Wort zum Sonntag: Welche Realität anerkennt Satan?

Ich würde sagen, diejenige Realität, die er bzw. seine Gruppe durch ihre Macht geschaffen hat und unterhält. Man kann daraus verstehen, warum Satan aus dem Himmel herausgeworfen wurde.

Die Wonnen der Gewöhnlichkeit und die Genussfähigkeit des eigenen Geistes – sind sie Satan bekannt? Wenn man ihn als archetypische Figur des Bösen betrachtet – als das Prinzip der Täuschung, der Herrschsucht und der Entfremdung vom Sein –, dann wäre er genau das Gegenteil von jemandem, der die „Wonnen der Gewöhnlichkeit“ kennt. Und welchen eigenen Geist kann er geniessen?

Die Wonnen der Gewöhnlichkeit und die Genussfähigkeit des eigenen Geistes setzen ein tiefes Einverständnis mit sich selbst voraus. Wenn Satan das Symbol für das rastlose, getrennte Bewusstsein ist, dann bleibt ihm dieser Genuss verwehrt.

Satan fühlt sich eng mit den anderen Menschen verbunden

Ich selber würde Satan als einen Typ Mensch definieren, der sich erstaunlicherweise eng mit den anderen Menschen verbunden fühlt – allerdings nicht in dem Sinne, dass seine Befriedigung daraus kommt, sie wahrzunehmen, zu würdigen und zu schätzen, sondern über ihnen zu stehen, Macht über sie zu haben und sie zum eigenen Produkt zu formen, was eine Einschränkung ihres geistigen und materiellen Seins bedeutet.

Im Gegensatz zur religiösen Charakterisierung Satans halte ich ihn durch und durch für ein Gruppenwesen: Durch Gruppen- oder Sektenbildung ist es möglich, ein Menschsein zum Massstab zu machen, das vom allgemeinen Menschsein abgekoppelt ist – insbesondere von seinem allgemein verbindenden Element der Rationalität.

Gruppe heisst, dass Menschen in denselben Ideen und Zielen miteinander verbunden sind. Menschen können zum Beispiel dadurch eine Gruppe bilden, dass sie in der gleichen Art der Befriedigung zusammengeschlossen sind. Von Bedeutung ist, wie eine Gruppe mit den anderen Menschen verbunden ist und wie sie sich gegen sie abgrenzt. Eine Gruppe kann dadurch mit den anderen Menschen verbunden sein, indem sie ihre Befriedigung daraus zieht, über ihnen zu stehen oder über sie Macht zu haben. Und von ihnen abgegrenzt sein, kann sie dadurch, dass sie den Anspruch stellt, etwas zu haben, dass die anderen nicht haben (zum Beispiel einen exklusiven Gott, die Abstammung oder ethische Überlegenheit).

Interessant ist, dass durch diese Art der Verbindung und Abgrenzung sowohl Opfer- als auch Täterbedürfnisse befriedigt werden können (anders ausgedrückt Masochismus als auch Sadismus): Man kann sich an die eigenen Gruppenmitglieder kuscheln und zugleich auf die bösen Aussenstehenden zeigen und sagen: Schau, was diese Bösen mit mir machen wollen. Oder umgekehrt, kann man den bösen Aussenstehenden eines auswischen und sagen: Habt ihr gesehen, wie ich diesen Typ ruiniert habe?

Das Einschränken des Denkens auf die Vorgaben einer Gruppe. Wenn die Vorgabe einer Gruppe ist: Wir stehen über den anderen Menschen, dann bedeutet das nicht einen Inhalt, aber ein bestimmtes Verhältnis zu ihnen. Inwiefern haben die Menschen eine gemeinsame Realität oder ein Sein, das allen Menschen gemeinsam ist? Man könnte zum Beispiel Rationalität für so etwas halten. Ist der Vertreter des Exzeptionalismus damit einverstanden? Den Anhänger des Exzeptionalismus muss Rationalität allerdings nicht kümmern, da er Inhalt ohnehin nur vortäuscht – ihm geht es um eine Beziehung zu den anderen Menschen, in der er über ihnen steht und dieses Ziel kann er auch durch Widersprüche, geistigen Nonsens oder Wahnideen erreichen.

