Das Schöne daran ist, er weiss so, dass er zu den Guten gehört. Es fällt ihm allerdings nicht mehr so leicht wie früher, sich in diesem Gefühl selbstzufrieden zurückzulehnen: Wenn er Überschriften sieht, wie«Drei Diktatoren – eine „Front gegen die Freiheit“»(gemeint sind der China-, Russland- und Nord-Korea-Chef), dann ist er mittlerweile nicht mehr so sicher, ob es diese «Diktatoren» sind, die ihn seiner Freiheit berauben wollen – oder ob es nicht ein ausländisches Konsortium oder gar eine rassistische Sekte mit staatlichem Sitz in Tel Aviv sei. Anders ausgedrückt, er fragt sich, ob das politische Spiel, das im Westen getrieben wird, ihm selber oder seinem Staat etwas nütze?
https://de.rt.com/meinung/255054-lanz-in-panik-russland-hat/
Was ist der Sinn oder das Ziel des Westens? «Der Westen» ist nicht nur ein Staat, sondern viele Staaten und auf drei Kontinenten – also kann er sich nicht aus der eigenen Kultur, Tradition, Geschichte, Religion oder Ideologie definieren. Was verbindet ihn? Meiner Meinung nach nicht viel mehr als die Wünsche Israels und folglich den USA, plus das dazugehörige Beziehungs- und Finanznetz. Das weitere Merkmal der Einheit des Westens ist der groteske Anspruch der moralisch-ethischen Überlegenheit über den Rest der Welt – der nur deshalb nicht grotesk erscheint, weil die Medien Teil des Beziehungs- und Finanznetzes sind.
Was gäbe dem Westen die innere Ruhe oder den inneren Frieden? Leider nicht einmal das Erreichen des Ziels, dass die ganze Welt zum «Westen» wird – da der Kern der Ideologie von der er geleitet wird, Aufspaltung, Herrschsucht und Unersättlichkeit ist. Abschlussfrage: Was sind die anderen Menschen und der Kosmos für den Menschen, wenn seine Freude ihn von den anderen Menschen und dem Kosmos trennt?