Pauli und der Staatsanwalt

P: «Kann ich als prinzipiell Abweichender eine hinreichende kognitive Sicherheit personalen Verhaltens leisten, damit ich vom eigenen Staat nicht als Feind bekriegt werde?»

S: «Sie müssen sich blöd stellen und das als Wahrheit im Munde führen, was Ihnen von der Regierung vorgegeben wird.»

P: «Kann, so tun als ob, in irgendeinem Sinne ein ethisch wertvolles Ziel sein und zu etwas Gutem führen?»

S: «Wenn Sie sich nicht den Anschein geben können, das selbe übernationale goldene Kalb anzubeten wie wir, müssen wir Sie leider als Feind des eigenen Staates betrachten.»

https://test.rtde.tech/meinung/212534-faeser-marie-antoinette/

Was für eine Führung ist von denen zu erwarten, die die Welt aufspalten?

Das Ziel, Macht über andere zu gewinnen, bedeutet Aufspalten des eigenen Staates, anderer Staaten und der Welt. Denn wie anders will dieses Ziel erreicht werden als durch Falschheit, Täuschung, Säen von Zwist und Zwietracht und Gewalt? Das heisst, bei einer Gruppe oder einer Regierung, die das Ziel hat, Macht über andere zu gewinnen, handelt es sich um eine Scheinführung, Machthaber, die sich als Führer ausgeben oder Betrüger. Jemand ist dann ein Führer, wenn er den geistigen Horizont, das materielle Wohl und die Einheit seines Staates verbessern oder erhalten kann.

Worin besteht die Einheit des Westens?

Der Westen bildet dadurch eine Einheit, dass er die Interessen Israels vertritt.

Dass der Westen das Gute ist, erklärt sich daraus, dass er die Interessen Israels vertritt, daraus erklärt sich auch, wer die Medien beherrscht.

Dass die Grundlage der Einheit des Westens Israel ist, bedeutet leider, dass die Grundlage der Einheit des Westens eine Aufspaltung der Welt ist.

https://www.unz.com/pgiraldi/israel-lobby-cash-dominates-and-perverts-american-elections/

Anschlussfragen:

– Hat Gott die USA unter Israel gestellt oder die USA über die anderen Völker?

– Ist der Sinn von Politik oder Religion, dass die einen über die anderen herrschen?

Die Aufspaltung der Welt in die Guten und die Bösen

Welche Eigenschaften haben die Guten und welche die Bösen? Als gute Eigenschaften würde ich Ehrlichkeit, Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft nennen. Als schlechte Eigenschaft Falschheit, im Speziellen dann, wenn sie mit Eingreifen in das Leben anderer Menschen verbunden ist. Wodurch sollte sich jemand, der ehrlich, freundlich, hilfsbereit ist, die Feindschaft anderer Menschen zuziehen? Vielleicht durch Neid, wegen seines eigenständigen Willens oder weil er ein Feind der Falschheit ist.

Die Guten können wir daran erkennen, dass sie mit dem Finger auf die Bösen zeigen und dann in ihr Leben eingreifen – was sagt man zu diesem Prinzip der Weltpolitik, das nur dann funktionieren kann, wenn diese Guten, die mit dem Finger auf die Bösen zeigen, die Medien beherrschen. Wenn es ein politischer Akteur ist, der die Welt in die Guten und die Bösen aufspaltet, wer wird dann zu den Guten gehören und wer zu den Bösen? Diejenige Gruppe oder Regierung, die Anschuldigungen gegen Staaten und Regierungen auf der ganzen Welt erhebt, wird für den Statthalter des Guten auf der Welt gehalten – wenn sie dem Publikum das Böse-sein anderer Staaten und Regierungen medial glaubhaft vermitteln kann bzw. sie finanziell und militärisch mächtig ist, ansonsten würde sie nur für einen lächerlichen Kläffer gehalten, der aus zweifelhaften Gründen Staaten und Regierungen verleumden will.

