Im Verhältnis der Macht wird die Beziehung zwischen einem selber und dem anderen durch Wollen bestimmt oder anders ausgedrückt: Meine Wahrnehmung des Objekts oder das, was es sein soll, wird durch mein Wollen festgelegt – das heisst, es herrscht in gewisser Weise eine Identität zwischen mir und dem Objekt, die durch meinen Willen festgelegt wurde.
Macht über das Sein ist nicht das Sein selber. Das gilt für eine Gottperson, aber auch Individuen oder Gruppen, deren Lebensinhalt Macht über andere Menschen ist. Dass Macht über das Sein nicht das Sein selber ist, kann daraus ersehen werden, dass das Prinzip von Macht die Trennung von «Geist» und Sein ist: Im Verständnis des Machtorientierten ist Sein (die Wirklichkeit) nicht ein unbegrenzter Zusammenhang, sondern Produkt eines Willens. Anschlussfrage: Ist das Verhältnis der Macht, Ausdruck der Liebe zum Sein?
Macht ist eine Art zu existieren, bei der Geist – das Fühlen und Denken – sich vom Sein abspaltet, indem das Bewusstsein zwischen sich und seinem Gegenstand (Menschen, Kosmos) zielgerichtet eine Abgrenzung aufrichtet und sich auf diese Weise dem Sein verweigert bzw. sich selber eingrenzt. Es ist das, was die jüdisch-christliche Ideologie macht, indem sie Geist mit Willen oder Macht gleichsetzt und ihn über die Materie stellt.
Macht – eine Möglichkeit das eigene Sein seines unendlichen Zusammenhanges zu berauben
Indem ich zu anderen Menschen die Haltung der Macht einnehme, konstituiert deren Sein, mein eigenes Sein nur in einer reduzierten Weise: Ich bin bei ihnen in einer distanzierten, kanalisierten, kalkulatorischen Weise, in der ich mich als Ursache von ihnen fühle: Das eigene Existieren wird – via ‘Ursache des anderen sein’ – als eigener Realisierungsakt oder anders ausgedrückt als Ergebnis des eigenen Willens empfunden. Indem ich mit einem reduzierten – oder herabgewürdigten – Sein eine Einheit mache, wird die Identität (Wesenseinheit) des eigenen Seins mit dem – unendlichen – Sein ausgehebelt.
Der Inhalt des Willens des Machtorientierten
Sein Interesse ist nicht, den Geist und das materielle Sein der Menschen zur Entfaltung zu bringen, sondern aus ihnen dressierte Affen oder Sklaven zu machen. Da niemand ein Interesse daran hat, von anderen Menschen gemäss deren Willen «erschaffen» zu werden, müssen die Macht-Orientierten mit Betrug oder Gewalt operieren.
Aus dem Verständnis der Wirklichkeit (des Seins) als unendlicher Zusammenhang kann eine Volksgruppe nicht herleiten, über den anderen Völkern zu stehen und es kann keine Legitimation der Macht über sie hergeleitet werden. Der unüberbietbare Trick einer Volksgruppe, die Wert auf ihre Abstammung legt und für die Macht das Höchste auf der Welt darstellt, ist es, etwas zu installieren, das über der Wirklichkeit oder dem Sein steht und dieses speziell mit der eigenen Volksgruppe zu verbinden – so wurde der jüdische Gott geboren.
Die an der Macht Orientierten sind nicht am Sein oder an der Wahrheit orientiert. Das gilt auch für ihre Unterhunde. Psychologisch und historisch ist der Zusammenhang zwischen Macht und Wahnideen interessant. Damit ist der Konfliktherd Israel angesprochen.
Da eine auf Beherrschung anderer Menschen oder Staaten ausgerichtete Politik nur mittels Täuschung, Betrug oder Gewalt erfolgreich sein kann, mündet durchschlagende Macht in die Schaffung einer Parallel-Welt, in der die Inhalte von Unterhaltung, Medien, Finanzsystem, akademischem und politischem Milieu nicht Ausdruck des entfalteten, eigenständigen Geistes der Bevölkerung sind, sondern des Willens der herrschenden Klasse, sie für blöd zu verkaufen. Die Macht-Orientierten müssen ignorieren, dass Klugheit einen Zusammenhang mit Wahrheit hat, da Widersprüche, Wahnideen und Lügen zur Etablierung der Macht notwendig sind, aber der Klugheit widersprechen.
Zum Schluss wieder einmal die Frage: Wie geeignet ist die jüdische Ideologie, der dazugehörige Staat und die von ihnen beherrschte Grossmacht zur Führung der Welt oder als ihr Vorbild?