Machtstreben kann den Inhalt haben, dem anderen etwas wegzunehmen, zum Beispiel Besitz, Territorium, Rechte – und der erfolgreiche Machtmensch kommt in den Genuss von Prestige. Kann Machtstreben einen Inhalt zulassen durch den beide – sowohl das Subjekt der Macht als auch sein Objekt – verbunden sind? Anerkennt der Machtmensch eine Wesenseinheit mit seinem Objekt? Kann das Wertvolle oder Erstrebenswerte etwas sein, das unilateral besteht, anders gesagt, in einer Gruppe, die wertvoll ist (Herrengruppe) und einer Gruppe, die nicht wertvoll ist (die Knecht-Gruppe)? Und das Spiel heisst: Wer ist die Herrengruppe und wer die Knecht-Gruppe? Und das Spiel heisst weiter: Wie können wir der Bevölkerung Inhalte vortäuschen, damit sie ihre Zustimmung gibt, zu unserem Vorteil und zu ihrem Schaden in das Leben von Menschen einzugreifen? Kann man es das Spiel des Alten Testaments nennen – momentan betrieben vom Westen, das heisst, USA & Israel, EU, Deutschland.

Zweifellos ist zum Beispiel Frau Baerbock ein ganz anderer Mensch als der Israel-Chef Netanjahu, da Frau Baerbock zur Fraktion der Ultraguten gehört, was vom Israel-Chef die wenigsten sagen würden – das Erstaunliche aber ist: Sie stützen sich gegenseitig. Das erklärt sich daraus, dass Frau Baerbock und der Israel-Chef darin vereinigt sind, dass sie die Gruppe über alles stellen, der Herr Netanjahu angehört.

Die Aufspaltung des Seins geschah im Namen von etwas, das wertvoller sei als der Kosmos und der Mensch

Religion bestimmt, wonach der Mensch streben soll – denn sie legt fest, was das Höchste und Wertvollste sei. Ein Sonderfall einer Religion liegt vor, wenn sie das Höchste und Wertvollste auf eine Gruppe von Menschen einschränkt, was das Merkmal einer Sekte ist.

Kann der Mensch in den Genuss des Höchsten und Wertvollsten durch ein Macht- oder Unterwerfungsverhältnis gelangen? Jedenfalls kann die Entfaltung des Geistes und die Würdigung des Kosmos und des Menschen weder durch ein Macht- noch durch ein Unterwerfungsverhältnis erreicht werden.

Welches ist das Hauptmerkmal des Göttlichen? Macht als Hauptmerkmal des Göttlichen zu postulieren, bedeutet erstens eine Aufspaltung des Seins, das heisst, einen Dualismus und zweitens ist es widersprüchlich, da es keine Gründe ausserhalb der göttlichen Macht geben kann. Wenn es ausserhalb des Göttlichen keine Gründe oder Ursachen geben kann, wogegen soll es abgegrenzt sein?

Wie kam eine Gruppe von Menschen dazu, in Frage zu stellen, dass das Göttliche als unendlicher Zusammenhang, unendliche Möglichkeit und unendliche Unterschiedenheit (Vielfalt) besteht? Der Hintergrund konnte nicht der Drang nach Entfaltung des Geistes und der Würdigung des Kosmos und des Menschen sein – aber der Drang, mehr zu sein als ein Teil des unendlichen Seins.

Das Alte Testament und Gaza

Handelt es sich um eine Verbindung von Ideologie (Religion) und Politik, die auch vor Massenmord nicht zurückschreckt? Klarstellen möchte ich: Eine Gruppe, Abstammungsgemeinschaft oder Staat können im 21. Jahrhundert nicht Massenmord begehen, wenn sie nicht – übernational – die herrschende Klasse sind – sie wären schnell von der Bildfläche verschwunden. Wenn es einen Staat oder eine Gruppe gibt, die ungeahndet 50.000 Zivilisten umbringen kann, dürfen wir davon ausgehen, dass es sich um die herrschende Klasse handelt. Zweitens dürfen wir davon ausgehen, dass es sich um Betrüger bzw. Beherrscher der Medien handelt.

Anschlussfrage: Ist es das Merkmal einer herrschenden Klasse, dass sie Verbrechen mit Lügen oder Gott begründen kann?

Was geht in Menschen vor, die sich geistig nicht weiterentwickeln können? Sie tendieren zum Sadismus oder Masochismus. Zu beobachten ist das nicht nur in Europa, sondern auch im Nahen Osten (Israel). Wenn es die den Westen beherrschende Klasse ist, die sich geistig nicht weiterentwickeln kann, stellt sich für die Welt die Frage, wie das Problem gelöst werden kann? Wer sich geistig nicht weiterentwickeln kann, ist ein Fundamentalist bzw. in Widersprüchen gefangen oder lebt in einer Fixierung oder Gruppenwelt.

