Wenn Religion darin besteht, dass der eigene Stamm über den anderen Menschen steht – worin soll dann der Staat bestehen?

Gab es in der Geschichte jemals einen Fall, in dem ein Stamm einen Staat gebildet hat? Man könnte als Beispiel die Juden anführen, aus deren Religion sich ergibt, dass ihr Staat aus Stammesangehörigen bestehen muss und die einen Gott verehren, der sie über die anderen Menschen gestellt hat.

Für die Juden ist die Organisationseinheit eigentlich nicht der Staat, sondern der Stamm – deshalb können sie eigentlich gar nicht ein richtiges Staatsverständnis haben.

Inwiefern unterscheiden sich die Begriffe Nation und Stamm? Für Nation ist Abstammung nicht der relevante Faktor: sie hat in der Zusammensetzung der Bevölkerung, die den Staat und die Regierung bilden eine gewisse Offenheit und ist einem steten Wandel unterworfen – und doch ist das, was Kontinuität hat, der Staat. Kontinuität hat der Staat durch sein Territorium, Geschichte, Institutionen, Regierungsform, Mentalität der Bevölkerung.

Dass der Staat der Juden und sein Prinzip des Stammes dem Prinzip eines Staates entgegengesetzt ist, können wir zum Beispiel daran erkennen, dass Israel weder eine Verfassung noch festgelegte Staatsgrenzen hat und dass es Anspruch auf das Territorium einer Bevölkerung erhebt, die es von ihrem Staat ausschliesst. Die religiöse Identität der Juden besteht darin, Stammesangehöriger zu sein – in dieser Hinsicht ist die Unterscheidung zwischen religiösem und säkularem Judentum sinnlos. Der Exzeptionalismus der Juden ist problematisch, nicht in erster Linie, weil es eine sich abgrenzende Ideologie ist, sondern, weil sie mit Machtansprüchen gegenüber den anderen Menschen, Völkern und Staaten verbunden ist.

Kann ein Staat den gleichen Zweck haben wie eine Sekte? Merkmal einer Sekte ist es, dass die Aussenstehenden vom Höchsten und Wertvollsten ausgeschlossen sind oder anders ausgedrückt, nur die Mitglieder Zugang zum Höchsten und Wertvollsten haben. Kann das auch der Zweck eines Staates sein, etwas zu haben, das die anderen nicht haben? Es kann dann der Fall sein, wenn eine Sekte einen eigenen Staat hat oder anders ausgedrückt, einen eigenen Staat bildet. Es wäre ein Staat mit der Ideologie des Exzeptionalismus. Durch den eigenen Staat kann die Sekte ihre Ansprüche unterstreichen und ihre Macht vor Augen führen.

Was ist das Höchste und Wertvollste, in dessen Besitz der Exzeptionalismus ist? Ist es eine Idee, die Bundeslade oder eine bestimmte Abstammung? Exzeptionalismus hat der Welt geistig nichts zu bieten – aber er strebt nach Bedeutung.

Macht gibt Bedeutung

Kann ich irgendeine Bedeutung in mir fühlen, wenn ich nicht mit dem Sein übereinstimme, das heisst, wenn ich die Wahrnehmung der anderen Menschen und des Kosmos zurückweise oder nicht zulasse, sei es aus Angst oder Hochmut? Macht gibt das Gefühl von Bedeutung, ein Objekt der Beschäftigung, Kitzel, Prestige, Karriere, materiellen Gewinn: Man ist jemand, wenn man über andere Menschen oder Staaten gebieten kann. Durch Machtausübung kann Zustimmung erreicht werden – wer erlebt nicht gerne Zustimmung?! Macht kann durch Lügen, Verbreiten von Illusionen, Widersprüche und Betrug erreicht werden, das heisst, ohne sich mit dem Sein übereinstimmend fühlen zu müssen, das heisst, ohne die Realität der anderen Menschen oder Staaten wahrnehmen zu müssen.

Der Stammesangehörige definiert sich in erster Linie als Stammesangehöriger und nicht als Mensch: Für die Juden ist die Abstammung bzw. Stamm das Übergeordnete und Staat das Untergeordnete, das heisst, sie definieren sich in erster Linie als Angehörige eines Stammes und nicht als Angehörige eines Staates. Was bedeutet das, wenn ein Stamm im Besitz eines Staates ist oder anders ausgedrückt, einen Staat bildet? Um einen Staat bilden zu können, muss ein Stamm zuerst im Besitz eines Territoriums für diesen Staat sein. Da die Juden kein eigenes Stammesgebiet hatten, aber einen eigenen Staat wollten, mussten sie irgendwie ein Territorium in ihren Besitz bringen. Das Land, das sie dazu ausersahen, war Palästina, weil sie dort vor 2500 Jahren einen Staat hatten und daraus ein Recht auf dieses Territorium ableiteten.

Warum hat Israel keine Verfassung? Wenn der Zweck des Staates die Angehörigen des Stammes sind und der Staat nur aus diesen bestehen soll, aber zirka 60 % der Angehörigen der Abstammungsgemeinschaft im Ausland wohnen – dann hat dieser Staat etwa den Status eines Luxusresorts für eingefleischte Anhänger des Exzeptionalismus. Eine Verfassung Israels kann zum Beispiel nicht den Verfassungsartikel enthalten: ‘Israel schützt die Freiheit und die Rechte des jüdischen Volkes’ wenn zirka 60 % der Juden im Ausland wohnen. Und die Verfassung Israels kann nicht den Verfassungsartikel enthalten ‘Israel wahrt die Unabhängigkeit und Sicherheit des Landes’, weil zu einer Verfassung festgelegte Staatsgrenzen gehören. Würden allerdings 85 – 100% der Juden in Israel wohnen, würde es kurzfristig zusammenbrechen, weil der jüdische Abstammungs-Staat und das Stammesgebiet, das er sich anmasst, nur durch ein höchst einflussreiches Diaspora-Judentum bzw. den Einfluss auf eine Grossmacht, das heisst, die USA, aufrechterhalten werden kann.

