Sind die Juden interessiert an Geist?

Als was versteht sich ein Mensch, wenn er seine Abstammung über die der anderen Menschen stellt und dies mit dem Willen eines allmächtigen Gottes begründet? Ist das, was dem Menschen seine Würde oder seinen Wert gibt, die Abstammung? Wer dieser Meinung ist, wertet Geist herab: Wenn es die Abstammung ist, die dem Menschen den Wert und die Würde gibt, dann ist es nicht der Geist.

Kann eine Ideologie oder Religion, die das geistige Sein einschränkt, an Geist interessiert sein? Eine Wesenseinheit mit einer bestimmten Abstammung, das heisst, einer Gruppe, zu machen, ist etwas anderes als eine Wesenseinheit mit dem unendlichen Sein zu machen.

Intellektualität und Falschheit. Welchen Inhalt hat Intellektualität oder wonach strebt sie? Der Inhalt von Intellektualität kann sein, Inhalt – das heisst, das Wahrnehmen der Wahrheit und Realität anderer Menschen oder Staaten – zu vermeiden, zum Beispiel indem das Wahrnehmen oder Würdigen der anderen Menschen oder Staaten ersetzt wird durch das Verhältnis der Macht über sie und dieses Machtverhältnis dadurch begründet wird, es geschehe zum Vermehren des Guten in der Welt.

Was versteht ein Volk, das sich über Religion definiert und sich über sie von den anderen Völkern abgrenzt, unter Geist? Sich über Religion definieren und sich dadurch, sowie die Abstammung, von den anderen Völkern abgrenzen, sind die Merkmale einer Stammesreligion – aber auch des Judentums. Eine Stammesreligion würde heute allgemein als Sekte wahrgenommen – allerdings gilt das nicht für das Judentum, das als Weltreligion gilt.

Womit fühlt sich ein Volk verbunden, wenn es die anderen Völker vom Höchsten und Wertvollsten – das heisst, seinem Gott – ausschliesst? Jedenfalls kann Gott zu den Völkern, die er unter die Juden gestellt hat, nicht das gleiche Verhältnis haben, wie zu dem Volk, das er bevorzugt. Aber welches Verhältnis sollen die Völker zum – allmächtigen – Gott haben, der sie unter ein auserwähltes Volk gestellt hat? Es bleibt ihnen nur, sich gegenüber dem Volk, das Gott auserwählt hat, minderwertig zu fühlen und Gott zu gefallen, indem sie gegenüber dem auserwählten Volk gehorsam sind. Eine weitere Möglichkeit wäre, selber einen Gott zu kreieren, dessen Eigenschaft es ist, alle Menschen gleichwertig zu behandeln – insofern sie an ihn glauben.

Für die Juden ist Gott ein – allmächtiger – Wille, der alles so macht, wie er will – zum Beispiel die Juden über die anderen Völker stellen. Womit fühlt sich ein Volk verbunden, wenn es die anderen Völker durch seinen Gott vom Höchsten und Wertvollsten ausschliesst? Anders gefragt: Was soll das Höchste und Wertvollste – Gott – sein, wenn es etwas ist, von dem die anderen Völker ausgeschlossen werden können: Eine niederträchtige, hinterhältige Idee, durch die das eigene Volk über die anderen Völker gestellt werden kann? Wenn die Juden die ganze Welt für blöd halten, warum sollen sie nicht auch Gott für blöd halten?

Geist im weiten Sinne bedeutet: denken, fühlen, wahrnehmen der anderen Menschen, des Kosmos und von sich selber. Im engeren Sinne ist die Bedeutung von Geist, ein ausgeweitetes oder vertieftes Denken, Fühlen und Wahrnehmen und die Würdigung der anderen Menschen, des Kosmos und von einem selber. Die jüdische Religion bildet zu diesem Verständnis von Geist einen krassen Gegensatz, indem sie nicht eine Wesenseinheit macht mit einem unendlichen Sein, sondern einem aufgespaltenen und der Sinn davon ist, dass der eine Teil über dem anderen stehe oder Macht über ihn habe.

Geistige Ziele und äusserliche Ziele

Unter geistigen Zielen kann man verstehen: Fortschritte machen im Würdigen des Kosmos, der anderen Menschen und von sich selber. Eigentlich würde man meinen, dass Religion den Menschen in diesem Ziel unterstützt – erhebt sie doch den Anspruch, dem Menschen zu sagen, was sein Sinn ist.

Fatal ist, wenn etwas als Religion auftritt, aber bloss äusserliche Ziele verfolgt – und wie könnten die Ziele einer Religion andere als äusserliche sein, wenn ihr Sinn die Überlegenheit eines Volkes über die anderen ist? Wie gross ist die Spiritualität der bestimmenden Fraktion eines Volkes, wenn sie an nichts anderes denken kann und die grössten Anstrengungen unternimmt, um im Land, in dem ihre Vorfahren vor 2500 Jahren einen Staat hatten, wieder einen Staat zu errichten, und zu diesem Zweck bereit ist, die ansässigen Menschen zu vertreiben und 42’000 von ihnen durch Bomben zu töten?

Wie würde eine Ideologie aussehen, die Satan kreiert hat? Sie würde Aufspaltung und Betrug am Menschen bedeuten: Unter dem Namen des Guten, Gottes, Religion, Demokratie, Selbstverteidigung, Freiheit, Menschenrecht das geistige und materielle Sein der Menschen einschränken. Mit einem Wort: Die Ideologie Satans ist – gemäss dessen Wesen – eine Ideologie der Aufspaltung und der Macht. Wenn diese Ideologie oder Wesensart Erfolg hätte, wäre es geistiger Kehricht, der den Gang der Weltgeschichte bestimmt. Meiner Meinung nach werden diejenigen, die ihr Volk an Satan verkauft haben, den Kürzeren ziehen – im weltgeschichtlichen Rahmen.