Um in das Leben anderer Menschen, Bevölkerungen oder Staaten eingreifen zu können, muss ein Grund angegeben werden – allerdings wird nicht geradezu gesagt werden können, die Bösen seien jene, die sich nicht der eigenen Herrschaft unterwerfen wollen. Wenn diejenigen, die mittels Lüge, Betrug, Gewalt und Zwang Herrschaft ausüben, sich in den Medien als die Guten darstellen können, dann ist das ein perfektes Verbrecher-System.

Die Realität als Einheit oder aufgespalten

Die Realität (das Sein, die Wirklichkeit) kann durch Macht aufgespalten werden oder dadurch, dass ein Teil für minderwertig erklärt wird. Die Realität als Einheit aufzufassen, ist den Machtambitionen des Exzeptionalismus entgegengesetzt. Wie vereinbar ist Religion mit Exzeptionalismus und seinen Machtambitionen? Man könnte geradesogut fragen: Wie vereinbar ist Religion mit dem Judentum? Die Botschaft seines Gottes ist: Eure Abstammung steht über der der anderen Völker: die jüdische Ideologie führt ihre Angehörigen nicht zum Wunsch, nützliche Mitglieder der menschlichen Gesellschaft zu werden, sondern Macht über die Aussenstehenden zu haben.

Ist Geist etwas, zu dem ein Machtverhältnis besteht?

Geist ist die Fähigkeit, eine Idee von sich selber, den anderen Menschen und des Kosmos zu haben. Dadurch, dass er eine Idee von sich selber, den anderen Menschen und des Kosmos hat, lebt der Mensch in einem Zusammenhang, in dem er sich selber bestimmen muss: die Frage nach seinem Zusammenhang ist die Frage nach seinem Sinn. Die Befriedigung oder das Glück des Menschen ist mit seiner Sinnfindung verknüpft.

Die Sinnfrage durch ein Machtverhältnis lösen

Die Wirklichkeit nicht aufgespalten zu denken, das heisst, als unendlichen Zusammenhang, ist etwas anderes als sie aufgespalten zu denken, zum Beispiel in eine rein geistige und eine rein materielle Wirklichkeit, die dadurch zusammenhängen, dass die eine über die andere herrsche. Die eigene Existenz identifiziert sich so nicht mit einem unendlichen Sein, an dem sie durch das Ausweiten ihres Geistes und Sinne Anteil haben könnte, sondern als sich Unterwerfende unter ein Machtobjekt: Man könnte sagen, die Sinnfrage sei durch ein Macht- bzw. Unterwerfungsverhältnis gelöst worden.

Durch die Idee, die ich von den anderen Menschen und dem Kosmos habe, kann ich mich entweder über sie stellen oder ihr Sein wahrnehmen und auf mich wirken lassen, das heisst, zulassen, was bedeuten würde, dass ihr Sein mein Sein in einem grösseren Umfange konstituiert, als wenn sie nur Objekte der Macht wären. Wenn ich mich über die anderen Menschen und den Kosmos stelle, ist der Wille aktiv, nicht das Aufnehmen, Wahrnehmen, Einsehen, Auf-mich-wirken-lassen – ein Wille, der seine Zustimmung gibt zu Widersprüchen, Wahnideen, Illusionen, Lügen und schliesslich Betrug und Gewalt ohne die es nicht möglich ist, sich über die anderen Menschen und den Kosmos zu stellen. Das Unterdrücken, Wegwischen oder Einschränken der Realität anderer Menschen, Bevölkerungen, Staaten oder Erdteilen ist ein Akt frevelhafter Selbstüberhebung. Als besonders clever mag angesehen werden, sich einer Wahnidee zu unterwerfen, die einen in den Glauben versetzt, über den anderen Völkern zu stehen und es als Religion auszugeben. Durch diesen raffinierten ideellen Schachzug können Hochmut, Ehrgeiz oder Hybris Urständ feiern und der Charakter schwach und der Geist tot sein. Mit der eigenen Sinngebung ist ein Antrieb installiert und sind quasi die Freuden vorprogrammiert.

Die Herrschaft der Guten über die Bösen

J: Da unser Wille das Gute ist, seid ihr die Bösen, wenn ihr nicht tut, was wir euch sagen.