Welche Konsequenzen hat der Wunsch, dass der Staat nur aus Stammesangehörigen bestehen soll? Wenn es nicht Israel wäre, das diesen Wunsch hat, würde man ihn als rassistisch, abartig und völlig unzeitgemäss beurteilen und auf keinen Fall unterstützenswert, sondern verachtenswert. Da der Wunsch, dass der Staat nur aus Stammesangehörigen bestehen soll, Exzeptionalismus der eigenen Gruppe bedeutet, kann diese mit den anderen Menschen und Staaten nicht als ihresgleichen umgehen – ein Stammesstaat widerspricht also dem staatlichen Umgang grundsätzlich. Die ideelle Grundlage des Stammes ist die Abgrenzung gegen andere Menschen – kann das eine staatliche Grundlage sein?

Ideologie des Exzeptionalismus – eine Ideologie der Macht

Welche Ideologie hat ein Welt-Hegemon? Bei Welt-Hegemon könnte man unterscheiden zwischen Finanz-Welt-Hegemon, Medien-Welt-Hegemon und Militär-Welt-Hegemon – aber was ein richtiger Welt-Hegemon ist, strebt die ‘Full-Spectrum-Dominance’ an – dies um so mehr als Finanzmacht, Medienmacht und Militärmacht sich wunderbar ergänzen. Was für eine Weltanschauung (Ideologie, Religion) gehört dazu, welthegemoniale Ziele zu verfolgen? Wie naheliegend ist, nicht eine Weltanschauung, in der Bescheidenheit an erster Stelle steht – mit welchem geistigen Inhalt ist diese Haltung verbunden? Wer auf der Welt hat das Gemüt, den Charakter und die Mentalität, eine Welt-Hegemonie anzustreben?

Was ist der geistige Inhalt von Exzeptionalismus?

Geist kann man als Fühlen und Denken des Seins (Menschen und Kosmos) definieren. Im weiteren Sinn bedeutet Geist ein ausgeweitetes oder vertieftes Fühlen und Denken des Seins, das heisst, Geist ist ein Aufnehmen, Empfangen, Einsehen, Wahrnehmen, Auf-mich-wirken-lassen. Der Anhänger einer Ideologie des Exzeptionalismus oder der Welt-Hegemon hat allerdings nicht dieses Verständnis von Geist: Für ihn kommen Sinn, Selbstverständnis und Lebensinhalt nicht aus der Wahrnehmung des Menschen und des Kosmos, sondern aus seinem eigenen Willen, den er an sie anlegt und einem erfolgreichen Realisierungsakt. Für die Betroffenen stellt sich die Frage: Welche Vorstellungen hat der Anhänger der Ideologie des Exzeptionalismus oder der Welt-Hegemon vom Gewollten, das heisst, von mir als Mensch, zu was will er mich umformen? Die andere Frage ist: Was ist der Antrieb, aus den anderen Menschen oder Staaten Produkte des eigenen Willens zu machen, mit welchen Vorstellungen oder Ideen ist dieses Streben verbunden? Die ganz perverse Antwort wäre: mit Religion.

Gibt es auf der Welt einen Gott, der ein Volk über die anderen gestellt hat? Ein solcher Gott würde offensichtlich eine Ideologie des Exzeptionalismus begründen und wäre ein sehr wirksamer ideologischer Nährboden für ausserordentlich ambitiöse hegemoniale Ansprüche. Es wäre eine Religion oder ein Gott der Aufspaltung und einer entsprechenden Macht.

Was ist das Allerhöchste? Was sagt uns die Ideologie des Exzeptionalismus oder der Finanz-Welt-Hegemon dazu – dessen Allerhöchstes vermutlich auch vom Medien-Welt-Hegemon und dem Militär-Welt-Hegemon geteilt wird? Sie werden sagen: Das Allerhöchste ist Macht und folglich derjenige, der in ihrem Besitz ist, also die Gottperson, deren Wollen exakt ihren Fähigkeiten zur Realisierung entspricht – wobei Wollen und Realisierung zeitlich immer ein bisschen verschoben sind, sonst würde Wille keinen Sinn machen. Wollen enthält eine Vorstellung des Gewollten – die wiederum vom Verstand abhängt, würde man meinen – aber Wollen enthält auch Ungenügen, Bedürfnis, Appetit, Lust oder Zwang. Damit aber wird Macht als das Allerhöchste zwiespältig. Der Zwiespalt zum Beispiel zwischen dem Welt-Finanz-Hegemon und demjenigen, welches Besitzer der höchsten Macht ist – Gottperson – kann aufgehoben werden, indem ihrer beider Wollen übereinstimmt, zum Beispiel, indem es der Wille beider war, 99.9 % der Menschen unter die Abstammung zu setzen, die der Welt-Finanz-Hegemon hat. In diesem Sinne kann der Vertreter der Ideologie des Exzeptionalismus oder Welt-Hegemon feststellen: Meine Ziele werden auch von Gott vertreten.