Macht bedeutet ein Verhältnis des Wollens – nicht wahrnehmen, einsehen, auf-sich-wirken-lassen

Was geniesst oder würdigt ein Individuum oder eine Gruppe, deren Lebensinhalt andere Menschen oder Staaten sind, über die sie Macht haben? Sie geniessen eine Realität, die sie durch ihr zielgerichtetes Denken, das heisst, ihren Willen, zum Machtobjekt reduziert haben: Die Übereinstimmung mit dem Objekt – die angenehme Emotion – findet dann statt, wenn sich ihr Wille erfüllt. Die anderen Menschen oder Staaten bilden eine Realität, die gemäss eigenem Willen und Macht eingegrenzt ist, die aber natürlich positive Emotionen, Sinn und Lebensfreude spenden soll – handelt es sich um Kleinkind-Mentalität? Das Kleinkind ist noch gar nicht fähig, das andere als eigenständige Existenz anzuerkennen: es betrachtet alles vom eigenen Willen aus. Was ist für diese Menschen Geist? Sie fühlen sich mit dem Sein übereinstimmend durch ihren sich erfüllenden Willen, nicht durch ihren Geist, der in Aufnehmen, Empfangen, Einsehen, Wahrnehmen, Auf-sich-wirken-lassen bestehen würde.

Handelt es sich wirklich um Gegenwart, wenn die Übereinstimmung mit dem Sein durch den Willen besteht? Wollen bedeutet, dass es einen Realisierungsakt gibt, der in der Zukunft liegt. Und selbst bei einem realisierten Machtverhältnis ist das, was es aufrechterhält, ein steter auf die Zukunft gerichteter Wille. Wenn der Lebenssinn im Wollen (Willen) oder in der Macht besteht, kann er nicht wirklich in der Übereinstimmung mit dem eigenen Geist liegen – diese würde reine Gegenwart und Absenz von Wollen bedeuten.

Aufspaltung des Seins

Das Höchste und Wertvollste kann etwas sein, zu dem das Verhältnis der Macht und des Wollens besteht. Zum Beispiel, indem in einer Beziehung der Partner geliebt wird – er ist das Höchste und Wertvollste – aber die Beziehung funktioniert nur so lange, als er sich dem eigenen Willen und Macht unterwirft. Womit macht jemand eine Übereinstimmung, wenn er das eigenständige Sein der geliebten Person nicht zulässt? Er selber existiert als Ursache und der Partner als Produkt seines Wollens: Die andere Person existiert als Wollen, als eigener Realisierungsakt – aber nicht als Aufnehmen, Empfangen, Einsehen, Wahrnehmen, Auf-mich-wirken-lassen. Worin besteht die Übereinstimmung mit der Realität, wenn die Übereinstimmung mit ihr in einem durch den Willen festgelegten Bild besteht? Realität kann – durch den eigenen Willen oder Macht – auch geschaffen werden; zum Beispiel, indem der Partner so geformt wird, wie man will – oder weiter gefasst, andere Bevölkerungen oder Staaten dem eigenen Willen unterworfen werden.

Wie steht das Wollen zum Verstand oder dem Denken? Das Streben nach einem Realisierungsakt – Wollen – ist mehr oder weniger mit Denken oder Verstand verbunden. Problematisch wird es, wenn das Ziel des Wollens – der Realisierungsakt – im Einschränken des materiellen oder geistigen Seins anderer Menschen oder Staaten besteht oder das damit verbunden ist. Den Verstand anwenden, um das materielle oder geistige Sein von anderen Menschen oder Staaten einzuschränken – anders ausgedrückt, Macht über sie zu erlangen – ist das Geschäft von USA, Israel, NATO, EU. Die gemeinsame Ideologie dieser hochintelligenten Menschen, Gruppen, Regierungen oder Staaten ist, Wahrheit sei nicht die Übereinstimmung von Idee und Gegenstand, sondern die Übereinstimmung vom Objekt mit dem Willen: Die Realisierung ihres Seins oder Lebenssinnes findet statt, indem die Objekte mit ihrem Willen übereinstimmen. Die Alternative wäre ein Lebenssinn in der Übereinstimmung mit dem Sein, das heisst, im Wahrnehmen, Einsehen, Auf-sich-wirken-lassen der anderen Menschen, Völker oder Staaten. Worin besteht für Israel, USA, NATO, EU die Übereinstimmung mit der Realität, wenn die Übereinstimmung mit ihr in einem durch den Willen festgelegten Bild besteht?

Der Mensch und seine Idee von sich selber

Der Mensch hat eine bestimmte Idee von sich selber oder anders gesagt: das, was er selber ist, hängt von der Idee ab, die er von sich selber hat, das heisst, davon, als was er sich selber versteht. Indem der Mensch ein denkendes Wesen ist, kann er Ideen haben, die falsch sind, das heisst, Ideen, die nicht mit ihrem Objekt übereinstimmen. Kann die Idee, die der Mensch von sich selber hat, falsch sein? Wenn er zum Beispiel die Idee von sich selber hat, er habe vier Beine, stamme von einem allmächtigen Wesen ab und alle müssten ihm gehorchen.

