Die Herrschaft der Guten über die Bösen

J: Da unser Wille das Gute ist, seid ihr die Bösen, wenn ihr nicht tut, was wir euch sagen.

P: Woran können wir erkennen, dass euer Wille das Gute ist?

J: Ihr könnt es daran erkennen, dass wir nicht rechtsextrem und antisemitisch sind.

P: Woran können wir erkennen, dass ihr nicht rechtsextrem und antisemitisch seid?

J: Wir sind für Israel, die USA und die NATO.

P: Dann bedeutet die Herrschaft Israels und der USA die Herrschaft der Guten über die Bösen?

J: Die Bösen hören dann auf böse zu sein, wenn sie sich unserer Herrschaft unterwerfen.

P: Was müssen die Palästinenser tun, damit sie nicht mehr zu den Bösen gehören?

J: Sie müssen ihr angestammtes Land verlassen oder sich den Bedingungen unterwerfen, die wir bestimmen.

P: Welches sind die Kriterien von böse sein und gut sein?

J: Wenn du nicht die von den Guten geforderte Meinung vertrittst, gehörst du zu den Bösen.

P: Das heisst, wenn ich eine andere und begründete Meinung habe, muss ich sie ändern, weil ich sonst zu den Bösen gehöre.

Fazit: Eine politische Debatte oder Auseinandersetzung über den Weg, der politisch eingeschlagen werden soll, kann nicht stattfinden, wenn diejenigen, die über eine Sache eine andere Meinung haben als Böse bezeichnet werden: Denn das Böse ist das, was keine Existenzberechtigung hat. Wenn es auf der Welt eine Gruppe oder einen Block gibt, die darüber entscheiden, was auf der Welt Existenzberechtigung hat und der Bürger über seine Medien nur ihre Meinung vernimmt, dann ist die Spaltung der Welt und der Menschen zwangsläufig: Es gibt sehr viele Menschen und Staaten denen es zu wenig ist, als Unterhund von Oberhunden und in einer gespaltenen Welt zu leben, was zum Beispiel heisst, Massenmord an einer Bevölkerung gutzuheissen und sich von den Medien sagen lassen, man gehöre zu den Guten.

https://test.rtde.tech/meinung/209811-tweet-von-goering-eckardt-entlarvt/

Das Monster

Das Erleben des Monsters (eine These): Es ist nicht erlebtes Sein, sondern Interpretieren von Vorgängen: Es zerfällt in Zeit der Aufzeichnung (Gedächtnis) und Zeit der Realisierung (Lust): im nachhinein verbindet sich das Monster mit diesem, zu dem es vorher eine Distanz gehabt hat: vorher bestand quasi eine taktische, beschränkte Verbindung, nachher, wenn es allein ist, lässt es die volle Verbindung zu. Dieses Doppelleben ist die gut versteckte Grundbefindlichkeit des Monsters.

Zu dieser Lebensweise passt der Standpunkt des absoluten Beobachters: Taktik und Kalkül sind die Angelpunkte seines Lebens aus zweiter Hand. Sein Verständnis des Menschen und der Natur ist prinzipiell intellektuell unsinnlich bzw. ästhetisch distanziert – und was gefällt, oder nicht gefällt unterliegt nicht der direkten Spontaneität, denn sie könnte die ganze eigene Existenz ad absurdum führen.

Das Leben des Monsters ist ein Schielen auf etwas, das es selber nicht ist: Es lebt eigentlich nicht in seinem eigenen Körper, sondern in der Perspektive, im Blickwinkel auf etwas.

Die Banalität des Monsters: Es sieht sich gezwungen, alles auf eine banale Ebene zu bringen, denn es scheut die volle Tiefe des Seins; was insbesondere heisst: es existiert durch etwas, das grundsätzlich inhaltslos, illusionär oder äusserlich ist.

Wie fühlt sich das Clan-Monster zu seinen Mitgliedern hingezogen?

Das Clanmonster würdigt in seinen Clan-, Gruppen- oder Familienangehörigen nicht Wesen, die eingebettet sind in die unendlichen Zusammenhänge des Seins, sondern schematische Wesen, die von ihm abgespalten sind und die seine Bedingungen erfüllen: zum Beispiel bezüglich Abstammung, Religion, Ideologie, Weltanschauung, Meinung, Hautfarbe oder Finanzkraft.