Eine personifizierte Macht oder ein personifizierter Wille als Ursache von allem bedeutet die grundsätzliche Spaltung des Seins: Ersetzen des unteilbaren Seins und seiner unendlichen Zusammenhänge durch einen Willen oder eine Macht, die vom Sein abgegrenzt ist – aber die Eigenschaft hat, es zu beherrschen oder dessen Ursache zu sein: Das Sein nicht als gegenseitiges Gleichgewicht, sondern als einseitig abgegrenztes Produkt. Die Juden sind die Schöpfer dieser Weltanschauung. Ihre Erfindung – eine reingeistige, wollende, allmächtige Gottperson – bedeutet real allerdings einen rassistischen Materialismus, denn das, was die Juden verehren und anbeten ist ein Gott, der sie aufgrund der physischen Abstammung über die anderen Menschen gestellt hat.

Das Erreichen des Lebenssinns durch Abgrenzung gegen das Sein, kann durch die Statuierung eines höchsten Gutes erreicht werden, das gegenüber dem Sein abgegrenzt ist. Welche Eigenschaften hat ein höchstes Gut, das gegen das Sein abgegrenzt ist? Da es gegen das Sein abgegrenzt ist, kann es sich nur um eine Idee handeln, die keine Entsprechung in der Wirklichkeit hat oder um Macht. Zum Beispiel um den Fetisch einer Gruppe (kultischer Gegenstand, dem besondere Eigenschaften zugesprochen werden), der ein enormes emotionales Potential hat, indem er die eigene Gruppe über die anderen Menschen stellt.

Die Anwendung des Verstandes und Demokratie

Apropos Kriegsanstrengungen des Westens in der Ukraine und Israel frage ich mich: Können die bedeutenden Public-Relations- und Kriegskampagnen des Westens ohne das Interesse derjenigen stattfinden, die das westliche Finanzsystem beherrschen – das auf dem Dollar als Weltwährung beruht? Wenn nein, könnte daraus geschlossen werden, dass die Kriegs- und Public-Relationsanstrengungen von Israel & USA bzw. NATO und EU einem Gruppenegoismus dienen, konkreter gesagt, der Erhaltung eines rassistischen Staates, der die Rechtsgleichheit unter den Völkern missachtet und der Ausweitung des – finanziellen – Machtbereichs auf Russland.

Für wen oder was bin ich eine Gefahr? Für die Übereinstimmung von Idee und Gegenstand (=Wahrheit) oder für Lüge und Betrug? Wissen Sie, wenn ich nicht in einem Staat leben würde, der die Anwendung des Verstandes erlaubt, dann würde ich all das gar nicht schreiben. Und zwar würde ich es deshalb nicht schreiben, weil es Leute gibt, die sich durch die Wahrheit bedroht fühlen: Mächtige Leute – untereinander verbunden – die sich durch die Wahrheit bedroht fühlen, vertreten nicht das Allgemeininteresse und ihre Macht wäre angeknackst, wenn es publik würde. Ein seltener Höhepunkt der Weltgeschichte ist es, wenn Gruppenegoismus als Religion oder als das ethisch Gute Furore machen. Wenn Wahnideen, Lügen und Widersprüche aufgedeckt werden, bedeutet das nicht Vergrösserung von Aufspaltung, sondern ihre Verkleinerung.

Was, wenn die Verharmlosung des Massenmords in Gaza strafbar wird? Dann hat sich die politische Führung verändert, aber – wie ich vermute – auch das Finanzsystem. Und was, wenn die Druckmittel, die bis jetzt die Dominanz des Westens (USA, Israel, NATO, EU) aufrechterhalten, nicht mehr greifen – dann muss der Glaube stark sein, der Glaube des Exzeptionalismus, dass eine Gruppe von 0.1 % über 99.9 % der Menschen siegreich sein wird. Man könnte eine solche Ideologie für geistigen Kehricht halten – aber da sie Weltgeschichte geschrieben hat, handelt es sich eher um Inhalte, die Geist und Spiritualität vortäuschen, aber tatsächlich politische Ziele verfolgen.

Hat das Beherrschen des Finanzsektors plus des öffentlichen Raumes (Medien) mit Faschismus zu tun? Sind damit – historisch gesehen – Hitler und Mussolini angesprochen plus Gruppenegoismus, der auf Abstammung basiert? Wenn Sie der Ansicht sind: Gruppenegoismus plus Rassismus = Faschismus, dann sind Sie bei Israel.

Was ist der eigene Lebensinhalt, wenn er im Eingreifen in das Leben anderer Menschen und Falschheit besteht? Der Lebensinhalt besteht dann in der Freude, etwas zu haben, was die anderen nicht haben oder in der Freude, mit Spott und Schadenfreude auf diese herabzublicken, die etwas nicht haben, was man selber hat. Möglicherweise habe ich damit die Mentalität einer die Weltgeschichte dominierenden Gruppe beschrieben.