Um was handelt es sich, wenn Bevölkerungen oder Staaten – medial und politisch – gezwungen werden, Betrüger und Massenmörder als die Guten zu verehren? Ich würde sagen, um eine Gruppe, die das Finanzsystem und die Medien beherrscht. Aber auch darum, dass der halbe Planet zu einem Schandfleck verkommen ist. Von einer Ideologie, die den Geist des Menschen einschränkt – organisch verbunden mit einer entsprechenden Politik – kann man sagen, es handle sich um geistigen Dreck. Als Staat mit einer Sekten-Ideologie aufzutreten, das heisst, ein gruppenexklusives Objekt anzubeten, gibt keinen inneren Frieden, keinen Inhalt, keine Verbundenheit mit den anderen Menschen und zwingt zu Falschheit – aber es verschafft Bedeutung und Lebensinhalt durch Macht.

Das Recht eines Staates sagt etwas aus darüber, was das Wertvolle ist – denn das Wertvolle soll durch Gesetze geschützt werden. Wie ist das, wenn es in einem Staat oder auf der Welt eine mächtige, dominante Gruppe gibt – ist dann sie das Wertvolle und dasjenige, das durch Gesetze geschützt werden soll? Die – implizite – Aussage dieser Gruppe ist: Das Wertvolle ist das, was Macht hat über dich, deshalb musst du es anbeten, verehren, gehorsam sein und seine Gesetze befolgen – dabei beruft sich diese Gruppe normalerweise auf etwas Höheres, zum Beispiel eine Gottperson.

«Was ist für Ihre Gruppe, das Allerhöchste?»

«Das Allerhöchste ist für uns eine Gottperson, durch die wir uns über die anderen Menschen stellen können.»

«Das ist hochintelligent und ausserdem ethisch sehr wertvoll, weil es sich um die weltanschauliche Grundlage einer Weltreligion handelt.«

Wenn Sie den Leuten die Ansicht verkaufen können: Ihr steht aufgrund eurer Abstammung über den anderen Menschen – handelt es sich dann um Religion oder Politik? Die meisten Menschen des 21. Jahrhunderts würden antworten, es handle sich um Nationalsozialismus oder Rassismus. Was ist für die Juden (Israel) das Allerhöchste? Der Stamm oder der Kosmos und der Mensch? Ich persönlich denke, dass der Glaube an einen überirdischen Gangsterboss, der Massenmord rechtfertigt und schon seit etwa drei Tausend Jahren besteht, in der Geschichte einzigartig ist – insbesondere sein Status als Weltreligion.

Der Weg zu Befriedigung

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, um zu Befriedigung zu kommen: Ideen und Gefühle, die den Kosmos und den Menschen herabwürdigen oder solche, die sie würdigen. Befriedigung aus der Herabwürdigung des Kosmos und des Menschen bedeutet, dass nicht der Kosmos und der Mensch das Wertvolle sind. Natürlich strebt der Mensch nach dem Wertvollen und nicht nach dem Wertlosen: Es würde niemand von sich sagen, er strebe nach etwas Wertlosem – auch nicht der Heroinsüchtige.

Wodurch bestimmt sich, was wertvoll ist? Welches sind die Kriterien dafür, ob etwas wertvoll ist oder wertlos? Was ist die Definition von wertvoll? Man könnte sagen, das Wertvolle sei das, wonach man strebt. Jeder wird dieser Definition zustimmen, solange das Streben sich darauf richtet, den Kosmos und den Menschen zu würdigen – ist der Fall denkbar, dass etwas als das Wertvolle gilt – das heisst, als das Erstrebenswerte – durch das der Kosmos und der Mensch herabgewürdigt werden? Etwas zu statuieren, das über dem Kosmos und dem Menschen und seinem Verstand stehe und es als das Wertvolle zu verehren, würdigt den Kosmos und den Menschen und seinen Verstand herab. Es stellt sich die Frage, was gewürdigt wird durch etwas, das über dem Kosmos, dem Menschen und seinem Verstand stehe? Wir müssen uns bewusst sein: Etwas über den Kosmos zu stellen, bedeutet die Auflösung der Einheit des Seins.

