Wer Furcht verbreitet, ist selbst nicht ohne Furcht

Meiner Meinung nach sollten USA & Israel endlich ihrem eigenen geistigen und charakterlichen Defizit den Krieg erklären. USA & Israel spüren ihr Sinndefizit deshalb nicht, weil sie ihren Sinn und ihr Ziel über ein Objekt definieren, zu dem sie ein Machtverhältnis haben – die andere Möglichkeit wäre die Entfaltung des eigenen Geistes.

Frage an USA-Trump und Israel-Netanjahu: Was sind die anderen Menschen und der Kosmos für den Menschen, wenn seine Freude ihn von den anderen Menschen und dem Kosmos trennt?

Wenn USA-Trump aus innenpolitischen Gründen Beschäftigung für sein Kriegsministerium sucht, dann heisst das, er sucht ein Opfer gegen das er einen Krieg gewinnen kann: Ich denke, mit Venezuela hat er eine schlechte Wahl getroffen.

https://de.rt.com/kurzclips/video/255357-luege-wie-massenvernichtungswaffen-im-irak/

«Russland, China, Iran sind böse», das ist Teil des Tagesablaufs des West-Bürgers durch seinen Medien-Konsum.

Das Schöne daran ist, er weiss so, dass er zu den Guten gehört. Es fällt ihm allerdings nicht mehr so leicht wie früher, sich in diesem Gefühl selbstzufrieden zurückzulehnen: Wenn er Überschriften sieht, wie«Drei Diktatoren – eine „Front gegen die Freiheit“»(gemeint sind der China-, Russland- und Nord-Korea-Chef), dann ist er mittlerweile nicht mehr so sicher, ob es diese «Diktatoren» sind, die ihn seiner Freiheit berauben wollen – oder ob es nicht ein ausländisches Konsortium oder gar eine rassistische Sekte mit staatlichem Sitz in Tel Aviv sei. Anders ausgedrückt, er fragt sich, ob das politische Spiel, das im Westen getrieben wird, ihm selber oder seinem Staat etwas nütze?

https://de.rt.com/meinung/255054-lanz-in-panik-russland-hat/

Was ist der Sinn oder das Ziel des Westens? «Der Westen» ist nicht nur ein Staat, sondern viele Staaten und auf drei Kontinenten – also kann er sich nicht aus der eigenen Kultur, Tradition, Geschichte, Religion oder Ideologie definieren. Was verbindet ihn? Meiner Meinung nach nicht viel mehr als die Wünsche Israels und folglich den USA, plus das dazugehörige Beziehungs- und Finanznetz. Das weitere Merkmal der Einheit des Westens ist der groteske Anspruch der moralisch-ethischen Überlegenheit über den Rest der Welt – der nur deshalb nicht grotesk erscheint, weil die Medien Teil des Beziehungs- und Finanznetzes sind.

Was gäbe dem Westen die innere Ruhe oder den inneren Frieden? Leider nicht einmal das Erreichen des Ziels, dass die ganze Welt zum «Westen» wird – da der Kern der Ideologie von der er geleitet wird, Aufspaltung, Herrschsucht und Unersättlichkeit ist. Abschlussfrage: Was sind die anderen Menschen und der Kosmos für den Menschen, wenn seine Freude ihn von den anderen Menschen und dem Kosmos trennt?

Was ist ein Kriegsverbrecher?

Ein Kriegsverbrecher ist eine Person, die für schwere Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht verantwortlich ist. Die wichtigsten Merkmale und Handlungen umfassen:

– Verbrechen gegen die Menschlichkeit (z. B. systematische Mord-, Vertreibungs- oder Folteraktionen gegen Zivilisten).

– Kriegsverbrechen (z. B. Tötung von Kriegsgefangenen, Angriffe auf zivile Ziele, Einsatz verbotener Waffen).

– Völkermord (gezielte Vernichtung einer ethnischen, religiösen oder nationalen Gruppe).

– Verbrechen gegen den Frieden (Planung und Führung eines Angriffskrieges).

Rechtliche Grundlage:

Definitionen stammen aus den Römischen Statuten des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) und den Nürnberger Prozessen. Die Taten müssen vorsätzlich und Teil eines systematischen Plans sein.