Eine schöne Stimmung und Harmonie kann unter den Clanmonstern nicht aufkommen, da sie ihre Verbundenheit nicht aus dem Erleben der Einheit mit dem Sein schöpfen, sondern nur einer schematischen Verbundenheit untereinander. Die Stimmung – bzw. Verbundenheit – steigt dann, wenn sie sich gegen einen ihrer zwangsläufig sehr vielen Feinde erheben können, bzw. sich als Unterdrückte fühlen.

Interessant ist die Frage: inwieweit haben die Monster, die ihre Identität aus der Gruppe haben, ihre Freude und positiven Selbstwertgefühle aus den – ideologischen – Inhalten ihrer Gemeinschaft selber, und inwieweit aus dem Gefühl der Überlegenheit? oder daraus, dass sie die andern als Feinde betrachten können beziehungsweise sich selber als Opfer.

Woraus hat das Monster seine angenehmen Gefühle?

Aus seiner Unverfrorenheit auf das herabzusehen, was es wertvoll findet und das als das Erstrebenswerte hinzustellen, was es selber verachtet.

Stellt sich die Frage: was veranlasst den Menschen dazu, diese zwiespältige Haltung einzunehmen zu etwas, das er selber erstrebenswert (das heisst, wertvoll) findet?

Antworten:

1) Jemand ist innerlich nicht dazu disponiert etwas zuzustimmen, das er erstrebenswert findet, wenn die Zustimmung seine Persönlichkeit in ein Dilemma stürzen würde.

2) Damit, zuzugeben, dass ich nicht die freie Willkür habe, etwas zuzustimmen, oder nicht zuzustimmen, wäre verbunden, zuzugeben, dass ich nicht das Absolute bin, sondern eingebunden in einen grösseren Zusammenhang, über den ich nicht selber bestimmen kann.

3) Es gibt Menschen, denen daran gelegen ist, selber diejenigen zu sein, die das Wertvolle schöpfen – durch ihr (Wert-) Urteil nämlich: so sind sie diejenigen, die das selber schaffen, womit sie sich am tiefsten verbunden fühlen – denn das ist doch das Wertvolle!

4) Über etwas ein positives Werturteil zu fällen, könnte mit einer Erweiterung des Horizontes verbunden sein; es hat etwas Teuflisches eine Erweiterung seines Horizontes nicht zuzulassen, weil man dann vor sich selbst nicht mehr so gut dastehen könnte.

5) Neid bedeutet geradezu ein zwiespältiges Verhältnis zu etwas zu haben, das man wertvoll findet: denn Neid bedeutet, dass ich das auch gerne hätte, oder wäre, was der andere hat, oder ist, andererseits gibt man nicht gerne zu, etwas nicht zu haben oder zu sein, was der andere hat, oder ist.

Der Gipfelpunkt des Monsters ist dann erreicht, wenn diejenigen, die es betrügt, ihm die Füsse küssen – dann feiern Häme, und irre Verschmitztheit ihren unüberbietbaren Triumph! Wie steht es mit dem geistig-charakterlichen Zustand jener, die denen, die sie betrügen, die Füsse küssen?

Hat das Monster Souveränität? Unter Souveränität könnte man verstehen: geistig auf eigenen Füssen stehen, eine durchdachte und widerspruchsfreie Weltanschauung haben, die Realität und Wahrheit anderer Menschen zulassen. Auf der Grundlage von Widersprüchen zu leben, ist mit der Angst verbunden, dass sie aufgedeckt werden.

Hochmut – eine Art Geisteskrankheit: Er lügt, wie er atmet (il ment, comme il respire): Beim Einatmen nimmt er Schönheit, Liebreiz einer Sache oder Person auf – und beim Ausatmen fühlt er sich über sie erhaben und etwas Besseres als sie.

Der Lebensinhalt des Monsters: Eine eigene Welt der Illusion, Lügen und Widersprüche kreieren, diese von ihm geschaffene Welt ermöglicht, sein, ohne zu sein und zugleich, über andere zu herrschen: Wirklich entfalten kann sich das Monster nicht als Individuum, sondern in einer Gruppe mit adaptierter Ideologie – sie bieten den geschützten Rahmen für den eigenen Charakter und verleihen Macht.