Organisiertes Verbrechen mit einem ideologisch-rassistischen Hintergrund ist doch das, was sich Hinz und Kunz unter Faschismus vorstellen. Allerdings werden Hinz und Kunz eine ideologisch-rassistische Ideologie wahrscheinlich nicht in Zusammenhang mit Religion bringen, sondern vielleicht mit der politischen Gedankenwelt des Asow-Bataillons in der Ukraine. Beim IS konnte man an organisiertes Verbrechen mit einem religiösen Hintergrund denken – aber nicht an Rassismus. An dieser Stelle möchte ich Sie auffordern: Tauchen Sie ein, in die Welt eines Itamar Ben-Gvir (Minister für die Nationale Sicherheit), Bezalel Smotrich (Finanzminister) oder Orit Strook (Ministerin für Siedlungen und Nationale Missionen) – dieser israelischen Spitzenpolitiker – und werden Sie sich klar darüber, was der Westen mit ihnen unterstützt.

Warum unterstützen die massgebenden westlichen Staaten den israelischen Massenmord an den Palästinensern in Gaza? Weil die Stammesangehörigen der Massenmörder das westliche Finanzsystem und die westlichen Medien beherrschen. Wenn Sie einen anderen Grund angeben können, bitte ich um Mitteilung.

60 bis 65% der Juden leben nicht in Israel, sondern im Ausland. Wenn Israel immer nur der Staat einer Minderheit der Juden sein wird, welche Bedeutung soll dann das Projekt eines eigenen Staates haben? Und wie lässt sich begründen, dass die 35 bis 40% des jüdischen Volkes, die in Israel leben, einem anderen Volk, das auch einen eigenen Staat möchte, sein Territorium wegnehmen?

Würden 85 bis 100% der Juden in Israel leben, würden die diplomatischen, politischen, militärischen, wirtschaftlichen und finanziellen Möglichkeiten zu seiner Existenzerhaltung gegen null sinken. Was ist von einem Staat zu halten, der zu seiner Erhaltung auf eine – in den betreffenden Staaten einflussreiche – Diaspora angewiesen ist?

Sind die Juden ein rationales Prinzip oder haben sie eine irrationale ideologische Grundlage?

Immerhin können irrationale Ideologien oder Religionen rationale Ziele verfolgen, vor allem dann, wenn sie gruppenegoistisch sind, was zum Beispiel der Fall ist, wenn die Ideologie, die eigene Abstammung über die der anderen Völker stellt. Unter irrational kann man eine Anwendung des Denkens verstehen, die gegen den Verstand gerichtet ist.

Kann widersprüchliches Denken als Anwendung des Verstandes gelten? Nehmen wir an, es gäbe eine Gruppe, die ein Weltfinanzsystem installieren möchte, um es zu beherrschen. Und zugleich möchte sie in einem fremden Kulturkreis einen westlichen Staat errichten, der der eigenen Abstammung vorbehalten ist, handelt es sich bei diesen Zielen um widersprüchliches Denken? Jedenfalls denke ich nicht, dass sich das eine Ziel ohne das andere hätte realisieren lassen.

Wenn Sie Ideologiekritik oder Kritik an einem Staat als Rassismus gegenüber einer Volksgruppe (Antisemitismus) bewerten, sollten Sie sich erstens fragen, ob Sie damit opportunistische Ziele verfolgen und zweitens, ob sie nicht selber ein Rassist sind! Denn um Rassismus handelt es sich nicht nur dann, wenn eine Volksgruppe unter die anderen gestellt wird, sondern auch dann, wenn eine Volksgruppe über die anderen gestellt wird.

Wenn das eigene Selbstverständnis eine Gruppenidentität ist

Wenn die Idee, die man von sich selber hat, identisch ist mit der einer Gruppe, ist es besser möglich psychisch, politisch oder finanziell von Widersprüchen, Lügen und Wahnideen zu leben.

Woraus könnte die Idee einer Gruppe ‘wir stehen über den anderen Menschen’ entstanden sein? Der Stammesgott der archaischen Zeit hatte die Bedeutung, den eigenen Stamm zu einen und ihm Unterstützung für die eigene Erhaltung oder Ausweitung seiner Macht zu geben. Der Wille des Stammesgottes stand dem Willen anderer Stammesgötter gegenüber und wenn ein anderer Stamm sich als stärker erwies, dann war auch dessen Gott stärker als der des eigenen Stammes. Ein allmächtiger Universalgott, dessen Wille die Ursache von allem sei, steht nicht anderen Stammesgöttern gegenüber. Die Vorstellung eines solchen Gottes ist den Juden, Christen und Moslems gemeinsam – aber die Christen und Moslems, im Gegensatz zu den Juden, verstehen sich nicht als Stamm oder Volk, das sich gegen andere abgrenzt: Die Juden definieren sich als Untertanen eines allmächtigen Gottes, der ihr Volk über die anderen Völker gestellt hat – handelt es sich um Rassismus? Hier die Antwort von chatgpt.com: «Die Auserwähltheit im Judentum ist nicht an eine ethnische Überlegenheit gekoppelt, sondern an die Erfüllung eines religiösen Auftrags. Sie wird oft als spirituelle Rolle verstanden, die das jüdische Volk in der Welt spielt.» Gerade mit dem Hintergrund der Handlungen des jüdischen Staates in Gaza, ist man besonders geneigt, diese Antwort für wissenschaftlich, ehrlich und glaubwürdig zu halten.

Was veranlasste den allmächtigen Gott, die Völker der Erde (99.9 % der Menschen) unter die Juden zu stellen? Die Antwort könnte sein, dass die Juden diese Religion aus politischen Gründen erfunden haben – wie das zum Beispiel der Theologisch-politische Traktat von Spinoza (1632 – 77 und selber Jude) nahelegt.

Hat das, was die Juden in Gaza tun, irgend etwas mit Religion zu tun?

