Kann der Wille, über andere Menschen oder Staaten Macht zu haben, das heisst, das Ziel, dass sie tun, lassen und denken, was man selber oder die eigene Gruppe will, dadurch realisiert werden, dass man ihnen reinen Wein einschenkt? Die Betroffenen würden fragen: Welches Recht habt ihr, uns vorzuschreiben, wie wir zu leben und was wir zu denken haben? Seid ihr unsere Vormünder, steht ihr über uns, haltet ihr euch für etwas Wertvolleres oder Herrenmenschen? Gemeinsamkeit von Falschheit und Macht ist – im Unterschied zum Führungsverhältnis – dass sie die Wahrheit und Realität anderer Menschen oder Staaten verneinen, sie herabwürdigen oder nicht zulassen.
Eine Gruppe, die zu Macht kommen will oder sie ausweiten, muss mit Falschheit operieren – denn die Menschen oder Staaten handeln nicht von sich aus gegen ihr Interesse. Selber betrügen ist das eine – aber das befriedigt den Ehrgeiz der US-amerikanischen und israelischen Herrenmenschen mit der Ideologie des Exzeptionalismus noch nicht: Das Problem, vor das sie sich stellten, ist: Wie bringen wir es fertig, Menschen in anderen Ländern zu Mitarbeitern unseres Betrugs zu machen? Grob gesagt, ist ihr Rezept: Wir spalten die Welt auf in die Guten und die Bösen und wer sich uns nicht unterwirft, sind die Bösen – natürlich wollen auch die westlichen Intellektuellen nicht die Bösen sein, sondern Karriere machen, also spielen sie brav mit: Intelligenz nimmt allerdings dadurch eine sehr spezielle Form an, denn als Wahrheit kann nur das zugelassen werden, was die Falschheit nicht aufdeckt – damit ist zum Beispiel Philosophie und Geschichte, die von diesen Leuten betrieben wird, wertlos oder schädlich und die Falschheit wirkt sich auf das ganze Geistesleben aus.
Ethisch Überlegene, die am Gängelband von Betrügern laufen
Wenn wir die Ambition des israelischen und US-amerikanischen Herrenmenschen bedenken: «Wie bringen wir es fertig, Menschen in anderen Ländern zu Unterstützern und Mitarbeitern unseres Betrugs zu machen?» Dann können wir feststellen, dass der Herrenmensch sehr erfolgreich war: Er hat die Unterstützung der westlichen Bevölkerung erreicht, andere Menschen und Staaten um ihr Territorium, Bodenschätze oder ihr eigenständiges Sein zu bringen, zum Beispiel Russland, Ukraine, Iran, Palästina, Libanon, Syrien, …. Der Grund für die Zustimmung der westlichen Bevölkerung ist aber nicht eine Mischung aus Blödheit und Häme, sondern ethische Überlegenheit: Sie hat die Weisung des israelischen bzw. US-amerikanischen Herrenmenschen gehorsam verinnerlicht: Gut ist, wer uns zu Diensten ist und böse, wer sich uns nicht unterwirft. Die Ideologie, ein Mensch könne nach Belieben ein Mann oder eine Frau sein, ist eine gute Vorstufe zum ultimativen geistigen Mülleimer, der glaubt, seine Existenz würde einen Glanzpunkt für die Menschheit bedeuten und den man in diesem Sinne – politisch – auf alles hetzen kann, was man nur will. Aber hat der geistige Müllschlucker tatsächlich den Ehrgeiz für seine grossartige Rolle in der Welt, den Welt-Ethikpreis aus den Händen des Israel- oder USA-Chefs in Empfang zu nehmen? Der westliche geistige Müllschlucker glaubt vermutlich ernsthaft, dass Russland, China und Iran böse sind – aber daran, dass seine eigene Regierungsclique irgendwie das Gute verkörpern würde, daran ist sein Glaube schon weniger stark.
Ist es ethisch wertvoll, die eigenen Betrüger bzw. die Betrüger anderer zu unterstützen? Es ist dann ethisch wertvoll, wenn es sich bei den Betrügern um Herrenmenschen handelt, gegen die zu handeln böse ist und man zudem Einbussen an Karriere und Finanzen hinnehmen müsste. Das heisst: Sich betrügen lassen, ist dann ethisch wertvoll, wenn der Betrüger Israel oder USA heisst.