Der Genuss des Monsters: Es lässt auf sich wirken, wie es die Ursache des andern ist. Es ist das Absolute, es bestimmt selber, wie das andere auf es wirkt – es lebt in einer hermetisch abgeschlossenen Welt in dem der Austausch gemäss seinen Bedingungen stattfindet.

Für wen oder was ist Russland eine Gefahr (2024)?

Welche Lebensweise oder welches Selbstverständnis könnte durch die Verwirklichung der Ziele Russlands eine Einbusse erleiden? Allgemein gesagt, eine Lebensweise oder ein Selbstverständnis deren Freude der Triumph über andere ist (Menschen, Bevölkerungen, Staaten, Erdteile).

Womit mache ich eine Wesenseinheit, wenn meine Freude daraus kommt, über andere zu triumphieren oder über ihnen zu stehen?

Wenn ich das Menschenbild oder die Weltanschauung habe, der Mensch sei dem Menschen ein Wolf, dann mache ich – indem durch mich oder meine Gruppe die Herrschaft über andere Menschen angestrebt wird – in gewisser Weise eine Wesenseinheit mit den anderen Menschen.

Wenn ich (mental oder real) beim Gegenstand meiner Freude bin und diese Freude kommt daraus, dass ich über ihn triumphiere oder über ihm stehe, ist dann die Freude ein Geniessen und Würdigen meines Geistes? Oder anders gefragt, was ist unter Geist zu verstehen, wenn die Sinngebung und der Lebensinhalt darin bestehen, über etwas oder jemanden zu triumphieren oder über ihm zu stehen? Über jemanden zu triumphieren oder das Gefühl, über ihm zu stehen (Individuen, Gruppen, Staaten) ist kein geistiger Inhalt – aber es kann Befriedigung (Übereinstimmung mit sich selber) bringen.

Es ist eine sehr spezielle Ideologie, in der die anderen Menschen und Völker als Widersacher aufgefasst werden, gegenüber denen die eigene Gruppe nur zwei Möglichkeiten hat, entweder ihr Opfer zu sein oder sie in die eigene Macht oder Abhängigkeit zu bringen. Die Freuden dieser Gruppe ergeben sich aus dieser Weltanschauung. Habe ich damit die Weltanschauung oder das Menschenbild der Juden beschrieben?

Wir können uns fragen, ob der Antagonismus zwischen dem Westen (USA, Israel, NATO, EU) und dem Nicht-Westen der Antagonismus zwischen zwei Arten von Charakteren und den adaptierten Ideologien ist: Auf der einen Seite die Freude daran, über die anderen zu triumphieren und über ihnen zu stehen und auf der anderen Seite die Freude, sich mit menschlichen Wesen als Einheit zu fühlen und die Freude der Zusammenarbeit zu spüren.

Was ist daraus zu schliessen, dass der Westen die nicht-westlichen Staaten als Objekte seiner Macht auffasst? Auf welcher Weltanschauung oder Ideologie (Religion) oder auf welchem Charakter gründet dieses Verhältnis?

Die Befriedigung aus dem Triumph über die anderen ist der Freude an der Wahrnehmung ihres Seins oder ihrer Wahrheit entgegengesetzt. Das Sein des anderen zulassen kann zur Bewusstwerdung des eigenen Seins führen – und das könnte vielen Angst machen, weil es die eigene Person einerseits grundlegend relativiert, andererseits ihr eine Tiefe gibt, vor der sie zurückschrecken.

Von anderen Menschen profitieren, indem man sie herabwürdigt. Die andere Möglichkeit wäre, von den anderen Menschen zu profitieren, indem man sie würdigt. Natürlich würde niemand von sich sagen, er schränke seinen Geist ein – aber sind diejenigen, die von anderen Menschen oder Staaten profitieren, indem sie sie herabwürdigen, wirklich der Meinung, sie würden dadurch ihren Geist bereichern? Sie sind wahrscheinlich der Meinung, ihr Geist sei unabhängig von dem, was die anderen Menschen für sie seien und wie sie sie behandeln. Die Juden zum Beispiel können gar nicht geistig von Nicht-Juden profitieren, weil sie durch ihre Abstammung über die anderen Menschen erhoben sind. Die herrschende politische Elite der USA und ihre Kollegen in Europa wollen von der Ukraine profitieren, indem sie sie herabwürdigen, indem sie diesen Staat als Kampfinstrument gegen einen anderen Staat einsetzen, mit dem Ziel die Macht der eigenen Gruppe auf Russland auszuweiten. Die Staatsführung der Ukraine macht mit, sie verspricht sich mehr davon, einer ausländischen Macht als der eigenen Bevölkerung zu dienen.

