Die Hinterhältigkeit des Schweizer Fernsehens SRF:

SRF Sternstunden Philosophie live im Pfalzkeller St. Gallen am 16. 09. 2012

Das ist doch ein gefundenes Fressen für einen Philosophie-Interessierten wie mich, denke ich. Ausserdem kannst Du hier ein bisschen live TV – Luft schnuppern. Ich melde mich also übers Internet bei den Sternstunden Philosophie für die live-Sendung an und erhalte eine Bestätigung.

Am 16. September 2012 ist wunderbares Wetter, ich begebe mich mit dem Zug nach St. Gallen, spaziere durch die Stadt und erreiche den Pfalzkeller.

In der Nähe des Eingangs spricht mich ein junger Mann in zivil an, merkwürdigerweise spricht er mich mit „Weltmeister“ an, gibt sich als Kantonspolizist zu erkennen, fragt, was ich da wolle. Ich sage, der live-Sendung beiwohnen, ich hätte eine bestätigte Einladung. Er fragt, ob ich eine Identitätskarte dabei habe, ich sage, nein, aber ein Halbtagsabonnement und eine Postcard. Er sagt, das genüge nicht, sie müssten mich auf den Polizeiposten mitnehmen zur Identitätsüberprüfung.

Es fährt ein Polizeiauto heran, ich muss einsteigen, und werde etwas später in ein anderes verfrachtet; ersteres war von der Kantonspolizei, zweiteres von der Stadtpolizei. Die Stadtpolizei hat an der Vadianstrasse ein supermodernes Gebäude mit modernsten Zellen darin, fensterlos, in eine solche kam ich. Nach etwa einer halben Stunde werde ich von einem Polizisten befragt, ich schildere ihm die Lage, er sagt, sie hätten den Auftrag gehabt, wenn einer mit einem auffälligen Militärhut (steifer Oberstenhut, heute nicht mehr gebräuchliche Militärmütze) erscheine, ihn abzuservieren. Er gebrauchte tatsächlich dieses Wort. Dann passierte etwa eine Stunde nichts mehr. Schliesslich kam einer und liess mich raus.

Widersprüchlich ist, dass ich als ein Mensch mit unbekannter Identität behandelt wurde, obwohl vermutlich jeder Polizist in St. Gallen mich kennt: zum Beispiel weil ich einmal mit der Axt ein Verkehrsschild beschädigt habe, oder am Waaghaus eine Scheibe eingeschlagen hatte – bloss weil ein Bild von Nana Mouskouri daran klebte – als Jubel Trubel herrschte.

Die Leute von SRF kannten mich, weil ich schon sporadisch in Leutschenbach erschienen bin, und gefragt habe, ob ich in der Kantine etwas trinken dürfe. Manchmal liessen sie mich herein, und manchmal nicht. Der Sicherheitschef von SRF sagte mir später am Telefon, es hätte Leute gegeben, die mich als Gefahr empfunden hätten und denen der Hut nicht gepasst hätte.

Fazit (siehe Dokument Hausverbot SRF): Paul Meyrat lic. jur. bil. vom Rechtsdienst SRF hat hinterhältig und betrügerisch gehandelt: wieso sonst könnte er sich für eine Polizeiaktion auf ein Hausverbot berufen, das er einen Tag später ausspricht, und quasi sich darauf berufen, der Pfalzkeller in St. Gallen sei SRF-eigenes Territorium?!

Ein Hausverbot für SRF hat zum Zeitpunkt vom 16.9.2012 nicht existiert, Herr Meyrat hat sich also der Lüge schuldig gemacht.

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