er durch eine Verteilung des Reichtums, der sich mittlerweile mit dem Zustand im Mittelalter vergleichen lässt (Leibeigene fehlen noch) und einen enormen Drang in das Leben der Völker auf der ganzen Welt einzugreifen. Wenn Elite definiert wird als diejenigen Personen, die einen Staat prägen (sei es durch ihre Entscheidungen oder ihren Einfluss), dann gibt uns das einen Hinweis darauf, wes Geistes Kind die Elite der USA ist.

Das Selbstbestimmungsrecht eines Volkes kann durch militärische Gewalt verhindert werden oder durch das Herbeiführen eines Umsturzes mit Hilfe separatistischer Kräfte. Was soll das Ziel davon sein? Kaum die Ausweitung des eigenen Territoriums. Aber fragen wir die USA: Was sind eure Ziele, indem ihr Staaten wie Irak, Libyen, Afghanistan, Syrien, Jemen zerstört und mit Iran, Russland und China eigentlich nichts anderes vorhabt? Die Antwort von Biden, Harris, Blinken, Austin ist klar und auch Merkel, Macron und Johnson werden dasselbe sagen, ebenso wie die westlichen Medien und deren Konsumenten – sie sind im Profit und ihrer Maskerade zusammengeschlossen und leben vom Manna der ethisch Höherstehenden.

Unter «Elite der USA» kann man ihre superreichen Personen verstehen: Jeff Bezos (179 Milliarden), Bill Gates, Mark Zuckerberg, Warren Buffett, Larry Ellison, Steve Ballmer, Elon Musk, Larry Page (67.5 Milliarden), … Was meinen diese höchst einflussreichen Personen zur Zukunft von Irak, Libyen, Afghanistan, Syrien, Jemen, Iran, Russland und China? Und was meinen Sie zu Israel, dem besten Freund der USA? Was meinen sie zu den Zielen der Neocons? Was halten sie vom Selbstbestimmungsrecht der Völker? Vielleicht würden sie sagen: Es sind nicht wir, die das amerikanische Schiff steuern, wir können uns selber nur im Rahmen bewegen, der uns vorgegeben ist. Und auch wir profitieren vom Dollar als Weltwährung – was wäre passiert, wenn Saddam Hussein tatsächlich seinen Ölhandel anstatt in Dollar in Euro abgewickelt hätte, und wenn Gaddaffi eine afrikanische Währung auf Goldbasis eingeführt hätte? Wäre dadurch die Macht der USA andere Staaten nach ihren Wünschen zu dirigieren, gestärkt worden?

In welche Richtung soll die Welt dirigiert werden? Dazu müssen wir nur den Staat betrachten, der diese Richtung bestimmt, das heisst, die USA. Wir müssen uns im Klaren darüber sein, wenn sich die Träume derjenigen realisieren, die zur Zeit das amerikanische Schiff steuern, dann werden Russland, China, der Iran in Zukunft so aussehen, wie der Irak jetzt. Was soll der Profit sein, was wären die Konsequenzen und worin soll der Sinn des Ganzen liegen? Die Idee ist vermutlich: Es gibt die erste Welt (USA und ihr bester Freund), die zweite Welt (Europa) und die dritte Welt (Funktion als Herkunftsland von Rohstoffen und Erzeugnissen aller Art, aber im Stand der Technik immer hinter USA zurückbleibend). Wie soll die Umsetzung dieses Ziels erreicht werden? Was meinen die amerikanischen Eliten dazu? Schwierig, hä?!

Voraussetzung für die weltweite Dominanz der USA ist, dass die USA Europa dominieren (die USA, ein Zwerg mit transatlantischer Zipfelmütze). Man kann also sagen, dass sich 1914 und 1939 für die USA gelohnt haben (der Erfolg wurde mit den europäischen Verbündeten GB und F sichergestellt).

Werden die USA von den europäischen Medien wegen ihrer geistigen und charakterlichen Qualitäten und der entsprechenden Rhetorik unterstützt oder wegen finanzieller und geschäftlicher Verbindungen oder steht Europa unter Zwang, indem die USA eine militärische Gefahr darstellen? Wir nehmen doch an, das Übergeordnete sei die Staatlichkeit der USA und nicht ein Clan, der über ihr Finanzsystem gebietet. Ohne weiteres aber kann man sagen, dass für die Staatlichkeit der USA die Sicherstellung der Fähigkeit der Gewaltausübung eines anderen Staates (gemeint ist der beste Freund der USA, das heisst, Israel) leitend ist.

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