Die herrschende politische Elite der USA als auch ihre Kollegen in Europa, sowie die Juden haben die Wirklichkeit, in der sie leben zu einer Gruppenwirklichkeit reduziert – wie sind sie mit den Menschen ausserhalb dieser Gruppenwirklichkeit verbunden? Vermutlich durch einen freien Willen, der sie in Widersprüche verstrickt und durch den sie sich grossartig fühlen, solange ihr Betrug nicht auffliegt oder ihre Gewalt zurückgeschlagen wird. Was soll eigentlich der Sinn dieser Weltordnung sein? Geistig zu profitieren, indem man andere zu ihrem Nachteil zwingt.

Wer unfähig oder unwillig ist, Kräfteverhältnisse realistisch einzuschätzen, wird leicht zur Witzfigur

Damit, Jahrhunderte in einem erfolgreichen kolonialen Verhältnis zum Rest der Welt zu leben, ist ein bestimmter geistiger, charakterlicher, psychischer Zustand verbunden – wann werden die Kolonialherren von der Gewalt gegen ihre Opfer ablassen? Herr Unz bringt in seinem Artikel hoch interessante Möglichkeiten:

https://www.unz.com/runz/should-vladimir-putin-call-his-shot-on-a-nato-brushback-pitch/#comments

– vorher angekündigter Zeitpunkt des Plattmachens des NATO-Hauptgebäudes in Brüssel, damit Zeit für seine Evakuation bleibt und natürlich nicht mit einer Atomwaffe

– bei weiterer Eskalation, Versenken von US-amerikanischen Flugzeugträgern – was sicherlich auch Auswirkungen auf den Wert des Dollar haben dürfte

Hat das, was die Juden in Gaza tun, irgend etwas mit Religion zu tun?

Immerhin wird die Vertreibung der angestammten Bevölkerung Palästinas (seit 1923 bzw. 1948) mit der Religion begründet. Massenmord an Zivilisten wird im Allgemeinen nicht mit Religion in Verbindung gebracht – eher mit einer Sekte; wenn es sich allerdings um 35’000 Tote handelt, muss es sich um eine staatliche Sekte handeln. Einer Weltreligion jedenfalls würde man die Taten nicht zutrauen, die die Angehörigen dieser Religion aus religiösen Gründen in Gaza verüben. Religion, wenn es sich explizit und ausschliesslich um die Religion eines bestimmten Volkes handelt, kann gar nicht anders als der Ausdruck des geistigen und charakterlichen Zustandes dieses Volkes sein. Natürlich sind die meisten der Meinung, bei Religion handle es sich um eine Anschauung der Welt und des Menschen, die ihren Angehörigen dazu verhelfe, menschliche Gier und Egoismus zu überwinden und nicht dazu diene Gruppenegoismus zu fördern, die Menschheit aufzuspalten und die natürlichen Zusammenhänge des Seins auflösen.

Der Gottesdienst am Geld – wie verbinde ich Religion mit (Finanz-) Macht? Oder allgemeiner gefragt: Wie kann ich meinen toten Geist und schlechten Charakter mit Religion verbinden? Von welchen Gefühlsregungen (Affekten) werde ich beherrscht, wenn ich einen toten Geist und schlechten Charakter habe? Hier besteht vielleicht ein Unterschied, ob ich Probleme lieber intellektuell oder brachial löse. Jedenfalls ist nichts in mir an Aufnehmen, Empfangen, Einsehen, Wahrnehmen, Auf-mich-wirken-lassen eines eigenständig aufgefassten Seins (Menschen und Kosmos), sondern nur ein unbändiges auf äusserliche Objekte gerichtetes Wollen. Und meine Zauberformel heisst: Aufspaltung und Auflösen der natürlich gegebenen Zusammenhänge.