Der Ausgangspunkt der Idee, die ich von mir selber habe, kann entweder der eigene Wille oder die Wahrnehmung des Kosmos und seiner Zusammenhänge sein. Durch den Willen oder eine entsprechende Ideologie als Ausgangspunkt meines Selbstverständnisses, kann ich mich über den Kosmos und seine Zusammenhänge stellen. Die Frage ist: Von welchem geistigen Inhalt bin ich erfüllt durch die Idee, die ich von mir selber habe? Schränke ich durch meine Idee von mir selber, mein eigenes Sein und das der anderen ein? Welches ist der Antrieb, die Wahrnehmung der Realität anderer Menschen oder Staaten zu verweigern und so das eigene geistige Sein einzuschränken? Bedeutet das Nicht-zulassen der Realität anderer Menschen oder Staaten, dass sie im eigenen Denken und der eigenen Gefühlswelt keine Rolle spielen würden oder ist es Ausdruck des Willens, zu ihnen eine Beziehung der Macht oder Überlegenheit zu haben: Mein Sinn oder Lebensinhalt besteht auf diese Weise in etwas, von dem ich – durch meinen Willen – die Ursache bin, es ist derselbe Sinn, den der jüdische Gott hat.

Zwei Fällen von Aufspaltung:

1) Eine Gruppe, die ihren Lebensinhalt aus der Aufspaltung bezieht

2) Lebensinhalt durch Macht über einen Menschen, den man liebt

Die Gruppe als geistiges Konzept

Wenn eine Gruppe den Lebensinhalt hat, über den anderen Menschen zu stehen, setzt sie sich als das Absolute und die Angehörigen dieser Gruppe verstehen sich nicht als Menschen, sondern als Angehörige einer Gruppe. Da ihre Vorstellung von sich selber Überlegenheit über die anderen Menschen ist, kennen sie nur zwei Zustände: den der Macht oder den des Opfers. Die eigene Gruppe zum geistigen Konzept zu machen, ist geistige Verblödung, das Missverhältnis zur Realität wird über kurz oder lang zum Verlust der dadurch erlangten Macht führen.

Befriedigung durch Macht

Was ist das Befriedigende daran, zu anderen Menschen oder Staaten das Verhältnis der Macht zu haben? Was ist das Befriedigende daran, sich über andere Menschen zu stellen? Die Befriedigung kann zum Beispiel darin bestehen, unangenehmen Gefühlen auszuweichen, die dann aufkommen könnten, wenn die Realität anderer Menschen oder Staaten respektiert würde.

Um die Wahrnehmung anderer Menschen einzuschränken, wäre es freilich nicht nötig, real über ihnen zu stehen, das heisst, durch Ausübung von Macht über sie – es würde schon reichen, ihre Realität einfach nur mental zu verneinen oder abzuwerten; allerdings wäre das noch kein festgefügter, real strukturierter Lebensinhalt, der den Vorteil haben kann, aus ihm materielle Vorteile zu ziehen.

Freude heisst Übereinstimmung: zum Beispiel bedeutet Freude oder Genuss am Essen einer bestimmten Speise Übereinstimmung mit ihr. Allerdings besteht ein Unterschied, ob die Übereinstimmung aus dem Aufnehmen, Empfangen, Wahrnehmen, Auf-sich-wirken-lassen kommt oder aus dem Willen.

Die Befriedigung daraus, sich anderen Menschen überlegen zu fühlen

Sich anderen Menschen überlegen zu fühlen oder Macht über sie zu haben, ist die perfekte Möglichkeit ihre Wirklichkeit nicht zuzulassen – es hat folgende «Vorteile»:

> Durch die Wahrnehmung der Realität anderer Menschen könnte Neid entstehen, dadurch dass man über sie Macht gewinnt und ihre Realität nicht zulässt, kann der Neid kompensiert werden

> Macht über andere Menschen oder Staaten ergibt Bedeutung und Wichtigkeit – und das ohne deren eigenständige Realität anzuerkennen, das heisst, ohne die Realität überhaupt anzuerkennen.

> Wenn das Spektrum des eigenen Seins über den eigenen Willen oder den Willen der eigenen Gruppe hinaus erweitert würde, könnte Angst die Folge sein – indem die anderen Menschen, Staaten und der Kosmos Objekte der eigenen Überlegenheit oder Macht sind, ist diese Gefahr gebannt.

Der Machtmensch stimmt insofern mit sich selber überein, als er sich als der Überlegene fühlen kann. Seine Vorstellung von sich selber basiert auf Ideen, die ihm Überlegenheit suggerieren. Worin soll auf diese Weise die Übereinstimmung mit dem Sein – den anderen Menschen oder dem Kosmos – bestehen? Zu anderen Menschen oder Staaten ein Verhältnis der Überlegenheit oder Macht aufzubauen – sei es mental oder real – lässt sich kaum ohne Widersprüche, Lügen, Wahnideen oder Falschheit realisieren – das heisst, die Übereinstimmung des Machtmenschen mit sich selber basiert darauf, die Wirklichkeit nicht zuzulassen.

Verlangt die Haltung der Überlegenheit nach realer Macht? Nehmen wir an, es gebe eine Gruppe, die die Idee hat, Gott habe ihre Abstammung über die anderen Menschen gesetzt und sie sei somit jenen überlegen. Verlangt diese Haltung der Überlegenheit nach realer Macht? Das kommt darauf an, mit welchem Charakter diese Wahnidee korrespondiert.

Das Innenleben des Machtmenschen

Das menschliche Denken oder Selbstverständnis kann grundsätzlich zwei Ausgangspunkte haben: Entweder den eigenen Willen beziehungsweise den der eigenen Gruppe oder die Wirklichkeit und ihre unendlichen Zusammenhänge. Der Inhalt im Kopf des Machtmenschen ist nicht die Ausweitung seines eigenen Geistes, sondern andere Menschen oder Staaten als Gegenstand seiner Macht, das heisst, als Objekte, deren eigenständiges Sein er einschränkt.