Immerhin wird die Vertreibung der angestammten Bevölkerung Palästinas (seit 1923 bzw. 1948) mit der Religion begründet. Massenmord an Zivilisten wird im Allgemeinen nicht mit Religion in Verbindung gebracht – eher mit einer Sekte; wenn es sich allerdings um 35’000 Tote handelt, muss es sich um eine staatliche Sekte handeln. Einer Weltreligion jedenfalls würde man die Taten nicht zutrauen, die die Angehörigen dieser Religion aus religiösen Gründen in Gaza verüben. Religion, wenn es sich explizit und ausschliesslich um die Religion eines bestimmten Volkes handelt, kann gar nicht anders als der Ausdruck des geistigen und charakterlichen Zustandes dieses Volkes sein. Natürlich sind die meisten der Meinung, bei Religion handle es sich um eine Anschauung der Welt und des Menschen, die ihren Angehörigen dazu verhelfe, menschliche Gier und Egoismus zu überwinden und nicht dazu diene Gruppenegoismus zu fördern, die Menschheit aufzuspalten und die natürlichen Zusammenhänge des Seins auflösen.

Der Gottesdienst am Geld – wie verbinde ich Religion mit (Finanz-) Macht? Oder allgemeiner gefragt: Wie kann ich meinen toten Geist und schlechten Charakter mit Religion verbinden? Von welchen Gefühlsregungen (Affekten) werde ich beherrscht, wenn ich einen toten Geist und schlechten Charakter habe? Hier besteht vielleicht ein Unterschied, ob ich Probleme lieber intellektuell oder brachial löse. Jedenfalls ist nichts in mir an Aufnehmen, Empfangen, Einsehen, Wahrnehmen, Auf-mich-wirken-lassen eines eigenständig aufgefassten Seins (Menschen und Kosmos), sondern nur ein unbändiges auf äusserliche Objekte gerichtetes Wollen. Und meine Zauberformel heisst: Aufspaltung und Auflösen der natürlich gegebenen Zusammenhänge.

Religion sagt den Menschen nicht nur, was sie selber und der Kosmos sind, sondern auch, was gut und böse ist. Tragisch ist eine Religion, die als Weltreligion gilt und deren Ethik eine Clan-Ethik ist – von Clan würde ich reden, wenn diejenigen, die nicht zum «Stamm» gehören, vom Höchsten und Wertvollsten als auch Rechtsgleichheit ausgeschlossen sind. Ihre Religion sagt den Israeliten: die Palästinenser sind böse, weil sie sich nicht freiwillig von ihrem angestammten Land vertreiben lassen – und ich bin böse, weil ich die Erzählung der Juden nicht übernehme. Da die Juden eine Minderheit sind als auch ein Volk und dessen Religion explizites und ausschliessendes Merkmal dieses Volkes ist, bedeutet Kritik an diesem Volk seine Diskriminierung, das heisst, Rassismus gegen eine Religion und gegen eine Ethnie. Daraus folgt, dass die Juden (Israeliten) die Guten sind und im Recht (wo könnte der Haken dieser Darstellung liegen?).

Wie ist eine Religion zu beurteilen, wenn nur ein bestimmtes Volk Zugang zu ihr hat? Religion handelt von der Wahrheit, dem Höchsten und Wertvollsten, in dem der Lebenssinn liegt. Wenn nur ein bestimmtes Volk Zugang zu dieser Religion hat, werden die anderen von der Wahrheit, dem Höchsten und Wertvollsten, in dem der Lebenssinn liegt, ausgeschlossen. Was sollen Wahrheit, das Höchste und Wertvollste bedeuten, wenn sie einem bestimmten Volk (Ethnie, Stamm) vorbehalten sind und wie geht dieses Volk mit den anderen Völkern um?

Wie ist ein Volk zu beurteilen, das sich über eine Religion definiert, zu der nur es Zugang hat? Ohne den Status einer Weltreligion, wäre die Schlussfolgerung, dass es sich bei der jüdischen Religion um eine Sekte handelt.

Religion und Politik

Religion und Politik hängen insofern zusammen als die Ziele der Politik durch die Religion bestimmt werden und eine Religion die Mentalität des Volkes bestimmt. Wenn der Gott einem Volk sagt, es stehe über den anderen Völkern, dann wird sehr stark die Abgrenzung dieses Volkes von den anderen Völkern betont werden. Wenn eine solche Gruppe einen eigenen Staat hat, wird ihre Politik dementsprechend sein. Dass die Juden nur ihre Religion in die Neuzeit hinüberretten konnten, aber nicht ihren Staat, könnte damit zusammenhängen, dass die anderen Völker ein Volk, das über ihnen stehe als Feind betrachteten.

Was ist für die Juden der Staat und was für die Christen oder Muslime? Die jüdische Religion grenzt sich insofern gegen andere Menschen ab, als sie nicht die jüdische Abstammung vorweisen können – das betrifft auch einen jüdischen Staat, der mehrheitlich säkular ist. Einen eigenen Staat haben, kann für die Christen und Muslime kein Ziel sein – aber warum kann (konnte) es für Juden ein Ziel sein, dass es einen Staat gibt, der mehrheitlich aus Juden besteht: Das Selbstverständnis eines Juden ist in hohem Mass mit seiner Gruppe (Abstammungsgemeinschaft) verknüpft, im Gegensatz dazu, bezieht sich das Selbstverständnis eines Christen oder Muslim mehr auf seinen Gott und weniger auf einen Stamm.