Religion sagt den Menschen nicht nur, was sie selber und der Kosmos sind, sondern auch, was gut und böse ist. Tragisch ist eine Religion, die als Weltreligion gilt und deren Ethik eine Clan-Ethik ist – von Clan würde ich reden, wenn diejenigen, die nicht zum «Stamm» gehören, vom Höchsten und Wertvollsten als auch Rechtsgleichheit ausgeschlossen sind. Ihre Religion sagt den Israeliten: die Palästinenser sind böse, weil sie sich nicht freiwillig von ihrem angestammten Land vertreiben lassen – und ich bin böse, weil ich die Erzählung der Juden nicht übernehme. Da die Juden eine Minderheit sind als auch ein Volk und dessen Religion explizites und ausschliessendes Merkmal dieses Volkes ist, bedeutet Kritik an diesem Volk seine Diskriminierung, das heisst, Rassismus gegen eine Religion und gegen eine Ethnie. Daraus folgt, dass die Juden (Israeliten) die Guten sind und im Recht (wo könnte der Haken dieser Darstellung liegen?).

Wie ist eine Religion zu beurteilen, wenn nur ein bestimmtes Volk Zugang zu ihr hat? Religion handelt von der Wahrheit, dem Höchsten und Wertvollsten, in dem der Lebenssinn liegt. Wenn nur ein bestimmtes Volk Zugang zu dieser Religion hat, werden die anderen von der Wahrheit, dem Höchsten und Wertvollsten, in dem der Lebenssinn liegt, ausgeschlossen. Was sollen Wahrheit, das Höchste und Wertvollste bedeuten, wenn sie einem bestimmten Volk (Ethnie, Stamm) vorbehalten sind und wie geht dieses Volk mit den anderen Völkern um?

Wie ist ein Volk zu beurteilen, das sich über eine Religion definiert, zu der nur es Zugang hat? Ohne den Status einer Weltreligion, wäre die Schlussfolgerung, dass es sich bei der jüdischen Religion um eine Sekte handelt.

Religion und Politik

Religion und Politik hängen insofern zusammen als die Ziele der Politik durch die Religion bestimmt werden und eine Religion die Mentalität des Volkes bestimmt. Wenn der Gott einem Volk sagt, es stehe über den anderen Völkern, dann wird sehr stark die Abgrenzung dieses Volkes von den anderen Völkern betont werden. Wenn eine solche Gruppe einen eigenen Staat hat, wird ihre Politik dementsprechend sein. Dass die Juden nur ihre Religion in die Neuzeit hinüberretten konnten, aber nicht ihren Staat, könnte damit zusammenhängen, dass die anderen Völker ein Volk, das über ihnen stehe als Feind betrachteten.

Was ist für die Juden der Staat und was für die Christen oder Muslime? Die jüdische Religion grenzt sich insofern gegen andere Menschen ab, als sie nicht die jüdische Abstammung vorweisen können – das betrifft auch einen jüdischen Staat, der mehrheitlich säkular ist. Einen eigenen Staat haben, kann für die Christen und Muslime kein Ziel sein – aber warum kann (konnte) es für Juden ein Ziel sein, dass es einen Staat gibt, der mehrheitlich aus Juden besteht: Das Selbstverständnis eines Juden ist in hohem Mass mit seiner Gruppe (Abstammungsgemeinschaft) verknüpft, im Gegensatz dazu, bezieht sich das Selbstverständnis eines Christen oder Muslim mehr auf seinen Gott und weniger auf einen Stamm.

Die natürlichen Zusammenhänge des Seins auflösen

Aufspaltung eröffnet folgende Möglichkeiten:

– es gibt etwas oder jemanden, über die man sich erhaben fühlen kann, über denen man steht

– mit Aufspaltung ist im Allgemeinen Gruppenbildung verbunden und Orientierung an der eigenen Gruppe, will sagen, Kriterium für Wahrheit ist nicht die Übereinstimmung von Idee und Gegenstand, sondern die Ideologie der Gruppe und ihr Wille zum Machterhalt. Die Einwilligung in das Verbreiten von Widersprüchen, Illusionen und Lügen kann sogar die Voraussetzung sein, in der Gruppe aufzusteigen

– mit der Gruppenbildung ist ein bestimmtes Bild der anderen Menschen oder der Wirklichkeit verbunden, es werden nur noch Eindrücke und Wahrnehmungen zugelassen, die das eigene Bild bestätigen (erinnert an einen Computer, bei dem nur ROM [Read Only Memory] vorhanden ist, aber kein RAM [Random Access Memory]).