Die Erfüllung der eigenen Existenz in etwas finden, das die anderen Menschen ausschliesst

Die Erfüllung der eigenen Existenz in etwas finden, das die anderen Menschen ausschliesst, schränkt den eigenen Geist ein – aber es gibt das Gefühl der Überlegenheit oder Macht. Was sollen Geist, das Göttliche oder das Wertvolle bedeuten, wenn nicht alle Menschen zu ihm Zugang haben? Für eine Ideologie, die einen – personalen – Willen annimmt, der die Ursache von allem sei und ihn mit Geist gleichsetzt, ist der Ausgangspunkt nicht die Wirklichkeit und ihre unendlichen Zusammenhänge, sondern ein personaler Wille. Das andere Konzept wäre, eine unendliche Wirklichkeit – unendlicher Zusammenhang, unendliche Möglichkeit, unendliche Vielfalt – als Ausgangspunkt zu setzen und deren Wahrnehmung und Einsehen als Geist.

Die Aufspaltung der Welt ist hauptsächlich dem Umstand geschuldet, dass es Völker und Staaten gibt, die lieber einen Kult der Macht und Unterwerfung praktizieren, als durch ihren Geist mit dem Sein übereinzustimmen. Ich selber betrachte mich bloss als Menschen, der das Anliegen hat, sich nicht von Satan und dergleichen das Leben versauen zu lassen.

Das Monster

Das Erleben des Monsters (eine These): Es ist nicht erlebtes Sein, sondern Interpretieren von Vorgängen: Es zerfällt in Zeit der Aufzeichnung (Gedächtnis) und Zeit der Realisierung (Lust): im nachhinein verbindet sich das Monster mit diesem, zu dem es vorher eine Distanz gehabt hat: vorher bestand quasi eine taktische, beschränkte Verbindung, nachher, wenn es allein ist, lässt es die volle Verbindung zu. Dieses Doppelleben ist die gut versteckte Grundbefindlichkeit des Monsters.

Zu dieser Lebensweise passt der Standpunkt des absoluten Beobachters: Taktik und Kalkül sind die Angelpunkte seines Lebens aus zweiter Hand. Sein Verständnis des Menschen und der Natur ist prinzipiell intellektuell unsinnlich bzw. ästhetisch distanziert – und was gefällt, oder nicht gefällt unterliegt nicht der direkten Spontaneität, denn sie könnte die ganze eigene Existenz ad absurdum führen.

Das Leben des Monsters ist ein Schielen auf etwas, das es selber nicht ist: Es lebt eigentlich nicht in seinem eigenen Körper, sondern in der Perspektive, im Blickwinkel auf etwas.

Die Banalität des Monsters: Es sieht sich gezwungen, alles auf eine banale Ebene zu bringen, denn es scheut die volle Tiefe des Seins; was insbesondere heisst: es existiert durch etwas, das grundsätzlich inhaltslos, illusionär oder äusserlich ist.

Wie fühlt sich das Clan-Monster zu seinen Mitgliedern hingezogen?

Das Clanmonster würdigt in seinen Clan-, Gruppen- oder Familienangehörigen nicht Wesen, die eingebettet sind in die unendlichen Zusammenhänge des Seins, sondern schematische Wesen, die von ihm abgespalten sind und die seine Bedingungen erfüllen: zum Beispiel bezüglich Abstammung, Religion, Ideologie, Weltanschauung, Meinung, Hautfarbe oder Finanzkraft.

Eine schöne Stimmung und Harmonie kann unter den Clanmonstern nicht aufkommen, da sie ihre Verbundenheit nicht aus dem Erleben der Einheit mit dem Sein schöpfen, sondern nur einer schematischen Verbundenheit untereinander. Die Stimmung – bzw. Verbundenheit – steigt dann, wenn sie sich gegen einen ihrer zwangsläufig sehr vielen Feinde erheben können, bzw. sich als Unterdrückte fühlen.

Interessant ist die Frage: inwieweit haben die Monster, die ihre Identität aus der Gruppe haben, ihre Freude und positiven Selbstwertgefühle aus den – ideologischen – Inhalten ihrer Gemeinschaft selber, und inwieweit aus dem Gefühl der Überlegenheit? oder daraus, dass sie die andern als Feinde betrachten können beziehungsweise sich selber als Opfer.

Woraus hat das Monster seine angenehmen Gefühle?

Aus seiner Unverfrorenheit auf das herabzusehen, was es wertvoll findet und das als das Erstrebenswerte hinzustellen, was es selber verachtet.

Stellt sich die Frage: was veranlasst den Menschen dazu, diese zwiespältige Haltung einzunehmen zu etwas, das er selber erstrebenswert (das heisst, wertvoll) findet?

Antworten:

1) Jemand ist innerlich nicht dazu disponiert etwas zuzustimmen, das er erstrebenswert findet, wenn die Zustimmung seine Persönlichkeit in ein Dilemma stürzen würde.

2) Damit, zuzugeben, dass ich nicht die freie Willkür habe, etwas zuzustimmen, oder nicht zuzustimmen, wäre verbunden, zuzugeben, dass ich nicht das Absolute bin, sondern eingebunden in einen grösseren Zusammenhang, über den ich nicht selber bestimmen kann.

3) Es gibt Menschen, denen daran gelegen ist, selber diejenigen zu sein, die das Wertvolle schöpfen – durch ihr (Wert-) Urteil nämlich: so sind sie diejenigen, die das selber schaffen, womit sie sich am tiefsten verbunden fühlen – denn das ist doch das Wertvolle!

4) Über etwas ein positives Werturteil zu fällen, könnte mit einer Erweiterung des Horizontes verbunden sein; es hat etwas Teuflisches eine Erweiterung seines Horizontes nicht zuzulassen, weil man dann vor sich selbst nicht mehr so gut dastehen könnte.

5) Neid bedeutet geradezu ein zwiespältiges Verhältnis zu etwas zu haben, das man wertvoll findet: denn Neid bedeutet, dass ich das auch gerne hätte, oder wäre, was der andere hat, oder ist, andererseits gibt man nicht gerne zu, etwas nicht zu haben oder zu sein, was der andere hat, oder ist.