Interessant ist vor allem der Punkt: Verbrechen gegen den Frieden (Planung und Führung eines Angriffskrieges). Und dass die Taten vorsätzlich und Teil eines systematischen Plans sein müssen: Existierte ein Plan bzw. planmässige Handlungen des Westens zur Zerstückelung Russlands und Aufhebung seiner Zentralregierung unter Benutzung der Ukraine als hochgerüsteter Quasi-NATO-Staat?

https://de.rt.com/kurzclips/video/255017-beleidigend-und-hilflos-merz-erntet/

Opportunistische Parteigänger mit Blut an den Händen

Wann werden die beiden Fraktionsvorsitzenden des deutschen Bundestags in Gaza eintreffen – denn, wie jeder Konsument der Westmedien weiss, bringen Israel, USA und EU auch in Gaza der Bevölkerung Demokratie, Freiheit und Menschenrecht. Aber in Gaza kann als Feind von Demokratie, Freiheit und Menschenrecht nicht Putin genannt werden.

Opportunistische Parteigänger einer rassistischen Sekte mit Blut an den Händen: Gespaltene Persönlichkeiten, das heisst, ihr Charakter, Geist und Psyche driften auseinander.

https://de.rt.com/inland/254778-es-ist-putin-krieg-will/

Was ist rechts für die Regierung Deutschlands 2025? Ich frage deshalb, weil sie Israel und die Ukraine unterstützt – und dort die massgebenden Kräfte rechtsextrem sind.

Am Gängelband einer rassistischen Sekte

Von wem könnte die Rede sein? An einen politischen Block würde man nicht als erstes denken. Wir können uns fragen: Unter welcher Führung, Ideologie und Zielen ist der Westen zusammengeschlossen? Die Hinweise sind eindeutig: Unter der Führung, Ideologie und Zielen Zions (Israels).

Was ist daraus zu schliessen, dass der Westen das rassistische Verbrechertum der jüdischen Abstammungsgemeinschaft Israels ignoriert oder schönredet? Es ist daraus zu schliessen, dass er am Gängelband einer rassistischen Sekte läuft und dass sehr viel Geldmacht im Spiel sein muss, in die er involviert ist.

Wir müssen uns im Klaren darüber sein, dass ein politischer Block, der unter der Führung Zions (Israels), dessen Ziele realisieren will, auf Schritt und Tritt lügen muss, weil sie dem Allgemeinwohl entgegengesetzt sind – was wiederum bedeutet, dass sich politische Strukturen entwickeln müssen, die vom Willen des Volkes abgehoben sind, was sich ohne den Betrug der Medien am Volk nicht realisieren lässt: Im Endeffekt handelt es sich bei den Regierungen unter der Führung Zions um einen abgehobenen Zirkel, der gegen das Volk arbeitet.

Muss Putin, Lügen verbreiten, um seine Handlungsweise zu rechtfertigen? Wie steht es diesbezüglich mit NATO, Israel, USA und EU? Der vom Ausland (USA) organisierte West-Putsch in der Ukraine 2014 machte aus der souveränen Ukraine einen Staat, dessen Handeln vom Westen diktiert wird – der westlichen Bevölkerung wurde das als ein Vorgang verkauft, der eine diktatorische Ukraine zu einem demokratischen Staat gemacht habe. Warum sagen USA & Israel und die EU den Bewohnern von Gaza nicht: Wir bringen euch Demokratie, Freiheit und Menschenrecht? So wie wir der Ukraine Demokratie, Freiheit und Menschenrecht bringen. Bei dieser Frage wären auch wieder einmal die Dr. Phils angesprochen.

Ist Trump ein Instrument Zions (Israels)? Seine Handlungsweise bezüglich Gazas lässt daran keine Zweifel. Klar ist, dass Russland das Ziel eines Grossisraels nicht gutheissen wird – und deshalb muss es als Grossmacht aus dem Weg geräumt werden. Die Frage ist: Was tun, wenn dieser Traum ausgeträumt ist?

Entmenschlichung und Demokratieförderung

Die EU-Kommissionspräsidentin möchte zum Ausdruck bringen, dass Putin zu den Tieren gehöre, sie aber zu den Menschen. Andere Menschen entmenschlichen, um ihnen ihr Land wegzunehmen, das tut Israel – dass die EU-Kommissionspräsidentin dasselbe macht, lässt darauf schliessen, dass sie ihr Heu auf derselben imperialen Bühne hat.