Ist Israel & USA mit den anderen Menschen durch den Willen zur Wahrheit verbunden?

Lebensinhalt, Lebenssinn und Selbstverständnis können auf einem Macht- oder einem Unterwerfungsverhältnis beruhen oder einer Kombination von beidem. Der «Vorteil» oder das Problem bei dieser Art Lebensinhalt besteht darin, dass er nicht an Wahrheit gebunden ist, das Sein aufspaltet und im Namen einer Ideologie oder Religion oder unter dem Namen Geist die Herabwürdigung des Seins ermöglicht, das heisst, anderer Menschen, Staaten und Völker. Bei einem Macht- oder Unterwerfungsverhältnis handelt es sich um Willensakte oder willentliche Festlegungen und nicht um Akte des Einsehens.

Wenn der Lebensinhalt oder das Selbstverständnis von Israel oder den USA die Überlegenheit über andere Völker und Staaten ist, womit machen sie dann eine Wesenseinheit oder geistige Übereinstimmung – mit der Menschheit kann es nicht sein.

Überlegenheit als Lebensinhalt und als Selbstverständnis bedeutet, dass die anderen Menschen der Lebensinhalt sind. Man würde annehmen, wenn ein Individuum, Volk oder Gruppe etwas haben, was die anderen nicht haben, sie in geistiger Autarkie und Souveränität mit diesem Inhalt beschäftigt sind. Wenn allerdings die Freude weniger aus diesem Inhalt kommt als daraus, dass die anderen ihn nicht haben, dann handelt es sich um eine Art Schadenfreude, die nichts mit geistiger Autarkie und Souveränität zu tun hat.

Aus diesem Umstand lässt sich der Hass der Juden auf Jesus erklären: Indem er Gott zu etwas erklärte, das für alle Menschen da ist, hat er die Juden um die Freude gebracht, dass nur sie – ihr Stamm – Zugang zum Wertvollsten hätten. Es ist plausibel, Freude, die sich darauf gründet, etwas zu haben, das die anderen nicht haben, mit Kleinkindmentalität in Verbindung zu bringen.

Diejenigen, deren Freude ist, etwas zu haben, das die anderen nicht haben, können es nicht zulassen, dass andere etwas haben, das sie selber nicht haben – es würde eine Verneinung ihres Weltbildes und ihrer Persönlichkeit bedeuten. Das heisst, der nach Überlegenheit oder Macht Strebende ist grundsätzlich neidisch: Diejenigen, die mit dem Lebensinhalt der Überlegenheit bei den anderen Menschen sind, wollen durch ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen nicht deren Entfaltung, sondern den Kitzel der Macht über sie spüren. Diese Haltung schliesst den Willen, von anderen geistig zu profitieren grundsätzlich aus: sich einschliessen in die kleine Welt der eigenen Gruppe ist das Höchste, was sie erreichen können – nebst dem Kitzel des Geldes und der Macht im Allgemeinen. Ein Charakter, dessen Befriedigung auf Macht beziehungsweise Unterwerfung beruht, wird notgedrungen zum Feind jedes nennenswerten Geistes oder der Wahrheit.

Was passiert, wenn eine Gruppe, deren Merkmal ideologisch (religiös) begründete Überlegenheitsgefühle gegenüber anderen Menschen sind, unter die reale Macht der anderen Menschen gerät? Sie fühlt sich als Opfer von bösen Menschen: Für die in der Ideologie der Überlegenheit lebende Sekte gibt es nur zwei Möglichkeiten: entweder sie ist Täter oder sie ist Opfer.

Woraus schöpfen die Israeliten und die zugewandten Amerikaner ihre Zufriedenheit, das heisst, ihre Übereinstimmung mit sich selbst? Aus einer Aufspaltung des Seins und entsprechenden Erfolgserlebnissen: Wir gegen sie, wir über ihnen und er über uns. Für sie ist das Höchste und Wertvollste ein aufgespaltenes Sein: Auf der einen Seite die Gruppe, zu der sie gehören und auf der anderen die Objekte ihres Willens; das heisst, für sie bildet das Sein keine Einheit, mit der sie durch Aufnehmen, Empfangen, Einsehen, Wahrnehmen, Auf-sich-wirken-lassen verbunden sind – verbunden sind sie mit einer Gruppe, die der Ansicht ist, sie würde über anderen Bevölkerungen und Staaten stehen. Das Höchste und Wertvollste für diese Gruppe besteht in etwas, das ihnen sagt, sie würde über den anderen Menschen und dem materiellen Kosmos stehen. Auf diese Weise kann unter Geist nicht die Fähigkeit zur Würdigung und zum Genuss der eigenen Existenz bzw. der anderen Menschen und des Kosmos verstanden werden, das heisst, nicht die Fähigkeit, die Fülle und Tiefe des Seins wahrzunehmen oder zu erfassen. Womit wir wieder beim Anfang dieses Textes wären.

Die Wirklichkeit als Geist oder als Gegenstand von Macht?

Vergrössert Machtstreben den geistigen Horizont? Macht gibt das Gefühl von Wichtigkeit – was ein Grund sein kann, nach Macht zu streben. Was ist Geist für den nach Macht Strebenden? Was ist Geist für eine Abstammungsgemeinschaft? Etwas, das sie hat und die anderen nicht haben, das heisst, Geist – das Wertvollste – sei etwas die anderen Menschen Ausschliessendes.