Der Gipfelpunkt des Monsters ist dann erreicht, wenn diejenigen, die es betrügt, ihm die Füsse küssen – dann feiern Häme, und irre Verschmitztheit ihren unüberbietbaren Triumph! Wie steht es mit dem geistig-charakterlichen Zustand jener, die denen, die sie betrügen, die Füsse küssen?

Hat das Monster Souveränität? Unter Souveränität könnte man verstehen: geistig auf eigenen Füssen stehen, eine durchdachte und widerspruchsfreie Weltanschauung haben, die Realität und Wahrheit anderer Menschen zulassen. Auf der Grundlage von Widersprüchen zu leben, ist mit der Angst verbunden, dass sie aufgedeckt werden.

Hochmut – eine Art Geisteskrankheit: Er lügt, wie er atmet (il ment, comme il respire): Beim Einatmen nimmt er Schönheit, Liebreiz einer Sache oder Person auf – und beim Ausatmen fühlt er sich über sie erhaben und etwas Besseres als sie.

Der Lebensinhalt des Monsters: Eine eigene Welt der Illusion, Lügen und Widersprüche kreieren, diese von ihm geschaffene Welt ermöglicht, sein, ohne zu sein und zugleich, über andere zu herrschen: Wirklich entfalten kann sich das Monster nicht als Individuum, sondern in einer Gruppe mit adaptierter Ideologie – sie bieten den geschützten Rahmen für den eigenen Charakter und verleihen Macht.

Der Genuss des Monsters: Es lässt auf sich wirken, wie es die Ursache des andern ist. Es ist das Absolute, es bestimmt selber, wie das andere auf es wirkt – es lebt in einer hermetisch abgeschlossenen Welt in dem der Austausch gemäss seinen Bedingungen stattfindet.

Für wen oder was ist Russland eine Gefahr (2024)?

Welche Lebensweise oder welches Selbstverständnis könnte durch die Verwirklichung der Ziele Russlands eine Einbusse erleiden? Allgemein gesagt, eine Lebensweise oder ein Selbstverständnis deren Freude der Triumph über andere ist (Menschen, Bevölkerungen, Staaten, Erdteile).

Womit mache ich eine Wesenseinheit, wenn meine Freude daraus kommt, über andere zu triumphieren oder über ihnen zu stehen?

Wenn ich das Menschenbild oder die Weltanschauung habe, der Mensch sei dem Menschen ein Wolf, dann mache ich – indem durch mich oder meine Gruppe die Herrschaft über andere Menschen angestrebt wird – in gewisser Weise eine Wesenseinheit mit den anderen Menschen.

Wenn ich (mental oder real) beim Gegenstand meiner Freude bin und diese Freude kommt daraus, dass ich über ihn triumphiere oder über ihm stehe, ist dann die Freude ein Geniessen und Würdigen meines Geistes? Oder anders gefragt, was ist unter Geist zu verstehen, wenn die Sinngebung und der Lebensinhalt darin bestehen, über etwas oder jemanden zu triumphieren oder über ihm zu stehen? Über jemanden zu triumphieren oder das Gefühl, über ihm zu stehen (Individuen, Gruppen, Staaten) ist kein geistiger Inhalt – aber es kann Befriedigung (Übereinstimmung mit sich selber) bringen.

Es ist eine sehr spezielle Ideologie, in der die anderen Menschen und Völker als Widersacher aufgefasst werden, gegenüber denen die eigene Gruppe nur zwei Möglichkeiten hat, entweder ihr Opfer zu sein oder sie in die eigene Macht oder Abhängigkeit zu bringen. Die Freuden dieser Gruppe ergeben sich aus dieser Weltanschauung. Habe ich damit die Weltanschauung oder das Menschenbild der Juden beschrieben?

Wir können uns fragen, ob der Antagonismus zwischen dem Westen (USA, Israel, NATO, EU) und dem Nicht-Westen der Antagonismus zwischen zwei Arten von Charakteren und den adaptierten Ideologien ist: Auf der einen Seite die Freude daran, über die anderen zu triumphieren und über ihnen zu stehen und auf der anderen Seite die Freude, sich mit menschlichen Wesen als Einheit zu fühlen und die Freude der Zusammenarbeit zu spüren.

Was ist daraus zu schliessen, dass der Westen die nicht-westlichen Staaten als Objekte seiner Macht auffasst? Auf welcher Weltanschauung oder Ideologie (Religion) oder auf welchem Charakter gründet dieses Verhältnis?

Die Befriedigung aus dem Triumph über die anderen ist der Freude an der Wahrnehmung ihres Seins oder ihrer Wahrheit entgegengesetzt. Das Sein des anderen zulassen kann zur Bewusstwerdung des eigenen Seins führen – und das könnte vielen Angst machen, weil es die eigene Person einerseits grundlegend relativiert, andererseits ihr eine Tiefe gibt, vor der sie zurückschrecken.

Von anderen Menschen profitieren, indem man sie herabwürdigt. Die andere Möglichkeit wäre, von den anderen Menschen zu profitieren, indem man sie würdigt. Natürlich würde niemand von sich sagen, er schränke seinen Geist ein – aber sind diejenigen, die von anderen Menschen oder Staaten profitieren, indem sie sie herabwürdigen, wirklich der Meinung, sie würden dadurch ihren Geist bereichern? Sie sind wahrscheinlich der Meinung, ihr Geist sei unabhängig von dem, was die anderen Menschen für sie seien und wie sie sie behandeln. Die Juden zum Beispiel können gar nicht geistig von Nicht-Juden profitieren, weil sie durch ihre Abstammung über die anderen Menschen erhoben sind. Die herrschende politische Elite der USA und ihre Kollegen in Europa wollen von der Ukraine profitieren, indem sie sie herabwürdigen, indem sie diesen Staat als Kampfinstrument gegen einen anderen Staat einsetzen, mit dem Ziel die Macht der eigenen Gruppe auf Russland auszuweiten. Die Staatsführung der Ukraine macht mit, sie verspricht sich mehr davon, einer ausländischen Macht als der eigenen Bevölkerung zu dienen.