Was könnte wertvoller sein als die Einheit von Geist und Materie und ihre unendlichen Zusammenhänge? Beschränkte Gemüter haben gefunden, die Macht über sie, zu diesem Zweck sind sie auf eine Person ohne Körper gekommen, aber mit einem unendlichen Willen, der auch enthalte, die Abstammung eines bestimmten Volkes über die der anderen Völker zu stellen. Wenn das Wertvolle – oder höchste Gut – durch Glauben, Unterwerfung und Gehorsam besteht, ist eine Übereinstimmung mit dem menschlichen Geist an einem sehr kleinen Ort, die politische Absicht dahinter aber sehr gut versteckt, wenn man es Religion nennt.

Welche Mentalität steckt hinter der Aufspaltung des Seins? Skrupellose Geistlosigkeit auf intellektuell hohem Niveau oder anders gefragt, der Wunsch nach Macht, Überlegenheit und Abgrenzung? Handelt es sich beim Statuieren von etwas, das über dem Kosmos, den Menschen und ihrem Verstand stehe, um Politik oder Religion? Jedenfalls ist dadurch der Ausgangspunkt des menschlichen Geistes nicht mehr der Kosmos und der Verstand, sondern die gruppenspezifische Festsetzung eines Allerhöchsten. Geist und Kosmos sind allerdings – im Gegensatz zu etwas, das über sie gestellt wird – nicht etwas Gruppenspezifisches und sie haben grundsätzlich kein Interesse daran herabgewürdigt zu werden. Was soll Religion sein, wenn sie dazu dient, sich von den anderen Menschen abzugrenzen?

Womit macht eine Gruppe, die das Sein aufspaltet, eine Einheit oder Übereinstimmung? Mit dem einen Teil oder dem anderen Teil des aufgespaltenen Seins? Das heisst, mit dem Kosmos als Machtobjekt einer Gottperson oder mit der Gottperson selber? Kann mit dem Kosmos eine Übereinstimmung oder Einheit gemacht werden, wenn er Machtobjekt einer Gottperson ist? Oder kann mit der Gottperson selber eine Einheit oder Übereinstimmung gemacht werden? Mein Geist erwartet von einer Sinngebung, dass er mit sich selber übereinstimmen kann – mit sich selber übereinstimmen oder eine Einheit bilden, kann der Geist durch die Würdigung, die Wahrnehmung und den Genuss des Seins. Es stellt sich die Frage, ob durch ein Unterwerfungs-, Glaubens- und Gehorsamsverhältnis die Würdigung, Wahrnehmung und der Genuss des Seins realisiert werden kann?

Unter Ethik kann das Werte-System einer Gruppe verstanden werden oder aber ein Handeln und Denken, das nach Wahrheit und dem Guten strebt. Es wird zum Beispiel niemand sagen können, die Juden (Israel) würden nicht nach dem Guten, sondern nach Macht, Abgrenzung und Überlegenheit streben oder nicht nach der Wahrheit – aber ihr Gutes und ihre Wahrheit ist ein Gruppen-Gutes und eine Gruppen-Wahrheit und dadurch bestimmt sich für sie, was das Wertvolle ist.

Strebt der Mensch nach dem Wertvollen? Das Wertvolle ist das, was der Allgemeinheit zu ihrer geistigen und materiellen Entfaltung förderlich ist. Der Mensch strebt nach Befriedigung – wenn das, was dem Menschen Befriedigung gibt, der geistigen und materiellen Entfaltung der Allgemeinheit entgegengesetzt ist, spaltet er erstens die Gesellschaft und ist zweitens, in sich selber gespalten.

Allerdings wird ein Mensch oder realer gesagt, eine Gruppe von Menschen, deren Befriedigung der geistigen und materiellen Entfaltung der Allgemeinheit entgegengesetzt ist, das, wonach sie streben, nicht schädlich oder wertlos nennen – weil es einem Menschen zuwider ist, das, was ihm Befriedigung gibt, wonach er strebt und was sein Lebensinhalt ist, schädlich oder wertlos zu nennen, denn er würde sich selber wertlos vorkommen. In dieser Situation kann die Berufung auf einen höheren Willen helfen (im psychologischen Sinne handelt es sich um eine Rationalisierung) – es kann argumentiert werden: Unser Wille ist übereinstimmend mit dem Willen vom Allerhöchsten. Natürlich kann diese Berufung oder Argumentation nicht auf dem Verstand beruhen, sondern auf Glauben, Gehorsam und Unterwerfung – auf dem Prinzip: Gegenüber etwas demütig sein, das erlaubt, gegenüber allem anderen hochmütig zu sein. Natürlich kann die Erfüllung eines Wunsches, anders ausgedrückt, des Willens, nicht als wertlos bezeichnet werden – aber eventuell als schädlich.