Wenn Menschen und Kosmos als Gegenstand von Macht existieren, handelt es sich grundsätzlich um die Haltung ‘wir gegen sie’ und ‘sie gegen uns’. Natürlich muss es ein Unterscheidungsmerkmal geben, das ‘wir’ von ‘sie’ unterscheidet oder anders ausgedrückt, die eigenen Machtansprüche über die anderen legitimiert – grundsätzlich kann das eine Stammesgesellschaft sein, das heisst, ein sich abgrenzender Kollektivismus, Gruppen-Subjektivismus, Gruppen-Egoismus oder National-Sozialismus. Die Ideologie einer Stammes-Gesellschaft kann entweder religiös begründet werden (dann kommt zum ‘wir gegen sie’ und ‘sie gegen uns’ noch ein ‘er über uns’ hinzu) oder das religiöse Moment kann fehlen. Beispiel für das erste sind die Juden und Beispiel für das zweite die Bandera-Jünger der Ukraine. Bemerkenswert ist, dass diese sich als exzeptionell verstehenden Überbleibsel der archaischen Stammes-Ideologie geistig und materiell nicht selbstgenügsam sind, sondern ausgesprochen hegemonial ausgerichtet.

Zufriedenheit mit sich selber aufgrund von Macht

Übereinstimmung (Zufriedenheit) mit sich selber kann durch Ideen erreicht werden, die nicht mit der Realität übereinstimmen, das heisst, durch Widersprüche, Wahnideen, Illusionen und Lügen. Oder die Übereinstimmung (Zufriedenheit) mit sich selber kann durch ein eingeschränktes Auffassen und Wahrnehmen der Realität erreicht werden, das heisst, Zufriedenheit mit sich selber kann zum Beispiel dadurch erreicht werden, dass die Realität (Menschen, Staaten, Natur) quasi auf ein Objekt der eigenen Macht reduziert wird bzw. der Macht der eigenen Gruppe: Übereinstimmung mit sich selber durch das Eingrenzen der Realität anderer Menschen, Bevölkerungen oder Staaten. Wenn das durch Ideologie geschieht, ist nicht nur etwas Privates, sondern etwas Öffentliches auf dem Abwärtsweg oder ganze Erdteile.

Wenn ich durch meinen Lebensinhalt die Realität anderer Menschen und des Kosmos eingrenze, woraus anderem als aus Widersprüchen, Wahnideen, Ignoranz oder Machtansprüchen besteht er dann? Was soll ein Leben, das aus Bindungen an andere Menschen besteht, ohne sie als eigenständiges Sein wahrzunehmen? Welche Realität habe ich selber, wenn ich die Realität der anderen Menschen und des Kosmos nur eingeschränkt oder selektiv wahrnehme? Macht bedeutet Reduktion des Seins des anderen – was könnte das Motiv sein, die geistige und materielle Existenz anderer Menschen einzuschränken? Zum Beispiel Neid oder das Erleben von Häme (Spott und Schadenfreude). Die Machtansprüche können durch eine Wahnidee legitimiert werden: Ein Gott habe die eigene Abstammung über die der anderen Menschen gestellt. Es ist eine Demut, die erlaubt, gegenüber allem anderen hochmütig zu sein; etwas anbeten, das einen über andere Menschen stellt, scheint wenig mit Religion zu tun zu haben, aber es bestimmt die sozialen Beziehungen und das politische Gefüge.

Eine Religion, deren Inhalt Macht über die Wirklichkeit – Menschen und Kosmos – ist  

Das Sein kann nicht gegen das Sein abgegrenzt werden – ausser es werde aufgespalten, indem der eine Teil des Seins Macht über den anderen hat; Extremfall: Null % Sein und 100% Macht verwirklicht im Willen einer Gottperson. Der geistige und charakterliche Hintergrund der Schöpfer eines solchen Gottes kann erahnt werden, wenn seine weitere Eigenschaft der Wille ist, das eigene Volk über die anderen Völker zu stellen.

Natürlich sind wir uns einig darüber, dass es nicht der Sinn einer Ideologie oder Religion sein sollte, ein Paradigma aufzurichten, hinter dem sich Opportunisten, Ignoranten und Lügner versammeln können, die von sich die hohe Meinung haben, sie würden eine ethische Bereicherung für die Welt darstellen.

Die Juden – ein gescheitertes Volk?

Von einem Volk, das den höchsten Prozentsatz an Nobelpreisträgern hervorgebracht hat und vielleicht auch den höchsten Prozentsatz an den weltweit reichsten Individuen und das via eigenen Staat der ganzen Welt (UNO) seinen Willen aufzwingen kann als einem gescheiterten Volk zu sprechen, könnte man als anmassend empfinden.

Wann kann man von einem gescheiterten Menschen sprechen? Wenn er die Ziele, die er sich gesteckt hat, nicht erreicht hat? Oder wenn er den Zustand nicht erreicht hat, in dem er mit sich selber übereinstimmt?

Muss man von einem gescheiterten Menschen sprechen, wenn er seinen Geist einschränkt? Das geistige Sein einschränken, heisst eigentlich, etwas als das Wertvolle zu installieren, das erlaubt, auf die anderen Menschen und die Zusammenhänge des Kosmos herabzusehen. Kann man jemanden als gescheiterte Existenz bezeichnen, der eine Übereinstimmung mit Widersprüchen, Wahnideen und Lügen macht?

Ist Satan eine gescheiterte Existenz?