Die herrschende politische Elite der USA als auch ihre Kollegen in Europa, sowie die Juden haben die Wirklichkeit, in der sie leben zu einer Gruppenwirklichkeit reduziert – wie sind sie mit den Menschen ausserhalb dieser Gruppenwirklichkeit verbunden? Vermutlich durch einen freien Willen, der sie in Widersprüche verstrickt und durch den sie sich grossartig fühlen, solange ihr Betrug nicht auffliegt oder ihre Gewalt zurückgeschlagen wird. Was soll eigentlich der Sinn dieser Weltordnung sein? Geistig zu profitieren, indem man andere zu ihrem Nachteil zwingt.

Womit stimme ich überein, womit mache ich eine Übereinstimmung oder woraus habe ich meine Identität?

Grundsätzlich hat der Mensch die Möglichkeit, entweder mit einem aufgespaltenen, eingegrenzten Sein eine Übereinstimmung und Einheit zu machen oder mit einem nicht aufgespaltenen, nicht abgegrenzten, unendlichen Sein. Im ersten Fall wird er das Sein und sich selber mehr als «Ding» wahrnehmen oder besser gesagt als zwei Objekte, die einander gegenüberstehen und im zweiten Fall mehr als Zustand: als ein Sein.

Kann der Mensch den inneren Frieden oder die Übereinstimmung mit sich selber finden, wenn er mit einem aufgespaltenen, eingegrenzten Sein eine Wesenseinheit macht und den anderen Teil von sich abspaltet? Zum Beispiel, wenn er eine Wesenseinheit mit Geist macht und die Materie von sich abspaltet oder eine Wesenseinheit mit seiner Abstammung macht und die anderen Völker für minderwertig hält. Stimmt der Mensch mit dem überein, was er ist, wenn er von sich die Idee hat, es gebe ein Wesen, das ihn über die anderen Menschen gestellt habe und er deshalb befugt sei, ihnen ihr Land wegzunehmen und ihnen den eigenen Willen aufzuzwingen? Kann das Selbstverständnis eines Menschen adäquat sein, wenn es auf Widersprüchen, Wahnideen, Illusionen und Lügen basiert? Klar ist, dass widersprüchliche, illusionäre, lügenhafte Ideen dazu dienen, kurzfristig zu Befriedigung zu kommen oder Unbefriedigtheit zu vermeiden – allerdings bedeutet, sich durch seine Ideen in Widerspruch zur Realität zu stellen, eigentlich nichts anderes als die Verleugnung oder Herabwürdigung der Realität, das heisst, der anderen Menschen und des Kosmos. Widersprüche, Wahnideen, Illusionen, Lügen spalten die Welt oder das Sein auf – am folgenschwersten, wenn sie ideologisch oder religiös abgestützt sind.

Warum kann der innere Friede nicht durch Herabwürdigung oder ein Macht- oder Unterwerfungsverhältnis erreicht werden? Innerer Friede heisst, in sich selber ruhen: es ist ein Zustand, in dem der eigene Geist durch das kontemplative Erfahren der Welt, sich selber wahrnimmt, geniesst und würdigt. Die Übereinstimmung mit dem eigenen Geist kann insofern nicht stattfinden als das Denken und Fühlen der anderen Menschen und des Kosmos eingeschränkt wird.

Du bist mein Feind, denn du bist im Besitz dessen, was ich haben will

Israel will sein Territorium um Gaza, Westjordanland und Ostjerusalem erweitern, deshalb sind die dort ansässigen Bewohner seine Feinde (die Gefahr). Dasselbe mit Russland: Putin und Russland sind der Feind (die Bedrohung), weil das Ziel der USA ist, ihre Macht auf Russland auszudehnen.

Frage: Wann stimmen Israel und USA mit sich selber überein, das heisst, sind sie befriedigt oder zufrieden mit sich selber? Wenn das eigenständige Sein der anderen Menschen, Bevölkerungen oder Staaten ausgelöscht ist. Diejenigen, die im Besitz von eigenständigem Sein sind, sind nicht nur deshalb der Feind, weil sie im Besitz von etwas sind, das USA & Israel haben wollen, sondern weil sie eine Gefahr für deren geistige Einschränkung bedeuten: Wenn jemand – oder eine Gruppe – sich geistig in einen Käfig sperrt, müssen sie Angst davor haben, dass jemand diesen Käfig aufbrechen will.

Die Frage der Welt an die USA könnte zum Beispiel sein: Warum sucht ihr euch nicht einen Lebensinhalt, der uns in Ruhe lässt? Dieselbe Frage kann Palästina an Israel stellen.

Der menschliche Automat und Satan – Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Für beide ist die Basis ihres Selbstverständnisses eine Abgrenzung: Ihr Selbstverständnis basiert auf einer Reduktion der Auffassung des Seins – des Menschen und des Kosmos. Satan und der menschliche Automat bilden in gewisser Weise eine Ergänzung: Satan plant die eingeschränkte Welt und der Automat fühlt sich wohl darin.