Wenn Sie sich durch widerspruchsfreies Denken bedroht fühlen, sollten Sie Ihre Meinung oder Sinngebung überprüfen. Was einiges an Charakter erfordern wird, denn Widersprüchen die Zustimmung zu geben, gründet nicht darauf, die Wahrheit oder das Sein der anderen Menschen und des Kosmos zu würdigen, sondern auf der Loslösung von ihrem Sein und ihrer Wahrheit.

Eine Clan-Ethik, die sich als Universal-Ethik ausgibt

Ethik ist das Werte-System einer Gruppe, Gemeinschaft oder Gesellschaft. Es bestimmt, welches Verhältnis, Haltung, Umgang, Handeln, Verhalten gegenüber anderen Menschen wertvoll und angemessen ist und welches verachtenswert. Das Werte-System kann ideologisch oder religiös abgestützt sein, es kann rassistisch oder aufspaltend sein oder im Sinne des Exzeptionalismus.

Wie widerspruchsfrei ist das Werte-System oder die Ethik des Westens? Klar ist, dass USA, Israel, NATO, EU mit dem Anspruch auftreten, eine Universal-Ethik zu vertreten und nicht eine Clan-Ethik. Da alles darauf hindeutet, dass es sich bei Israel um den Kopf und den Motor der westlichen Politik handelt, ist die Frage bedeutsam, ob Israel eine Clan-Ethik oder eine Universal-Ethik vertritt? Israel grenzt sich gegen die Menschen ab, deren Territorium es beansprucht – ein eindeutiges Merkmal einer Clan-Ethik! Die Werte oder ethischen Grundlagen Israels sind die Werte des Exzeptionalismus, die einer Universal-Ethik entgegengesetzt sind – dadurch, dass das politische Handeln Israels um jeden Preis als den Regeln einer universalen Ethik folgend, dargestellt werden muss, kommt eine grundsätzliche und alles durchdringende Verlogenheit in die Welt.

Welches Werte-System (Ethik) haben diejenigen, die für den politischen Kurs des Westens (USA, Israel, NATO, EU) verantwortlich sind? Was ist für sie das Wertvolle? Das Fühlen und Denken des Kosmos und des Menschen wäre ein Inhalt – Macht bloss ein Nicht-Inhalt, Beziehungsspiel und Aufspalten des Seins. Ziele zu verfolgen, die andere Menschen an der Anwendung ihres Verstandes hindern und daran, sie zu ihrer geistigen und materiellen Entfaltung kommen zu lassen, sind das Merkmal einer Clan-Ethik und erinnern an Satan: Er kann keinen Inhalt, sondern nur Wahnideen, in die Menschen pflanzen – diese sollen ermöglichen, über sie zu herrschen. Eine Gruppe mit der Ideologie oder Religion des Exzeptionalismus – das heisst, des ideologisch oder religiös abgestützten Hochmuts – ist gezwungen, verlogen zu sein: Sie kann das Werte-System von dem sie geleitet ist, nicht öffentlich nennen – es würde Abscheu erregen.

Ethik und Macht

Die Ziele, die man anstrebt und das entsprechende Handeln sind eine Folge des eigenen geistigen und charakterlichen Zustandes bzw. den Affekten von denen man beherrscht wird. Wenn Bedeutung, Sinn oder meine angenehmen Gefühle aus anderen Menschen kommen, die mein Realisierungsakt sind, das heisst, aus Macht, dann kommen sie aus meinem Willen, den ich an die anderen Menschen anlege.

Insofern Bedeutung und Lebensinhalt aus einem Machtverhältnis kommen, ist es nicht das Sein oder die Wirklichkeit, die die Bedeutung und den Lebensinhalt geben, sondern ein Wille, der einen über andere Menschen und die unendlichen Zusammenhänge des Kosmos stellt – eine völlig unreligiöse Haltung! Erstaunlicherweise ist die Grundlage der abendländischen Weltanschauung ein durch eine Ideologie (Religion, Wille einer Gottperson) abgestützter Wille, der ein Volk über die anderen Menschen und die unendlichen Zusammenhänge des Kosmos stellt. Der geistigen und charakterlichen Beschaffenheit der Vertreter dieser Weltanschauung kommt zugute, dass Wollen, gerichtet sein auf etwas ist, aber nicht das Sein selber.

