‘Links’ und ‘rechts’ und die politischen Supporter des Finanzkapitals

Die – territorialen – Grenzen eines Staates sind klar (ausser bei Israel), aber wie steht es mit den Grenzen des Finanzkapitals und seines Einflusses? Finanzkapital ist weniger eine staatlich identifizierbare Grösse als Armee, Bruttoinlandprodukt, Staatshaushalt oder Regierung.

Die Macht des Finanzkapitals – oder des Geldes – hört nicht unbedingt an den Staatsgrenzen auf. Und wenn es einen Club mit Weltbeherrschungsambitionen gäbe, der aber keine Geldmacht ist, dann wäre er noch weniger als ein Papiertiger. Die Macht des Geldes besteht nicht nur in seinem Besitz, sondern auch darin, mit ihm zu handeln (Geldwechsel) oder es zu verleihen und dadurch Verbindlichkeiten zu erzeugen, das heisst, ein Beziehungsnetz aufzubauen.

Wann kann man sagen, ein Staat werde von der eigenen Regierung regiert? Dann, wenn er nicht von einem ausländischen Staat oder einer ausländischen Gruppe regiert wird oder anders gesagt, wenn eine Regierung im Interesse ihres Volkes handelt und nicht zu seinem Nachteil. Daraus, dass die Regierung eines Staates zum Nachteil des Volkes handelt, können wir schliessen, dass es eine Gruppe gibt, die den Staat benutzt, um ihre – privaten – Machtansprüche zu befriedigen. Handeln zum Beispiel die USA oder Deutschland zum Vorteil der Bevölkerung? Wir müssen uns im Klaren darüber sein, dass eine Gruppe, die den Staat dazu benützt ihre – privaten – Machtansprüche zu befriedigen, versucht, Regierungen zu installieren, denen sie ihre Bedingungen diktieren kann – und das soweit ihre Finanzmacht bzw. der Dollar reicht. Ein Erfolg für die Gruppe ist zum Beispiel, wenn sie Regierungen Krieg führen lassen kann gegen Staaten, die darauf bedacht sind, ihre Eigenständigkeit zu behalten. Die Gruppe versucht, Regierungen zu installieren, durch die sie die Macht über die Ressourcen des Staates, zum Beispiel Rohstoffe und ihren Handel, an sich reissen kann, dazu muss die Gesetzgebung, die die Bevölkerung eines Staates vor Ausbeutung – aus dem Ausland – schützt, eingeebnet werden und ermöglichen, die Gewinne möglichst steuerfrei abzuführen; beides durften die Russen unter Jelzin erleben, das heisst, in der Zeit als Russland als demokratisch galt. Der Gipfel dieser These ist, dass die Staaten des Westens gar nicht von ihren eigenen Regierungen regiert würden, sondern von einer übernationalen Gruppe. Und diese Gruppe hängt eindeutig mit Israel zusammen: Wenn ein Staat verbrecherische Handlungen eines anderen Staates billigt, gutheisst oder unterstützt, dann ist er kein Rechtsstaat mehr und handelt nicht mehr im Interesse des Volkes – was nichts anderes bedeutet, als dass er mit staatlichen Ressourcen einen Gruppenegoismus bedient. Wenn kriminelle oder verbrecherische Handlungen durch eine mächtige Gruppe begangen werden, müssen sie als Recht dargestellt werden – denn sonst würde diese Gruppe diskreditiert, das heisst, sie wäre nicht mehr wirklich mächtig, sondern angeschmiert.

Politisch rechts bedeutet traditionell Schutz des Staates vor ausländischem Einfluss. Eine Gruppe, die die Ambition hat, ihre Macht auszuweiten, indem sie in das Leben anderer Bevölkerungen und Staaten eingreift, muss jene Kräfte neutralisieren, die sich dagegen wehren – was insbesondere heisst, politisch rechts muss verteufelt werden: Gender-Ideologie und ‘Geflüchtete’ bilden die Themen, um die eigene Politik als die Politik der ethisch Guten darzustellen und den politischen Gegner als böse; das heisst, es geht nicht darum, Sachpolitik zu machen, sondern den politischen Gegner als ‘böse’ darzustellen und ihn so auszuschalten. So wie das Finanzkapital kennen auch die Medien keine staatlichen Grenzen – und wenn diese beiden Faktoren eine Einheit bilden, lässt sich zum Beispiel bewirken, dass die Bevölkerung sich selber zugunsten einer übernationalen Gruppe in den Nachteil setzt, wenn ihr gesagt wird, dass sie sonst zu den Bösen gehören würde. Zusammenarbeit mit dem Finanzkapital und den Medien wäre eine gute Sache – aber wird verbrecherisch, wenn sie dem Grundsatz folgen: Stammesrecht oder Gruppenmacht steht über dem Staatsrecht. Aufschlussreich ist, dass die Ideologie der Aufhebung der Souveränität der Nationalstaaten, die die Linken predigen, perfekt mit den Anforderungen des internationalen Finanzkapitalismus zusammenfällt. Wie ist das Bestreben, die Grenzen der Nationalstaaten aufzuheben, damit zu vereinbaren, ein Israel zu unterstützen, das sein Territorium ausweiten will, indem es die ansässige Bevölkerung vertreibt und massakriert? Dieser Widerspruch kann einfach erklärt werden, indem einem bewusst wird, dass diejenigen, die verantwortlich sind für die Vertreibung und Massakrierung der Palästinenser zu derselben Gruppe gehören, die das Finanzkapital und die Medien des Westens beherrschen und deren Grundsatz ist: Stammesrecht oder Gruppenmacht steht über Staatsrecht.

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