P: Woran können wir erkennen, dass euer Wille das Gute ist?

J: Ihr könnt es daran erkennen, dass wir nicht rechtsextrem und antisemitisch sind.

P: Woran können wir erkennen, dass ihr nicht rechtsextrem und antisemitisch seid?

J: Wir sind für Israel, die USA und die NATO.

P: Dann bedeutet die Herrschaft Israels und der USA die Herrschaft der Guten über die Bösen?

J: Die Bösen hören dann auf böse zu sein, wenn sie sich unserer Herrschaft unterwerfen.

P: Was müssen die Palästinenser tun, damit sie nicht mehr zu den Bösen gehören?

J: Sie müssen ihr angestammtes Land verlassen oder sich den Bedingungen unterwerfen, die wir bestimmen.

P: Welches sind die Kriterien von böse sein und gut sein?

J: Wenn du nicht die von den Guten geforderte Meinung vertrittst, gehörst du zu den Bösen.

P: Das heisst, wenn ich eine andere und begründete Meinung habe, muss ich sie ändern, weil ich sonst zu den Bösen gehöre.

Fazit: Eine politische Debatte oder Auseinandersetzung über den Weg, der politisch eingeschlagen werden soll, kann nicht stattfinden, wenn diejenigen, die über eine Sache eine andere Meinung haben als Böse bezeichnet werden: Denn das Böse ist das, was keine Existenzberechtigung hat. Wenn es auf der Welt eine Gruppe oder einen Block gibt, die darüber entscheiden, was auf der Welt Existenzberechtigung hat und der Bürger über seine Medien nur ihre Meinung vernimmt, dann ist die Spaltung der Welt und der Menschen zwangsläufig: Es gibt sehr viele Menschen und Staaten denen es zu wenig ist, als Unterhund von Oberhunden und in einer gespaltenen Welt zu leben, was zum Beispiel heisst, Massenmord an einer Bevölkerung gutzuheissen und sich von den Medien sagen lassen, man gehöre zu den Guten.

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Das Monster

Das Erleben des Monsters (eine These): Es ist nicht erlebtes Sein, sondern Interpretieren von Vorgängen: Es zerfällt in Zeit der Aufzeichnung (Gedächtnis) und Zeit der Realisierung (Lust): im nachhinein verbindet sich das Monster mit diesem, zu dem es vorher eine Distanz gehabt hat: vorher bestand quasi eine taktische, beschränkte Verbindung, nachher, wenn es allein ist, lässt es die volle Verbindung zu. Dieses Doppelleben ist die gut versteckte Grundbefindlichkeit des Monsters.

Zu dieser Lebensweise passt der Standpunkt des absoluten Beobachters: Taktik und Kalkül sind die Angelpunkte seines Lebens aus zweiter Hand. Sein Verständnis des Menschen und der Natur ist prinzipiell intellektuell unsinnlich bzw. ästhetisch distanziert – und was gefällt, oder nicht gefällt unterliegt nicht der direkten Spontaneität, denn sie könnte die ganze eigene Existenz ad absurdum führen.

Das Leben des Monsters ist ein Schielen auf etwas, das es selber nicht ist: Es lebt eigentlich nicht in seinem eigenen Körper, sondern in der Perspektive, im Blickwinkel auf etwas.

Die Banalität des Monsters: Es sieht sich gezwungen, alles auf eine banale Ebene zu bringen, denn es scheut die volle Tiefe des Seins; was insbesondere heisst: es existiert durch etwas, das grundsätzlich inhaltslos, illusionär oder äusserlich ist.

Wie fühlt sich das Clan-Monster zu seinen Mitgliedern hingezogen?

Das Clanmonster würdigt in seinen Clan-, Gruppen- oder Familienangehörigen nicht Wesen, die eingebettet sind in die unendlichen Zusammenhänge des Seins, sondern schematische Wesen, die von ihm abgespalten sind und die seine Bedingungen erfüllen: zum Beispiel bezüglich Abstammung, Religion, Ideologie, Weltanschauung, Meinung, Hautfarbe oder Finanzkraft.