Womit macht der Vertreter einer – religiös fundierten – Machtorientierung eine Wesenseinheit oder Identifikation, als was versteht er sich – als Nihilist oder Gruppenegoist, der sich auf Gott beruft? Als Luzifer, der vom göttlichen Sein abgefallen ist, weil sein Hochmut nach mehr verlangte, als ein Teil des unendlichen Seins zu sein?

Westliches Gruppendenken und nicht-westliches Staatsdenken

Die USA & Israel haben immer noch die Illusion, dass sie sich ungestraft über die Interessen anderer Völker und Staaten hinwegsetzen können, beruhe auf ihrer militärischen Macht bzw. darauf, dass ihre Opponenten militärisch weniger stark wären. Das Problem der Opponenten von USA & Israel ist allerdings nicht ein Mangel an militärischer Stärke, sondern ihr Interesse, eine sehr grosse militärische Auseinandersetzung mit einer enormen Zerstörung an Menschenleben und Sachwerten zu vermeiden.

Natürlich stellt sich die Frage: Wer unterstützt eine Macht, die sich über die Interessen anderer Völker und Staaten hinwegsetzt? Zum Beispiel Regierungen, die eingebunden sind in eine übernationale Finanz- Beziehungs- und Medienmacht, die nicht den Interessen ihrer Staaten dient; das heisst, Regierungen, die nicht eine Staatspolitik, sondern eine Gruppenpolitik verfolgen.

Werden die USA durch Gruppendenken oder Staatsdenken regiert? Wenn es eine Gruppe gibt, die die Verwendung der Ressourcen des Staates darauf ausrichtet, einen Stammes-Staat auf einem anderen Kontinent zu unterhalten, dann triumphiert eine Gruppe über das Staatsdenken und betreibt ausserdem einen Verrat an der eigenen Bevölkerung.

Wie kann man einer Gruppe, die ihre Macht der Beherrschung des Finanzkapitalismus verdankt, klar machen, dass sie nicht die Besitzerin der Welt ist, sondern nur der Medien und eines Finanz- und Beziehungssystems? Die Ambition, über die Völker der Erde Macht zu haben – sie nicht zur Entfaltung durch ihre eigenen geistigen und materiellen Ressourcen kommen zu lassen – hat etwas Gespenstisches und Perverses – aber sie passt perfekt zusammen mit einer Welt, in der Rassisten und Massenmörder die Macht über die Medien haben: Welches Rechtsverständnis folgt daraus und mit welchen Handlungen der involvierten Regierungen ist es verbunden?

Der Wille, der sich über den Verstand stellt

Den Willen über den Verstand zu stellen, ist weniger folgenschwer, wenn es privat geschieht, als wenn es in der Politik geschieht. Oder man stelle sich eine Ideologie, eine Religion oder einen Gott vor, die das Produkt eines Willens sind, der sich über den Verstand gestellt hat – zum Beispiel mit dem Effekt, das eigene Volk über die anderen Völker zu stellen.

Wenn in einem Menschen Freude ist und ihr Grund ist zum Beispiel Macht, erfolgreicher Betrug oder allgemein Herabwürdigung, dann kommt sie nicht aus der Wahrnehmung des Objektes, sondern daraus, sich über es zu stellen – ein Vorgang, der durch den Willen realisiert wird. Hat, sich über andere Menschen zu stellen und ihre Wahrheit und ihr Sein zu verneinen, mit Verstand zu tun? Man kann sich fragen, was der Sinn davon sein soll?

Der Mensch strebt nach Übereinstimmung mit sich selber, das heisst, nach Zufriedenheit, nicht nach Unzufriedenheit. Zufriedenheit mit sich selber kann entweder dadurch erreicht werden, dass der Wille zum Widersacher des Verstandes wird oder zu seinem Freund und Unterstützer. Was könnte den Menschen dazu veranlassen, Ziele zu verfolgen, die ihn in Widersprüche verwickeln? Zum Beispiel bestimmte Affekte, insbesondere Hochmut, Neid, Angst, übertriebener Ehrgeiz oder Gier. Mit diesen Affekten ist ein Wollen verbunden, das den Menschen dazu drängt, zu Lasten von Ehrlichkeit zu handeln, Falschheit als Mittel einzusetzen, dem Augenblick zu erliegen, die Zukunft nicht zu bedenken und sich in Widersprüche zu verwickeln.