Das Wirken Satans ist stets politisch, weil sein Merkmal ‘Eingreifen in das Leben anderer Menschen’ ist. Er hat von sich selber die Idee, er stehe über den anderen Menschen – eine Vorstellung, die der Automat nicht unbedingt hat, weil seine Eingrenzung der Existenz auch durch Unterwerfung bestehen kann. Das Erleben des Automaten ist mechanisch, nicht dynamisch: das, was ihm die Gefühle gibt, sind starre Ideen oder Vorstellungen, nicht das Erleben der Aktualität eines geistig-sinnlichen Austausches: ein geistiger Austausch oder Kommunikation wird nicht oder nur scheinhaft oder nur kontrolliert oder selektiv zugelassen. Im Automaten läuft ein Programm ab, das alles ausblendet und abwehrt, das seine eingeschränkte Welt in Frage stellen könnte. Der Automat kann die anderen Menschen und den Kosmos nicht aufnehmen, empfangen, einsehen, wahrnehmen, auf-sich-wirken-lassen, weil dieser Austausch und diese Kommunikation es unmöglich machen würden, in einer eingegrenzten Welt zu leben. Es stellt sich die Frage: Was ist die Realität für ihn? Ein bisschen Macht und Unterwerfung und Gruppenorientierung.

Merkmal Satans ist sein Impetus, in das Leben anderer Menschen einzugreifen: sie sind Gegenstand seines gezielten Denkens, er betrachtet sie als seine potentiellen Realisierungsakte. er bezieht sich auf sie und stellt sich über sie, er bringt sich zu ihnen in ein Verhältnis, in dem er ihnen überlegen ist. Welche Gefühle sind mit dieser Haltung zu den anderen Menschen verbunden?

Worin besteht für den Automaten oder für Satan die Übereinstimmung von Idee und Gegenstand? Oder woher kommt ihr Selbstbild oder ihr Selbstverständnis? Aus einer Gruppierung, mit der sie sich identifizieren.

Warum ist es einfacher, zu anderen Menschen das Verhältnis der Macht oder Unterwerfung zu haben als ein Verhältnis, in dem ich sie als eigenständiges Sein anerkenne? Der Grund könnte darin liegen, dass ich mich auf diese Weise selber nicht als eigenständiges Sein wahrnehmen muss.

Ein einschlägiges Beziehungsnetz

Das Selbstverständnis Satans, kann zum Beispiel sein: Er sei ein Mensch, dessen Gott ihn über die anderen Menschen gestellt habe. Welches Bild der anderen Menschen und des Kosmos ergibt sich aus dieser Vorstellung? Es ergibt sich ein Bild, das zwar nicht mit den anderen Menschen und dem Kosmos übereinstimmt, aber mit einer Gruppierung, die diese Vorstellung hat.

Sind der Automat oder Satan interessiert an der Verbreitung von Wahrheit?

Unter Wahrheit kann man die Übereinstimmung von Idee und Gegenstand verstehen – Wahrheit kann allerdings nicht das Produkt eines eigenen Willensaktes sein, weil sie etwas ist, das alle Menschen verbindet. Satan ist nicht daran interessiert, in dem zu sein, was allen Menschen gemeinsam ist, sondern in einer exklusiven Gruppen-«Wahrheit»: durch diese kann die Abgrenzung von den anderen Menschen erfolgen und die Macht über sie «legitimiert» werden.

Das Merkmal Satans, die Realität oder Wirklichkeit als Produkt eines eigenen Realisierungs- oder Willensaktes zu betrachten, führt dazu, den eigenen Willen als Massstab des Rechts und von Wahrheit in die Welt einzuführen: Wenn Satan – oder besser gesagt, die Gruppierung, die aus diesem Menschentyp besteht – auf der Welt der dominierende Machtfaktor ist, bedeutet das eine grundsätzliche Aufspaltung der Welt. Da es nicht zur Mentalität Satans gehört, durch Erfolge in einen dauerhaft befriedigten Zustand zu kommen, fängt die nächste Sauerei an, wenn die eine erledigt ist (allgemein ausgedrückt: das Eingreifen in das Leben anderer Bevölkerungen und Staaten). Die Absurdität, der Widerspruch und die Zerstörung akkumulieren sich und zwingen zu weiterer. Dem – westlichen – Automaten, der sich in der von Satan geplanten und realisierten Welt bis anhin wie ein Fisch im Wasser gefühlt hat, werden zunehmend unhaltbare Positionen zugemutet, die ihn in weiten Teilen der Welt als verblödet erscheinen lassen – denn die Destruktivität Satans hat ihn selber erreicht und anstatt sich gegen ihn zur Wehr zu setzen, unterstützt er ihn gegen den Rest der Welt.

Die Übereinstimmung von Idee und Gegenstand

Was ist der Gegenstand der Idee, wenn ich zum Beispiel sage: Meine Idee von mir selber ist, dass ich das willkürliche Produkt einer Gottperson bin oder wenn ich sage: Meine Idee von mir selber ist, dass ich ein Teil des unendlichen Seins bin? Man würde meinen, dass die Idee von mir selber auf jeden Fall eine Übereinstimmung der Idee mit ihrem Gegenstand bedeutet?! Da doch die Idee mein eigenes Sein bedeutet.

Wie könnte die Idee, die ich von mir selber habe, falsch sein, wenn doch erst durch diese Idee festgelegt wird, was der Gegenstand, das heisst, ich selber, bin? Bedeutet das, dass eine völlige Freiheit darin herrscht, selber zu bestimmen, was ich bin und keine Massstäbe von wahr und falsch vorhanden sind? Hier müssen wir beachten, dass die Vorstellung, die ich von mir selber habe, bestimmt, was der andere Mensch und der Kosmos für mich sind; oder umgekehrt: durch das, was der andere Mensch und der Kosmos für mich sind, bestimme ich, was ich selber bin!