Die EU, will sagen USA & Israel, hätten es lieber gehabt, wenn es sich bei Russland um eine Antilope gehandelt hätte – leichte Beute.

https://de.rt.com/kurzclips/video/254623-von-leyen-putin-ist-raubtier/

Selbstbestätigungszirkel mit Problemen

Es gibt tatsächlich Menschen, die meinen, sie würden sich in einem religiösen oder spirituellen Zustand befinden, wenn sie durch Widersprüche, Illusionen und Lügen in den emotionalen Zustand der Unterwerfung, der Macht oder des Gefühls der Überlegenheit versetzt worden sind.

Das Spiel des ‘demütig sein gegenüber dem einen und hochmütig gegenüber dem anderen’ kann natürlich auch rein säkular gespielt werden. Das Problem für die EU-Granden ist, dass zu ihrem Selbstbestätigungszirkel die USA und Israel gehören müssen – sonst sind sie nur noch eine Herde von orientierungslosen, unselbständigen Schafsköpfen.

https://de.rt.com/international/253763-vormarsch-muss-fortgesetzt-werden-wichtigste-was-europa-in-washington-erreichen-konnte/

Sinnfindung durch Unterwerfung und Macht?

Das Problem bei dieser Art Sinnfindung besteht darin, dass durch ein Unterwerfungs- oder Machtverhältnis keine Übereinstimmung mit dem Sein stattfindet: Übereinstimmung mit dem Objekt könnte durch Aufnehmen, Empfangen, Einsehen, Wahrnehmen, Auf-sich-wirken-lassen bestehen – bei Unterwerfung und Macht hingegen besteht das Verhältnis zum Objekt durch Wollen. Dass ein Machtverhältnis ein Verhältnis des Wollens ist, ist klar – aber warum ist ein Unterwerfungsverhältnis ein Verhältnis des Wollens? Weil Gehorsam und Glauben als auch Hoffen nicht ein Wahrnehmen oder Einsehen sind, sondern Willensakte.

Wollen ist Streben nach einem Realisierungsakt. Worin besteht der Realisierungsakt beim Machtverhältnis und worin beim Unterwerfungsverhältnis? Beim Machtverhältnis in der Aufhebung der Eigenständigkeit der Betroffenen (Menschen oder Staaten) – ihr Existieren ist nur noch äusserlich. Beim Unterwerfungsverhältnis kann der Realisierungsakt in einer Erlösung (ewiges Leben), Erfüllung eines Wunsches oder der Gewährleistung eines erfolgreichen Machtverhältnisses gegenüber anderen Menschen bestehen. Ein Realisierungsakt, der im Wahrnehmen und Würdigen des Objekts bestände, würde nicht Getrennt-sein vom Objekt bedeuten, sondern Übereinstimmung mit ihm: Subjekt und Objekt würden einen Zustand bilden: Der menschliche Geist wäre nicht getrennt vom Objekt, sondern hätte es in sich aufgenommen: Der Geist könnte sich selber wahrnehmen, geniessen und würdigen.

Womit stimmt die illusionäre Selbstüberhöhung – Hochmut – überein? Zum Beispiel mit Unterwerfung und Macht: Zwei Haltungen, die erlauben, aus den unendlichen Zusammenhängen der Wirklichkeit zwei abgegrenzte Wirklichkeiten zu machen. Damit, eine Wirklichkeit über die Wirklichkeit zu stellen – einen Gott, sich selber oder die eigene Gruppe – wird eine gewisse Überlegenheit über die Wirklichkeit erreicht: Ein willkürlich abgegrenztes Sein oder Existieren: Der abgegrenzte Teil wird zum Instrument, sich selber zu überhöhen. Womit besteht auf diese Weise eine Wesenseinheit oder Identität? Mit Menschen der eigenen Gruppe, deren Identität es ist, von den Zusammenhängen des Kosmos und der Wahrheit der anderen Menschen abgegrenzt zu sein, wie man selber.

Illusionäre Selbstüberhebung – Hochmut – ist nicht autark, sondern auf das angewiesen, wovon sie sich abgrenzt: Das heisst, den Betroffenen (Menschen oder Staaten) wird durch diese Seinsweise eine Rolle zugewiesen, die für sie unerfreulich oder fatal ist.