Ist der Sinn, der dem Menschen gegeben wurde, die Realisierung seines Hochmuts, masslosen Ehrgeizes und Machtstrebens, sowie das Ausradieren all dessen, was seinen Neid erregt? In diesem Fall wäre ‘sich über andere Menschen zu stellen und ihre Wahrheit und ihr Sein zu verneinen’ die Angelegenheit des allerhöchsten Verstandes und die Erfüllung des Sinns des Menschen. Da zu diesem Sinn des Lebens eine Aufspaltung der Menschen gehört – in Herrenmenschen und Knecht-Menschen – ist ein geistiger Überbau (Ideologie, Religion) hilfreich, durch den diese Rollenverteilung legitimiert wird.

Für ein anderes Land den Bündnispartner bestimmen

Wenn Sie als Grossmacht Ihre grosse Macht vergrössern wollen, gehen Sie wie folgt vor: Sie machen im anvisierten Land Regimechange (braucht natürlich eine Menge Dollars) und installieren eine genehme Regierung, dann können die neue Regierung und die grosse Macht unisono den Bündniswunsch ausrufen. Wenn das dem benachbarten anderen Staat nicht passt, weil er dadurch seine Unabhängigkeit oder Sicherheit gefährdet sieht, sagen Sie: Jedes Land habe das Recht, seinen Bündnispartner frei zu wählen.

Welchen Sinn sieht der Staat Ukraine darin, eine Bedrohung der Unabhängigkeit und der Sicherheit des Nachbarlandes zu bilden, indem er ein Bündnis mit einer Allianz eingeht, die diese Unabhängigkeit und Sicherheit beschneiden will? Hier ist es aufschlussreich zwischen einer pekuniär profitierenden Gruppe und einer missbrauchten Bevölkerung zu unterscheiden.

Warum würden die USA es nicht zulassen, dass ein an sie angrenzendes Land (z.B. Mexico) ein Bündnispartner Russlands inkl. militärischer Aufrüstung würde?

Welches wäre der Sinn einer Militärallianz Russlands z.B. mit Mexico, was wäre das Ziel davon? Die Vergrösserung der eigenen Sicherheit?

https://test.rtde.tech/europa/229373-bis-zum-endsieg-laenderbuendnis-unter/

Das Stichwort ‚ausländische Mächte, die ein Land regieren‘ ist interessant

Es wird doch nicht Israel sein, das jetzt Syrien regiert: Man würde doch nicht ein Land, das man regiert, bombardieren und zerrütten. Ich verstehe unter ‘regieren’ etwas anderes als ‘zerstören’ – hingegen gehen ‘Macht über etwas haben’ und ‘es zerstören’ gut zusammen.

Der Vorteil davon, dass man jetzt nicht mehr weiss, wer Syrien regiert, ist, dass es auch unklar ist, wer der Urheber davon ist, wenn plötzlich die US-Militärstützpunkte (z.B. At Tanf) oder die US-Ausbeuter der syrischen Ölquellen nicht mehr da sind – will sagen, der grosse Vorteil ist, es wird keinen Krieg zwischen den Weltmächten mehr auslösen.

Konkreter gefragt: Wer wäre es gewesen, wenn die US-Militär- und Diebstahlpräsenz in Syrien Schaden erleiden würde – Syrien, Irak, Iran, die Türkei, Russland, eine unbekannte terroristische, rassistische Gruppe mit imperialen Ansprüchen? die CIA oder die NATO sicher nicht, denn diese sind involviert in die US-amerikanischen Ansprüche.

https://test.rtde.tech/international/229025-wie-russland-seine-stuetzpunkte-in/

Der nächste Schritt der allmächtigen US-amerikanischen-israelischen Gruppe inklusive EU und der Organisation NATO wird sein, dasselbe Szenario, das in Syrien ablief, über den Iran zu bringen. Die westlichen Medien werden aber erst dann wirklich jubeln, wenn auch Russland das Schicksal von Syrien ereilt haben wird. Allerdings wird sich auch dann die allmächtige Gruppe noch nicht fühlen wie Hitler unter dem Eiffelturm – denn es bleibt noch China. Aber man kann davon ausgehen, dass auch ohne die Eroberung Chinas das Ziel, dass Gaza und das Westjordanland wie auch Jerusalem und die Golanhöhen fest in jüdischer Hand sind, schon erreicht ist.