Der Antrieb zu Aufspaltung

Aufspalten heisst, aus einer Einheit eine Zweiheit machen oder es heisst, natürliche und selbstverständliche Zusammenhänge aufzulösen und sie durch willkürliche oder künstliche zu ersetzen. Welches ist der Antrieb, sich nicht als Einheit mit dem Kosmos oder den anderen Menschen zu fühlen? Das Sein wahrzunehmen, zu fühlen und zu denken, erfordert andere Qualitäten als die Idee, über ihm zu stehen. Aufspaltung ermöglicht, sein ohne zu sein – für wen ist das eine Verlockung? Folgenschwer ist es, wenn Aufspaltung ideologisch oder religiös abgestützt ist – es können ganze Völker, Erdteile und die Weltgeschichte betroffen sein. Aus was anderem als aus Widersprüchen, Wahnideen und raffiniert fieser Rhetorik soll eine Ideologie bestehen, die aufspaltet? Meiner Meinung nach ist die jüdische Ideologie von Meistern dieses Fachs kreiert worden. Individuen, Gruppen oder Staaten, die nicht daran interessiert sind, mit dem Sein eine Einheit zu machen, sondern über ihm zu stehen, sind nicht interessiert an der Übereinstimmung von Idee und Objekt, sondern daran, sich durch die Idee über das Objekt (Menschen, Kosmos, Völker, Staaten) zu stellen: Aufspaltung ist nicht an der Erweiterung des geistigen Horizonts interessiert, sondern daran, natürlich gegebene Zusammenhänge in Abhängigkeitsverhältnisse umzuwandeln – in Machtverhältnisse; am liebsten würden sie die Sonne in ihre Macht bringen und sie dann für diejenigen scheinen lassen, die dafür bezahlen, sie würden sich jeden Tag an dem vielen Geld freuen, das die Sonne ihnen einbringt – aber da die Reduktion des Seins nicht Übereinstimmung mit ihm ist, liegt es in der Natur dieser Weltanschauung, dass zu dieser Freude bald wieder ein neuer Kitzel hinzukommen muss.

Was wollen die Menschen? Wollen sie Einheit des Seins oder Aufspaltung? Wer blüht auf, wenn durch Destruktivität (Zerstörung) und Einschränken des geistigen und materiellen Seins der Menschen (Völker und Staaten) Geld verdient wird? Ich würde sagen, Satan, aber nicht Gott und der Mensch.

Wer ist der Verlierer, wenn Wahrheit, Völkerverständigung und Sachpolitik gewinnen? Individuen, Gruppen, Organisationen und Staaten, die sich nichts von Wahrheit, Völkerverständigung und Sachpolitik versprechen – weil ihr Ziel Macht über andere oder anders gesagt, ihre Unterdrückung ist, was sich nur durch Lügen, Irreführung, Betrug und Gewalt erreichen lässt.

Ist Israel & USA mit den anderen Menschen durch den Willen zur Wahrheit verbunden?

Lebensinhalt, Lebenssinn und Selbstverständnis können auf einem Macht- oder einem Unterwerfungsverhältnis beruhen oder einer Kombination von beidem. Der «Vorteil» oder das Problem bei dieser Art Lebensinhalt besteht darin, dass er nicht an Wahrheit gebunden ist, das Sein aufspaltet und im Namen einer Ideologie oder Religion oder unter dem Namen Geist die Herabwürdigung des Seins ermöglicht, das heisst, anderer Menschen, Staaten und Völker. Bei einem Macht- oder Unterwerfungsverhältnis handelt es sich um Willensakte oder willentliche Festlegungen und nicht um Akte des Einsehens.

Wenn der Lebensinhalt oder das Selbstverständnis von Israel oder den USA die Überlegenheit über andere Völker und Staaten ist, womit machen sie dann eine Wesenseinheit oder geistige Übereinstimmung – mit der Menschheit kann es nicht sein.

Überlegenheit als Lebensinhalt und als Selbstverständnis bedeutet, dass die anderen Menschen der Lebensinhalt sind. Man würde annehmen, wenn ein Individuum, Volk oder Gruppe etwas haben, was die anderen nicht haben, sie in geistiger Autarkie und Souveränität mit diesem Inhalt beschäftigt sind. Wenn allerdings die Freude weniger aus diesem Inhalt kommt als daraus, dass die anderen ihn nicht haben, dann handelt es sich um eine Art Schadenfreude, die nichts mit geistiger Autarkie und Souveränität zu tun hat.

