Wenn das westliche unilaterale Finanzsystem auf dem Abstieg ist

Wenn das westliche unilaterale Finanzsystem auf dem Abstieg ist, ist auch Israel auf dem Abstieg. Natürlich kann man sich fragen, wo da der Zusammenhang liege? Israel ist stark, weil es eine Grossmacht (USA) befehligt und die USA sind stark, weil die Weltwährung Dollar ihre Landeswährung ist.

Wenn man als Mithelfer an einem Betrug sich als der ethisch Gute fühlen kann, karrieremässig und finanziell profitieren und sozial integriert ist, dann kann es nur unbequem sein, sich gewissen Fragen zu stellen.

Kann ein unilaterales Seins-Prinzip den eigenen Staat stärker machen oder liegen Hegemoniebestrebungen eines Staates nur im Interesse einer übernationalen Clique? Zu ihrem Nachteil in das Leben anderer Staaten eingreifen, ist vom Aufwand her kein Kinderspiel: Der Hegemon muss quasi seine ganze Aussenpolitik auf dieses Ziel ausrichten und er muss die Medien beherrschen – denn seit der Ausrufung der Menschenrechte bzw. Gleichberechtigung der Völker ist es – offiziell – verpönt, andere Völker mit Gewalt oder Betrug auszubeuten oder zu vertreiben. Ein Verhältnis zu anderen Menschen oder Staaten auf Machtbasis oder unilateraler Grundlage erfordert stete Berechnung(en).

Das hegemoniale Verhältnis erfordert stete Anstrengung und angespannte Aufmerksamkeit – denn wer ausgenutzt, ausgebeutet, betrogen und respektlos behandelt wird, sinnt stetig auf ein Abschütteln des Parasiten und es ist nicht ausgeschlossen, dass sich die Ausgebeuteten zu diesem Zweck zusammenschliessen. Und das hegemoniale Verhältnis erfordert Investitionen zum Beispiel bezüglich Gewaltmittel (Militär), überhaupt muss ein ganzer Staatsapparat dafür aufgebaut werden, denn zu den hegemonialen Mitteln gehören auch Regimechange, politische, finanzielle und kulturelle Unterwanderung. Wird das Geld, das dafür ausgegeben wird, wieder hereingeholt werden können? Zweifellos wird bei erfolgreicher Ausbeutung anderer Staaten Geld hereinkommen, aber kanalisiert: Die Gewinne fliessen in private (Unternehmer-) Hände und der – hegemoniale – Aufwand wird auf die Allgemeinheit abgewälzt. Aber immerhin können sich die Bevölkerungen im Bereich der hegemonialen Medienmacht ethisch erhöht vorkommen, denn sie leben im Glauben, das Eingreifen des Westens in das Leben nicht-westlicher Bevölkerungen würde diesen Menschen Demokratie, Freiheit und Menschenrecht bringen. Allerdings wird das ethische Überlegenheitsgefühl der westlichen Medien-Konsumenten zur Zeit auf eine harte Probe gestellt: Die USA behaupten, der Grund für das Eingreifen in das Leben der Ukraine (im Speziellen seit 2014) sei, den Ukrainern Demokratie, Freiheit und Menschenrecht zu bringen. Geben die USA für ihr Eingreifen in das Leben der Palästinenser in Gaza denselben Grund an?

Wie weit ist das unilaterale Finanzsystem des Westens mit jüdischen bzw. israelischen Interessen verknüpft? Es ist anzunehmen, dass sie eine ausserordentlich grosse Rolle spielen, denn ganz freiwillig wird der Westen den Massenmord Israels in Gaza nicht unterstützen – und ein anderes Druckmittel als finanzielle bzw. mediale kann ich nicht ausfindig machen. Finanzsystem ist das System von Weltwährung, Geldverleih, Geldwechsel, Geldtransaktion.

Fazit: Ein Rechtsstaat ist machtlos gegen die Kriminalität eines unilateralen übernationalen Finanzsystems.

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