Die Symbiose von Macht und Falschheit

Kann der Wille, über andere Menschen oder Staaten Macht zu haben, das heisst, das Ziel, dass sie tun, lassen und denken, was man selber oder die eigene Gruppe will, dadurch realisiert werden, dass man ihnen reinen Wein einschenkt? Die Betroffenen würden fragen: Welches Recht habt ihr, uns vorzuschreiben, wie wir zu leben und was wir zu denken haben? Seid ihr unsere Vormünder, steht ihr über uns, haltet ihr euch für etwas Wertvolleres oder Herrenmenschen? Gemeinsamkeit von Falschheit und Macht ist – im Unterschied zum Führungsverhältnis – dass sie die Wahrheit und Realität anderer Menschen oder Staaten verneinen, sie herabwürdigen oder nicht zulassen.

Eine Gruppe, die zu Macht kommen will oder sie ausweiten, muss mit Falschheit operieren – denn die Menschen oder Staaten handeln nicht von sich aus gegen ihr Interesse. Selber betrügen ist das eine – aber das befriedigt den Ehrgeiz der US-amerikanischen und israelischen Herrenmenschen mit der Ideologie des Exzeptionalismus noch nicht: Das Problem, vor das sie sich stellten, ist: Wie bringen wir es fertig, Menschen in anderen Ländern zu Mitarbeitern unseres Betrugs zu machen? Grob gesagt, ist ihr Rezept: Wir spalten die Welt auf in die Guten und die Bösen und wer sich uns nicht unterwirft, sind die Bösen – natürlich wollen auch die westlichen Intellektuellen nicht die Bösen sein, sondern Karriere machen, also spielen sie brav mit: Intelligenz nimmt allerdings dadurch eine sehr spezielle Form an, denn als Wahrheit kann nur das zugelassen werden, was die Falschheit nicht aufdeckt – damit ist zum Beispiel Philosophie und Geschichte, die von diesen Leuten betrieben wird, wertlos oder schädlich und die Falschheit wirkt sich auf das ganze Geistesleben aus.

Ethisch Überlegene, die am Gängelband von Betrügern laufen

Wenn wir die Ambition des israelischen und US-amerikanischen Herrenmenschen bedenken: «Wie bringen wir es fertig, Menschen in anderen Ländern zu Unterstützern und Mitarbeitern unseres Betrugs zu machen?» Dann können wir feststellen, dass der Herrenmensch sehr erfolgreich war: Er hat die Unterstützung der westlichen Bevölkerung erreicht, andere Menschen und Staaten um ihr Territorium, Bodenschätze oder ihr eigenständiges Sein zu bringen, zum Beispiel Russland, Ukraine, Iran, Palästina, Libanon, Syrien, …. Der Grund für die Zustimmung der westlichen Bevölkerung ist aber nicht eine Mischung aus Blödheit und Häme, sondern ethische Überlegenheit: Sie hat die Weisung des israelischen bzw. US-amerikanischen Herrenmenschen gehorsam verinnerlicht: Gut ist, wer uns zu Diensten ist und böse, wer sich uns nicht unterwirft. Die Ideologie, ein Mensch könne nach Belieben ein Mann oder eine Frau sein, ist eine gute Vorstufe zum ultimativen geistigen Mülleimer, der glaubt, seine Existenz würde einen Glanzpunkt für die Menschheit bedeuten und den man in diesem Sinne – politisch – auf alles hetzen kann, was man nur will. Aber hat der geistige Müllschlucker tatsächlich den Ehrgeiz für seine grossartige Rolle in der Welt, den Welt-Ethikpreis aus den Händen des Israel- oder USA-Chefs in Empfang zu nehmen? Der westliche geistige Müllschlucker glaubt vermutlich ernsthaft, dass Russland, China und Iran böse sind – aber daran, dass seine eigene Regierungsclique irgendwie das Gute verkörpern würde, daran ist sein Glaube schon weniger stark.

Ist es ethisch wertvoll, die eigenen Betrüger bzw. die Betrüger anderer zu unterstützen? Es ist dann ethisch wertvoll, wenn es sich bei den Betrügern um Herrenmenschen handelt, gegen die zu handeln böse ist und man zudem Einbussen an Karriere und Finanzen hinnehmen müsste. Das heisst: Sich betrügen lassen, ist dann ethisch wertvoll, wenn der Betrüger Israel oder USA heisst.