Die Emotionen Gottes sind unendlich, diejenigen Satans hingegen eingeschränkt, insbesondere auf Häme (= Spott und Schadenfreude). Worin besteht die Macht Gottes und worin die Macht Satans? Die Macht Gottes besteht in der Echtheit und die Macht Satans in Falschheit. Kann ein Mensch, der – freiwillig – seine Emotionen einschränkt als eine gescheiterte Existenz bezeichnet werden? Natürlich orientiert sich ein Mensch, der nur ein gewisses Spektrum seiner Gefühle zulässt, nicht am Seins-Prinzip, sondern am Macht-Prinzip.

Wofür sind die USA oder Israel die Garanten oder der Höhepunkt der jüdischen Ethik

Womit machen Israel & USA eine Übereinstimmung? Mit dem Wunsch der Menschheit nach Frieden und Wohlergehen oder mit einer aufspaltenden Ideologie?

Geist könnte als Fähigkeit zur Würdigung und zum Genuss der eigenen Existenz bzw. der anderen Menschen und des Kosmos definiert werden, das heisst als Fähigkeit, die Fülle und Tiefe des Seins wahrzunehmen oder zu erfassen. Die Freude des Geistes kommt aus der Bejahung des Seins, aber es gibt auch eine Freude, die daraus kommt, sich anderen Menschen überlegen zu fühlen oder Macht über sie zu haben: Sie bedeutet quasi Übereinstimmung mit sich selber durch die Trennung von den anderen Menschen; politisch und weltgeschichtlich brisant ist, wenn diese Art Freude die Grundlage einer Ideologie ist, die als Weltreligion gilt und diese Weltreligion zugleich die Grundlage der abendländischen Religion ist.

Wenn das Bewusstsein und das Streben eines Volkes oder eines Staates nicht von der Würdigung und dem Genuss des Menschen und des Kosmos erfüllt sind, wovon dann? Von der Überlegenheit ihnen gegenüber, das heisst, Menschen und Kosmos bilden den Gegenstand ihres Bewusstseins und ihres Strebens, aber existieren unter dem Gesichtspunkt der Macht und Überlegenheit oder Geringschätzung und Verachtung. Der Höhepunkt dieser Mentalität ist eine Ideologie, die 0.1% der Menschheit ermöglicht, sich 99.9 % der Menschheit überlegen zu fühlen, weil ein Gott die Abstammung dieser 0.1% über die der anderen 99.9 % gestellt hat. Beachten sollte man, dass eine solche Ideologie nicht nur eine religiöse Dimension hat, sondern auch eine politische oder finanziell-wirtschaftliche, denn warum sollte sich eine Abstammungsgemeinschaft, die sich über den Aussenstehenden fühlt, ihnen gegenüber an ethische Regeln gebunden fühlen? Das heisst, eine übernationale Abstammungs- oder Religionsgemeinschaft bietet Synergien für eine übernationale Finanzgemeinschaft, insbesondere dann, wenn ihr hervorragendes Merkmal Aufspaltung ist bzw. Geringschätzung und Verachtung der Aussenstehenden. Anmerkung: Finanzielle Macht kann an der Medienmacht abgelesen werden.

Der Inhalt, der durch das Verneinen, Einschränken oder Ignorieren des Seins fehlt, muss durch irgend etwas ersetzt werden, zum Beispiel durch das Verhältnis der Macht oder Überlegenheit den anderen Menschen gegenüber: Das eigene Existieren wird nicht als quasi – unendlicher – Zustand oder Wesenseinheit mit dem Sein aufgefasst, sondern als auf etwas gerichteter Wille.

Der Lebensinhalt der Aufspaltung in die eigene Gruppe und die Aussenstehenden – die als minderwertig gelten – muss zwangsläufig mit charakterlicher, geistiger Falschheit einhergehen – denn 99.9 % der Menschheit würden das offene Aussprechen eines solchen Inhalts als Beleidigung ihres Menschseins empfinden. Um die Herrschaft der 0.1% zu installieren und aufrechtzuerhalten, muss dem Guten schlecht gesagt werden und dem Schlechten gut, sowie dem Wahren falsch und der Lüge und dem Widerspruch, wahr.

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Eine mentale Sicht auf das jüdische oder israelische Problem

Überlegenheit als Lebensinhalt: Es braucht nicht viel dazu: ein paar assoziative Vorstellungen und vielleicht noch eine Gruppe, die einen bestärkt – und dann kann man sich schon überlegen fühlen; natürlich hindert das Gefühl der Überlegenheit nicht daran, mental Tag und Nacht beim anderen zu sein, dem man sich überlegen fühlt – eigentlich ist es zwangsläufig, denn es ist der Lebensinhalt.

Wenn ich der Lebensinhalt einer Gruppe von Menschen bin, aber so, dass ich bzw. mein Staat dabei nur verlieren kann, dann möchte ich diese Gruppe fragen: warum seid ihr nicht selber euren Lebensinhalt? Das ist allerdings nicht einfach für eine Gruppe, deren Lebensinhalt die Abgrenzung gegen andere Menschen ist und die das Verhältnis der Überlegenheit ihnen gegenüber aus der Fähigkeit herleitet, sie hereinzulegen.

Es stellt sich die Frage, wie religiös der Sinn einer Gruppe ist, wenn er darin besteht, die Abgrenzung der Gruppenmitglieder gegen Aussenstehende zu nutzen, um sich Vorteile gegenüber diesen zu verschaffen.

Weiterführendes Thema: Religiöse Begründung der Rechtsungleichheit zwischen Völkern.