Der Mensch stimmt mit seinen Vorstellungen oder Ideen überein – aber seine Vorstellungen oder Ideen stimmen nicht unbedingt mit der Wirklichkeit überein. Leider kann das Sein oder die Wirklichkeit – der Kosmos und der Mensch – durch Vorstellungen oder Ideen, die nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmen, nicht aufgewertet werden, sondern nur abgewertet oder entwürdigt. Womit bildet der Mensch eine Einheit, wenn er eine Einheit mit widersprüchlichen, illusionären oder lügenhaften Vorstellungen bildet? Mit Emotionen, die ihm gefallen.

Wenn für einen Menschen das Höchste und Wertvollste seine Gruppe oder eine Gottperson ist – was ist dann für ihn die Wirklichkeit? Er macht eine Aufspaltung, das heisst, eine Wesenseinheit oder Identität mit einem abgegrenzten Sein. Welches Verhältnis ergibt sich dadurch zum anderen Teil der Wirklichkeit – zum Sein ausserhalb seiner Gruppe oder ausserhalb der Gottperson? Anders gefragt: Was ist für die Gruppe oder die Gottperson das Sein, von dem sie sich abgrenzen? Es ist Gegenstand der Macht bzw. Objekt der Geringschätzung oder Feind.

Die Wirklichkeit kann als Fluss (Zustand) oder als Objekt aufgefasst werden. Wenn das Sein als Zusammenhängen von Objekten – Dingen, Wesen, Menschen – aufgefasst wird, bedeutet es einen Zustand (Fluss). Diese Art, die Wirklichkeit oder sich selber aufzufassen, bedeutet eine Aktivität des Geistes, nicht eine des Willens. Aktivität des Geistes bedeutet, Realisieren seines Zusammenhangs – dadurch kann sich der Mensch nicht als das Absolute erfahren. Als das Absolute erfahren, kann er sich durch seinen Willen, den Willen einer Gruppe oder den Willen einer Gottperson, die sie über die anderen Menschen stellt. Um zur Wirklichkeit – dem Kosmos und den Menschen – das Verhältnis der Überlegenheit haben zu können, muss sie aufgespalten werden: Durch den Willen einer Gottperson oder den eigenen.

Kann der innere Friede gefunden werden, wenn das Höchste und Wertvollste ein Objekt ist, zu dem ein Verhältnis des Wollens oder Unterwerfung besteht? Kann der eigene Geist in sich selber ruhen, wenn der Mensch mit seinem Wollen – mit Angst, Hoffnung, Machtgelüsten oder Gehorsam – auf ein Objekt gerichtet ist? Worin kann der eigene Geist auf diese Weise ruhen, was geniesst er oder nimmt er wahr?

Ein Lebenssinn, der darin besteht, etwas zu haben, das die anderen nicht haben

Worin kann ein Lebenssinn bestehen, von dem die anderen Menschen ausgeschlossen werden? Es wäre etwas, das man selber – oder die eigene Gruppe – hat und die anderen Menschen nicht haben. Zum Beispiel die Abstammung oder ein Gott, der eine bestimmte Abstammung bevorzugt. Was ist die Folge davon, wenn Selbstverständnis und Selbstwertgefühl (Lebenssinn) aus etwas kommen, das von den anderen Menschen abgrenzt? Wenn der Lebenssinn in etwas besteht, von dem die anderen Menschen ausgeschlossen sind, kann er nicht im menschlichen Geist bestehen oder in dem, worin alle Menschen verbunden sind.

Was ist Geist? Geist ist Bewusstsein und insofern Körper-Bewusstsein und Welt-Bewusstsein. Das Ich ist allerdings nicht eine Abbildung der Welt, sondern ein Sich-stellen zu ihr: Bejahung und Verneinung und Handeln aufgrund von Affekten, Denken und Sprache. Widersprüche, Illusionen und Lügen wird niemand mit Geist gleichsetzen, sondern mit Mangel an ihm. Für einen entfalteten Geist bestehen der Kosmos und die anderen Menschen als Aufnehmen, Empfangen, Einsehen, Wahrnehmen, Auf-sich-wirken-lassen und der Geist ist um so erfüllter und reicher, je mehr er fähig ist, sie wahrzunehmen und einzusehen. Die Befriedigung kommt aus dem Fühlen der Einheit oder Verbundenheit mit ihnen – in seiner höchsten Form ist Geist das Fühlen einer Identität mit dem Sein.