Eine schöne Stimmung und Harmonie kann unter den Clanmonstern nicht aufkommen, da sie ihre Verbundenheit nicht aus dem Erleben der Einheit mit dem Sein schöpfen, sondern nur einer schematischen Verbundenheit untereinander. Die Stimmung – bzw. Verbundenheit – steigt dann, wenn sie sich gegen einen ihrer zwangsläufig sehr vielen Feinde erheben können, bzw. sich als Unterdrückte fühlen.

Interessant ist die Frage: inwieweit haben die Monster, die ihre Identität aus der Gruppe haben, ihre Freude und positiven Selbstwertgefühle aus den – ideologischen – Inhalten ihrer Gemeinschaft selber, und inwieweit aus dem Gefühl der Überlegenheit? oder daraus, dass sie die andern als Feinde betrachten können beziehungsweise sich selber als Opfer.

Woraus hat das Monster seine angenehmen Gefühle?

Aus seiner Unverfrorenheit auf das herabzusehen, was es wertvoll findet und das als das Erstrebenswerte hinzustellen, was es selber verachtet.

Stellt sich die Frage: was veranlasst den Menschen dazu, diese zwiespältige Haltung einzunehmen zu etwas, das er selber erstrebenswert (das heisst, wertvoll) findet?

Antworten:

1) Jemand ist innerlich nicht dazu disponiert etwas zuzustimmen, das er erstrebenswert findet, wenn die Zustimmung seine Persönlichkeit in ein Dilemma stürzen würde.

2) Damit, zuzugeben, dass ich nicht die freie Willkür habe, etwas zuzustimmen, oder nicht zuzustimmen, wäre verbunden, zuzugeben, dass ich nicht das Absolute bin, sondern eingebunden in einen grösseren Zusammenhang, über den ich nicht selber bestimmen kann.

3) Es gibt Menschen, denen daran gelegen ist, selber diejenigen zu sein, die das Wertvolle schöpfen – durch ihr (Wert-) Urteil nämlich: so sind sie diejenigen, die das selber schaffen, womit sie sich am tiefsten verbunden fühlen – denn das ist doch das Wertvolle!

4) Über etwas ein positives Werturteil zu fällen, könnte mit einer Erweiterung des Horizontes verbunden sein; es hat etwas Teuflisches eine Erweiterung seines Horizontes nicht zuzulassen, weil man dann vor sich selbst nicht mehr so gut dastehen könnte.

5) Neid bedeutet geradezu ein zwiespältiges Verhältnis zu etwas zu haben, das man wertvoll findet: denn Neid bedeutet, dass ich das auch gerne hätte, oder wäre, was der andere hat, oder ist, andererseits gibt man nicht gerne zu, etwas nicht zu haben oder zu sein, was der andere hat, oder ist.

Der Gipfelpunkt des Monsters ist dann erreicht, wenn diejenigen, die es betrügt, ihm die Füsse küssen – dann feiern Häme, und irre Verschmitztheit ihren unüberbietbaren Triumph! Wie steht es mit dem geistig-charakterlichen Zustand jener, die denen, die sie betrügen, die Füsse küssen?

Hat das Monster Souveränität? Unter Souveränität könnte man verstehen: geistig auf eigenen Füssen stehen, eine durchdachte und widerspruchsfreie Weltanschauung haben, die Realität und Wahrheit anderer Menschen zulassen. Auf der Grundlage von Widersprüchen zu leben, ist mit der Angst verbunden, dass sie aufgedeckt werden.

Hochmut – eine Art Geisteskrankheit: Er lügt, wie er atmet (il ment, comme il respire): Beim Einatmen nimmt er Schönheit, Liebreiz einer Sache oder Person auf – und beim Ausatmen fühlt er sich über sie erhaben und etwas Besseres als sie.

