Sind die Gesetze der jüdischen Gottperson im Dienste aller Menschen?

Das heisst, sind sie demokratisch, und antirassistisch? Da die jüdische Abstammungsgemeinschaft seit 1948 einen eigenen Staat besitzt – einen westlichen Staat in einem fremden Kulturkreis, dem arabischen Raum – ist die Relevanz dieser Frage grösser geworden als zu jener Zeit als sie noch ohne eigenen Staat war.

Die Grundlage des Staates Israel ist die Religion, das heisst, die rein geistige, wollende, allmächtige jüdische Gottperson. Ist es diese göttliche Person, die den Juden sagt, dass die eingeborenen Bewohner Palästinas kein Existenzrecht an ihrem angestammten Wohnort haben, und dass die Juden recht daran tun, sie zu vertreiben? In diesem Fall würden wir auf den Widerspruch von Demokratie und Antirassismus zu einem göttlichen Gesetz stossen.

Der Anspruch der Juden auf Palästina wird mit der Religion begründet, das heisst, durch einen Glauben, und die Zugehörigkeit zur Religion wird durch die Abstammung bestimmt: Das heisst, das Recht, in Palästina zu wohnen, hängt von der Abstammung ab, unabhängig davon wo auf der Welt man geboren wurde.

Der Sinn des jüdischen Staates Israel ist, dass Juden die Regierung bilden, und das überwiegende Staatsvolk Juden sind. Da die ursprünglichen Bewohner des beanspruchten Territoriums Araber sind, und diese sich schneller vermehren als die Juden, ist die Doktrin des Staates Israel klar: Vertreibung der einheimischen Bewohner, und Förderung des Importes von Juden aus aller Welt.

Man könnte sich fragen: Was hat Religion mit Politik zu tun? Religion hat mit der Lebensweise und der Weltanschauung zu tun; der Iran zum Beispiel möchte eine muslimische Regierung, und keine jüdische, oder christliche, aber auf seinem Territorium dürfen Christen und Juden leben.

Man kann sich fragen, was einer Staatsgründung vorangeht: das Leben eines Volkes auf einem bestimmten Territorium, oder das Herholen eines bestimmten Volkes aus aller Welt auf ein bestimmtes Territorium, das allmählich durch Gewalt – und unter dem Schutz von Grossmächten – in den eigenen Besitz genommen wird?

Was hat Religion mit Politik zu tun? Hätte die Abstammungsverbundenheit – ohne Religion – schon genügt, um die west-alliierte Welt davon zu überzeugen, dass dieses Volk, das über die ganze Welt zerstreut ist, einen eigenen Staat braucht: einen westlichen Staat in einem fremden Kulturkreis unter Einsatz von Gewalt?! Wenn das Judentum einfach eine Religion wäre – ohne den Hintergrund einer Abstammungsgemeinschaft – dann hätte die Forderung nach einem eigenen Staat völlig komisch angemutet. Andererseits hat die Verbindung von Religion und Abstammung Sektencharakter – obwohl das Judentum als (Welt-) Religion gilt.

Der Hintergrund der Etablierung eines jüdischen Staates in Palästina bildete der Erste Weltkrieg mit der Balfour-Deklaration („Heimstätte für die Juden“), und der Zweite Weltkrieg mit der Holocaustdoktrin („Schutzraum für die Juden“). Wie sieht es nach 71 Jahren Heimstätte für die Juden, und Schutzraum für die Juden aus? Es sieht so aus als ob die ursprünglichen Bewohner dieses Landes eine Heimstätte und einen Schutzraum brauchen! An dieser Stelle sollte noch gesagt werden, dass die politisch-religiöse Abstammungsgemeinschaft, die sich durch Gewalt auf diesem Territorium etabliert hat weder eine Verfassung noch festgelegte Landesgrenzen besitzt! Dass so etwas von den offiziellen Institutionen (Staaten) dieser Welt als Staat behandelt wird, lässt tief blicken!

Wenn es jemandem nach dem Gesagten einfällt, mich „Antisemit“ zu nennen, möchte ich ihn fragen, ob er damit meine, ich sei ein Antidemokrat, oder Rassist? Wenn er mir mit „Antisemit“ bloss vorwirft, ich sei nicht bereit, die Juden über andere Völker zu stellen, möchte ich ihn fragen, ob er die Absicht habe, die Sprache zu benutzen, um Inhalte zu verwischen?!

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