Was geniesst der Mensch, wenn er seinen Geist einschränkt? Genuss heisst Übereinstimmung. Womit stimmt der Mensch überein, wenn er seinen Geist einschränkt, das heisst, sein Fühlen und Denken der anderen Menschen und des Kosmos? Einfach gesagt, mit einer eingeschränkten Wirklichkeit. Womit macht der Mensch eine Übereinstimmung, wenn er die anderen Menschen und den Kosmos zielgerichtet und durch selektive Wahrnehmung unter sich stellt oder wenn er sich einer Wirklichkeit über der Wirklichkeit – einem sogenannten Gott – unterwirft? Wenn keine Übereinstimmung mit dem Objekt der Freude da ist, woher soll dann die Freude kommen? Nehmen wir folgenden Fall: Eine Gruppe findet die Aussenstehenden minderwertig, aber sie beschäftigt sich Tag und Nacht mit ihnen und schon drei Jahrtausende: Was sind die Aussenstehenden für diese Gruppe? Haustiere, Objekte der Ausbeutung oder des Neides? Mit ihrem Gott können sie keine Einheit machen, weil er Gott ist und ihre Gruppe aus Menschen besteht. Woher kommt die Freude, wenn keine Übereinstimmung mit dem Objekt der Freude da ist? Kluge Antwort: Aus der Verachtung des Seins aus Hochmut, verbunden mit der Angst vor ihm.

Bedeutet Übereinstimmung mit dem eigenen Willen Übereinstimmung mit dem Verstand? Oder anders gefragt: Kann ich mit mir selber übereinstimmen, ohne mit dem Sein übereinzustimmen, das heisst, kann ich den inneren Frieden finden, wenn ich die Wahrheit und Realität der anderen Menschen und die Zusammenhänge des Kosmos abwehre?

Insofern ich die Realität und Wahrheit des andern nicht zulassen will, bedeutet das ein Wollen, ein stets kontrolliertes Wach-Bewusstsein, das sich nicht gehenlassen kann – und es bedeutet Unsicherheit, Ungewissheit, stete Abwehrhaltung, also eigentlich Angst. Warum sollte ich das Sein des anderen nicht zulassen? Die – nicht selektive – Wahrnehmung könnte eine Gefahr für mein Selbstwertgefühl bedeuten – also ziehe ich es vor, mein Selbstwertgefühl aus einer Abgrenzung zu beziehen. Allerdings schränke ich auf diese Weise das ein, was ich bin: Ich mache mich zu etwas Absolutem, das heisst, regle meine Zusammenhänge durch Willkür, zum Beispiel eine Wirklichkeit über der Wirklichkeit. Ich schränke mein Erleben der anderen Person ein: Erlebe sie als Objekt, über dem ich stehe, die Wahrnehmung via Willen betont die Distanz und den räumlichen Abstand.

Der Grund davon, sich selber als das Absolute zu betrachten, kann Angst sein: Das sich bedroht fühlen durch das ganze Spektrum des Seins; aber, da es ein Herauslösen von sich selber aus einem Zusammenhang ist, ist es auch Hochmut (eine illusionäre, überhöhte Einschätzung von sich selber). Interessant ist die Frage, inwieweit das Handeln eines Individuums oder einer Gruppe von der Kombination von Angst und Hochmut geleitet ist? Epikur sagt: Wer Furcht verbreitet, ist selbst nicht ohne Furcht.

Die Angst vor den unendlichen Zusammenhängen der Wirklichkeit, die Angst davor, sie zuzulassen – das heisst, in gewisser Weise die Angst vor sich selber – ist nicht eine gewöhnliche Angst, das heisst, ihr Grund ist nicht eine Gefahr für Leib und Leben, Hab und Gut oder die Gesundheit. Jetzt können wir uns die Frage stellen, ob diejenigen, die eine Wirklichkeit über der Wirklichkeit kreiert haben, von Angst oder von Hochmut geleitet waren. Dritte Möglichkeit Machtgier. Diese drei religiös zu sanktionieren, kann als intellektuelle Meisterleistung Satans betrachtet werden, die der Welt eine Richtung gab, die fatal ist.