Der Lebensinhalt des Monsters: Eine eigene Welt der Illusion, Lügen und Widersprüche kreieren, diese von ihm geschaffene Welt ermöglicht, sein, ohne zu sein und zugleich, über andere zu herrschen: Wirklich entfalten kann sich das Monster nicht als Individuum, sondern in einer Gruppe mit adaptierter Ideologie – sie bieten den geschützten Rahmen für den eigenen Charakter und verleihen Macht.

Der Genuss des Monsters: Es lässt auf sich wirken, wie es die Ursache des andern ist. Es ist das Absolute, es bestimmt selber, wie das andere auf es wirkt – es lebt in einer hermetisch abgeschlossenen Welt in dem der Austausch gemäss seinen Bedingungen stattfindet.

Für wen oder was ist Russland eine Gefahr (2024)?

Welche Lebensweise oder welches Selbstverständnis könnte durch die Verwirklichung der Ziele Russlands eine Einbusse erleiden? Allgemein gesagt, eine Lebensweise oder ein Selbstverständnis deren Freude der Triumph über andere ist (Menschen, Bevölkerungen, Staaten, Erdteile).

Womit mache ich eine Wesenseinheit, wenn meine Freude daraus kommt, über andere zu triumphieren oder über ihnen zu stehen?

Wenn ich das Menschenbild oder die Weltanschauung habe, der Mensch sei dem Menschen ein Wolf, dann mache ich – indem durch mich oder meine Gruppe die Herrschaft über andere Menschen angestrebt wird – in gewisser Weise eine Wesenseinheit mit den anderen Menschen.

Wenn ich (mental oder real) beim Gegenstand meiner Freude bin und diese Freude kommt daraus, dass ich über ihn triumphiere oder über ihm stehe, ist dann die Freude ein Geniessen und Würdigen meines Geistes? Oder anders gefragt, was ist unter Geist zu verstehen, wenn die Sinngebung und der Lebensinhalt darin bestehen, über etwas oder jemanden zu triumphieren oder über ihm zu stehen? Über jemanden zu triumphieren oder das Gefühl, über ihm zu stehen (Individuen, Gruppen, Staaten) ist kein geistiger Inhalt – aber es kann Befriedigung (Übereinstimmung mit sich selber) bringen.

Es ist eine sehr spezielle Ideologie, in der die anderen Menschen und Völker als Widersacher aufgefasst werden, gegenüber denen die eigene Gruppe nur zwei Möglichkeiten hat, entweder ihr Opfer zu sein oder sie in die eigene Macht oder Abhängigkeit zu bringen. Die Freuden dieser Gruppe ergeben sich aus dieser Weltanschauung. Habe ich damit die Weltanschauung oder das Menschenbild der Juden beschrieben?

Wir können uns fragen, ob der Antagonismus zwischen dem Westen (USA, Israel, NATO, EU) und dem Nicht-Westen der Antagonismus zwischen zwei Arten von Charakteren und den adaptierten Ideologien ist: Auf der einen Seite die Freude daran, über die anderen zu triumphieren und über ihnen zu stehen und auf der anderen Seite die Freude, sich mit menschlichen Wesen als Einheit zu fühlen und die Freude der Zusammenarbeit zu spüren.

Was ist daraus zu schliessen, dass der Westen die nicht-westlichen Staaten als Objekte seiner Macht auffasst? Auf welcher Weltanschauung oder Ideologie (Religion) oder auf welchem Charakter gründet dieses Verhältnis?

Die Befriedigung aus dem Triumph über die anderen ist der Freude an der Wahrnehmung ihres Seins oder ihrer Wahrheit entgegengesetzt. Das Sein des anderen zulassen kann zur Bewusstwerdung des eigenen Seins führen – und das könnte vielen Angst machen, weil es die eigene Person einerseits grundlegend relativiert, andererseits ihr eine Tiefe gibt, vor der sie zurückschrecken.