Aus diesem Umstand lässt sich der Hass der Juden auf Jesus erklären: Indem er Gott zu etwas erklärte, das für alle Menschen da ist, hat er die Juden um die Freude gebracht, dass nur sie – ihr Stamm – Zugang zum Wertvollsten hätten. Es ist plausibel, Freude, die sich darauf gründet, etwas zu haben, das die anderen nicht haben, mit Kleinkindmentalität in Verbindung zu bringen.

Diejenigen, deren Freude ist, etwas zu haben, das die anderen nicht haben, können es nicht zulassen, dass andere etwas haben, das sie selber nicht haben – es würde eine Verneinung ihres Weltbildes und ihrer Persönlichkeit bedeuten. Das heisst, der nach Überlegenheit oder Macht Strebende ist grundsätzlich neidisch: Diejenigen, die mit dem Lebensinhalt der Überlegenheit bei den anderen Menschen sind, wollen durch ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen nicht deren Entfaltung, sondern den Kitzel der Macht über sie spüren. Diese Haltung schliesst den Willen, von anderen geistig zu profitieren grundsätzlich aus: sich einschliessen in die kleine Welt der eigenen Gruppe ist das Höchste, was sie erreichen können – nebst dem Kitzel des Geldes und der Macht im Allgemeinen. Ein Charakter, dessen Befriedigung auf Macht beziehungsweise Unterwerfung beruht, wird notgedrungen zum Feind jedes nennenswerten Geistes oder der Wahrheit.

Was passiert, wenn eine Gruppe, deren Merkmal ideologisch (religiös) begründete Überlegenheitsgefühle gegenüber anderen Menschen sind, unter die reale Macht der anderen Menschen gerät? Sie fühlt sich als Opfer von bösen Menschen: Für die in der Ideologie der Überlegenheit lebende Sekte gibt es nur zwei Möglichkeiten: entweder sie ist Täter oder sie ist Opfer.

Woraus schöpfen die Israeliten und die zugewandten Amerikaner ihre Zufriedenheit, das heisst, ihre Übereinstimmung mit sich selbst? Aus einer Aufspaltung des Seins und entsprechenden Erfolgserlebnissen: Wir gegen sie, wir über ihnen und er über uns. Für sie ist das Höchste und Wertvollste ein aufgespaltenes Sein: Auf der einen Seite die Gruppe, zu der sie gehören und auf der anderen die Objekte ihres Willens; das heisst, für sie bildet das Sein keine Einheit, mit der sie durch Aufnehmen, Empfangen, Einsehen, Wahrnehmen, Auf-sich-wirken-lassen verbunden sind – verbunden sind sie mit einer Gruppe, die der Ansicht ist, sie würde über anderen Bevölkerungen und Staaten stehen. Das Höchste und Wertvollste für diese Gruppe besteht in etwas, das ihnen sagt, sie würde über den anderen Menschen und dem materiellen Kosmos stehen. Auf diese Weise kann unter Geist nicht die Fähigkeit zur Würdigung und zum Genuss der eigenen Existenz bzw. der anderen Menschen und des Kosmos verstanden werden, das heisst, nicht die Fähigkeit, die Fülle und Tiefe des Seins wahrzunehmen oder zu erfassen. Womit wir wieder beim Anfang dieses Textes wären.

Für Frau Baerbock ist das Höchste und Wertvollste ein aufgespaltenes Sein:

Auf der einen Seite die Gruppe, zu der sie gehört und auf der anderen die Objekte ihres Willens; das heisst, für sie bildet das Sein keine Einheit, mit der sie durch Aufnehmen, Empfangen, Einsehen, Wahrnehmen, Auf-sich-wirken-lassen verbunden ist – verbunden ist sie mit einer Gruppe, die ihr sagt, sie würde über anderen Bevölkerungen und Staaten stehen.

Anschlussfrage: Sind USA & Israel beziehungsweise Frau Baerbock mit den anderen Menschen durch den Willen zur Wahrheit verbunden?

Welches sind die Ziele der Regierung eines Staates?

Oberstes Ziel der Regierung eines Staates ist seine Erhaltung und Einheit und das Wohlergehen seiner Bürger. Die Ziele eines Menschen sind grundsätzlich Selbsterhaltung und Befriedigung. Gehört zur Befriedigung eines Menschen selbständiges oder eigenständiges Denken und ein autarker, souveräner Geist? Leider nein, wenn man die Worte von Kaja Kallas, der Staatspräsidentin Estlands vernimmt. Das Nachplappern von Phrasen einer ausländischen Hegemonie kann zu politischem Erfolg führen – aber führt es auch zu innerer Befriedigung?