Geist als Macht und Wille – die Religion des Alten Testamentes

Wenn Befriedigung, Freude und Genuss nicht aus der Wahrnehmung des Kosmos und des Menschen kommen, woher sollen sie dann kommen? Aus ihrer Umformung und Macht über sie? Wenn Geist nicht Einsicht in die gegebenen Zusammenhänge des Kosmos bedeutet, sondern nur der Wille zu ihrer Umformung und Macht über sie, befinden wir uns in der Gedankenwelt des Gottes des Alten Testamentes: Es gibt uns folgende Idee des Seins: Ein Subjekt (Gott) steht durch seine Macht einem Objekt (Welt, Mensch, Kosmos) gegenüber. Macht für das höchste religiöse oder geistige Prinzip zu halten, mag für viele Menschen selbstverständlich sein, aber es ist nur die Analogie zu einem beschränkten menschlichen Prinzip und erfasst nicht das Sein, die Wirklichkeit oder die Realität in einem grundlegenden Sinn. Beziehungsweise: Der Mensch erfasst dadurch nicht die unendliche Dimension seiner eigenen Existenz.

Ist das Sein oder die Wirklichkeit etwas, zu dem das Verhältnis des Wollens oder der Macht bestehen kann? Ist das Sein (Wirklichkeit, Realität) etwas, dessen Eigenschaft Wollen und Macht ist? Das Alte Testament vermittelt uns diese Auffassung des Seins – allerdings gehört zu der Auffassung der Wirklichkeit als Wollen und Macht, etwas, auf das sich dieses Wollen und diese Macht bezieht. Es ergibt sich die Frage: Wie kann etwas als das Nonplusultra, das heisst, als nicht verursachtes Sein statuiert werden, das eine Differenz zwischen einem Ist-Zustand und einem Soll-Zustand bedeutet?

Wollen und Macht sind nicht das Sein selber. Durch die Idee, das Sein (Wirklichkeit, Realität) sei erschaffen worden, wird allerdings dieser Eindruck erweckt. Gemäss jüdisch-christlichem Glauben gibt es einerseits die Gottperson, dann noch ihren Willen und ihre Macht und drittens als ihr Produkt – genannt Schöpfung – das, was wir als Wirklichkeit kennen: Materie, Leben, Kosmos, Mensch, Galaxien, Universum. Der Mensch kann keine adäquate Idee des Seins (Wirklichkeit, Realität) haben, wenn er es als Produkt eines Wollens oder von Macht auffasst: Wollen heisst, Wollen von etwas. Macht heisst, Macht über etwas: Wollen oder Macht als die Voraussetzung von Sein (Wirklichkeit, Realität) zu behaupten, macht sich schlecht, da ihre Voraussetzung etwas ist, worauf sie sich richten.

Drei Fragen:

– Wie kann die rein geistige Gottperson identisch sein mit dem Sein, da sie doch Materie entgegengesetzt ist?

– Wie kann etwas Person sein, das heisst, ein wollendes Wesen, wenn es unendliches Bewusstsein und Allmacht ist?

– Wo liegt die personale Freiheit oder anders ausgedrückt, die Fähigkeit zu bejahen und zu verneinen, bei einem Wesen, das unendliches Bewusstsein und Allmacht ist?

Person ist durch Denken, das heisst, Idee, Vorstellung, Bewusstsein. Gibt es die reine Idee, reine Vorstellung oder das reine Bewusstsein? Das heisst, ein Denken, eine Person oder ein Ich, die nur im Geiste bestehen? Die weitere Frage ist: Kann Wollen nur im Geiste bestehen? Die Frage ist deshalb von Bedeutung, weil Person sein oder Ich sein ohne Wollen als kontemplativer Zustand durchaus möglich ist, aber für ein Wesen, das körperlich ist, kein Dauerzustand sein kann – und es kann auch kein Dauerzustand sein für ein Wesen, von dem gesagt wird, es greife durch Willen und Macht in das Leben der Menschen ein (damit ist die Gottperson gemeint).

Zwei mögliche Weltanschauungen:

1) Das Sein (die Wirklichkeit oder Realität) ist aufgespalten in ein geschaffenes und ein nicht geschaffenes: Als das nicht Geschaffene gilt eine Person, die das Unbedingte, nicht Verursachte sei und als das Göttliche verehrt wird.

2) Das Sein, die Wirklichkeit oder die Realität ist unendlicher Zusammenhang, unendliche Möglichkeit und unendliche Vielfalt und der Mensch Teil davon. «Geist», «Materie», «Leben» bilden eine Einheit.