Das Ziel des Wollens, das heisst, des Strebens nach einem Realisierungsakt, ist, dass die Realität mit meinem Willen übereinstimmt – aber bedeutet das: Übereinstimmung von Idee und Gegenstand? Eine Lüge zum Beispiel bedeutet einen Widerspruch zwischen Idee und Gegenstand, aber keinen Widerspruch zwischen Willen und Gegenstand.

Die Übereinstimmung von Idee und Gegenstand hat für Victoria Nuland (Exponentin der US-Neokonservativen) dann stattgefunden, wenn die USA die ganze Welt wirtschaftlich und finanziell beherrschen. Was für eine Vorstellung hat Frau Nuland von den Menschen, Völkern und Staaten dieser Erde bzw. was für eine Vorstellung hat sie von sich selber? Dass die Menschen anderer Völker potentielle Dollars sind, die in die Taschen einer bestimmten Gruppierung fliessen sollen oder Ungeziefer, das sich auf Land aufhält, das die Rassenreinen beanspruchen? Und ihr Bild (Vorstellung, Idee) von sich selber besteht darin, Teil der Gruppierung zu sein, die die Welt in diesem Sinne lenkt. Klar ist, dass Victoria Nuland durch ihre Idee, die sie von anderen Menschen, Völkern und Staaten hat, deren eigenständiges Sein nicht anerkennt, da sie dieses untergraben will. Wenn jemand das eigenständige Sein von jemandem oder etwas nicht anerkennt, kann dann seine Idee mit diesem Sein übereinstimmen?

Die Übereinstimmung von Idee und Gegenstand kann auf zwei Weisen geschehen: Entweder wird durch den eigenen Willen, die Realität so zurechtgebogen, dass Idee und Gegenstand übereinstimmen und die eigenständige Wirklichkeit des Gegenstandes missachtet; oder das Massgebende und Ausgangspunkt ist der Gegenstand selber, der durch Aufnehmen, Empfangen, Einsehen, Auf-sich-wirken-lassen erfasst wird.

Wenn der eigene Wille über die Übereinstimmung von Idee und Gegenstand entscheidet, dann bedeutet das die Loslösung des Willens vom Sein oder die Aufspaltung des Seins und bekommt eine politische Dimension, je mehr es sich bei diesem Willen um den Willen einer Gruppierung handelt!

Die Idee (Auffassung), die ein Mensch von sich selber hat, kann also zwei Grundlagen haben: Entweder die Aufspaltung oder die Einheit des Seins; oder anders ausgedrückt: entweder das Anerkennen des eigenständigen Seins des andern oder seine Missachtung.

Ein Wille, der dem Kosmos und seinen Zusammenhängen ein eigenständiges Sein abspricht als auch den anderen Menschen und Völkern, das heisst, ein Wille, der keine Einheit mit ihnen macht oder sich als ihre Ursache fühlt, spaltet die Welt oder das Sein auf. Natürlich könnte jemand sagen, dieser Wille bezeichne doch genau die rein geistige, wollende, allmächtige Person, die eine Schöpfung der jüdischen Religion sei. Durch diese Gottperson sei die Einheit des Seins zerstört worden, indem über die natürlichen Zusammenhänge des Seins ein abstrakter allmächtiger Wille gesetzt worden sei, der eigenmächtig über die Übereinstimmung von Idee und Gegenstand entscheide. Der Wille dieser Gottperson, die jüdische Abstammungsgemeinschaft über die anderen Menschen zu erheben, habe nicht nur eine religiöse, sondern auch eine politische Dimension.

Wahrheit ist die Übereinstimmung von Idee und Gegenstand

Wenn meine Vorstellung von mir selber nicht mit der Realität zusammenpasst, das heisst, die Gegebenheiten meiner Idee von mir selber widersprechen, habe ich entweder die Möglichkeit meine Vorstellungen von mir selber, gemäss der Realität zu revidieren oder eine Realität zu schaffen, die mit meinen Vorstellungen zusammenpasst – die Anstrengungen dazu können unter dem Titel ‘Macht über andere haben’ zusammengefasst werden, sodass zum Beispiel das, was die Medien bringen, meine Beschränktheit und meinen Wahnsinn widerspiegeln oder Menschen und ganzen Staaten durch meine Macht ihr eigenständiges Sein weggenommen wird.

Die Wirklichkeit meinem Willen unterwerfen, kann ideologisch bzw. religiös abgestützt werden und insofern erfolgt die Bestätigung von mir selber durch eine Gruppierung: Die Politik Israels und der US-amerikanischen Neocons wird durch eine rein geistige, wollende, allmächtige Gottperson gerechtfertigt, deren Wille es ist, eine bestimmte Abstammungsgemeinschaft über die anderen Menschen zu stellen.

Die ultimative Macht einer Gruppierung, die das eigenständige Sein von Völkern, Menschen und Staaten missachtet, zeigt sich in der Macht, die personelle Besetzung der Regierungen auf der ganzen Welt (oder immerhin im Westen) zu bestimmen – damit ist ein weiteres Vermögen angesprochen, ohne die ersteres nicht möglich wäre, nämlich die Schöpfung von finanziellen und wirtschaftlichen Abhängigkeiten. Wenn es um Polit-Casting geht, haben die Neocons – und ihre Vorgänger – das goldene Händchen, will sagen, sie können abschätzen, wie ihre Figuren sich politisch verhalten werden, wenn die Umstände eintreten, die sie herbeiführen – ein etwas gewagtes Beispiel dazu, wäre Adolf Hitler, aber man könnte auch Selensky erwähnen.

Zum Abschluss noch die Frage: Lieben diese Menschen das Sein, die ihre Übereinstimmung von Idee und Gegenstand oder anders gesagt, ihre Übereinstimmung mit dem Sein, durch die Untergrabung des eigenständigen Seins der anderen Menschen, Völker, Staaten und des Kosmos zu erreichen suchen?!