Von anderen Menschen profitieren, indem man sie herabwürdigt. Die andere Möglichkeit wäre, von den anderen Menschen zu profitieren, indem man sie würdigt. Natürlich würde niemand von sich sagen, er schränke seinen Geist ein – aber sind diejenigen, die von anderen Menschen oder Staaten profitieren, indem sie sie herabwürdigen, wirklich der Meinung, sie würden dadurch ihren Geist bereichern? Sie sind wahrscheinlich der Meinung, ihr Geist sei unabhängig von dem, was die anderen Menschen für sie seien und wie sie sie behandeln. Die Juden zum Beispiel können gar nicht geistig von Nicht-Juden profitieren, weil sie durch ihre Abstammung über die anderen Menschen erhoben sind. Die herrschende politische Elite der USA und ihre Kollegen in Europa wollen von der Ukraine profitieren, indem sie sie herabwürdigen, indem sie diesen Staat als Kampfinstrument gegen einen anderen Staat einsetzen, mit dem Ziel die Macht der eigenen Gruppe auf Russland auszuweiten. Die Staatsführung der Ukraine macht mit, sie verspricht sich mehr davon, einer ausländischen Macht als der eigenen Bevölkerung zu dienen.

Die herrschende politische Elite der USA als auch ihre Kollegen in Europa, sowie die Juden haben die Wirklichkeit, in der sie leben zu einer Gruppenwirklichkeit reduziert – wie sind sie mit den Menschen ausserhalb dieser Gruppenwirklichkeit verbunden? Vermutlich durch einen freien Willen, der sie in Widersprüche verstrickt und durch den sie sich grossartig fühlen, solange ihr Betrug nicht auffliegt oder ihre Gewalt zurückgeschlagen wird. Was soll eigentlich der Sinn dieser Weltordnung sein? Geistig zu profitieren, indem man andere zu ihrem Nachteil zwingt.

Wer unfähig oder unwillig ist, Kräfteverhältnisse realistisch einzuschätzen, wird leicht zur Witzfigur

Damit, Jahrhunderte in einem erfolgreichen kolonialen Verhältnis zum Rest der Welt zu leben, ist ein bestimmter geistiger, charakterlicher, psychischer Zustand verbunden – wann werden die Kolonialherren von der Gewalt gegen ihre Opfer ablassen? Herr Unz bringt in seinem Artikel hoch interessante Möglichkeiten:

https://www.unz.com/runz/should-vladimir-putin-call-his-shot-on-a-nato-brushback-pitch/#comments

– vorher angekündigter Zeitpunkt des Plattmachens des NATO-Hauptgebäudes in Brüssel, damit Zeit für seine Evakuation bleibt und natürlich nicht mit einer Atomwaffe

– bei weiterer Eskalation, Versenken von US-amerikanischen Flugzeugträgern – was sicherlich auch Auswirkungen auf den Wert des Dollar haben dürfte

Hat das, was die Juden in Gaza tun, irgend etwas mit Religion zu tun?

Immerhin wird die Vertreibung der angestammten Bevölkerung Palästinas (seit 1923 bzw. 1948) mit der Religion begründet. Massenmord an Zivilisten wird im Allgemeinen nicht mit Religion in Verbindung gebracht – eher mit einer Sekte; wenn es sich allerdings um 35’000 Tote handelt, muss es sich um eine staatliche Sekte handeln. Einer Weltreligion jedenfalls würde man die Taten nicht zutrauen, die die Angehörigen dieser Religion aus religiösen Gründen in Gaza verüben. Religion, wenn es sich explizit und ausschliesslich um die Religion eines bestimmten Volkes handelt, kann gar nicht anders als der Ausdruck des geistigen und charakterlichen Zustandes dieses Volkes sein. Natürlich sind die meisten der Meinung, bei Religion handle es sich um eine Anschauung der Welt und des Menschen, die ihren Angehörigen dazu verhelfe, menschliche Gier und Egoismus zu überwinden und nicht dazu diene Gruppenegoismus zu fördern, die Menschheit aufzuspalten und die natürlichen Zusammenhänge des Seins auflösen.