Vergleich der beiden Weltanschauungen:

Vom Unbedingten, nicht Verursachten, nicht Erschaffenen könnte man sagen, es sei das Zusammenhangslose – denn was soll sein Zusammenhang sein? Wie hat man sich die Verbindung zwischen dem Unbedingten, nicht Verursachten, nicht Erschaffenen und dem Bedingten, Verursachten, Erschaffenen vorzustellen? Als uneingeschränktes persönliches Wollen und Macht? Klar müssen wir uns darüber sein, dass Wollen und Macht nicht das Sein selber sind, sondern davon abgegrenzt. Das Sein (die Wirklichkeit oder die Realität) verstanden als unendlicher Zusammenhang, unendliche Möglichkeit und unendliche Vielfalt ist nicht gegen etwas abgegrenzt. Etwas Unbedingtes, nicht Verursachtes, nicht Erschaffenes zu statuieren – das heisst, etwas, das keinen Zusammenhang hat – bedeutet, eine Abgrenzung gegen das Bedingte, Verursachte, nicht Erschaffene. Natürlich ist es möglich, die unendliche Wirklichkeit – unendlicher Zusammenhang, unendliche Möglichkeit und unendliche Vielfalt – als das Unbedingte, nicht Verursachte, nicht Erschaffene zu betrachten, aber dann ist die Welt nicht mehr aufgespalten in das Göttliche und Nicht-Göttliche.

Ein Hinweis zu Spinoza, dem vorgeworfen wird, seine Philosophie sei deterministisch und statisch: Unendliche Wirklichkeit im Sinne von unendlichem Zusammenhang bedeutet, dass es nicht etwas geben kann, das sie nicht ist und dass es nicht etwas geben kann, das von ihr weggenommen werden kann oder das zu ihr hinzukommen kann oder gegen das sie abgegrenzt ist – insofern ist die unendliche Wirklichkeit («Deus sive Natura» bei Spinoza) determiniert und statisch, wenn man so will. Natürlich könnte man sagen, bei jedem Werden oder Vergehen, werde der Wirklichkeit etwas hinzugefügt bzw. weggenommen, betreffe das nun eine Galaxie oder die Menschheit – aber verändert sich dadurch der unendliche Zusammenhang, die unendliche Möglichkeit oder die unendliche Vielfalt?

Gott als Person bezogenes Machtprinzip. Das Setzen einer Person als das Unbedingte, nicht Verursachte, bedeutet eigentlich die Installation einer Machtideologie, ihr Hintergrund dürfte weniger das Streben nach Geist und Wahrheit gewesen sein als das Erreichen politischer Zwecke. Durch das Setzen von Wollen und Macht als Ausgangspunkt und als das Höchste wird eine Person zum Absoluten – durch Aufnehmen, Empfangen, Einsehen, Wahrnehmen, Auf-sich-wirken-lassen hingegen selber zu einem quasi unendlichen Teil des Seins. Der Mensch, der sich als Teil eines unendlichen Zusammenhanges fühlt (Kosmos, Mensch), bildet mit ihm eine Einheit – aber womit bildet der Mensch, der als Zusammenhang eine Person mit unendlichem Willen und unendlicher Macht betrachtet (Gottperson), eine Einheit? Seine Einheit ist zwiespältig: Einerseits wird er, indem er einer absoluten Person gegenübersteht, selber zur absoluten Person, andererseits macht er eine Einheit mit dem Willen der anderen Person, vereinigt sich mit ihr, indem er sich ihrem Willen unterordnet und sieht darin den eigenen Sinn: Das Fühlen und Denken des Seins (Kosmos, Mensch und von sich selber) und die Übereinstimmung mit ihm werden zweitrangig. Mit der Unterordnung unter den Willen einer Machtperson ist zugleich der Grundstein von Gruppenbildung gelegt, die in der Folge politisches Handeln bedeutet (politisches Handeln, das nicht in der Sache gründet, sondern im Willen einer Gottperson, der möglicherweise vorher in sie hineingelegt wurde) – hier wäre ein Blick auf das Judentum als Ursprung dieser Art Religion höchst interessant; gerade, weil es der Wille seines Gottes war, die jüdische Abstammung über die der anderen Menschen zu erheben.