Was man sicher sagen kann, ist, dass Kaja Kallas ein grosser Dollar-Fan ist und Unterstützerin der Politik ‚alle Macht dem Dollar‘ – wenn nämlich Russland zu einem zerstückelten Territorium würde, dann wäre ein grosses Hindernis für die globale Finanz-Herrschaft der USA beseitigt (und wer oder was die USA beherrscht, ist mittlerweile auch fast allen klar). Aber sie machen das sehr gut: eine Politik zu betreiben, die tatsächlich ein Ablutschen des Dollar ist und sie als Verbreiten von Demokratie, Freiheit und Menschenrecht verkaufen.

https://test.rtde.tech/europa/206530-estlands-ministerpraesidentin-fordert-zerschlagung-russlands/

Ein Staat, der seine Macht auf einen anderen Staat, Territorium oder Bevölkerung ausdehnen will, gefährdet deren Sicherheit

Beispiele sind USA & NATO & EU bezüglich der Ukraine (seit 1945 bzw. 2014) und Israel gegenüber Palästina (seit 1923 bzw. 1948).  

Welche Rolle spielt das Recht, wenn ein Staat seine Macht auf einen anderen Staat, Territorium oder Bevölkerung ausdehnen will?

Rechtsgleichheit jedenfalls kann nicht stattfinden, da für sich selber etwas in Anspruch genommen wird, das dem anderen verweigert wird. Was soll Recht bedeuten, wenn für sich selber etwas in Anspruch genommen wird, das den anderen verweigert wird oder anders ausgedrückt, wenn der eine Mensch, Gruppe oder Staat etwas dürfen, was die anderen nicht dürfen?

Wenn eine Gruppe oder ein Staat ihren Machtanspruch über andere Völker rechtlich abstützen wollen – wie gehen sie vor? Sie holen sich Bestätigung ihrer Ansprüche und ihres Handelns von möglichst vielen Medien, Organisationen, Staaten – denn das Recht sind derjenige Wille, diejenigen Ansprüche, oder dasjenige Verhalten, die Bestätigung erfahren; das heisst, was als Recht gilt, wird zu einer Machtfrage.

Wenn es der Wille eines Staates oder einer Gruppe ist, andere Staaten zu beherrschen oder einer angestammten Bevölkerung ihr Land wegzunehmen und dieser Wille Bestätigung erfährt, dann hat das die Aufspaltung der Welt zur Folge: in Herrschende und Beherrschte. Da das Ziel, andere Staaten ihrer Eigenständigkeit oder Souveränität zu berauben, nur gegen deren Willen verwirklicht werden kann, kann es nur durch Betrug oder Gewalt erreicht werden – vor der Weltöffentlichkeit wird dieses Eingreifen in das Leben anderer Staaten damit begründet, es gelte eine böse Regierung durch eine gute zu ersetzen. Das ist die Masche der USA seit 1917.

Wie kann ein imperialer, hegemonialer Anspruch rechtlich begründet werden?

Natürlich gibt es einen Weg, seine Machtansprüche über andere Völker und Staaten zu legitimieren: Der entsprechende Akteur – Volk, Gruppe oder Staat – muss sich auf einen Gott berufen, der ihn selber über die anderen gestellt hat, das heisst, auf Exzeptionalismus oder Rassismus. Man könnte sagen, dass der Westen (USA & NATO & EU) das unilaterale Rechtsverständnis Israels übernommen hat und es der eigenen Bevölkerung aufzwingt. Ein unilaterales Rechtsverständnis macht innerstaatliche und zwischenstaatliche Politik zu einer Machtfrage und spaltet Menschen, Staaten und Völker, es ist der Demokratie, das heisst, innerstaatlicher und zwischenstaatlicher Rechtsgleichheit entgegengesetzt. Aus dem Gesagten ergibt sich, dass alle, die den imperialen, hegemonialen Machtanspruch Israels nicht stützen, antisemitisch bzw. böse sind, denn sie akzeptieren nicht das göttliche Recht bzw. die Auserwähltheit Israels und seines Juniorpartners, der Grossmacht USA.