Überlegenheit als Lebensinhalt: Es braucht nicht viel dazu: ein paar assoziative Vorstellungen und vielleicht noch eine Gruppe, die einen bestärkt – und dann kann man sich schon überlegen fühlen; natürlich hindert das Gefühl der Überlegenheit nicht daran, mental Tag und Nacht beim anderen zu sein, dem man sich überlegen fühlt – eigentlich ist es zwangsläufig, denn es ist der Lebensinhalt.
Wenn ich der Lebensinhalt einer Gruppe von Menschen bin, aber so, dass ich bzw. mein Staat dabei nur verlieren kann, dann möchte ich diese Gruppe fragen: warum seid ihr nicht selber euren Lebensinhalt? Das ist allerdings nicht einfach für eine Gruppe, deren Lebensinhalt die Abgrenzung gegen andere Menschen ist und die das Verhältnis der Überlegenheit ihnen gegenüber aus der Fähigkeit herleitet, sie hereinzulegen.
Es stellt sich die Frage, wie religiös der Sinn einer Gruppe ist, wenn er darin besteht, die Abgrenzung der Gruppenmitglieder gegen Aussenstehende zu nutzen, um sich Vorteile gegenüber diesen zu verschaffen.
Weiterführendes Thema: Religiöse Begründung der Rechtsungleichheit zwischen Völkern.