Der Gottesdienst am Geld – wie verbinde ich Religion mit (Finanz-) Macht? Oder allgemeiner gefragt: Wie kann ich meinen toten Geist und schlechten Charakter mit Religion verbinden? Von welchen Gefühlsregungen (Affekten) werde ich beherrscht, wenn ich einen toten Geist und schlechten Charakter habe? Hier besteht vielleicht ein Unterschied, ob ich Probleme lieber intellektuell oder brachial löse. Jedenfalls ist nichts in mir an Aufnehmen, Empfangen, Einsehen, Wahrnehmen, Auf-mich-wirken-lassen eines eigenständig aufgefassten Seins (Menschen und Kosmos), sondern nur ein unbändiges auf äusserliche Objekte gerichtetes Wollen. Und meine Zauberformel heisst: Aufspaltung und Auflösen der natürlich gegebenen Zusammenhänge.

Religion sagt den Menschen nicht nur, was sie selber und der Kosmos sind, sondern auch, was gut und böse ist. Tragisch ist eine Religion, die als Weltreligion gilt und deren Ethik eine Clan-Ethik ist – von Clan würde ich reden, wenn diejenigen, die nicht zum «Stamm» gehören, vom Höchsten und Wertvollsten als auch Rechtsgleichheit ausgeschlossen sind. Ihre Religion sagt den Israeliten: die Palästinenser sind böse, weil sie sich nicht freiwillig von ihrem angestammten Land vertreiben lassen – und ich bin böse, weil ich die Erzählung der Juden nicht übernehme. Da die Juden eine Minderheit sind als auch ein Volk und dessen Religion explizites und ausschliessendes Merkmal dieses Volkes ist, bedeutet Kritik an diesem Volk seine Diskriminierung, das heisst, Rassismus gegen eine Religion und gegen eine Ethnie. Daraus folgt, dass die Juden (Israeliten) die Guten sind und im Recht (wo könnte der Haken dieser Darstellung liegen?).

Wie ist eine Religion zu beurteilen, wenn nur ein bestimmtes Volk Zugang zu ihr hat? Religion handelt von der Wahrheit, dem Höchsten und Wertvollsten, in dem der Lebenssinn liegt. Wenn nur ein bestimmtes Volk Zugang zu dieser Religion hat, werden die anderen von der Wahrheit, dem Höchsten und Wertvollsten, in dem der Lebenssinn liegt, ausgeschlossen. Was sollen Wahrheit, das Höchste und Wertvollste bedeuten, wenn sie einem bestimmten Volk (Ethnie, Stamm) vorbehalten sind und wie geht dieses Volk mit den anderen Völkern um?

Wie ist ein Volk zu beurteilen, das sich über eine Religion definiert, zu der nur es Zugang hat? Ohne den Status einer Weltreligion, wäre die Schlussfolgerung, dass es sich bei der jüdischen Religion um eine Sekte handelt.

Religion und Politik

Religion und Politik hängen insofern zusammen als die Ziele der Politik durch die Religion bestimmt werden und eine Religion die Mentalität des Volkes bestimmt. Wenn der Gott einem Volk sagt, es stehe über den anderen Völkern, dann wird sehr stark die Abgrenzung dieses Volkes von den anderen Völkern betont werden. Wenn eine solche Gruppe einen eigenen Staat hat, wird ihre Politik dementsprechend sein. Dass die Juden nur ihre Religion in die Neuzeit hinüberretten konnten, aber nicht ihren Staat, könnte damit zusammenhängen, dass die anderen Völker ein Volk, das über ihnen stehe als Feind betrachteten.

Was ist für die Juden der Staat und was für die Christen oder Muslime? Die jüdische Religion grenzt sich insofern gegen andere Menschen ab, als sie nicht die jüdische Abstammung vorweisen können – das betrifft auch einen jüdischen Staat, der mehrheitlich säkular ist. Einen eigenen Staat haben, kann für die Christen und Muslime kein Ziel sein – aber warum kann (konnte) es für Juden ein Ziel sein, dass es einen Staat gibt, der mehrheitlich aus Juden besteht: Das Selbstverständnis eines Juden ist in hohem Mass mit seiner Gruppe (Abstammungsgemeinschaft) verknüpft, im Gegensatz dazu, bezieht sich das Selbstverständnis eines Christen oder Muslim mehr auf seinen Gott und weniger auf einen Stamm.